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02.02.2015 | Mobile Banking | Im Fokus | Onlineartikel

Mit Sicherheit Geld verdienen

Autor:
Christian Kemper

Deutsche Bankkonten sind beliebte Ziele von weltweit aktiven Internetbetrügern. 2015 könnten die Angriffe gegen moderne Online-Bezahlsysteme noch zunehmen. Besonders das Mobilebanking mit Smartphones wird betroffen sein.

"Die Zahl der Banküberfälle geht zurück, dafür steigt die Cyberkriminalität", beobachtet Jörg Dreinhöfer, Vorstandsmitglied bei der GAD eG, einem IT-Dienstleister für Banken. Die größte Sicherheitslücke klafft zurzeit bei Bankgeschäften, die über Smartphones getätigt werden, so der Bankexperte auf den "Tegernseer Fachtagen", einem Fachkongress veranstaltet von der macrosConsult GmbH. Banken und Finanzdienstleister lassen sich zwar immer neue Techniken einfallen, um das Geld und die Daten ihrer Kunden zu schützen. Doch wirklich sichere Verfahren seien in Deutschland noch nicht im Einsatz, meint Dreinhöfer.

Digitale Konkurrenz ist schon einen Schritt voraus

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Immer mehr branchenfremde Unternehmen, Fintechs und Start-ups, besetzen den digitalen Markt mit innovativen Angeboten und graben den Geldhäusern damit das Wasser ab. Das geht aus dem Factbook 2015 „Innovative Geschäftsmodelle im Banking“ hervor. „Banken verschenken damit wertvolles Potenzial“, sagt Stefan Roßbach, Autor des Factbooks. Die digitale Konkurrenz bringe eine disruptive Kraft mit sich, die den Markt, der bislang Banken und Sparkassen vorbehalten war, nachhaltig verändern werde.

Welche Bedeutung Innovationen als Wettbewerbsfaktor haben und wie sich die Innovationskraft stärken lässt, erörtern Dr. Michael Schieble und Sabine Schölzel vom Deutschen Sparkassen- und Giroverband im Kapitel "Innovation als Wettbewerbsfaktor in der Finanzdienstleistungsbranche" (Seite 53-62) des Springer-Buchs "Moderner Bankvertrieb im Dienst des Kunden".

Tipp-Biometrie als neue Sicherheitsvariante

"Die Schutzmechanismen in Onlinebanking und E-Payment sind nicht mehr ausreichend", warnt Dieter Bartmann, Professor am Institut für Bankinnovation an der Universität Regensburg. Er fordert die Institute dazu auf, neue Technologien zur eindeutigen Online-Identifizierung wie die Tipp-Biometrie einzusetzen. Dabei wird das individuelle Schreibverhalten eines Onlinebanking-Users gemessen. Im Vergleich zu anderen biometrischen Verfahren, wie der Erkennung über einen Fingerabdruck, Gesicht oder Stimme, soll dieses um ein Vielfaches eindeutiger und damit sicherer sein. Selbst auf dem Touchscreen von Smartphones soll die Technik funktionieren. Einzelne Finanzdienstleister setzten die Tipp-Biometrie heute schon im Hintergrund zu Zwecken der Plausibilitätskontrolle ein, weiß Bartmann: "Deshalb liegt es nahe, dass die Banken den Weg für die neue Technologie nicht nur frei machen, sondern einen höchst lukrativen Markt besetzen."

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