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05.07.2018 | Mobile Banking | Infografik | Onlineartikel

Jungen Bankkunden fehlt oft das Sicherheitsbewusstsein

Autor:
Angelika Breinich-Schilly

Bankgeschäfte per Computer daheim oder unterwegs mit der App der Hausbank zu tätigen, ist für viele Deutsche mittlerweile normal. Wie eine Umfrage der Postbank ergab, achten vor allem die jungen Nutzer kaum auf die Sicherheit ihrer persönlichen Daten.

Die Digitalisierung greift weit in wirtschaftliche und auch private Bereiche hinein. Das gilt auch für die persönlichen Bankgeschäfte. Nur noch zwölf Prozent der Bundesbürger erledigen diese ausschließlich offline, etwa in der Filiale. Das ergab die aktuelle Postbank Digitalstudie, für die rund 3.100 Menschen in Deutschland befragt wurden. Immer beliebter wird dagegen die Nutzung von Smartphone und Tablet. So werden die persönlichen Finanzen daher auch mobil von unterwegs verwaltet. "Zwar besteht mit Blick auf Länder wie Dänemark und den Niederlanden, in denen fast neun von zehn Bankkunden das Online-Banking ihrer Bank heranziehen, noch Steigerungspotenzial. Dennoch zeigt auch der Blick auf die bisherige Entwicklung in Deutschland, dass sich diese Quote in Zukunft erhöhen wird", meinen auch die Buchautoren Christiane Jonietz, Stefan Mesch und Anja Peters in ihrem Buchkapitel "Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung in Banken und Sparkassen" auf Seite 368. 

Lascher Umgang mit persönlichen Daten                  

Doch diese Entwicklung hat sicherheitsrelevanten Folgen, wie die Postbank warnt: Jeder Zweite nutzt demnach aus Bequemlichkeit Funktionen wie Autovervollständigungen zur Anmeldung beim Online Banking oder anderen digitalen Finanzanwendungen wie etwa Paydirekt oder Paypal. Knapp ein Drittel der Deutschen tippt sensible Daten sogar im Beisein anderer außerhalb der eigenen Familie ein. In der Gruppe der Befragten unter 35 Jahren tun dies sogar 56 Prozent. "Die Digital Natives sind es gewohnt, für nützliche Services persönliche Daten preiszugeben, und werfen Sicherheitsbedenken scheinbar besonders schnell über Bord", erläutert Thomas Mangel, Chief Digital Officer der Postbank, das Ergebnis.  Ihnen fehle es häufig an Bewusstsein für ihre wirklich sensiblen Daten, die vor jeglichem Zugriff zu schützen sind.

Von denen, die ihre Finanzen mobil verwalten, greifen 47 Prozent auf eine App ihrer Hausbank zurück. Sieben Prozent setzen auf Apps anderer Anbieter. Daneben etablieren sich immer mehr Anwendungen zum direkten Geldtransfer wie Paydirekt oder Google Wallet. Dies sei für viele zwar praktisch, verführe aber zu einem sorglosen Umgang mit den besonders sensiblen Finanzdaten. "Automatische Vervollständigungsfunktionen für Online-Anmeldedaten sind mit Vorsicht zu genießen", meint Mangel. Ihm zufolge sollten allenfalls spezielle Lösungen verwendet werden, für die ein Masterpasswort oder der persönliche Fingerabdruck des Nutzers notwendig ist. "Von einfachen Browservervollständigungen raten wir, vor allem wenn es um Anmeldedaten für Finanzservices geht, ab."

Bankgeschäfte in Bussen und Bahnen

Auch die Orte, an denen Bankgeschäfte erledigt werden, dienen der Studie zufolge nicht unbedingt der Datensicherheit. Jeder vierte Bundesbürger verwaltet demnach seine Geldangelegenheiten am Arbeitsplatz und riskiert damit neugierige Blicke der Kollegen. Unter den Jüngeren ist es sogar fast jeder zweite. Manche nutzen sogar die Supermarktschlange oder die Fahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln für das private Finanzmanagement.

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