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10.08.2017 | Mobile Banking | Nachricht | Onlineartikel

Überweisungen in Echtzeit kommen schneller als gedacht

Autor:
Barbara Bocks

 

Ab November soll ein europaweit einheitlicher Rechtsrahmen für Instant Payments gelten. Dabei ist immer noch fraglich, ob sich die neue Zahlungsart durchsetzen wird. Finanzinstitute stehen dennoch unter Zugzwang.

Instant Payments haben das Potenzial, den Zahlungsverkehr in den kommenden Jahren spürbar zu verändern. Zu dem Ergebnis kommt eine Befragung von Ibi Research und dem Zahlungsdienstleister van den Berg sowie der ING-Diba. Die Endverbraucher halten Zahlungen in Echtzeit durchaus für nützlich, heißt es in der Ende Juli veröffentlichten Studie. Allerdings hätten nur wenige von ihnen sie in der Vergangenheit oft oder sehr oft benötigt. Als Grund dafür nannten die Befragten die Zufriedenheit mit der Geschwindigkeit von Überweisungen, Lastschriften oder Kartenzahlungen.

Das sieht Michael Kemmer, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands deutscher Banken (BdB) ähnlich. Die Schnellüberweisung "könnte die Zahlungswelt revolutionieren, aber es wird sicher noch eine Zeit lang dauern, bis sie sich durchgesetzt hat", betonte er gegenüber der Deutschen Presse Agentur (DPA). Für die neue Echtzeitüberweisung solle ab November 2017 europaweit ein einheitlicher Rechtsrahmen gelten. Geldhäuser seien  allerdings nicht verpflichtet, an dem System teilzunehmen. Kemmer zeigte sich dennoch zuversichtlich, dass Echtzeitüberweisungen langfristig europaweit flächendeckend möglich werden.

Regulatorischer Rahmen ist notwendig

Bereits im Januar veröffentlichte der BdB ein Positionspapier zum Thema "Digitales Bezahlen 2020". Darin stellt der Verband fest, dass regulatorische Maßnahmen erforderlich seien, "die eine Gleichstellung unbarer und barer Zahlverfahren einerseits und andererseits eine effiziente, flächendeckende Bargeldversorgung weiterhin ermöglichen". Die folgenden Punkte sollten berücksichtigt werden:

  • Weitverbreitete unbare Zahlverfahren wie Überweisung, Lastschrift, Debitkarte sollen als gesetzliches Zahlungsmittel anerkannt werden.
  • In geeigneten, unbaren Zahlverfahren sollen Verbraucher die Wahlmöglichkeit am Point of Sale erhalten, ohne Übermittlung persönlicher Daten an den Zahlungsempfänger, insbesondere an den Händler.
  • Verbraucher sollen weiter günstig und nah mit Bargeld versorgt werden, zum Beispiel in Tankstellen oder Supermärkten. Banken sollen hierzu weitreichende Kooperationen ermöglicht werden, sowohl bankübergreifend als auch mit Dritten, zum Beispiel durch Aufhebung kartellrechtlicher Schranken.

Die Idee zu Instant Payments stammt vom Euro Retail Payments Board (ERPB) der Europäischen Zentralbank (EZB), das seit Ende 2013 den Single Euro Payments Area (SEPA)-Rat ersetzt. Die EZB schätzte Ende März, dass im Jahr 2023 das Bezahlen in Echtzeit 22 Prozent aller Transaktionen in der Eurozone ausmachen könnte.

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