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Über dieses Buch

Das Herausgeberwerk zeigt, welche Auswirkungen der Einsatz von mobilen Endgeräten auf betriebliche Abläufe hat und wie Anwendungsszenarien in verschiedenen Branchen aussehen können. Hierzu werden u. a. Beispiele aus dem Personalmanagement und dem Gesundheitswesen vorgestellt. Experten aus Wissenschaft und Praxis diskutieren Fragen rund um das Mobile Enterprise ebenso, wie die Gestaltung mobiler Prozesse im ERP und mobiles e-Learning.

Dieser Band bietet damit all jenen Lesern und Wissenschaftlern neue Einsichten, die sich für das Thema mobile Anwendungen umfassend interessieren.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einsatz mobiler Anwendungen im Unternehmen

Zusammenfassung
Der Artikel greift die aktuelle rasante Entwicklung im Bereich der mobilen Kommunikation im Unternehmenskontext auf. Ausgangsfragestellung ist hierbei: Wie können Unternehmen mobile Endgeräte und mobile Applikationen so in ihre Geschäftsprozesse integrieren, dass Mehrwerte entstehen? Basierend auf einer empirischen Umfrage unter 200 Entscheidungsträgern in deutschen Unternehmen wird zunächst der Status Quo zum Einsatz mobiler Applikationen in Unternehmen vorgestellt. Es werden Strategien für die Einführung mobiler Applikationen vorgestellt und diskutiert. Besonders entscheidend für den erfolgreichen Einsatz mobiler Applikationen im Unternehmen sind laut den Befragten insbesondere der Integrationsgrad der Anwendungen in Workflows und Kommunikationsprozesse sowie die Wahl einer geeigneten Zielgruppe im Unternehmen. Hier stehen Unternehmen vor der Schwierigkeit eigene Applikationen (Enterprise Apps) entwickeln zu müssen, wenn diese optimal an den Geschäftszielen ausgerichtet sein sollen. Weiterhin zeigt sich, dass für Unternehmen zukünftige Herausforderungen auch im Management der Endgerätevielfalt und der Bewältigung von Sicherheitsproblemen liegen. Es zeichnet sich klar ab, dass Unternehmen in Zukunft noch stärker unter Zugzwang stehen, sich mit mobilen Technologien zu beschäftigen. Hierzu tragen nicht nur verbesserte Netze und Kostentarife bei, sondern insbesondere auch immer neu aufkommende Endgeräte und mobile Applikationen.
Stefan Stieglitz, Tobias Brockmann

2. Sichere mobile Unternehmensanwendungen

Zusammenfassung
Vorrangiges Ziel bei der Entwicklung von Unternehmensanwendungen für mobile Endgeräte ist die sichere Speicherung von schützenswerten Unternehmensdaten. Ein wesentlicher Aspekt ist dabei die Festlegung der Datenhaltung. Die eingebauten Sicherheitsmechanismen mobiler Betriebssysteme beinhalten u. U. Schwachstellen. Lösungsansätze sind mit kryptographisch stärkeren Mechanismen in den Unternehmensanwendungen selbst oder Containerlösungen von Dritt-Anbietern gegeben. Alternative Mechanismen für mobile Anwendungen erfüllen die Anforderungen an die Informationssicherheit am besten, wenn sie die Daten auf dem mobilen Endgerät verschlüsseln und der Schlüssel serverseitig im Unternehmen gespeichert wird.
Peter Merz

3. Sicherer Einsatz mobiler Endgeräte im Unternehmen

Zusammenfassung
Mobile Endgeräte wie Smartphones und Tablets versprechen zugleich einen hohen betrieblichen Nutzen und einen großen Benutzerkomfort. Deshalb nimmt deren Einsatz in Unternehmen stark zu, die Nutzung von E-Mail sowie elektronischen Kontakten und Terminen kann als Standard angesehen werden. Darüber hinaus gibt es für die Einsatzart und die technische An- und Einbindung mobiler Endgeräte verschiedene Möglichkeiten mit unterschiedlichen Vor- und Nachteilen. Insgesamt lösen mobile Endgeräte im betrieblichen Umfeld derzeit aber auch starke Sicherheitsbedenken aus. Etablierte organisatorische und technische Sicherheitsmaßnahmen können oft nicht greifen, da sich die mobilen Geräte – im Unterschied zu klassischen stationären Geräten – nicht in den Räumen der Unternehmen befinden und über öffentliche Kanäle und Netze kommunizieren. Daher stellt die Einbindung mobiler Endgeräte in die betriebliche Informationsverarbeitung eine Herausforderung an das IT-Management dar.
Georg Disterer, Carsten Kleiner

4. Mobiles Business mit ERP

Zusammenfassung
Viele ERP-Anbieter bieten einzelne Module ihrer ERP-Software bereits für die Nutzung auf mobilen Endgeräten an. Besonders hoch ist das Angebot für Anwendungen im Bereich Vertrieb, Außendienst und Berichtswesen. Es zeigt sich, dass die Vorteile von mobilen Anwendungen für diese Anwendergruppen am höchsten bewertet werden können. Für zentral ausgerichtete Unternehmensbereiche ist die Verfügbarkeit von ERP-Anwendungen geringer ausgeprägt, da Nutzenvorteile sich weniger stark auswirken. Anbieter von ERP-Systemen schätzen das Interesse an mobilen ERP-Anwendungen sehr hoch ein. Dem gegenüber steht eine eher abwartende Haltung der Anwender.
Norbert Gronau, Corinna Fohrholz

5. E-Commerce: Megatrend „Social, Local, Mobile“

Zusammenfassung
Mit der Gründung des sozialen Netzwerks Facebook sowie der Einführung des iPhones wurde mit Ausprägungen wie Social und Mobile Commerce der E-Commerce revolutioniert. Geolokationstechnologien, die im Zuge der Erfolgsgeschichte des Smartphones massentauglich wurden, haben eine weitere Ausprägung, den Local Commerce, gefördert und erlauben bspw. örtlich und individuell angepasste Werbung oder auch die Digitalisierung des stationären Handels. Der vorliegende Beitrag fasst diese aktuellen Entwicklungen des E-Commerce zusammen und zeigt, wie sich „Social, Local, Mobile“ (SoLoMo) jeweils auf den Kaufprozess auswirken und wie SoLoMo erfolgreich implementiert werden kann. Abschließend lassen sich zwei Meta-Trends ableiten sowie die daraus resultierenden Implikationen und Handlungsempfehlungen auf die einzelnen Ebenen des Informations- und Kommunikationssystem (IKS) zuordnen.
Johannes Huber

6. Mobile Device Management – Eine strukturierte Marktanalyse

Zusammenfassung
Durch den Einsatz mobiler Endgeräte als Plattform für Unternehmensanwendungen versprechen sich Unternehmen Vorteile beim Durchführen von Geschäftsprozessen, wie bspw. Zeiteinsparungen aufgrund der Reduktion von Medienbrüchen. Allerdings bringt deren Einsatz in Unternehmen ebenfalls Risiken mit sich. So besteht bspw. aufgrund des erhöhten Diebstahl- und Verlustrisikos die Gefahr eines unbefugten Zugriffs auf Unternehmensdaten durch Dritte. Mobile Device Management (MDM)-Systeme sind eine Möglichkeit, um diese Risiken durch eine angemessene Verwaltung der Endgeräte einzudämmen. Diese stellen neben Funktionen zur Inventarisierung und Softwareverteilung bspw. auch Möglichkeiten zum Absichern oder entferntem Löschen sensibler Daten zur Verfügung. Ziel dieses Beitrags ist es aufzuzeigen, über welche MDM-Funktionalitäten die aktuell am Markt verfügbaren Systeme verfügen und in welchen Bereichen zurzeit nur eine unzureichende Funktionsunterstützung vorhanden ist. Bei der Analyse zeigt sich, dass zwar viele MDM-Systeme alle gängigen mobilen Betriebssysteme und Basisfunktionen (wie bspw. das Asset-, Software- und Sicherheitsmanagement) unterstützen, jedoch vor allem in den Bereichen Backup-and-Restore, Diagnostik sowie Incident- und Problem-Management Defizite bestehen.
Björn Pilarski, Pascal Freier, Matthias Schumann

7. Mobile Personalinformationssysteme – Marktüberblick, Nutzenpotenziale und Rahmenbedingungen

Zusammenfassung
Mittlerweile führen zahlreiche Softwareanbieter mobile Anwendungen für das Personalmanagement in ihrem Produktportfolio. Auf Basis einer strukturierten Marktanalyse beinhaltet dieser Artikel einen Überblick über mobile Softwarelösungen zum Unterstützen von HR-Prozessen. Des Weiteren wurden entsprechende Softwareanbieter hinsichtlich Rahmenbedingungen, Nutzen und Grenzen für einen Einsatz dieser Lösungen im Unternehmen interviewt. Die aus den Interviews gewonnen Erkenntnisse bieten zusammen mit dem erstellten Marktüberblick eine Informationsgrundlage für Unternehmensvertreter bezüglich der Einsatzmöglichkeiten mobiler Anwendungen für Prozesse des Personalmanagements.
Björn Pilarski, Christian Tornack, Marco Klein, Anja Pengl, Benjamin Löwe, Sebastian Praël, Albert Torno, Matthias Schumann

8. Mobile Anwendungen für eine mobile Gesundheitsversorgung

Zusammenfassung
Anwendungssysteme für verschiedene mobile Endgeräte spielen in zunehmendem Maße auch im Gesundheitswesen eine wichtige Rolle, mittlerweile häufig subsummiert unter dem Schlagwort M-Health. Insbesondere außerhalb von Krankenhäusern, Praxen, Versorgungszentren, wie beispielsweise in Pflege- oder Rettungsdienst als professionellen Anwendungsszenarien, ist man oftmals mit Situationen konfrontiert, die Informationen von anderer Stelle erfordern oder in denen auch unterwegs Aufgaben zu erledigen sind. Demzufolge könnten die betroffenen Berufsgruppen auch sehr stark von M-Health-Anwendungen profitieren in ihrer Leistungserbringung – und somit auch deren Patientinnen und Patienten. Dieser Chance wird mehr und mehr Rechnung getragen durch das Angebot entsprechender Apps: Laut einer im Trend Guide Gesundheits-IT 2014/15 zitierten Studie dienten bereits 2013 von etwa 24.000 verfügbaren „Medical Apps“ ca. 7.400 Fachpersonal. In diesem Beitrag wird beschrieben, dass die Sicht der Anwendungsgruppen auf solche Möglichkeiten der Unterstützung positiv beurteilt werden kann, und es werden – auch für mobile Dienstleistungen außerhalb der Gesundheitsversorgung – Anforderungen an solche Assistenzsysteme für gängige Szenarien erhoben, die schließlich in einem Vorschlag einer Systemspezifikation münden.
Rüdiger Breitschwerdt, Philipp Reinke, Markus Kleine Sextro, Oliver Thomas

9. Elektronische Datenerfassung im Gesundheitswesen–Das Beispiel eines NFC-basierten Systems zur Patientenselbstbewertung

Zusammenfassung
Mobile Electronic Data Capture (EDC) Systeme erlauben eine schnelle, einfache und kostengünstige Erfassung von Patientendaten in Echtzeit. Dieser Beitrag beschreibt die Entwicklung, Implementierung und Evaluierung eines EDC-Systems zur Selbstbewertung des Gesundheitsstatus. Die gewonnen Erkenntnisse werden generalisiert und in Form von Design Patterns für die Entwicklung zukünftiger Anwendungen festgehalten. Die Ergebnisse des Feldtests zeigen, dass Patienten mit feinmotorischen Störungen das System akzeptieren, und bewerteten es als handhabbar und effektiv in der Dokumentation des aktuellen Gesundheitszustandes. Aktive Teilnahme und Integration von Patienten führten zu einer besseren Dokumentation und Datengrundlage für die medizinische Behandlung und Pflege.
Andreas Prinz, Jan Marco Leimeister

10. Mobile Contracting – Evolvierende Unterstützung mobiler Vertragsschlüsse

Zusammenfassung
Vertragsschlüsse stellen ein wesentliches Element im Alltag eines jeden dar. Oft gilt es beim Schließen von Verträgen zwischen Beweisbarkeit einerseits, hohen Transaktionskosten für z. B. den Einsatz von Papier zum Festhalten der Vertragsbedingungen andererseits abzuwägen. Gleichzeitig erfreuen sich mobile Endgeräte zunehmender Beliebtheit und Verbreitung. Durch deren Einsatz können Verträge mobil geschlossen, Beweisbarkeit gewährleistet und Transaktionskosten gesenkt werden. Dieser Beitrag zeigt Anforderungen auf und dokumentiert den Entwicklungsstand auf dem Weg zu einem mobilen Vertragsmanagement.
Simon Schrauzer

11. Was nun – stehen wir an der Schwelle zum »Smart Social eLearning«?

Gibt es durch den Einsatz von Smartphones, Tablet-PCs und Apps neue Möglichkeiten im eLearning, die interessante Perspektiven eröffnen?
Zusammenfassung
Unter dem Schlagwort »Web2.0« bzw. »eLearning2.0« sind vor rund 10 Jahren Konzepte vorgestellt worden, die das Lernen mit neuen Medien (erneut) revolutionieren sollten: Blogs, Wikis und Podcasts waren die Produkte, von denen man sich eine Steigerung des Lernerfolgs versprochen hat. Später kamen im Zuge des »Social Learning« noch weitere Formate dazu, die stärker auf die Überlegungen von George Siemens zum Konnektivismus Bezug nahmen. Ausgehend von diesen Entwicklungen soll in dem Beitrag aufgezeigt und diskutiert werden, wo elektronische Lehr-/Lernformen mit ihren Möglichkeiten derzeit in der Weiterbildungspraxis stehen und welche Entwicklung, insbesondere auf Grund der technischen Entwicklungen und der zunehmenden Verfügbarkeit von persönlichen SmartDevices (Smartphones, Tablet-PCs, Smartwatches) absehbar scheinen.
Vorgestellt werden die Ergebnisse einer umfassenden Studie, die im Zeitraum Oktober 2013 bis Februar 2014 in Österreich und Deutschland zum Thema Aus- und Weiterbildung mit neuen Medien durchgeführt wurde. Dabei wurden insgesamt ca. 850 Probandinnen und Probanden befragt, die Stichprobe setzte sich sowohl aus Studierenden von Hochschulen als auch aus Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Unternehmen zusammen.
Ullrich Dittler, Christian Kreidl

12. Anforderungen an mobile Micro Learning Anwendungen mit Gamification-Elementen in Unternehmen

Zusammenfassung
Moderne Lernkonzepte, wie Micro und Mobile Learning, bieten große Potenziale zur Verknüpfung von Arbeit und Lernen und sind eine Möglichkeit, Mitarbeitern flexible Lern- und Weiterbildungsangebote zur Verfügung zu stellen. Durch mobiles Micro Learning wird ein orts- und zeitunabhängiges Lernen ohne größere Arbeitsunterbrechungen im Arbeitskontext oder in Leerzeiten ermöglicht. Gamification kann dabei helfen die didaktische Interaktion innerhalb solcher Lernkonzepte zu fördern und so einer mangelnden Mitarbeitermotivation entgegenzuwirken. Ziel dieses Beitrags ist es, die didaktischen und funktionalen Anforderungen an eine mobile Micro Learning Anwendung in Unternehmen aufzuzeigen und zu analysieren, inwiefern Gamification-Elemente diese Anforderungen unterstützen können. Bei der Analyse zeigt sich, dass es einige Gamification-Elemente gibt, die mobiles Micro Learning unterstützen können. Spielmechaniken, wie Punkte, Levels und Fortschrittsbalken, eignen sich, da sie nicht vom eigentlichen Lerninhalt ablenken und insbesondere die intrinsische Motivation fördern. Zudem wird gezeigt, wie die ermittelten Anforderungen und geeignete Gamification-Elemente in einer beispielhaften mobilen Micro Learning Anwendung umgesetzt werden können. Unternehmen können diese Ergebnisse zum einen als Entscheidungshilfe bei der Wahl geeigneter Gamification-Elemente nutzen und zum anderen kann die Lernanwendung als Anregung für eigene Implementierungen dienen.
Jasmin Decker, Henrik Wesseloh, Matthias Schumann

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