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09.10.2019 | Mobile Payment | Nachricht | Onlineartikel

Mobile-Payment-Lösung erhält Millionenförderung der EU

Autor:
Angelika Breinich-Schilly

Mobiles Bezahlen soll europaweit vereinheitlicht und damit attraktiver werden. Das hat sich die Mobile Wallet Collaboration zum Ziel gesetzt. Aus Europa kommen nun Fördergelder für den Lieferant der Schlüsseltechnologie.

Die europäischen Mobile-Payment-Dienstleister Momo Pocket, Pagaqui, Vipps, E-Passi und Pivo arbeiten seit Frühjahr gemeinsam mit dem chinesischen Anbieter Alipay an der Mobile Wallet Collaboration. Die Initiative will ein einheitliches QR-Code-Format für mobiles Bezahlen in Europa etablieren. Eine Schlüsselrolle hat dabei das Fintech Bluecode, deren Software für mobile Zahlungssysteme von Banken vor allem im deutschsprachigen Raum genutzt wird. Nun erhält der Lösungsanbieter laut Unternehmensangaben im Rahmen des EU-Förderprogramms Horizon 2020 knapp zwei Millionen Euro.

Förderung innovativer KMU

Mit dem Geld unterstützt die Europäische Kommission die Forschung insbesondere bei innovativen Mittelständlern (KMU). Diese werden in spezifischen Programmen wie dem KMU-Instrument gefördert. So soll die Expansion europäischer Schlüsseltechnologien vorangetrieben werden. Entscheidend für die Zuteilung der Förderung waren der EU die Sicherheit der Zahlungslösung, der daraus resultierende Schutz der Konsumenten sowie der Verzicht auf jegliches Datensammeln, teilte Bluecode mit.

Die in Österreich entwickelte Payment-Lösung ermöglicht das Bezahlen via Smartphone. Allein in Deutschland wollen laut dem aktuellen Mobile Payment Report 2019 des Beratungshauses PwC 57 Prozent der Befragten mobiles Bezahlen via Smartphone oder Tablet in den nächsten fünf Jahren nutzen. 

Gemeinsames System soll für Akzeptanz sorgen

Im Hinblick auf diese Entwicklung hat sich das Fintech nach eigenen Angaben unlängst mit den Zahlungsdienstleistern Twint (Schweiz), Swish (Schweden), Vipps (Norwegen), Mobile Pay (Finnland und Dänemark), Bancontact Payconiq (Belgien) und Sibs/MB Way (Portugal) zur European Mobile Payment Systems Association (EMPSA) mit Sitz in Zürich zusammengeschlossen. 

Gemeinsam will die Gruppe ein einheitliches, auf europäischen Standards basierendes und europaweit gültiges System für mobiles Bezahlen schaffen. Mit der Interoperabilität der europäischen Zahlungssysteme soll nach Unternehmensangaben auch die Akzeptanz für mobiles Bezahlen in Europa wachsen.

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