Skip to main content
main-content

Über dieses Buch

Dieses Buch verdeutlicht, mit welchen innovativen Geschäftsmodellen die Mobilitätsbedürfnisse der Zukunft befriedigt werden könnten. Die Autoren stellen praxisnah und wissenschaftlich fundiert Ansätze, Instrumente und Konzepte im Kontext der Mobilität 4.0 vor.
Neben einer Einführung für die Entstehung neuer Geschäftsmodelle im Bereich Mobilität befassen sich die Kapitel mit einem Flatrate-Car der Zukunft und verschiedenen App-Anwendungen zur Optimierung intermodaler Verkehrsketten. Zudem werden Aspekte und Lösungen vorgestellt, wie Mobilität für körperlich Bedürftige verbessert werden kann. Anhand von Fallbeispielen werden konkrete Mobilitätskonzepte erläutert.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Predictive Analytics in der Mobilitätsbranche

Der Wunsch nach individueller Mobilität ist in den letzten Jahren aufgrund steigender Einkommen, globaler Vernetzung sowie veränderter Rahmenbedingungen in den Städten und dem Umland stetig gewachsen. Megatrends, wie Digitalisierung, Urbanisierung, Nachhaltigkeit und Personalisierung, bieten Unternehmen in der Transport- und Mobilitätsbranche neben den Herausforderungen auch Chancen für Fortschritt und Wachstum. Vor allem im Zuge der Digitalisierung wird der Speicherung von und dem intelligenten Umgang mit Daten von Unternehmen immer mehr Bedeutung zugeschrieben. Die künftige Mobilität der Zukunft wird sich auf individuelle Bedürfnisse vor, während und nach der Fahrt konzentrieren und kann mithilfe von digitalen Plattformen sowie innovativen Fahrzeugkonzepten immer umfassender bedient werden. In dem Paradigmenwechsel der Mobilitätsbranche suchen Anbieter nach Wegen, effizienter und detaillierter zu erfassen, wie sich sowohl die Masse als auch jeder einzelne Nutzer heute und in Zukunft bewegen wird. Eine Möglichkeit, diese Voraussagen zu treffen, bietet Predictive Analytics. Aus dem Ansatz Predictive Analytics heraus wurde der sogenannnte HERO entwickelt. Bei diesem Konzept handelt es sich um eine cloudbasierte Lösung eines Mobilitätsdienstleisters mit neuartigen, untereinander kommunizierenden und elektrifizierten Fahrzeugen für eine nachfrageorientierte Personenbeförderung. Der Einsatz und die Vorteile des HERO werden anhand des flexiblen Transports von Arbeitnehmern im Arbeitsalltag innerhalb eines definierten Gebietes dargestellt.
Ramona Heggenberger, Caroline Mayer

Kapitel 2. Mobilitätslösungen für körperlich eingeschränkte Personen in einem gesamtheitlichen Kontext am Beispiel der Deutsche Bahn AG

Das Thema Inklusion gewinnt in der heutigen Zeit zunehmend an Bedeutung – jeder wird miteinbezogen. Diese gesellschaftliche Aufgabe lässt auch Veränderungen innerhalb der Mobilität feststellen. Einhergehend mit einer steigenden Anzahl von körperlich beeinträchtigten Personen, die keine Einschränkung der eigenen Mobilität in Kauf nehmen möchten, weil sie damit ein Stück weit ihre Selbstständigkeit verlieren würden, wachsen Bedürfnis und Nachfrage nach barrierefreier Mobilität. Anbieter im öffentlichen Personenverkehr (ÖPV) haben bereits entsprechende Angebote für diese Kundengruppe etabliert, dennoch müssen weitere Maßnahmen ergriffen werden, um eine vollständige und zuverlässige Mobilität für beeinträchtigte Reisende zu gewährleisten. Herausforderungen für körperlich eingeschränkte Reisende jedoch ergeben sich nicht immer durch die Nutzung des Verkehrsmittels an sich, sondern häufig treten während des gesamten Mobilitätsprozesses Hindernisse auf, aufgrund derer die Fahrt nicht beendet werden kann. Aufbauend auf bereits existierenden barrierefreien Angeboten werden in diesem Beitrag Lösungsansätze für eine Erweiterung und Optimierung des Mobilitätsprozesses von körperlich beeinträchtigten Menschen, mit einem besonderen Fokus auf gehbeeinträchtigte Reisende, vorgestellt und erläutert. Dabei wird das Augenmerk auf Maßnahmen gelegt, die einerseits die Selbstständigkeit der eingeschränkten Personengruppe fördern und auf der anderen Seite zu einer Ausweitung der angebotenen Unterstützung führen. Unter Einbezug von neuartigen technologischen Möglichkeiten sowie zwischenmenschlichen und kommunikativen Maßnahmen wird ein breit gefächertes Angebot an Lösungen und Optimierungsmaßnahmen präsentiert.
Florian Pfahler, Tobias Rubey, Henry Kördel

Kapitel 3. Seilbahnen als innovatives Beförderungsmittel im urbanen Bereich

„Mobilität ist nicht nur ein menschliches Grundbedürfnis, Mobilität ist auch ein zentraler Baustein für das Funktionieren industrialisierter Gesellschaften: Mobilität bleibt damit der Schlüssel zur Zukunftsfähigkeit einer Gesellschaft. […]“ (Wirtschaftsrat Deutschland 2013). Schon heute lebt über die Hälfte der Weltbevölkerung in urbanen Gebieten und ein Ende der Landflucht ist nicht in Sicht. Für das Jahr 2050 wird ein Urbanisierungsgrad von über zwei Drittel prognostiziert. Diese Entwicklung führt zu gravierenden Veränderung der Mobilität in Städten. Neben der Gewährleistung von städtischer Mobilität rückt der Nachhaltigkeitsgedanke immer weiter in den Vordergrund der kommunalen Verkehrsplanung. Das Augenmerk wird auf die Errichtung von Ladesäulen für E-Fahrzeuge, die Schaffung von Vorrangrouten für Fahrradfahrer gelegt sowie die Stärkung des ÖPNV gegenüber dem MIV präferiert (Grabow et al. 2015, S. 37 ff.). Seilbahnen können neben der Entlastung der Straßeninfrastruktur durch die Verlagerung des Verkehrs von der Straße in die Luft auch unter Berücksichtigung der ökologischen Prämissen als Alternative zu vorhandenen Mobilitätslösungen betrachtet werden. Der folgende Beitrag beschäftigt sich mit der Thematik „Urbane Seilbahnsysteme“ – im Fokus steht dabei die Rolle der Seilbahn als Teil des ÖPNV unter Berücksichtigung der Aspekte Ökologie und Gesellschaft, Technik, Ökonomie und gesetzliche Vorgaben sowie ein Vergleich von Seilbahnsystemen mit traditionellen Verkehrsmitteln (z. B. Bus, Bahn).
Harry Wagner, Simone Lenz, Sara Stratmann, Rudolf Beha

Kapitel 4. IngolSMART – das innovative Mobilitätskonzept für die Stadt Ingolstadt

Der Mobilitätssektor wird von anhaltenden Megatrends, wie beispielsweise Klimawandel, Urbanisierung oder demografischem Wandel, beeinflusst. Mit dem Paradigmenwechsel, der in diesem Bereich Einzug findet, werden die Städte künftig vor große Herausforderungen gestellt. Lärmbelästigung, CO2-Emissionen sowie räumliche und finanzielle Kapazitätsgrenzen lassen nachhaltige Mobilitätskonzepte zur Notwendigkeit werden. Es wird nicht mehr nach Einzellösungen gefragt, vielmehr spielen integrative Lösungsansätze eine bedeutende Rolle. Smart Mobility verfolgt das Ziel, Wege effizienter, komfortabler und nachhaltiger zu gestalten. Ein mögliches Konzept stellt in diesem Zusammenhang die mobilitätsorientierte Smartcard dar, die Verkehrsmittel und Akteure innerhalb einer Stadt intelligent und effizient miteinander vernetzt. Gerade in Zeiten, in denen die Anzahl der Smartphone-Besitzer zunimmt, gewinnen Mobilitäts-Apps, im Gegensatz zu statischen Anzeigetafeln, zunehmend an Bedeutung und kombinieren intelligent intermodale Wegeketten miteinander. Als Referenzstadt wurde in diesem Beitrag die Stadt Ingolstadt gewählt, die durch ihre geografischen Merkmale als geeignet scheint. Für die Stadt Ingolstadt wurde in einem ersten Schritt ein Grobkonzept für eine Mobilitätskarte erarbeitet, die durch eine App an ein Bonussystem geknüpft ist und darüber hinaus nicht nur zur Nutzung der städtischen Mobilitätsangebote, sondern beispielsweise auch als Zugangsmedium zu Ladesäulen für Elektrofahrzeuge dient.
Fabienne Geis, Eva Kasch

Kapitel 5. Safe Hitchhiking – gemeinsam mobil in Ballungsräumen

Die bereits heute existierende hohe Bebauungsquote in Ballungsräumen sowie einzuhaltende Klimaziele der Städte führen dazu, dass eine Reduktion des MIV unvermeidbar wird. In diesem Zusammenhang fördern Trends wie Konnektivität, Neo-Ökologie und Gesundheit (vgl. Zukunftsinstitut 2015) die Entstehung neuer und innovativer Geschäftsmodelle im Bereich der Mobilität und führen dazu, dass Personen, besonders in urbanen Räumen, ihre bisherige Fortbewegung hinsichtlich zeitlicher, finanzieller und nachhaltiger Aspekte hinterfragen. Eine besondere Rolle nehmen dabei Mobilitätskonzepte ein, die sich auf den Trend „Nutzen statt Besitzen“ beziehen. Es ist eine gesellschaftliche Entwicklung zu erkennen, die das kollektive Denken und Handeln, weit über einzelne Gesellschaftsebenen hinaus, verändert sowie den effizienten Ressourcenkonsum fördert (vgl. Zukunftsinstitut 2015). Der vorliegende Beitrag befasst sich mit der Entwicklung eines Geschäftsmodells, das Mobilitätsnachfrager und –anbieter in Form einer Mitfahrgelegenheit zusammenführt, um dadurch die Kapazitätsauslastung der Pkw zu erhöhen. Das Ziel ist es, das Verkehrsaufkommen nachhaltig zu senken, ohne die Verkehrsteilnehmer in ihrem Mobilitätsverhalten einzuschränken. Das Konzept Safe Hitchhiking ist eine Smartphone-App, die eine spontane Zusammenführung von Fahrern und Mitfahrern unter der Berücksichtigung einer optimalen Routenführung ermöglicht. Der Fokus liegt auf dem Angebot von Kurzstreckenfahrten.
Stefanie Kabel, Simon Röckle, Marko Javornik

Kapitel 6. PlugU – das Flatrate-Car der Zukunft

Megatrends wie Urbanisierung, Konnektivität und demografische Entwicklung stellen den MIV vor völlig neuartige Herausforderungen. Insbesondere aus dem sich bereits heute abzeichnenden Wandel von einer besitz- hin zu einer nutzungsorientierten Nachfrage individueller Mobilität ergeben sich neue Geschäftsfelder, die es zu besetzen gilt. Damit der MIV in diesem Zuge nicht an Attraktivität verliert, muss dieser gleichermaßen umweltfreundlich als auch passgenau auf die Bedürfnisse der Konsumenten zugeschnitten sein und wesentlich flexibler in Anspruch genommen werden können. Diese Thematik wurde im Rahmen eines Forschungsprojektes zwischen der Hochschule München und der Technischen Hochschule Ingolstadt aufgegriffen. In diesem Beitrag soll der Entwurf eines Flatrate-Autos vorgestellt werden, das auch in der Grundform als kleines und wendiges Stadtauto voll funktionstüchtig ist. Es entstand ein Vehikel, das in acht verschiedene Derivate umgewandelt werden kann. Die als Steckmodule bezeichneten Derivate reichen dabei von einem Cabriolet bis hin zu einem nutzwertmaximierten Transporter. Das Flatrate-Preismodell besteht aus verschiedenen Tarifen mit zubuchbaren Optionen. Diese werden durch Laufleistung, Anzahl der Wechselmodule und die durch den Kunden gewählte Zusatzausstattung beeinflusst. Das Flatrate-Car der Zukunft stellt durch die individuelle Anpassung an Kundenbedürfnisse ein Geschäftsmodell in Form von Mobility-as-a-Service dar.
Sabrina Auer, Markus Derer

Kapitel 7. Driverless Vehicles: Stand der Technik und Anwendung am Fallbeispiel Flughafen

Autonomes Fahren wird als Megatrend im Bereich der Mobilität der Zukunft gehandelt. Würde diese Technologie auf deutschen Straßen Anwendung finden, bedeutete dies nichts weniger als eine Revolution der Personen- und Güterbeförderung. Der Fahrer wird dann nur noch Passagier sein – die Kontrolle wird das Fahrzeug übernehmen. Insbesondere die Entwicklungsaktivitäten der deutschen Automobilhersteller zeigen, dass dies keine Utopie, sondern ein mittelfristiges Zukunftsszenario sein kann. Audi absolvierte bereits einen autonomen Langstreckentest von 900 km im öffentlichen Straßenverkehr vom Silicon Valley bis nach Las Vegas. Mercedes-Benz beweist mit seinem Future Truck und Future Bus, dass die autonome Technik auf Autobahnen und im Stadtverkehr bereits einsatzfähig ist. Bis zur flächendeckenden Einführung autonomen Fahrens sind aber unter anderem rechtliche Rahmenbedingungen zu klären. Entsprechend eignet sich die Technologie vorerst nur für den Einsatz in abgegrenzten und beherrschbaren Gebieten, wie beispielsweise an Flughäfen. Flughafenbetreiber und Fluggesellschaften stehen vor der Herausforderung, eine effiziente Passagierabfertigung bei gleichzeitig hohem Kostendruck zu gewährleisten. Nicht zuletzt bergen Flugverspätungen aufgrund von Verzögerungen in Passagier- und Gepäckprozessen ein wirtschaftliches Risiko für das System Flughafen. In diesem Beitrag wird den Fragen nachgegangen, wie Verbesserungspotenziale in den Abfertigungsprozessen am Flughafen realisiert werden können und welchen Nutzen ein autonomes Fahrzeugkonzept bieten kann. Im Ergebnis entstand ein dezentrales Quick-Boarding-Terminal-Konzept zur Entlastung des zentralen Flughafens, in Kombination mit einem Driverless Vehicle zur effizienten Abfertigung von Passagier- und Gepäckprozessen sowie zur Versorgung von Kapazitätsengpässen durch eine intelligente Vernetzung mit seiner Umwelt.
Thomas Pipp, Pierre-André Reiners, Josephine von Roesgen

Kapitel 8. Cradle to Cradle in der Automobilindustrie

„Keine Schneeflocke in der Lawine wird sich je verantwortlich fühlen.“ Mit dieser Metapher verbildlicht der polnische Schriftsteller Jerzy Lec (Kronawitter, Führen ohne Druck: Erfolgreiches Bankgeschäft ohne Zielvorgaben und vertriebsabhängige Vergütungen, Wiesbaden, Springer Gabler 2013, S. 5) die Tatsache, dass wir uns nicht als Teil des Problems verstehen. Die Bedeutung des Zitats spiegelt die Verantwortung unserer Gesellschaft gegenüber der Umwelt wider. Sorgloser Umgang mit den Ressourcen unserer Erde und gewohnheitsbedingtes Handeln bestimmen unser wirtschaftliches Handeln. „Der Mensch will immer, dass alles anders wird, und gleichzeitig will er, dass alles beim Alten bleibt“ (Coelho, Der Dämon und Fräulein Prym (17. Aufl.), Zürich, Diogenes 2007). Hingegen bewegt sich unsere Gesellschaft sukzessive an einen Punkt, bei dem das „Alte“ nur geschützt werden kann, wenn alles anders wird. Eine Möglichkeit, alte Gewohnheiten abzulegen und Verantwortung für eine nachhaltige Entwicklung zu übernehmen, bietet das Cradle-to-Cradle-Prinzip (C2C-Prinzip). Die Intention des C2C-Ansatzes ist es, Ressourcenkreisläufe zu schließen und dadurch Ressourcen zu schonen und Verschwendung zu vermeiden. Im vorliegenden Beitrag wird das C2C-Prinzip noch genauer vorgestellt und auf die Automobilindustrie angewendet. Um dem Leser die Reichweite und den Charakter des C2C-Prinzips greifbar zu machen, werden die C2C-Grundsätze auf die Wertschöpfungskette der Automobilhersteller übertragen und potenzielle Geschäftsmodelle herausgearbeitet.
Harry Wagner, Barbara Koch, Fabian Seitz

Backmatter

Weitere Informationen

Premium Partner

BranchenIndex Online

Die B2B-Firmensuche für Industrie und Wirtschaft: Kostenfrei in Firmenprofilen nach Lieferanten, Herstellern, Dienstleistern und Händlern recherchieren.

Whitepaper

- ANZEIGE -

Voraussetzungen für die wirtschaftliche additive Fertigung

Viele Unternehmen stellen die technische Umsetzbarkeit oder die Wirtschaftlichkeit additiv gefertigter Produkte in Frage und zögern bei der Anwendung. Mit einer neuen Denkweise führt die additive Fertigung jedoch zu höherer Wirtschaftlichkeit und Vorteilen im Wettbewerb, wie Kegelmann Technik in diesem Beitrag beschreibt.
Jetzt gratis downloaden!

Bildnachweise