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Über dieses Buch

Der Tagungsband zum 10. Wissenschaftsforum Mobilität an der Universität Duisburg-Essen im Juni 2018 untersucht das Rahmenthema „Mobility in Times of Change: Past – Present –Future“ und fokussiert den Übergang von der alten (Auto-)Mobilität in eine neue Mobilität. Die Autorinnen und Autoren geben nicht nur einen Rückblick auf die Themen des Mobilitätsforums in den vergangenen 10 Jahren, sondern wagen einen Ausblick auf die kommenden 10 Jahre. In den Plenumsvorträgen, Präsentationen und Posterbeiträgen wird somit der Bogen von der Mobilität Ende des 19 Jahrhunderts bis in die Zukunft geschlagen.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Einordnung: Mobilität in Zeiten von Veränderung

Technische und betriebswirtschaftliche Aspekte

Der achte Tagungsband zu den technischen und betriebswirtschaftlichen Aspekten von Mobilität fasst Vorträge und Poster zusammen, die auf dem 10. Wissenschaftsforum Mobilität 2018 in Duisburg unter dem Rahmenthema „Mobilität in Zeiten der Veränderung – Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft“ diskutiert wurden. Er schlägt einen Bogen von den Anfängen der automobilen Mobilität Ende des 19. Jahrhunderts bis in die Zukunft mit autonom fahrenden Fahrzeugen und neuen urbanen Mobilitätskonzepten und stellt dabei den Übergang von der alten (Auto)Mobilität in eine neue Mobilität in den Mittelpunkt.

H. Proff

Automotive Management

Frontmatter

Kurzfassung

Die Forschung zum Mobilitätsmanagement und insbesondere zur Entwicklung im (Automobil) Management beschäftigt sich zunehmend mit Herausforderungen im Übergang von der alten (Auto)Mobilität zu in eine neue Mobilität.

H. Proff, A. Wömpener

Dynamische Rahmenbedingungen als Herausforderung des strategischen Marketing Managements

Corporate Political Marketing im Mobilitätssektor

Eine zunehmende Dynamik im politischen Umfeld, ein gestiegener Erfüllungsaufwand durch Regulierungsvorgaben und die Partikularisierung der Unternehmensinteressen stellen das moderne (Automobil-) Management vor neue (politische) Herausforderungen (Kenning & Meißner, 2015). Die steigende Prävalenz politischer Unsicherheit bei Unternehmen, Verbänden und politischen Akteuren zeigt sich im Mobilitätssektor beispielsweise bei möglichen Dieselfahrverboten, Kartellvorwürfen, der Förderung innovativer Antriebe, industrieübergreifend bei der Einschätzung der Folgen des Mindestlohns oder personellen Unruhen innerhalb des Industrie-Verbands VDA. Es zeigt sich, dass die etablierten Strukturen der kollektiven Interessensvertretung im privaten Sektor, insbesondere im Automobil- und Mobilitätssektor nicht mehr zeitgemäß sind und an ihre (verschobenen) Grenzen stoßen (García-Canal & Guillén, 2008; Joos, 2016).

L. Meißner

Transformationspfade in der Automobilindustrie im Zuge der Digitalisierung

Als Digitalisierung werden technologische Veränderungen bezeichnet, die eine „umfassende Vernetzung aller Bereiche von Wirtschaft und Gesellschaft“ ermöglichen (BMWi, 2015: 3). Weil sie vor keiner Branche haltmacht, gilt sie als eine der weitreichendsten Veränderungen unserer Zeit (Baker, 2015). Sie ermöglicht und treibt Verbesserungen oder inkrementelle Veränderungen einzelner Prozesse entlang der Wertschöpfungskette (BMWi, 2015), einzelner Leistungen, vor allem individualisierter und integrierter Kundenlösungen und einzelner Geschäftsmodelle (Köhler/Wollschläger, 2014; Kane et al., 2016).

F. Knobbe, Heike Proff, G. Szybisty, S. Sommer

Connected Cars

Analyse von Start-up Kooperationen im Geschäftsmodell der vernetzten Automobile

Die Vernetzung der Automobile ermöglicht digitale Dienste, die Mehrwerte für Fahrer und Halter hinsichtlich Sicherheit, Navigation, Information, Komfort sowie Unterhaltung generieren. Im Geschäftsmodell der Connected-Car-Services besitzt die Komponente der Partnerschaften eine hohe Bedeutung (vgl. Bosler et al. (2018)). Die OEMs kooperieren mit etablierten Automobilzulieferern, ehemals branchenfremden Unternehmen – z. B.

M. Bosler, W. Burr

Modell zur Entwicklung von Innovationskooperationen am Beispiel der Automobilwirtschaft

Daten haben das Potential, die neue Währung der Weltwirtschaft zu werden. Unternehmen, die Daten sammeln, speichern und zielgerichtet verarbeiten können, entwickeln sich zu einflussreichen, globalen Playern. Bisher gibt es keine Anzeichen dafür, dass sich diese Entwicklung in den nächsten Jahren abschwächen oder grundlegend verändern wird. Im Gegenteil: Gesellschaft und Wirtschaft beginnen, die Dimensionen datengetriebener, teils disruptiver Innovationen zu erfahren – und zu nutzen.

J. Bührke, N. Schaupensteiner, S. Schmidt, J. Wehinger

Geschäftsmodellverknüpfung im Kontext der systemischen Innovation Elektromobilität

Elektromobilität ist ein breites Themenfeld, dass mehrere Industriezweige wesentlich verändert. Neben der Hardware ist insbesondere auch Software im Ecosystem Elektromobilität von grundlegender Bedeutung, damit das System als solches reibungslos funktionieren kann. Der vorliegende Beitrag motiviert sich aus dem Konzept der konvergierenden Industrien und entwickelt das Konzept weiter auf den Forschungsgegenstand der Geschäftsmodelle.

S. Melchert

Konvergenz der Ökosysteme

Indirekte Netzwerkeffekte und Monetarisierungsmodelle auf digitalen Plattformen für Mobilität

Dem wertbasierte Geschäftsmodellansatz nach Bieger/Reinhold[2] liegt die Prämisse zugrunde, dass der wichtigste Zweck eines Unternehmens in der Schaffung von monetären und nicht-monetären Werten für die Anspruchsgruppen des Unternehmens, wie beispielsweise Kunden, Lieferanten, Mitarbeiter, Kapitalgeber, Öffentlichkeit, und das Unternehmen selbst, liegt. Insofern veranschaulicht ein Geschäftsmodell die Logik, wie ein Unternehmen Geld verdient. Der Ansatz, basierend auf dem Business Canvas von Osterwalder/Pigneur, umfasst sechs Stufen: Leistungskonzept (Value Proposition), Wertschöpfungskonzept (Value Creation), Kanäle (Value Communication and Transfer), Ertragsmodell (Value Capture), Werteverteilung (Value Dissemination) und Entwicklungskonzept (Value Development).

D. Kortus-Schultes

Portfoliomodelle zur Entscheidungsunterstützung bei sich ausdifferenzierenden Geschäftsmodellen

Das Beispiel der deutschen Automobilkonzerne im Übergang in eine neue Mobilitätswelt

Durch die Überlagerung verschiedener radikaler technologischer Veränderungen kann es zu einer Ausdifferenzierung eines Geschäftsmodells (vgl. beispielsweise [16] zur Veränderung von Geschäftsmodellen bei einer radikalen technologischen Veränderung) in eine Vielzahl von Geschäftsmodellen kommen. Für die Entscheidungsträger der Geschäftseinheit, die das bestehende Geschäftsmodell abbildet und damit von der Ausdifferenzierung betroffenen ist, erschwert sich die Strategiefindung in einem solchen Umfeld deutlich, da dieses durch eine hohe Komplexität ausgezeichnet ist.

B. Jung, K. Sommer

Quality of Service von Demand-Responsive Transport

Wie kann die Dienstleistungsqualität individuell abrufbarer Mobilitätskonzepte im öffentlichen Personennahverkehr bewertet werden?

Demand-Responsive Transportation (DRT), welche auf Ridepooling basieren, sind digitale Mobilitätskonzepte, bei denen Fahrtwünsche unterschiedlicher Fahrgäste in Echtzeit gebündelt werden. Aus der haltestellenunabhängigen Bedienung und die durch den Verzicht auf feste Fahrpläne entstehenden großen zeitlichen Flexibilität werden die Vorteile individueller und öffentlicher Verkehrssysteme vereint [1].

K. Viergutz

Geschäftsmodelle und Akzeptanzschwellen von hochautomatisierten Fahrerassistenzsystemen im Gütertransport

Der Gütertransport innerhalb Deutschlands ist bis heute in immer stärkerem Maße durch den Transport auf Straßen geprägt. Mittlerweile ist der Anteil an Handelswaren, die per Lastkraftwagen befördert werden, bei 60 – 70 % angekommen [1]. Dabei stellt der Anteil des innerdeutschen Gütertransports mit mehr als 3.000 Mio. to p. a. mit ca. 85 % den maßgeblichen Anteil, selbst wenn der weitere Anteil des europäischen Durchgangsverkehrs ebenfalls auf mittlerweile ca. 500 Mio. to p. a. angestiegen ist.

R. Wörner, G. Arifaj, R. Rahmani, T. Heisig

Automotive Engineering

Frontmatter

Kurzfassung

Die Vorträge im Track 2 der Tagung beschäftigten sich außer mit der technischen Umsetzung und der Erprobung der neuen Trends in der Fahrzeugtechnik insbesondere auch mit deren Auswirkungen auf zukünftige Verkehrssysteme.

D. Schramm, H. Hirsch

Ableitung von objektivierten Auslegungsprämissen zukünftiger Fahrzeugkonzepte auf der Basis von Prognosen zum Mobilitätsverhalten in Deutschland im Jahr 2035

Die Auslegung von Fahrzeugkonzepten erfolgt heute auf der Basis von technischen Prämissen, die aus den Eigenschaftsausprägungen, wie z. B. der elektrischen Reichweite, abgeleitet werden. Für die jeweilige Konzeptpositionierung sind die aus der Marktforschung ermittelten Kundenanforderungen der relevanten Zielgruppe sowie der Wettbewerbsvergleich entscheidend. Die Fahrzeugwahl eines Kunden erfolgt dabei zunächst unter rationalen Aspekten zur Abdeckung des Mobilitätsbedürfnisses (Eckwerte der Mobilität). Zusätzlich sind die emotionalen Anforderungen (Modalwerte der Mobilität) ein wichtiges Entscheidungs- und Akzeptanzkriterium für die Fahrzeugwahl (Pfriem 2016). Technologische Trends (z. B. Vollautomatisiertes Fahren; abg. VAF) sowie Geschäftsmodellinnovationen (z. B. On Demand Mobility; abg. ODM) haben das Potential, das Mobilitätsverhalten der Nutzer und damit die Eigenschaftsausprägungen der Fahrzeugkonzepte zu verändern.

P. L. Peters, R. Demuth, D. Schramm

Ungarns mobile Zeitenwende

Smarte Perspektiven für internationale Kooperationen

Gemäß dem Veranstaltungstitel des 10. Wissenschaftsforums Mobilität der Universität Duisburg Essen „Mobility in Times of Change – Past, Present, Future” widmet sich folgender Beitrag der Autoindustrie Ungarns und bietet einen Überblick über die Entwicklung, Strategie, Trends und Potentiale des für das Land relevantesten Wirtschaftszweiges. Somit möchten die Autoren zu einer breiteren, internationalen Betrachtung der Thematik aus der Perspektive dieses osteuropäischen Landes beitragen.

B. Szegner, K. Szabó

Proving Ground Test Scenarios in Mixed Virtual and Real Environment for Highly Automated Driving

In response to the changing social demand for safer and more efficient transport in the last few years the development of autonomous driving functions has increased dramatically and in so created many challenges for the automotive industry. Since autonomous driving functions must handle nearly countless traffic participants and various situations, most companies developing such technologies began testing on public roads which became possible due to the amendment of laws in several progressive countries or states worldwide leading the way, for example leading states such as California, The Netherlands and from 2017 Hungary [1]. However, recent regrettable incidences highlight the risks of public road testing and strengthen the role of closed proving grounds and specially designed and constructed controlled urban-like test areas which can represent the real-world environment.

H. Németh, A. Háry, Z. Szalay, V. Tihanyi, B. Tóth

FLAIT – Netzwerkgestütztes Mobilitätssystem zum autonomen Betrieb von Fahrzeugflotten

Megatrends bestimmen die mittel- bis langfristige Entwicklung der Technologie und auch der steigernden Unternehmenswerte. Neben den Trends der Kommunikationstechnologien sowie der Globalisierung hält auch die Urbanisierung seit Jahren an. Dieser Trend zu immer größeren Städten (bis hin zu „Megacities“) führt zwangsläufig zu immer größeren Problemen dort (siehe 1.2).

H. Fischer

Zustandsschätzung des Wankverhaltens von Personenkraftwagen mittels künstlicher neuronaler Netze

Gemäß der Mechanik starrer Körper, besitzt der Aufbau eines Personenkraftwagens sechs Freiheitsgrade. Drei dieser voneinander unabhängigen Bewegungsmöglichkeiten beschreiben die Rotation und werden fachsprachlich über die Nick-, Gier- und Wankwinkel beschrieben. Als Wanken wird in diesem Zusammenhang die Rotation des Fahrzeugaufbaus um die Längsachse des fahrzeugfesten Koordinatensystems definiert. [1] Kenntnisse über den Wankwinkel ermöglichen eine situativ adäquate Fahrdynamikregelung im Hinblick auf Sicherheit, Dynamik und Komfort. Aus Kostengesichtspunkten muss zum aktuellen Stand dennoch auf Schätzungen des Wankwinkels zurückgegriffen werden.

L. Rahim, S. Blume, S. Reicherts, P. Sieberg, D. Schramm

Integration of Development Interface Agreement, Supplier Safety Assessment and Safety Management for Driver Assistance Systems

For most features in the automotive domain, the realized functionality is spread over several Electronic Control Units (ECUs) provided by a number of suppliers. To develop such a feature a close cooperation between suppliers and the Original Equipment Manufacturer (OEM, e. g. Ford) is necessary. During product development, the involved suppliers and the OEM have to create a large set of aligned artefacts, consisting of textual documents (e. g. specifications, test plans), requirements (e. g. in a requirement management tool), models, source code etc. To improve readability, we will use the term “documents” in this paper. Note that this includes all types of artefacts as mentioned above.

T. Frese, D. Hatebur, I. Côté, M. Heisel

Herleitung von Fahrtstrecken aus Distanz- und Kurvenbewegungsdaten

Die Vernetzung von Fahrzeugen mit dem Internet ermöglicht die Übertragung von Fahrinformationen wie zurückgelegte Distanzen und Kurvenbewegungen in eine Cloud. Dadurch können Autoversicherungstarife angeboten werden, in denen das Fahrverhalten ohne die zusätzliche Nutzung von GPS-Daten bewertet wird und eine gute Bewertung zu Vergünstigungen führt. GPS-Daten sollten vertraulich behandelt werden, da sie zum Beispiel zur Bestimmung von häufig besuchten Orten geeignet sind [1] und Bewegungsprofile erstellt werden können. Der Verzicht auf die Verwendung von GPS-Daten und die Nutzung von augenscheinlich nicht Privatsphäre gefährdenden Fahrinformationen suggeriert daher den Schutz der Privatsphäre.

M. Waltereit, M. Uphoff, T. Weis

Radar basiertes Sensorsystem zur Kindererkennung in verlassenen Fahrzeugen

In den Neunzigern kam es mit der Serieneinführung der Beifahrer-Airbags zu einem signifikanten Anstieg von Verkehrsunfällen mit tödlich verunglückten Kindern infolge von Airbag-Zündungen auf der Beifahrerseite. Zwei Maßnahmen trugen später dazu bei, solche Unfälle zu vermeiden: Die Einführung fortschrittlicherer Steuerungssysteme für die Beifahrer- Airbags und vor allem in den USA durchgeführte Kampagnen, welche Eltern davon überzeugen sollten, ihr Kind nach Möglichkeit nicht auf dem Beifahrersitz zu platzieren.

D. Tatarinov, C. Mica, P. Di Mario Cola, C. Watgen, J. Landwehr, P. Larsen, T. Goniva, A. R. Diewald, O. Gomez

Herausforderungen bei der EMV Absicherung von Fahrzeugen und Komponenten mit Induktiven Ladesystemen

Im Zuge der vorschreitenden Einführung von Elektro- und Hybridfahrzeugen kommt es durch den Einsatz von leistungselektronisch geregelten Antriebssystemen und Ladeinfrastrukturkomponenten zu enormen Herausforderungen im Bereich der EMV. Neben den aktuell bereits standardmäßig eingesetzten AC und DC Ladestationen im privaten und öffentlichen Bereich sind auch kontaktlose, induktive Ladesysteme in der Entwicklung. Mit diesen Ladesystemen ist es möglich über zwei feldgekoppelte Spulen die Ladeleistung zwischen Bodenspule und Fahrzeug zu übertragen. Da bei der Energieübertragung zwischen den Spulen hohe Magnetfelder bei einer Frequenz von 79 bis 90 kHz generiert werden, ist eine messtechnische Überprüfung des Feldes in der Nähe des Fahrzeugs aus Personenschutzgründen nötig. Im Folgenden wird der Einfachheit halber nur eine mittlere Frequenz von 85 kHz erwähnt.

S. Jeschke, M. Maarleveld, J. Bärenfänger

EMV bei elektrischen Maschinen im Antriebsstrang

Durch die voranschreitenden Entwicklungen der On-Board-Elektronik im Kfz-Bereich, steigt die Anzahl elektronischer Geräte und Komponenten innerhalb eines Kraftfahrzeuges drastisch. Steuergeräte bekommen unzählige Funktionen, viele Funk-Technologien werden eingesetzt (z. B. Navigation über GPS, GLONASS und BDS, Keyless Entry, C2X, RDK, Wi- Fi, Bluetooth, LTE, 5G). Je nach Einsatzfeld des Systems muss die sichere Funktionalität gewährleistet werden. Dieser sicherzustellenden Funktionalität können hochfrequente Störungen, hervorgerufen durch die benötigten leistungselektronischen Komponenten eines Elektrofahrzeuges, entgegenwirken.

S. Tsiapenko, J. Weber, H. Hirsch

Energiebedarf von elektrisch und verbrennungsmotorisch angetriebenen Kraftfahrzeugen in Abhängigkeit von Zuladung und Verkehrsumfeld

Die Einhaltung der Klimaziele der Bundesregierung und die daraus potentiell für konventionelle Verbrennerfahrzeuge entstehenden Konsequenzen führen zwangsläufig zu einem steigenden Interesse an alternativen Antrieben wie beispielsweise Elektrofahrzeugen. Bedingt durch drohende Fahrverbote für Dieselfahrzeuge aufgrund der Emittierung giftiger Stickoxide erscheinen elektrifizierte Fahrzeuge als eine attraktive Lösungsvariante, um die Mobilität im urbanen Raum zufriedenstellend aufrechtzuerhalten und lokale Emissionsfreiheit zu garantieren. Dieser Anreiz wird weiterhin durch staatliche Förderungen, die bei einem Erwerb eines solchen Fahrzeugs bereitgestellt werden, sowie Steuervorteile unterstrichen.[1]

P. Driesch, T. Weber, S. Tewiele, D. Schramm

Changes in Urban Mobility

Frontmatter

Kurzfassung

Angesichts der aktuell drohenden Fahrverbote in einer Vielzahl von Städten infolge sehr hoher gesundheitsschädlicher NOx Werte sowie des Diesel-Abgasskandals, der von den Herstellern verantwortet werden muss, sind viele Autofahrer und etliche Kommunen verunsichert und irritiert. Das führt zu neuen Themenfeldern mit innovativen Ansätzen, die beim 10. Wissenschaftsforum Mobilität zum Themenfeld Changes in Urban Mobility vorgestellt und diskutiert wurden.

J. A. Schmidt, J. Schönharting

Designing Smart Logistics Processes Using Cyber-Physical Systems and Complex Event Processing

The call for smarter, possibly digitized solutions in transportation and logistics to overcome today’s shortcomings is ubiquitous. Thus, the sector pursues the vision of smart logistics, a paradigm with which inefficiency is to be eliminated and potential for improvement and efficiency gains exploited consistently. Particularly, technological progress fuels the vision as technologies are oftentimes pinned hope of its achievement upon. Cyber-physical systems (CPS) and complex event processing (CEP) belong to these promising technologies as they can be employed in transportation and logistics processes for the purpose of data collection and processing, respectively.

C. Alias, M. Zahlmann, F. E. Alarcón Olalla, H. Iwersen, B. Noche

New Mobility

Mobilität im Wandel: Nutzertypen, Trends & Ausblick

Die digitale Transformation bestimmt heute die Agenden nahezu aller gesellschaftlich und ökonomisch relevanter Handlungsfelder. Die Mobilitätsmärkte machen da keine Ausnahme, im Gegenteil: hier zeichnen sich Verschiebungen tektonischen Ausmaßes ab – nicht nur, aber eben maßgeblich auch durch die Bits-and-Bytes-Revolution. Alle beteiligten Akteure spüren es, egal ob Automobilhersteller, Städte, Gesetzgeber, neue Mobility Player oder auch wir (mobile) Menschen.

K. Ullrich

Städtisches Güterverkehrskonzept Basel

Basel-Stadt ist mit rd. 200.000 Einwohnern der flächenmäßig kleinste Kanton der Schweiz, weist jedoch mit rd. 5.200 EW/ km² im Kantonsgebiet und rd. 7.500 EW/km² im Stadtgebiet die mit Abstand höchste Einwohnerdichte in der Schweiz auf (vgl. Köln: rd. 2.700 EW/ km²). Der Hauptort Basel ist ein national bedeutsames Zentrum für die chemische und pharmazeutische Industrie. Darüber hinaus nimmt das Gebiet des Kantons Basel-Stadt durch die Lage am Rhein und die Nähe zur Grenze eine tragende Rolle im Güterverkehr ein.

P. Wittenbrink, B. Leerkamp, T. Holthaus

Mobile Learning and Human-Artificial Cooperation in Logistics

An implication of the concept of digitization-induced Artificial Divide (Klumpp, 2017) is that whether AI measures can be accessed and successfully implemented has a separating effect on people and organizations for individual prospects and social participation likely are affected (see Fig. 1). Since human-artificial cooperation and willingness to adapt are required of individuals in logistics (Zijm, Klumpp, 2017), mobile learning environments can contribute to the required media literacy in general and convey particular skills efficiently. By having content for mandatory employee certification conveyed via mobile learning, employers can contribute to an easing of digitization transitions, and all participants can be sure that efforts in using novel approaches will not be done just for their own sake.

M. Klumpp, T. Neukirchen, W. Koop

Entwicklung eines regionalen, agentenbasierten Verkehrssimulationsmodells zur Analyse von Mobilitätsszenarien für die Region Ruhr

Durch sich verändernde Lebensmuster, neue Strukturen in der Arbeitswelt sowie weiterhin ungelöste Fragestellungen bzgl. Umweltwirkungen des Verkehrssektors stehen die Verkehrssysteme der Städte und Regionen vor großen Herausforderungen. Diese werden begleitet durch technische Neuerungen wie autonome Fahrzeuge und neue Antriebstechnologien. In der Region Ruhr bietet sich im Zuge der Umgestaltung der Emscherregion (vgl. EGLV, 2018) eine besondere Gelegenheit, Veränderungen im Verkehrssystem herbeizuführen, welche obige Herausforderungen aufgreifen.

D. Ziemke, I. Kaddoura, A. Agarwal

Benefits of Real-Time Monitoring and Process Mining in a Digitized Construction Supply Chain

The building industry is becoming digitized, this can be seen from the current general attention around Building Information Modelling (BIM). BIM is strongly planning-oriented though. For many other applications, the methodology must be extended and adapted. As a result of digitization, the flow of information is increasing strongly leading to new processes, tasks, and services. As this occurs in an interdisciplinary process, the data can be handled only in an interdisciplinary way.

A. J. Spengler, C. Alias, E. G. C. Magallanes, A. Malkwitz

Szenariogestütztes Life Cycle Costing für urbane Vehicle-to-X-Infrastrukturen

Rahmenkonzept und Anwendung auf das digitale Testfeld Dresden

Politik, Wirtschaft und Wissenschaft forcieren bereits seit einiger Zeit die Transformation der Mobilitätswelt in Richtung intelligenter(er) Verkehrssysteme. Für solche spielt V2X (Vehicle-to-Everything) – die Kommunikation von Fahrzeugen mit Netzknoten verschiedenster Art (andere Fahrzeuge, Backend-Server, Fußgänger, Infrastrukturkomponenten) – eine Schlüsselrolle, insbesondere wenn es um die Realisierung kooperativer bzw. kollaborativer Anwendungen und das reibungslose Funktionieren von Fahrzeugautomatisierungslösungen geht. Da vielversprechende Einsatzfelder auf eine Interaktion mit verkehrstechnischen Einrichtungen, wie Lichtsignal- und Verkehrsbeeinflussungsanlagen, und auf eine Datenfusion aus einer Vielzahl von Quellen setzen, ist ein direkter Informationsaustausch allein zwischen Fahrzeugen häufig nicht ausreichend.

M. Rehme, S. Richter, U. Götze

New Value Chain

Frontmatter

Kurzfassung

Gegenstand des ersten Themenfelds in Track 4 sind mobilitätsbezogene Kundenlösungen und ihre Gestaltung.

G. Schmitz, G. Witt, W. Pascha, M. Taube

Customer Journeys in der Elektromobilität

Die Elektrifizierung des Personenverkehrs gelingt in Deutschland langsam. Etwa 0,1 % der in Deutschland zugelassenen Fahrzeuge waren im Januar 2018 rein elektrisch betrieben (Kraftfahrt-Bundesamt 2018) und der Großteil dieser überwiegend dem Kleinwagensegment angehörigen Modelle stammen primär von ausländischen Produzenten. Die Vermarktungsstrategien deutscher Elektrofahrzeuge erschienen bis zum Jahr 2015 zurückhaltend. Die geringe Nachfrage resultiert aus den vergleichsweise hohen Anschaffungskosten der vorherigen Modelle, der bisher eingeschränkten Reichweite der Fahrzeuge und einer generellen Zurückhaltung in Bezug auf diese neue Technologie.

G. Kasperk, S. Fluchs

Modell und Methode zur E-Mobilitäts-Reifegradbestimmung der Vertriebsorganisation eines Automobilherstellers

Das Thema Elektromobilität ist aktuell ein viel und heiß diskutiertes Thema und der exponentielle Anstieg der Volumina zeigt einen eindeutigen Trend. Neben der Digitalisierung im Allgemeinen stellen sowohl die grundsätzlichen Änderungen in den Kundenanforderungen als auch nationale und regionale Regularien sowie technologische Neuerungen im Speziellen die Automobilindustrie vor große Herausforderungen.

A. G. Latendorf, P. Found, J. Harwell

Aktionsforschung in der Logistik: Erhebungs- und Analyseverfahren für innovative Kommissionier- und Umschlagkonzepte

Die vorliegende Publikation erscheint im Kontext des Projektes „ADINA – Automatisierungstechnik und Ergonomieunterstützung für innovative Kommissionier- und Umschlagkonzepte der Logistik in NRW“. Die Förderung erfolgt im Rahmen der EFRE-Förderung NRW (2017-2020), Leitmarktwettbewerb Logistik.NRW. Die Projektbeteiligten sind das Institut für Logistik- & Dienstleistungsmanagement (ild) der FOM Hochschule, das Zentrum für Logistik und Verkehr (ZLV) der Universität Duisburg-Essen, Fiege Logistik Bocholt, EJOT Bad Berleburg, Bohnen Logistik Duisburg, Fraunhofer Institut für Materialflusstechnik (IML) Dortmund.

T. Gruchmann, T. Hanke, A. Hoene, M. Jawale, N. Bednorz

OEM oder Serviceanbieter?

Wie Toyota mit e-Palette die Automobilindustrie revolutioniert

Unser Alltag ist ein wiederkehrendes Wechselspiel zwischen Tätigkeiten, die an einem bestimmten Ort erbracht werden müssen oder möchten, und Mobilität, d. h. das Erreichen dieser Tätigkeitsstätten. Im digitalen Automobilzeitalter kann dieses Wechselspiel neu organisiert werden. Dieses Potential hat auch Toyota frühzeitig erkannt. Der Automobilhersteller stellte auf der CES 2018 die Vision „e-Palette“ vor, ein revolutionäres Plattformsystem für autonome Mobilitätslösungen in Partnerschaft mit den Technologiegiganten Amazon, Microsoft und Uber.

Katharina Hölck, Sebastian Höflich, Jan Wehinger

Wertgestaltende Methoden und Produktkostenoptimierung

Ein Beitrag zur Steigerung der Produktwirtschaftlichkeit des Mobilitätswandels

Im Laufe der letzten Jahrzehnte wurde die Automobilindustrie einem ständig wachsenden Kostendruck ausgesetzt. Dieser wurde vor allem in den letzten Jahren aufgrund kommender neuer Technologien, wie zum Beispiel der Elektromobilität, nochmals deutlich verstärkt. Aktuelle Forschungen und Trends zeigen, dass dieser Wandel nochmals an Geschwindigkeit gewinnen wird.

Sebastian Staiger, Li Fu, Jannik Schurik

New Industrial Policy in Japan´s Automobile Industry: Strategies for Disruptive Technological Change

The hype around ‘smart manufacturing’ or a ‘fourth industrial revolution’ dominates current ideas on the future of automobile manufacturing. The 2010s brought a new set of ICT-related buzzwords to the public discourse on manufacturing systems. The Internet of Things (IoT), Big Data analytics, smart algorithms, and cyber-physical systems are envisioned as revolutionary innovations that will transform the nature of industrial production towards smart manufacturing. Interestingly, the main drivers of these technological visions are not only private firms, but also national governments of industrialized countries, who put forth ambitious policies to promote this technological and structural transition.

T. Fausten

Schlussbetrachtung

Frontmatter

Mobilität in Zeiten von Veränderung

Technische und betriebswirtschaftliche Aspekte

Nachdem auf dem 5. Wissenschaftsforum 2013 darüber diskutiert wurde, welche weitreichenden Innovationen in der Mobilität notwendig werden, auf dem 6. Wissenschaftsforum 2014 über konkrete Entscheidungen im Übergang in die Elektromobilität, die Innovationen ermöglichen, auf dem 7. Wissenschaftsforum 2015 über nationale und internationale Entwicklungen in der Mobilität, auf dem 8.

H. Proff
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