Skip to main content
main-content

11.09.2018 | Mobilitätskonzepte | Nachricht | Onlineartikel

Daimler transportiert Menschen oder Waren im Vision Urbanetic

Autor:
Christiane Köllner

In wenigen Minuten vom Bus zum Transporter: Vision Urbanetic nennt Mercedes-Benz Vans seine elektrische und vollautomatisierte Studie, die je nach Bedarf Menschen oder Waren transportieren kann. 

Mercedes-Benz Vans hat in Kopenhagen den Vision Urbanetic präsentiert. Das Konzept der Studie basiert auf einem vollautomatisierten fahrenden, elektrisch betriebenen Chassis, das unterschiedliche Wechselaufbauten für die Personenbeförderung oder den Gütertransport tragen kann. Die Vision hinter dem Konzept sei, bei einer nahezu unveränderten Straßeninfrastruktur mehr Personen und Güter mit weniger Fahrzeugen zu befördern.

Zwei Wechselmodule für Personen und Güter

Der Vision Urbanetic kann je nach Einsatzzweck mit unterschiedlichen Wechselaufbauten ausgestattet werden. Die Studie kommt auf eine Fahrzeuglänge von 5,14 Meter und eine Laderaumlänge von 3,70 Meter. Als Ride-Sharing-Fahrzeug mit People-Mover-Aufsatz bietet der Vision Urbanetic bis zu zwölf Passagieren Platz. Der Wechsel der Module erfolgt automatisiert oder alternativ manuell und dauert im automatisierten Ablauf nur wenige Minuten. Die Voraussetzung dafür schafft eine autonom fahrende Fahrplattform, auf der die jeweiligen Aufbauten verankert werden. In dieser sind alle Fahrfunktionen untergebracht, so dass das autonome Chassis auch ohne Aufbau zum nächsten Einsatzort gelangen kann. 

Das Cargo-Modul dient als klassischer Lastenträger. Mithilfe seines flexibel einsetzbaren Ladebodens kann es in zwei Ebenen unterteilt werden und bis zu zehn EPAL-Paletten transportieren. Das Laderaumvolumen liegt bei 10 Kubikmetern, die maximale Zuladung bei circa einer Tonne. Alternativ lässt sich das Fahrzeug mit vollautomatisierten Regalsystemen ausstatten und kann als mobile Paketstation zur Auslieferung auf der letzten Meile genutzt werden. Darüber hinaus seien weitere Einsatzmöglichkeiten denkbar.

Selbstlernende IT-Infrastruktur

Zudem integriert das Konzept eine intelligente, selbst lernende IT-Infrastruktur zur permanenten Analyse von Transport und Beförderungsbedarfen. So ist es in der Lage, zukünftige Bedarfe zu antizipieren und darauf zu reagieren. Die Systemarchitektur des autonom fahrenden Vision URBANETIC sorgt dafür, dass die Routen des Vision URBANETIC anhand von Echtzeitverkehrsinformationen permanent angepasst werden, auch das Flottenmanagement für die Betreiber erfolgt als Teil dieses IT-Systems. Der Einsatz ist in abgegrenzten Bereichen wie einem Werks- oder Flughafengelände, aber auch im Straßenverkehr denkbar.

Aktive Kommunikation mit der Außenwelt

Der Vision Urbanetic verfügt über keinerlei Cockpit mehr. Der frei gewordenen Raum lässt sich für zusätzliche Passagiere oder ein höheres Gütervolumen nutzen. Über verschiedene Kamera- und Sensorsysteme nimmt das Fahrzeug seine Umgebung vollumfänglich wahr und kommuniziert aktiv mit ihr. Fußgänger, die vor ihm die Straße überqueren, werden durch das Display in der Fahrzeugfront mittels speziellen Animationen informiert, dass sie wahrgenommen wurden. Eine weitere Besonderheit ist das digitale Shadowing im Bereich der Seitentür. Mehrere hundert Leuchteinheiten signalisieren den sich nähernden Personen, dass sie erkannt wurden und so werden Konturen schemenhaft auf der Außenhülle dargestellt. 

Weiterführende Themen

Die Hintergründe zu diesem Inhalt

Das könnte Sie auch interessieren

Premium Partner

    Bildnachweise