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17.11.2016 | Mobilitätskonzepte | Im Fokus | Onlineartikel

Die digitale Zeitenwende

Autor:
Markus Bereszewski

Die OEMs sind einig wie nie: Das Auto der Zukunft ist elektrisch, automatisiert, vernetzt und geteilt. Dennoch finden die deutschen Vorstandschefs die nahe Zukunft vor allem eins – spannend.

"Nicht das Was, sondern das Wie entscheidet", erklärte BMW-Entwicklungsvorstand Klaus Fröhlich. Was das Automobil der Zukunft sein wird, sei allen teilnehmenden OEMs auf dem Handelsblatt-Autogipfel 2016 in München klar: Autonom, vernetzt, elektrisch und geteilt. Die Schnelligkeit in der Umsetzung, die Qualität in der Implementierung neuer Technologien und die Geschäftsmodelle sowie die Allianzen, die man schmiedet sind für Fröhlich die kommenden Differenzierungsmöglichkeiten der Automobilhersteller.

Das klingt zunächst wenig spektakulär, ist in Wahrheit aber ein "epochaler Umbruch", so formuliert zumindest VW-Chef Matthias Müller das, was andere Teilnehmer gerne mit "disruptive Veränderungen", "spannende Entwicklung" oder schlichtweg "große Herausforderungen", denen sich die Branche gegenüber sieht, umschreiben. Der Mercedes-Benz-Vorstandsvorsitzende Dr. Dieter Zetsche gibt zu, dass das einhergeht mit einem "hohen Maß an Unsicherheit", zeigt sich aber zugleich zuversichtlich und bereit für den weltweiten Wettbewerb: "In Deutschland leben ein Prozent der Weltbevölkerung, wir stehen aber für 20 Prozent der Automobilproduktion". Und auch BMW-Chef Harald Krüger gibt sich selbstbewusst: "Beim automatisierten Fahren liegen die meisten Patente bei deutschen und japanischen Firmen." 

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Dieser Wettbewerb, der auch im Artikel Überlebensstrategien im Rennen um vernetzte, autonome Fahrzeuge aus der ATZ 11-2016 beschrieben wird, entscheidet sich nach Meinung von Müller "an der Nahtstelle zwischen Hard- und Software". VW hat eigens eine dreizehnte Konzernmarke nur für Mobilitätsdienstleistungen gegründet. "Alle sechs bis acht Wochen entwickeln unsere weltweit 20 Labore neue Anwendungen", beschreibt Müller die neue Linie und Geschwindigkeit. Doch einige Teilnehmer zeigten sich auch skeptisch, ob die langsame Automobilindustrie zur schnellen IT-Branche und ihren Innovationszyklen aufschließen kann.

Es ist offen, ob die IT-Unternehmen schneller lernen Autos zu bauen, oder wir schneller IT-Unternehmen werden", so BMW-Vorstand Peter Schwarzenbauer.

"Daten sind das Rohöl des 21. Jahrhunderts"

Viel Zeit hat die Automobilindustrie nicht. So rechnet Dr. Karl-Thomas Neumann, Opel-Chef in Deutschland, mit einem weltweiten Marktvolumen allein mit Datendiensten von 120 Milliarden US-Dollar bereits im Jahr 2021. Christof Hellmis, Vice President bei Here kündigte an, im ersten Halbjahr 2017 die ersten Dienste in den deutschen Markt zu bringen, die auf Sensordaten von Fahrzeugen basieren. Für ihn sind sie "das Rohöl des 21. Jahrhunderts". Hellmis rechnet mit einer Steigerung des Datenvolumens in den nächsten fünf Jahren um das Fünfzigfache.

Im Hier und Jetzt gibt es dafür aber noch viel zu tun. "Heute gibt es noch deutliche Defizite bei der Verfügbarkeit von Echtzeitdaten", beklagt Zetsche. Eine notwendige Voraussetzung für solche Dienste sind "schnelle 5G-Netze mit Datenvolumen von 10GB/s", fordert Fröhlich und fügt zur Geschwindigkeit gleich eine weitere Qualitätsdimension hinzu: "Premium wird sein, sehr vertrauensvoll mit den Daten der Kunden umzugehen". 

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Quelle:
Smart Mobility

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