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13.07.2018 | Mobilitätskonzepte | Nachricht | Onlineartikel

BMW erhöht offenbar Anteile am Brilliance-Joint-Venture

Autor:
Christiane Köllner

BMW erhält offenbar die Mehrheit am Joint Venture mit Brilliance. Damit dürfen die Münchner wohl als erster deutscher Autohersteller die Mehrheit an einem chinesischen Joint Venture übernehmen. 

BMW will offenbar seinen Anteil am Gemeinschaftsunternehmen mit dem chinesischen Autohersteller Brilliance auf mindestens 75 Prozent erhöhen. Das geht aus Medienberichten hervor, die sich auf eine Internet-Bekanntgabe des Staatsrats in Peking beziehen. Es sei das erste Mal, dass ein ausländischer Autobauer mehr als 50 Prozent an einem Joint Venture in China übernehme, wird der chinesische Premier Li Keqiang zitiert. 

Eine Vereinbarung darüber habe der Münchner Autokonzern mit Brilliance schon bei den deutsch-chinesischen Regierungskonsultationen vergangenen Montag in Berlin getroffen. Anschließend hatten BMW-Chef Harald Krüger und Brilliance-Chairman Yumin Qi aber offenbar nur Teile der Vereinbarung verkündet. So wollen die Unternehmen den BMW iX3 bauen und ihre gemeinsame Kapazität in China auf 520.000 Autos ausbauen. Tatsächlich aber vereinbarten Krüger und Yumin Qi in Berlin wohl auch die Erhöhung des BMW-Anteils.

Wegfall der 50-Prozent-Grenze

Mit diesem Schritt kann BMW einen großen Erfolg verbuchen. Bislang dürfen ausländische Autohersteller in China nur 50 Prozent an Joint Ventures mit chinesischen Partnern halten. Ab 2022 soll diese Grenze wegfallen. Nun scheint klar, dass BMW wohl als Erster zum Zuge kommen wird. 

BMW hat sich bislang zur Anteilserhöhung noch nicht geäußert. Gegenwärtig halten die Münchner 50 Prozent an dem Joint Venture, Brilliance 40,5 Prozent. Die restlichen 9,5 Prozent liegen bei der nordostchinesischen Stadt Shenyang, wo das Gemeinschaftsunternehmen angesiedelt ist.

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