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20.04.2017 | Mobilitätskonzepte | Infografik | Onlineartikel

Weniger Investitionen in neue Auto-Fabriken

Autor:
Christiane Köllner

Die Autoindustrie wandelt sich. Der Trend zu Elektroauto und Mobilitätsdienstleistungen lässt die Branche bei Investitionen in ihre klassischen Geschäftsbereiche vorsichtig werden.

Die führenden Autokonzerne der Welt haben im vergangenen Jahr ihre Investitionen in neue oder modernere Fabriken massiv zurückgefahren. Das ist das Ergebnis einer Analyse der weltweiten Investitionstätigkeit der 16 führenden Automobilkonzerne, die die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young durchgeführt hat. Demnach sei die Zahl der neu initiierten Investitionsprojekte um 45 Prozent von 179 auf 98 gesunken, der Gesamtwert sei sogar um 69 Prozent von 52,5 auf 16,3 Milliarden Euro zurückgegangen.

Mobilitätsdienstleister statt "Blechbieger"

Der Rückgang bei den Investitionsaktivitäten wertet die EY-Analyse als Indiz für den aktuellen massiven Wandel in der Autoindustrie: "In den kommenden Jahren wird es weniger um den Aufbau von Produktionskapazitäten in traditionellen Bereichen wie der Motor- oder Getriebefertigung gehen, als vielmehr um die Entwicklung neuer Technologien und Geschäftsmodelle." 

Gerade der Umstieg auf die Elektromobilität werde zu massiven Veränderungen der Wertschöpfungskette und bei den Investitionsplanungen führen, ergänzt Fabian Schuster, Partner bei EY Real Estate: "Für die Produktion eines Elektroautos benötigt man weniger und zum Teil völlig andere Hardware-Komponenten. Entsprechend ändern sich auch die Anforderungen an Fertigungsstätten und die Infrastruktur". Wie der elektrische Antriebsstrang die gewohnte Arbeitswelt in deutschen Automobilproduktionen grundlegend ändern wird, beschreibt Andreas Burkert im Report Die Elektromobilität fordert ihren Tribut aus der MTZ 2-2017.

Es gäbe aber weitere Gründe für den starken Rückgang bei Zahl und Wert neuer Investitionsprojekte, erklärt die Studie. So müsse die Vielzahl an Investitionsprojekten, die in den vergangenen Jahren auf den Weg gebracht wurden, nun erst einmal umgesetzt und abgeschlossen werden. Zudem hätten die aktuellen politischen Umbrüche  – vom Brexit-Votum bis zum US-Präsidenten Donald Trump – die Branche vorsichtig werden lassen.

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