Das Auto droht zum Luxusgut zu werden
- 21.04.2023
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Fast die Hälfte der Deutschen hält laut einer Studie die Ausgaben für das Auto inzwischen für zu hoch. Viele befürchten sogar, dass sie sich in Zukunft kein Auto mehr leisten können.
Sieben von zehn Autofahrer weltweit sagen, dass der Besitz eines Autos mit finanziellen Opfern verbunden ist (Deutschland: 61 %).
Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH
Steigende Kraftstoffpreise, Lieferengpässe und ein reduziertes Gebrauchtwagenangebot: Immer mehr Autofahrer in Deutschland und weltweit müssen Kompromisse eingehen, um ein Fahrzeug anzuschaffen und zu unterhalten. Das zeigt die Studie Automobilbarometer 2023 "Cars: Whatever it takes?" des Finanzdienstleisters BNP Paribas Consors Finanz, die einen deutlich steigenden Kostendruck für Verbraucher ausmacht.
Demnach befürchten rund 60 % der Befragten, dass sie sich ein Auto in Zukunft nicht mehr leisten können (Deutschland: 61 %). Zwar seien immer noch sechs von zehn Autofahrer sowohl weltweit als auch in Deutschland der Ansicht, dass der Preis, den sie für ihr Auto bezahlt haben, angemessen war – doch bei den laufenden Kosten sieht das anders aus. Mit 57 % hält mehr als die Hälfte der Befragten die Ausgaben für Kraftstoff, Versicherungen oder Reparaturen insgesamt für zu hoch. In Deutschland stören sich 47 % an der Höhe der laufenden Kosten. Höchster Kostentreiber ist in den Augen der Befragten der Kraftstoff (71 % aller Befragten, 69 % in Deutschland).
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Dass viele Befragte befürchten, sich ein Auto in Zukunft nicht mehr leisten können, wiegt umso schwerer, da nach wie vor 72/69 % der Autofahrer (weltweit/Deutschland) behaupten, dass sie ohne ihr Fahrzeug nicht leben können. 58 % fürchten um ihre Bewegungsfreiheit, 47 % um den Reisekomfort. Wirtschaftliche Probleme bekommen insbesondere Menschen, so die Umfrage, die in ländlichen Regionen wohnen. Hier nutzen laut Umfrage nach wie vor 56 % der Befragten das Auto, um zur Arbeit zu kommen. In Deutschland seien es 65 %.
Der steigende Kostendruck hat nach den Ergebnissen der Umfrage sowohl ökonomische, ökologische als auch soziale Effekte: So würden 60 % der Befragten weltweit (50 % der Deutschen) inzwischen eigene Maßnahmen ergreifen, um die Kosten für ihr Auto zu reduzieren. Mehr als vier von zehn Deutschen, weltweit sogar beinahe die Hälfte nutzen öffentliche Verkehrsmittel, Fahrrad oder E-Roller inzwischen für tägliche Fahrten. Zudem würden Verbraucher erwarten, dass Politik und Industrie gegensteuern, indem sie etwa die Kraftstoffpreise reduzieren (52 %) oder sparsamere Fahrzeuge entwickeln (64 %).