Zum Inhalt

Das Auto droht zum Luxusgut zu werden

Aktivieren Sie unsere intelligente Suche, um passende Fachinhalte oder Patente zu finden.

search-config
loading …

Fast die Hälfte der Deutschen hält laut einer Studie die Ausgaben für das Auto inzwischen für zu hoch. Viele befürchten sogar, dass sie sich in Zukunft kein Auto mehr leisten können. 

Sieben von zehn Autofahrer weltweit sagen, dass der Besitz eines Autos mit finanziellen Opfern verbunden ist (Deutschland: 61 %).


Steigende Kraftstoffpreise, Lieferengpässe und ein reduziertes Gebrauchtwagenangebot: Immer mehr Autofahrer in Deutschland und weltweit müssen Kompromisse eingehen, um ein Fahrzeug anzuschaffen und zu unterhalten. Das zeigt die Studie Automobilbarometer 2023 "Cars: Whatever it takes?" des Finanzdienstleisters BNP Paribas Consors Finanz, die einen deutlich steigenden Kostendruck für Verbraucher ausmacht.

Demnach befürchten rund 60 % der Befragten, dass sie sich ein Auto in Zukunft nicht mehr leisten können (Deutschland: 61 %). Zwar seien immer noch sechs von zehn Autofahrer sowohl weltweit als auch in Deutschland der Ansicht, dass der Preis, den sie für ihr Auto bezahlt haben, angemessen war – doch bei den laufenden Kosten sieht das anders aus. Mit 57 % hält mehr als die Hälfte der Befragten die Ausgaben für Kraftstoff, Versicherungen oder Reparaturen insgesamt für zu hoch. In Deutschland stören sich 47 % an der Höhe der laufenden Kosten. Höchster Kostentreiber ist in den Augen der Befragten der Kraftstoff (71 % aller Befragten, 69 % in Deutschland).

Eigener Pkw wichtig, aber Soft Mobility gewinnt an Bedeutung

Dass viele Befragte befürchten, sich ein Auto in Zukunft nicht mehr leisten können, wiegt umso schwerer, da nach wie vor 72/69 % der Autofahrer (weltweit/Deutschland) behaupten, dass sie ohne ihr Fahrzeug nicht leben können. 58 % fürchten um ihre Bewegungsfreiheit, 47 % um den Reisekomfort. Wirtschaftliche Probleme bekommen insbesondere Menschen, so die Umfrage, die in ländlichen Regionen wohnen. Hier nutzen laut Umfrage nach wie vor 56 % der Befragten das Auto, um zur Arbeit zu kommen. In Deutschland seien es 65 %.

Der steigende Kostendruck hat nach den Ergebnissen der Umfrage sowohl ökonomische, ökologische als auch soziale Effekte: So würden 60 % der Befragten weltweit (50 % der Deutschen) inzwischen eigene Maßnahmen ergreifen, um die Kosten für ihr Auto zu reduzieren. Mehr als vier von zehn Deutschen, weltweit sogar beinahe die Hälfte nutzen öffentliche Verkehrsmittel, Fahrrad oder E-Roller inzwischen für tägliche Fahrten. Zudem würden Verbraucher erwarten, dass Politik und Industrie gegensteuern, indem sie etwa die Kraftstoffpreise reduzieren (52 %) oder sparsamere Fahrzeuge entwickeln (64 %).

Die Hintergründe zu diesem Inhalt

Staatliche Eingriffe durch Lenkungssteuern: Der Verkehrssektor

Im Frühjahr 2022 hat die deutsche Bundesregierung als Reaktion auf den stark gestiegenen Ölpreis beschlossen, die Energiesteuer für die Monate Juni bis August temporär zu senken. Dieser sogenannte Tankrabatt ist Teil eines zweiten …

Mobilität, Verkehr und Logistik

Mobilität, Logistik und Verkehr sind ein Teilgebiet der Wirtschaftsgeographie. Sie ermöglichen erst ein arbeitsteiliges Wirtschaftssystem und sind zugleich Folge wachsender wirtschaftsräumlicher Verflechtungen. Die funktionalen Verflechtungen …

Geschäftsmodell 2030: Eine Metamorphose des Automobillandschafts

Die Umgestaltung des Automobillandschafts wird von der Konvertierung von Städten in multi-modale smarte Städte mit urbanen Infrastrukturen begleitet, die die Grundlage für die neuen fortschrittlichen Formen der Mobilität bilden. Gesetzgeber …

Gesamtkosten nach der Total Cost of Ownership Methodik (TCO) – Differenzierung nach antriebsspezifischen Kosten

In diesem Kapitel werden einzelne Bestandteile der Gesamtkosten betrachtet, die in Summe über den Lebensweg eines Fahrzeuges entstehen. Für Referenzfahrzeuge werden jegliche Kosten nach der Total Cost of Ownership (TCO) Methodik in die Gesamtkosten einbezogen. Für Standardfahrzeuge werden diejenigen TCO-Bestandteile berücksichtigt, die kennzeichnend für eine jeweilige Antriebstechnologie sind – als Gesamtkosten (TCO) exkl. Steuern und Versicherungen bezeichnet. Die für die Ermittlung der Energiekosten relevanten Energiepreise werden für verschiedene Energieträger gemäß ihren zugrunde liegenden Kostenbestandteilen dargelegt.

    Bildnachweise
    Infografik: Autobesitz bedeutet Verzicht/© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, AVL List GmbH/© AVL List GmbH, dSpace, BorgWarner, Smalley, FEV, Xometry Europe GmbH/© Xometry Europe GmbH, The MathWorks Deutschland GmbH/© The MathWorks Deutschland GmbH, HORIBA/© HORIBA, Outokumpu/© Outokumpu, Gentex GmbH/© Gentex GmbH, Ansys, Yokogawa GmbH/© Yokogawa GmbH, Softing Automotive Electronics GmbH/© Softing Automotive Electronics GmbH, measX GmbH & Co. KG, Hirose Electric GmbH/© Hirose Electric GmbH