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07.10.2016 | Mobilitätskonzepte | Nachricht | Onlineartikel

ika nimmt hochdynamischen Fahrsimulator in Betrieb

Autor:
Christiane Köllner

Am ika der RWTH Aachen hat ein hochdynamischer Fahrsimulator seinen Betrieb aufgenommen. Damit lässt sich die Wirkung zukünftiger Fahrzeugkonzepte darstellen, bevor die Technik eigentlich entwickelt wird.

Am Institut für Kraftfahrzeuge (ika) der RWTH Aachen ist ein hochdynamischer Fahrsimulator offiziell in Betrieb genommen worden, wie das Institut bekannt gibt. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat den Aufbau des Fahrsimulators mit 3,743 Millionen Euro gefördert.

Der hochdynamische Fahrsimulator dient der Erforschung des vernetzten und automatisierten Verkehrs der Zukunft und ist dank seiner Dynamik ein Werkzeug zur reproduzierbaren Darstellung und Bewertung innovativer Fahrzeugsysteme. Zum Beispiel lässt sich abbilden, wie ein Fahrer künftig eigenverantwortlich fahren wird und welche Möglichkeiten es geben wird, die Fahraufgabe an das Fahrzeug zu delegieren.

Im ika-Fahrsimulator kann beispielsweise ein neuartiges Fahrerlebnis dargestellt und bewertet werden, das technologisch noch gar nicht real umsetzbar wäre. Ferner kann das Gerät aufgrund der gefahrlosen Darstellung und exakten Wiederholbarkeit kritischer Verkehrssituationen dazu genutzt werden, die Wirksamkeit und Akzeptanz von Systemen und Funktionen valide und statistisch belastbar abzusichern. Dies erfolgt in Form von wissenschaftlichen Studien mit Versuchspersonen, die durch Psychologen und Ingenieure geplant und durchgeführt werden.

Der hochdynamische Fahrsimulator ist ein weiteres Element in der in den vergangenen Jahren ausgebauten Kette von Forschungs- und Entwicklungswerkzeugen der RWTH Aachen. So wurde 2014 das Aldenhoven Testing Center eröffnet, das in den kommenden zwei Jahren um die urbane Testumgebung Cermcity erweitert werden soll.

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