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05.02.2020 | Mobilitätskonzepte | Infografik | Onlineartikel

Verkehrsbelastung in deutschen Städten nimmt weiter zu

Autor:
Christiane Köllner
2 Min. Lesedauer

Hamburg ist die Stau-Hauptstadt Deutschlands: Wer in der Hansestadt zu Stoßzeiten pendelt, hat demnach 2019 insgesamt 131 Stunden zusätzlich im Stau verbracht. Auf Platz zwei im Ranking ist Berlin, gefolgt von Wiesbaden. 

Die Verkehrsbelastung in Deutschland nimmt zu. Das geht aus einer Analyse der Verkehrsmuster durch den niederländischen Kartierungsspezialisten TomTom hervor. Die Zunahme des Verkehrs gehe demnach mit einer wachsenden Einwohnerzahl in den Ballungszentren einher. Für den "TomTom Traffic Index" für das Jahr 2019 wurden die Daten von Smartphones und fest verbauten Navigationssystemen für 416 Städte in 57 Ländern auf sechs Kontinenten ausgewertet.

Hamburg auf Platz eins 

Deutsche Stau-Hauptstadt ist wie im Vorjahr Hamburg, gefolgt von Berlin, Wiesbaden, München und Nürnberg. Im Weiteren folgen Stuttgart, Bonn, Kassel, Bremen sowie Frankfurt am Main, die die Top 10 der Städte mit dem größten Zeitverlust auf deutschen Straßen in 2019 komplettieren. Die zusätzliche Reisezeit gibt TomTom mithilfe einer Prozentzahl an, die zeigt, wie viel länger eine Fahrt als Folge des Staus dauert.

Besonders stark mit plus acht Prozentpunkten stieg der Stauwert in Wiesbaden an, wie die TomTom-Analyse zeigt. Bremen gehörte mit minus drei Prozentpunkten zu den wenigen deutschen Städten, in denen der Verkehr 2019 etwas flüssiger lief als im Vorjahr.

Hauptursachen für das hohe Verkehrsaufkommen

Die Hauptursache für das hohe Verkehrsaufkommen in deutschen Städten sieht TomTom darin, dass nach wie vor in vielen Regionen das Auto das beliebteste Fortbewegungsmittel darstelle. Im Gegensatz zu der Anzahl der Fahrzeuge, die immer weiterwachse, sei es bei der bestehenden Infrastruktur kaum mehr möglich, diese sinnvoll zu erweitern. "Um eine Trendwende im Verkehr zu schaffen, ist die Aufgabe der kommenden Jahre, die Anzahl der Fahrzeuge signifikant zu reduzieren", heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens. 

Besonders auffällig bei der Betrachtung der Verkehrsmuster seien die ausgeprägten Stauspitzen am Morgen und am Abend, die für TomTom ein erkennbares Pendlerverhalten belegen. "Viele Pendler wählen trotz zahlreicher alternativer Verkehrsangebote weiterhin das Auto, um in die Arbeit zu gelangen", so der Kartierungsspezialist. Die Notwendigkeit einer Verkehrswende sei in der Gesellschaft zwar bewusst, jedoch fehle nach wie vor die notwendige Konsequenz, diese auch umzusetzen.

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