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20.09.2017 | Mobilitätskonzepte | Interview | Onlineartikel

"Unsere Autobauer sind weiter als manche Kritiker denken"

Autor: Armin Hingst

Michael Hoffmann ist von der Zukunftsfähigkeit der Autoindustrie überzeugt. Im Interview spricht der Aufsichtsratschef des Zulieferers Augenio über die Schnittstellen zwischen Auto- und IT-Branche spwie sozialen Netzwerken.

Return: Herr Hoffmann, zentrale operative Gesellschaft der Holding Augenio ist die HS Genion, ein Unternehmen, das Sie 2011 übernommen haben. Die Gesellschaft, die kinematische Systeme wie ausfahrbare Spoiler entwickelt, war in schwierigem Fahrwasser und gehörte zum Webasto-Konzern, der unter anderem Standheizungen und Schiebedächer produziert. Was war damals los?

Michael Hoffmann: Wie so oft in Konzernen stellen gerade neue Verantwortliche die Gesellschaften und Sparten regelmäßig auf den Prüfstand, was Zukunftsperspektive und Ergebnisse angeht. HS Genion, die zwar stark entwicklungsorientiert waren und relativ kleine Stückzahlen produzierten, passte nicht mehr in den auf Großserien ausgerichteten Webasto-Konzern. Zudem schrieb HS Genion damals rote Zahlen. So haben wir die gebotene Möglichkeit genutzt, die Gesellschaft im Wege eines klassischen Carve-outs zu übernehmen. 

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„Unsere Autobauer sind weiter als manche Kritiker denken“

Professor Michael Hoffmann, Aufsichtsratschef des Zulieferers Augenio, über die Zukunft der Autoindustrie beim Zusammentreffen mit der IT-Branche und sozialen Netzwerken.

Warum? Schließlich war HS Genion ja defizitär

Wir haben die Chance erkannt, damit im Sektor elektromechanischer Systeme Fuß zu fassen, der immer bedeutender wurde. Unter anderem hatten wir seit Längerem eine Beteiligung an einem Engineering-Unternehmen für Entwicklung und Tests von Antriebs- und Abgassystemen von Verbrennungsmotoren. Wir haben uns frühzeitig entschlossen, uns vom Verbrennungsmotor zu lösen und auf Aktivitäten zu konzentrieren, die HS Genion bedient, denn das Auto der Zukunft wird noch wesentlich mehr elektromechanische Teile haben als bisher.

Zudem wissen wir aus mehreren Projekten, wie man ein Unternehmen durch stringente Restrukturierung zu positiven Ergebnissen führt. Dabei hilft uns das Wissen aus einer unserer Beteiligungen, die sich nicht unter dem Dach der Augenio AG befindet. Sie entwickelt Software für die Industrieautomation und Fertigungslogistik. Sehr nützlich sind auch die lokalen Kontakte zur Technischen Universität Dortmund und zum Fraunhofer Institut für Materialfluss und Logistik. Parallel zur Restrukturierung von HS Genion haben wir das Unternehmen schwerpunktmäßig auf das Premium-Segment der Automobilhersteller ausgerichtet und die vorgefundene Entwicklungsbreite gestrafft. Bereits im ersten Jahr konnten wir die Verluste deutlich reduzieren und schreiben heute schwarze Zahlen.

Das gelang nur durch Produktivitätssteigerung?

Nicht nur. Der Dreiklang unseres Erfolgs lautet: Effizienz in den Prozessen, Straffung der Entwicklung und Neuausrichtung auf das Premiumsegment. Das hatte für uns ganz konkrete Konsequenzen, so mussten wir uns unter anderem von einigen Kundenprojekten trennen, die nicht ausreichend kalkuliert waren. Gerade die Finanzierung von Entwicklungsleistungen ist ein wichtiger Faktor, den wir stets im Auge behalten müssen.

Lesen Sie das vollständige Interview mit Michael Hoffmann in der Return Ausgabe 3/2017.

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