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06.07.2017 | Mobilitätskonzepte | Kommentar | Onlineartikel

Fahrzeugattribute für eine neue Welt

Autor:
Uwe Dieter Grebe

Fahrzeugattribute müssen auf die Kundenanforderungen abgestimmt sein. Durch die digitalisierte Welt ergeben sich für deren Optimierung neue Möglichkeiten, sagt Uwe Dieter Grebe.

Der Markterfolg von Fahrzeugen ist abhängig von der Abstimmung der Fahrzeugattribute auf die Kundenanforderungen und der Erschwinglichkeit. Weltweit unterschiedliche Gesetzgebungen und drohende lokale Fahrverbote zwingen die Automobilhersteller zu einem breiten Angebot an Antrieben mit zunehmender Elektrifizierung. Fahrerassistenzsysteme und autonomes Fahren verändern den Markt und spielen bei neuen Mobilitätskonzepten eine entscheidende Rolle.

In dieser neuen Welt ermöglichen geschickt konzipierte Baukastensysteme aus Fahrzeugplattformen und Antrieben kostenoptimierte Modellkonfigurationen. Die funktionale Integration bestimmt den Fahrzeugcharakter und ist der Schlüssel für den Erfolg. Hierzu wird die Simulation des Gesamtfahrzeugs mit funktional verknüpften Fahrzeugteilmodellen immer wichtiger. Sie macht die komplexen Wirkzusammenhänge transparent und erlaubt schon in der Konzeptphase, die unterschiedlichen Fahrzeugarchitekturen auf ihre Kundenwirkung hin zu bewerten. Bei AVL koppeln wir die Fahrzeugsimulation mit dem Fahrsimulator und machen per "Attribute Engineering" die Lösungen "erfahrbar". 

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01.06.2017 | Gastkommentar | Ausgabe 6/2017

Fahrzeugattribute für eine neue Welt

Die Betriebsstrategien der Fahrzeugteilsysteme sind prägend für die Fahrzeugattribute. Die Gesamtfahrzeugsimulation in Echtzeit während des Fahrbetriebs ermöglicht die Optimierung der Leistungsflüsse – mechanisch, thermisch, elektrisch und hydraulisch – bei gleichzeitigem Erreichen der besten fahrrelevanten Eigenschaften. AVL hat hierzu die Methodik "Energy Broker" entwickelt, die über die Bereitstellung, Verteilung und Speicherung von Energie im Fahrzeug entscheidet. Die Vernetzung der Fahrzeuge untereinander und mit der Umwelt eröffnet weitere Chancen, die Fahrzeugattribute situativ zu optimieren. Verkehrs- und Wegstreckeninformationen können zur Individualisierung von Fahrzeugen mit einbezogen werden.

Reale Test und Simulationen verschmelzen

In die Entwicklungsprozesse für autonome Fahrzeuge müssen neue Methoden integriert werden. Reale Tests und Computersimulationen werden verschmolzen. Wir haben dafür in Graz seit Mitte 2017 ein eigenes Test- und Simulationszentrum geschaffen. Autonome Fahrzeuge, die unter anderem auf unserer Teststrecke und auf von der österreichischen Bundesregierung freigegebenen Autobahnstücken fahren, liefern fortlaufend Daten. Die Bewertung der Fahrsituationen übernimmt AVL-Drive ADAS, ein Werkzeug, das das Sicherheitsgefühl der Passagiere objektiv bewertet.

Ich bin überzeugt, dass die Individualisierung der Fahreigenschaften in Zukunft auch dem Endkunden zur Verfügung steht. In naher Zukunft werden Kunden "Shared Vehicles" nutzen, die ihre Fahreigenschaften dem spezifischen Fahrgastprofil entsprechend einstellen. Der Optimierung der Fahrzeugattribute eröffnen sich damit in einer digitalisierten Welt neue Möglichkeiten, die wesentlich zum Erfolg beim Endkunden beitragen werden.

Der gleichlautende Kommentar ist erschienen in der ATZ 6/2017.

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