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20.01.2023 | Mobilitätskonzepte | Infografik | Online-Artikel

49-Euro-Ticket kann Mobilitätsverhalten ändern

verfasst von: Christiane Köllner

2 Min. Lesedauer
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Laut einer aktuellen Umfrage gibt es ein großes Nachfragepotenzial für das 49-Euro-Ticket. Das lässt eine spürbare Veränderung des Mobilitätsverhaltens in Deutschland erwarten. 

Das geplante 49-Euro-Ticket in Deutschland soll auf eine große Nachfrage treffen, wie eine Umfrage des Beratungsunternehmens PwC Deutschland ermittelt hat. Demnach seien mehr als 40 % der befragten Personen bereit, für ein bundesweit gültiges ÖPNV-Ticket 49 Euro zu bezahlen. Während das Nachfragepotenzial unabhängig vom Geschlecht hoch sei, so PwC, zeige sich mit Blick auf die Altersstruktur, dass das Ticket insbesondere bei den unter 50-Jährigen beliebt sei.

Auch Pkw-Besitzer zeigen großes Interesse

Laut Umfrage soll sich das Nachfragepotenzial auch bei denjenigen Personen, die aktuell über keine ÖPNV-Zeitkarte verfügen, auf fast ein Drittel belaufen, was auf den möglichen Zugewinn von zahlreichen Neukunden hindeute. Knapp 40 % der befragten Personen, die über einen Pkw verfügen, äußerten Interesse, so PwC. Für die Analysten wird daraus deutlich, dass der ÖPNV durch das Deutschlandticket als attraktive Alternative zum Pkw an Bedeutung gewinnen dürfte.

Das Potenzial für das Deutschlandticket sei in Süddeutschland größer als im Norden und in den Metropolen ausgeprägter als im ländlichen Raum. Bei einkommensschwachen Personen oder Haushalten sei auch die Nachfrage geringer.

Starke Zunahme der ÖPNV-Nutzung zu erwarten

Durch die Einführung des Deutschlandtickets sei mit einer starken Zunahme der ÖPNV-Nutzung zu rechnen. "Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass sich der Anstieg über alle Verkehrszwecke erstreckt, und sich nicht nur auf den Freizeitverkehr bezieht", sagt Gabriel Flore, Manager Infrastructure & Mobility bei PwC Deutschland. In den Metropolräumen stoße der ÖPNV allerdings bereits jetzt schon an seine Kapazitätsgrenzen. Ein deutlicher Kapazitätsausbau sei notwendig, wofür entsprechend hohe Finanzmittel notwendig seien. Zudem fehle den Verkehrsunternehmen bereits heute genug qualifiziertes Personal. Zudem steht die ÖPNV-Branche vor der Herausforderung, das Deutschlandticket sinnvoll in die bestehenden Tarifstrukturen zu integrieren.

Die Bundesregierung hat mit dem dritten Entlastungspaket auch die Einführung des Deutschlandtickets für 49 Euro im Monat beschlossen, das bundesweit für Busse und Bahnen im Nahverkehr nutzbar ist. Es soll der Nachfolger des 9-Euro-Tickets werden, welches im Sommer 2022 erhältlich war. Wahrscheinliche Starttermine ist der 1. Mai 2023.

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