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14.01.2021 | Mobilitätskonzepte | Infografik | Onlineartikel

Europa kann Vorreiter bei neuen Mobilitätskonzepten werden

Autor:
Christiane Köllner
2 Min. Lesedauer

Bei neuen Mobilitätskonzepten hebt sich Europa im Wettbewerb um Marktanteile von China und den USA ab. Laut aktueller Studie hat Europa, wenn es um Alternativen zum Privat-Pkw geht, im internationalen Vergleich die Nase vorn. 

Alternative zum eigenen Auto: Europa erreicht bei neuen Mobilitätskonzepten bis 2025 ein Umsatzpotenzial von 209 Milliarden US-Dollar, China 168 und die USA 84 Milliarden US-Dollar für Endkunden. Das ist das Ergebnis des zweiten Teils des "Digital Auto Reports 2020" der Strategieberatung Strategy&. Demnach biete der europäische Markt für neue Ownership-Modelle im internationalen Vergleich das größte Wachstumspotenzial, unterstützt durch hohe Anteile an aktiven und passiven Shared-Mobility-Angeboten sowie eine zunehmende Nutzung von zum Beispiel Auto-Abonnements

Laut Studie beträgt das Marktvolumen für Mobilitätsdienste, die das eigene Auto ersetzen, aktuell in Europa 127 Milliarden US-Dollar, wovon 17 Milliarden US-Dollar auf den deutschen Markt entfallen. Das Umsatzpotenzial könnte sich europaweit bis 2035 mit 549 laut Studie US-Dollar mehr als vervierfachen, so die Berater. Während der chinesische Markt trotz niedrigerer Kilometerpreise bis 2035 ein Ertragspotenzial von bis zu 362 US-Dollar laut Studie biete, blieben die USA weit hinter den beiden anderen Regionen zurück.

"Die Smart-Mobility-Strategie der EU-Kommission unterstreicht die Bedeutung neuer Mobilitätsformen. Das könnte in den kommenden Jahren die Nachfrage nach neuen Mobilitätskonzepten und die Bedeutung entsprechender Geschäftsmodelle weiter erhöhen. Allein in Deutschland erwarten wir eine Verdopplung aktiver und passiver Sharing-Mobilitätsdienste auf 45 Mrd. US-Dollar bis 2025", erläutert Jonas Seyfferth, Director bei Strategy& Deutschland. 

Leasing- und Mietangebote bleiben attraktiv

Strategy& geht davon aus, dass Anbieter die größte operative Marge entlang der Wertschöpfungskette wohl weiterhin mit Leasing- und Mietangeboten (zehn bis 15 Prozent) erwirtschaften, gefolgt von Ride-Hailing mit einer Profitabilität von sieben bis zehn Prozent. Klassische Autoverkäufe böten im Vergleich Margen von fünf bis sieben Prozent, während mit Carsharing lediglich in einzelnen Städten fünf Prozent Marge erreicht werden könne. Die Verteilung dieser Marge entlang der Wertschöpfung sei aktuell noch eine große Herausforderung für profitable Geschäftsmodelle. Für Verbraucher bewegen sich die Gesamtkosten pro Kilometer (Total Cost of Mobility; TCM) laut den Beratern von durchschnittlich 0,5 US-Dollar beim eigenen Auto über 0,67 US-Dollar bei Leasing und 0,82 US-Dollar bei Abo-Services bis hin zu 1,73 US-Dollar pro Kilometer bei Ride-Sharing und -Hailing. 

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