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Über dieses Buch

Markteintritt und Marktaustritt sind die wichtigsten Bestimmungs­ gründe für die Existenz von Wettbewerbsmärkten. Die neoklassische Theorie fordert, daß im Gleichgewicht kein potentieller Eindringling den Eintritt und keine bestehende Firma den Austritt profitabel findet. Betrachten die Unternehmen die Marktpreise als gegeben -und das tun sie ja im Spielplan des neoklassischen Marktgleichgewichts -, so bedeutet das für den Eintritt: Ein potentieller Eindringling bleibt draußen, wenn der Preis nicht höher als die minimalen Durchschnitts­ kosten ist. Und für den Austritt: Eine bereits auf dem Markt agierende Firma, ein potentieller Austreter also, bleibt, wenn der Preis nicht unter den minimalen Durchschnittskosten liegt. Folglich ist der Preis im Gleichgewicht gleich den minimalen Durchschnittskosten. Das bekannte Ergebnis der Gleichgewichtstheorie, diesmal hergeleitet von den Bedingungen für Ein- und Austritt, also von den Bedingungen potentieller Konkurrenz. Wieder einmal hatte die neoklassische Gleichgewichtstheorie alles geregelt (diesmal potentieller Ein- und Austritt, potentielle Konkurrenz), allerdings auch hier auf der Ebene von Gleichgewichts­ bedingungen, empirisch nicht faßbar und ohne Folgen für wettbe­ werbspolitisches Handeln. Nun ist die neoklassische (Selbst)sicherheit bereits früh herausgefordert worden durch die Oligopoltheorie. Man braucht nicht bis zum frühen Vorläufer Cournot (1828) zurückzugehen, selbst wenn man die Robinson-Chamberlin-Kontroverse der dreißiger Jahre nimmt, bleibt es erstaunlich, daß das Konzept des potentiellen Wettbewerbs in der Oligopol- und der Monopoltheorie erst in den fünfziger Jahren systematisch behandelt wird.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einleitung

Zusammenfassung
Markteintritt und Marktaustritt, also das Mobilitätsverhalten von Unternehmen, steht in der ökonomischen Theorie zwar selten im Zentrum der Analyse, dennoch spielt es in zahlreichen und darunter auch sehr grundlegenden Modellen eine wichtige Rolle. Ohne bestimmte Annahmen über Eintritt und Austritt wäre beispielsweise in der zentralen mikroökonomischen Theorie, der allgemeinen Gleichgewichtstheorie, die Existenz eines langfristigen pareto-optimalen Gleichgewichts nicht gewährleistet.
Thorsten Posselt

2. Strategische Interaktion und die Bestimmung des Mobilitätsverhaltens

Zusammenfassung
Strategische Verhaltensweisen, die einen potentiellen Konkurrenten zum Verzicht auf Markteintritt bewegen sollen, können in zwei Modellklassen unterschieden werden.
Thorsten Posselt

3. Empirische Untersuchungen zum Mobilitätsverhalten von Unternehmen

Zusammenfassung
Wie wir im ersten Teil der Arbeit gesehen haben, besteht kein Mangel an Ansätzen zur Erklärung von Markteintritt. Marktaustritt dagegen war bisher vergleichsweise selten Gegenstand modellmäßiger Analysen. Dementsprechend weniger ausgefeilt sind die theoretischen Vorstellungen über die Determinanten des Marktaustritts, was sich auch in den empirischen Arbeiten widerspiegelt.
Thorsten Posselt

4. Schlußfolgerungen

Zusammenfassung
Das letzte Kapitel der Arbeit soll zum einen die wesentlichen Ergebnisse in Kürze wiederholen und zum anderen die Beziehung zwischen den theoretischen und den empirischen Resultaten der Arbeit diskutieren.
Thorsten Posselt

Backmatter

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