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Über dieses Buch

Dieses Buch beleuchtet die unterschiedlichen Facetten einer Mobilität mit selbstfahrenden (autonomen) Fahrzeugen. Angefangen bei der Elektromobilität, werden die Parkplatzproblematik, Carsharing und Haftungsfragen unter dem Aspekt einer zunehmenden Verbreitung autonomer Fahrzeuge betrachtet. Auch ökonomische und umweltpolitische Fragen sind aufgeworfen (Ressourcenknappheit, Klimawandel, automatisierte Logistik) und versucht zu beantworten. Können Maschinen moralisch handeln, wie steht es um die Cybersicherheit und den Technikmissbrauch, sind weitere Fragen, die in diesem Buch thematisiert werden.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Vorwort: Mehr Nachhaltigkeit wagen

Wir leiden unter dem Fluch der Kurzzeitigkeit. Wenn wir mit einem privaten, professionellen oder gesellschaftlichen Problem konfrontiert sind, betrachten wir nur allzu oft kurzfristige Problemlösungen.

Johannes Ritz

2. Die Abrechnung: Sterben unsere Autos aus?

Autos sind wichtig. Ohne sie könnten wir kaum unsere täglichen Aufgaben erledigen. Große Teile der Wirtschaft bauen Autos oder produzieren Teile für den Automobilbau. Und praktisch kein Unternehmen kommt ohne Autos oder Lastkraftwagen aus. Fast unsere ganze Verkehrsinfrastruktur ist für Autos ausgelegt. Deutschland, ein Autoland. Wobei – eigentlich ist das Auto aus keinem Land mehr wegzudenken.

Johannes Ritz

3. Elektromobilität: Was bremst den Erfolg elektrischer Fahrzeuge?

Begeben wir uns zu den Anfängen des Automobils – eine Zeit, geprägt von der Dampfmaschine, als die ersten Autos eher wie Pferdekutschen aussahen und man Benzin in der Apotheke kaufte. Im Jahr 1900 gab es in den USA 40 % dampfbetriebene Autos, 38 % Elektroautos und nur 22 % Benziner. [2] Damals war noch offen, welche Technologie sich durchsetzen sollte. Gegenüber Elektroautos mit Bleiakkus konnten Verbrenner eine sehr viel größere Reichweite vorweisen und waren günstig zu betanken. Gegenüber Dampfautos waren sie effizienter und praktischer in der Handhabung. Und als die Verbrenner nicht mehr per Kurbel, sondern bequem per elektrischer Zündung angelassen werden konnten, wurden sie zum Favoriten. Autos mit Verbrennungsmotor brauchten von da an etwa ein Jahrzehnt, um Elektroautos in die Nische zu verdrängen.

Johannes Ritz

4. Zukunft

Wie bei Medikamenten sollte man auch bei Prognosen auf die Risiken und Nebenwirkungen hinweisen. Hier kommt der Beipackzettel:

Johannes Ritz

5. Autonome Fahrzeuge

Es stellt sich nicht mehr die Frage, ob es autonome Fahrzeuge geben wird, sondern, ab wann sie kommen und was sie bewirken, wenn sie da sind. Um genau zu sein, gibt es schon seit Jahren selbstfahrende Schienenfahrzeuge auf einzelnen Strecken; es laufen zahlreiche Testversuche mit autonomen Straßenfahrzeugen. Auf dem Wasser sind schwimmende Roboter noch wenig verbreitet, aber einige beachtenswerte Experimente haben begonnen. Mit dem Autopiloten hat die Luftfahrt den allerersten Schritt in Richtung Autonomie gemacht. Allerdings sind Luftfahrtsysteme so komplex und haben eine so hohe Verantwortung, dass sie, wenn überhaupt, wohl als Letzte völlig autonom werden.

Johannes Ritz

6. Folgeinnovationen

Das eigentlich Spannende passiert dann, wenn wir unser autonomes Auto verlassen. Ein Auto ganz auf sich allein gestellt – das ist neu! Wie viele verschiedene Aufgaben wird es eigenständig erledigen können und wo ist es auf Interaktionspartner angewiesen? Wie lange wird es durchschnittlich dauern, bis ein führerloses Auto auf die Unterstützung eines Menschen angewiesen ist? Damit das Auto selbstständig Aufgaben erledigen kann, benötigt es Interaktionspartner. Mit der Automation der Autos steigt der Bedarf nach einer ganzen Reihe von weiteren automatisierten Lösungen, wie Parken, Tanken und Bezahlen. Zunächst einmal hat jede neue Automationslösung mit einem kleinen Henne-Ei-Problem zu kämpfen: Anfangs gibt es wenig Autos, die mit der neuen Automationslösung interagieren können, und die Autohersteller müssen ihre autonomen Autos auf die neuen Interaktionsmöglichkeiten einstellen. Idealerweise gibt es dazu einen herstellerübergreifenden Standard, wie selbstfahrende Autos mit externer Infrastruktur interagieren. Ein Fachwort dazu lautet V2I: Die Kommunikation zwischen Fahrzeug und Infrastruktur.

Johannes Ritz

7. Automatisierte Logistik

Selbstfahrende Kraftfahrzeuge verändern die LogistikLogistik direkt und stoßen dort weitere Automatisierungen an. Dadurch wird es einzelne Logistikketten geben, die rein maschinell abgewickelt werden. Die automatisierte Transportinfrastruktur wird leicht zu benutzen sein und alle Unternehmen beeinflussen, die Rohstoffe und Waren produzieren.

Johannes Ritz

8. Autonomes Carsharing – Das Ende vom Privatauto?

Praktisch jeder Autobauer, der autonome Autos entwickelt, hat auf der Agenda, sie auch als Carsharingautos einzusetzen. Woher nehmen sie die Zuversicht, dass autonomes Carsharing sinnvoll und rentabel ist? Um den Nutzen von geteilten Autos nachzuvollziehen, fangen wir am Anfang an.

Johannes Ritz

9. Ökonomische Betrachtungen

Unterschätze niemals, was die Kräfte des Marktes ausrichten können. Die Leistungsfähigkeit des zivilen Überschallflugzeugs Concorde war atemberaubend. Es benötigte für die Strecke von Paris nach New York nur etwa 3,5 Stunden – mehr als doppelt so schnell wie alle anderen Verbindungen.

Johannes Ritz

10. Die fahrerlose Gesellschaft

Autonome Fahrzeuge sind eine ,,disruptive Technologie“disruptive Technologie. Sie verändern die Regeln, an die sich die ganze Gesellschaft hält, und sie haben das Potenzial, den Mobilitätsmarkt zu dominieren. Und damit geht die Möglichkeit einher, das bestehende Machtgefüge zu verändern.

Johannes Ritz

11. Juristische Betrachtungen

Mit dem Aufkommen jeder neuen Technologie müssen die bestehenden Gesetze überprüft werden. Zu Beginn der Elektrifizierung war der Diebstahl von Strom nicht strafbar. Es wurde kein Gegenstand entwendet, nur Energie, und somit gab es kein Gesetz, das Stromdiebstahl explizit unter Strafe stellte. Eine Methode, wie man eine neue Technik juristisch bewertet, steckt in folgender Frage: Wie hätte der Gesetzgeber das Gesetz formuliert, wenn er von der neuen Technologie gewusst hätte? Im Fall des Stromdiebstahls wissen wir die Antwort. Für diesen Tatbestand wurde ein zusätzlicher Paragraph in das Strafgesetzbuch aufgenommen. Beim automatisierten Fahren sind wir erst am Anfang und es muss viel juristische Pionierarbeit geleistet werden, um Rechtssicherheit für autonome Fahrzeuge zu schaffen.

Johannes Ritz

12. Autonome Datenverarbeitung

Autonomes Fahren hebt die Diskussion rund um Privatsphäre, Datenschutz und Informationsdienstleistungen auf ein neues Niveau. Selbstfahrende Fahrzeuge haben bessere Sensoren als Smartphones und erfassen öffentliche Räume in neuer Intensität. Smartphones sammeln vorzugsweise die Daten ihrer Besitzer. Autonome Fahrzeuge erfassen potenziell Daten aller Verkehrsteilnehmer. Carsharingnutzer laufen in Gefahr, die Souveränität über ihre Daten zu verlieren. Im Gegensatz zu Smartphones haben autonome Fahrzeuge ein inhärentes Verständnis der Welt und sind daher besser darin, aus den Sensordaten Informationen abzuleiten. Daher müssen wir die Debatte um Privatsphäre, Datenschutz und Datennutzung neu eröffnen und intensiver führen als bei der Volkszählung 1983.

Johannes Ritz

13. Die Schattenseiten des autonomen Fahrens

Wie jede Technologie hat auch die der autonomen Fahrzeuge sowohl positive wie auch negative Auswirkungen. Einige der negativen Aspekte werden nachfolgend diskutiert.

Johannes Ritz

14. Megatrends

Megatrends sind gesellschaftlich bedeutende Vorgänge, die sich in den nächsten Jahrzehnten mit hoher Wahrscheinlichkeit gleichförmig weiterentwickeln und immer noch Bestand haben, wenn die Verkehrswende bereits vollzogen ist. Jeder dieser Trends findet zeitgleich und länderübergreifend statt; daher müssen Teile der jeweiligen Problemlösung auch auf internationaler Ebene abgestimmt werden. Kein Zukunftsbild ist vollständig, wenn die Megatrends außer Acht gelassen werden. Daher untersuchen wir die Wechselwirkungen zwischen Megatrends und autonomer Mobilität eingehend.

Johannes Ritz

15. Die Mobilitätswende

Alle eingangs erwähnten Unzulänglichkeiten unserer heutigen Autos werden durch elektrische, autonome, geteilte und vernetzte Autos kompensiert. Der Antrieb von Elektroautos ist so effizient, dass man diese nicht mehr als Heizkörper auf vier Rädern verspotten kann. Sie sind außerdem leiser und die einzige Schadstoffquelle vor Ort ist Feinstaub durch Reifenabrieb. Das autonome Auto fährt deutlich sicherer. Die vorbildliche Fahrweise des Autopiloten sorgt dafür, dass wir seltener im Stau stehen und den Verkehrsfluss verbessern. Das autonome und geteilte Auto wird voraussichtlich siebenmal häufiger genutzt. Dabei wird die Fahrzeuggröße an die Nachfrage angepasst, sodass wir in leichteren und höher besetzten Autos unterwegs sind.

Johannes Ritz

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