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Über dieses Buch

Dieses Buch widmet sich den modernen Helden im Management. Mit Tugend und Stehvermögen, robust, risikobereit, strahlend, klar und umsichtig, so werden Manager und Managerinnen oft in der Öffentlichkeit wahrgenommen. Kurzum: Sie sind die Superhelden unserer Tage. Das undifferenzierte und klischeehafte Bild dieser Berufsgruppe hat sich längst verfestigt. Doch woher kommen diese Zuschreibungen? Welche historischen und soziokulturellen Voraussetzungen haben dieses Bild geprägt? Roland Leonhardt wirft einen profunden Blick auf die europäische Kulturgeschichte und zeigt anhand vieler lebendiger Beispiele auf, wie aus den Siegertypen der Antike die Superhelden von heute geworden sind.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Heldentum in Mythos und Geschichte

Frontmatter

1. Antike

Zusammenfassung
Die Antike hat die ersten großen Helden in der Geschichte der Menschheit hervorgebracht. Helden, die uns mit Namen, Wirken und Ansehen auch noch heute bekannt sind. Es waren darunter nicht nur mythische Göttergestalten wie Zeus, Herkules oder Apollon, sondern auch Menschen aus Fleisch und Blut, die mit Schild und Schwert, Geist und Adel Heldentaten vollbrachten. Darunter auch viele Herrscher, Könige und Kaiser, man denke nur an Cäsar, Augustus, Alexander den Großen. Die Anhäufung und Dichte dieser Helden hing eng mit dem Personenkult sowie der Götter- und Heldenverehrung im alten Griechenland zusammen. Der Typus des Heroen hat in jener Epoche seine endgültige Ausprägung gefunden und neben den zahlreichen Giganten und Titanen seinen festen Platz in der griechischen Antike erobert.
Roland Leonhardt

2. Mittelalter

Zusammenfassung
Es gibt sie noch, die ritterlichen Tugenden. Wenn auch die Ritter heute andere sind, helfen sie doch dem Gestürzten wieder auf die Beine und halten die Regeln der Fairness ein. Die Ritter von heute sind nicht mehr samt und sonders mit Eisen beschlagen, wohl aber gürten sie sich mit eiserner Disziplin und ausgeprägten Führungseigenschaften. Der Auftritt des Ritters von heute entspricht wohl mehr dem von Gentlemen und Kavalieren: Hartgesotten, aber kultiviert. Die Manager sind Ritter eines neuen Schlags geworden: Mutig aber nicht leichtsinnig, stählern, aber nicht unsensibel, entschlossen, aber nicht unflexibel, kampferprobt, aber nicht draufgängerisch, taktisch abwägend, aber nicht hinterhältig, chancenbewusst, statt schicksalsergeben, zielbewusst, statt orientierungslos. Der Manager von heute ist Ross und Reiter in einer Person, er hat die Zügel fest in seiner Hand und er richtet sich nach den Regeln, die in Politik, Gesellschaft und Wirtschaft Konsens sind. Er weiß zu kämpfen, aber auch zu leben. Den Rittergelagen geht er nicht aus dem Wege, denn Siege und Eroberungen müssen gefeiert werden. Waren es noch bis vor Kurzem der gepflegte Nadelstreifenanzug und der schwarze Aktenkoffer in der Hand, die kennzeichnend für eine ganze Manager-Generation wurden, sind es jetzt Smartphone und Laptop. Die Kleidung lässig-sportlich. Ausgedient haben Schwert und Lanze. Wer von seinem Gegner Schwächen und Stärken kennen will, holt sich die Informationen aus dem Netz. Man gibt sich salopp und sportlich, aber nicht weniger kämpferisch und selbstbewusst als die Ritter von einst. Den brutalen Lanzenstößen von einst sind smarte Sticheleien und fein austarierte Seitenhiebe gefolgt. Dennoch gleicht der freie Markt oft einem Turnierplatz, auf dem sich die unterschiedlichen Kräfte messen und um die Vorherrschaft ringen. Da ist es gut, wenn Gesetze, Verordnungen und Marktregeln Einhalt gebieten und zu Fairness aufrufen. Wer gegen die Spielregeln verstößt, wird von der Rittertafel ausgeschlossen. Die Rittertugenden haben also wieder Konjunktur: Es gilt, der Bessere zu sein, jedoch mit Anstand und Stil. Wer es mit diesen Eigenschaften zum Liebling der Gesellschaft bringt, wird mit dem Ritterschlag belohnt und geadelt. Dem Ritter sei Dank.
Roland Leonhardt

3. Renaissance

Zusammenfassung
Es ist nicht immer leicht, die Epoche der Renaissance in ihrer Komplexität und Vielgestalt zu erfassen. Im Gegensatz zum Mittelalter zeichnet sich diese Zeit (etwa 200 Jahre) in hohem Maß durch Bewegung, Dynamik und Symmetrie aus – und das auf vielen Gebieten. Das Mittelalter war dagegen geprägt von sakraler Statik und mystischer Symbolik. Die Renaissance markiert einen Aufbruch aus diesen starren Formen. Vielfach wird die Renaissance – ein Begriff, der sich erst im späten 19. Jahrhundert ausformte – als eine Wiedergeburt der Antike verstanden. Der künstlerische und philosophische Anschluss an die große Zeit der griechisch-römischen Antike wurde von den Künstlern, Architekten und Gelehrten gesucht und angestrebt. Doch wann begann diese neue Epoche genau?
Roland Leonhardt

Heldentum in der modernen Wirtschaftswelt

Frontmatter

4. Neuzeit und Gegenwart

Zusammenfassung
Helden der Wirtschaft gab es schon seit der Frühindustrialisierung. Ihnen wird in besonderer Weise Aufbauarbeit und Pionierleistung zugesprochen. Sie waren die ersten modernen Helden der Wirtschaft. Und sie waren die Patriarchen einer neuen Zeit.
Roland Leonhardt

5. Unternehmertum als Heldentum

Zusammenfassung
Vielfach sind die modernen Helden in den Augen des Publikums Wirtschaftsbosse mit Macht, Geld und Einfluss. Sie werden wegen ihrer Sach- und Führungskompetenz, ihrer cleveren Produkt- und Geschäftsideen, ihrer ausgefeilten Konzepte und Managementmethoden bewundert. Ihnen wird außerdem Durchsetzungswille, Kampfgeist und Durchhaltevermögen attestiert (Heldenattribute).
Roland Leonhardt

6. Helden mit glücklicher Hand

Zusammenfassung
Unter den Business-Helden gibt es auch Diplomaten und Politiker. Einer davon ist Benjamin Franklin.
Roland Leonhardt

7. Helden mit richtigem Riecher

Zusammenfassung
Müssen Business-Helden nicht manchmal auch skrupellos und egoistisch sein? Nein, denn auch sie müssen Recht und Gesetz respektieren. Aber sie dürfen clever, beschlagen und eigennützig sein, freilich ohne dabei anderen zu schaden. Und sie dürfen dabei reich wie Rockefeller werden.
Roland Leonhardt

8. Helden der Stunde

Zusammenfassung
Helden mit Pappbecher stoßen auf viele Vorurteile, wenn es um die Durchsetzung genialer Geschäftsideen geht. Deshalb musste Ray Arthur Kroc alles auf eine Karte setzen, um durchzustarten. Hätte er den Wagemut und die Begeisterung nicht gehabt, wäre aus der Idee schnell ein Flop geworden.
Roland Leonhardt

9. Business-Helden und ihre Erfolgsmaximen

Zusammenfassung
Man kann nicht ständig nur Höchstleistung erbringen. Erfolg und Bestleistung sind meist nur im Team zu erreichen. So formulierte schon der amerikanische Großindustrielle Andrew Carnegie einmal: „Den Beweis der Tüchtigkeit erbringt man nicht so sehr in dem, was man selber leistet, als vielmehr durch die Leistungen derer, mit denen man sich gut zu umgeben versteht.“ (Leonhardt 2012, S. 11)
Roland Leonhardt

10. Business-Helden mit Ideen und Tatendrang

Zusammenfassung
Gerhard Falk kehrte 1945 aus der Kriegsgefangenschaft nach Hamburg zurück und war, wie viele andere auch, völlig orientierungslos in der Stadt. Die Stadt war nicht mehr dieselbe wie vor dem Krieg, wie er und viele andere feststellen mussten
Roland Leonhardt

11. Wann ist ein Held ein Held?

Zusammenfassung
Die Frage, wann ein Held ein Held ist, lässt sich nur unzureichend beantworten und ist in den meisten Fällen von der Situation abhängig. Die Helden der Antike waren jedenfalls andere als die Helden der Neuzeit und Gegenwart. Heldenbilder unterliegen immer auch der gegenwärtigen, aktuellen Betrachtung.
Roland Leonhardt

12. Starke Worte für Helden

Zusammenfassung
„Es ist schön, unter angesehenen Männern [und Frauen – der Verf.] hervorzutreten.“ Seneca. Blender haben in der Businesswelt schlechte Karten, sie werden schnell durchschaut.
Roland Leonhardt
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