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01.03.2009 | Übersichtsartikel | Ausgabe 1/2009

Gesunde Pflanzen 1/2009

Möglichkeiten der gezielten Bekämpfung von Pyrethroid-resistenten Rapsglanzkäferpopulationen – Ergebnisse von Ringversuchen mehrerer Bundesländer

Zeitschrift:
Gesunde Pflanzen > Ausgabe 1/2009
Autoren:
G. Schröder, B. Pölitz, C. Wolff, B. Krüger

Zusammenfassung

In den Jahren 2006 bis 2008 wurden in den Bundesländern Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen Versuche zur Regulierung von Pyrethroid-resistenten Rapsglanzkäferpopulationen mit neuen insektiziden Wirkstoffen durchgeführt. Der Auslöser für diese Versuchsserien waren die hohen Ertragsverluste beim Winterraps in einigen Bundesländern im Jahr 2006. Diese waren die Folge einer einseitigen Zulassungspraxis mit dem Schwerpunkt auf Pyrethroide der Klasse II. Es wurden Wirkstoffe aus der Gruppe der Organophosphate, wie Chlorpyrifos-ethyl und Chlorpyrifos-methyl, aber auch Wirkstoffe aus der Gruppe der Pyrethroide der Klasse I, wie Etofenprox und Bifenthrin, bezüglich der Wirksamkeit gegenüber Meligethes aeneus geprüft. Dabei wurde in der Regel das Neonicotinoid auf der Basis von Thiacloprid als Vergleichsmittel verwendet. Die Mischungen von Pyrethroiden der Klasse II mit Piperonylbutoxid wurden trotz guter insektizider Wirkung von den Herstellerfirmen aus wirtschaftlichen Gründen ab 2008 nicht zur Zulassung vorgesehen. Deshalb wurden 2008 Insektizide mit Wirkstoffen unterschiedlicher Wirkorte (Mode of Action) zur Rapsglanzkäferbekämpfung getestet. Die Ringversuche an fünf Standorten zeigten, dass die Wirkstoffe Pymetrozin (Plenum 50 WG) und Indoxacarb (STEWARD) gegen die Pyrethroid-resistenten Rapsglanzkäferpopulationen etwa die gleichen Wirkungsgrade wie Thiacloprid (Biscaya) realisieren. Der Wirkstoff Metaflumizone (Alverde) aus der Gruppe der Semicarbazone ist in den beiden getesteten Formulierungen nicht zur Kontrolle von M.  aeneus-Populationen geeignet. Zur Vermeidung der Selektion von Neonicotinoid-resistenten Rapsglanzkäferpopulationen ist die Zulassung weiterer insektizider Wirkstoffe gegen den Rapsglanzkäfer in den nächsten Jahren erforderlich. Dazu geeignet sind neben den Organophosphaten auch Insektizide auf der Basis von Indoxacarb und Pymetrozin.

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