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Über dieses Buch

Aufgrund der komplexen Baustrukturen und der oft geringen Losgrößen sind leistungselektronische Systeme häufig mit einer kostenintensiven Montage verbunden. Durch die Betrachtung unterschiedlichster Aspekte vom Design über die Produktion von Leistungselektronik bis hin zu ergänzenden Dienstleistungen und der Mitarbeiterqualifizierung werden Entscheidungshilfen für erfolgreiche Produkte im globalen Wettbewerb gegeben. Das Konzept dabei ist die Kombination technologischer Inhalte und organisatorischer Methoden für die integrale Auslegung von Produkt und Montage.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einleitung

Zusammenfassung
In nahezu allen elektronischen Geräten dienen leistungselektronische Systeme zur Umformung und Steuerung der notwendigen Spannungen bzw. Ströme. Aufgrund ihrer komplexen Baustrukturen und der häufig geringen Losgrößen werden diese Systeme jedoch hauptsächlich in zeitintensiver Handarbeit gefertigt. Viele Firmen, die sich mit der Montage solcher Systeme auseinandersetzen, entscheiden sich deswegen zu einer Verlagerung der Wertschöpfungsschritte in sogenannte Niedriglohnländer. Im Projekt „Wettbewerbsfähige Produktionskonzepte und Montageverfahren für leistungselektronische Systeme in globalen Märkten“ (ProMoLeS), das unter dem Themenfeld „Kompetenz Montage: Global agieren, am Standort Deutschland montieren“ durchgeführt wurde, sind die Ergebnisse entstanden und Lösungen entwickelt worden, welche in den nachfolgenden Kapiteln ein breites Spektrum rund um die Montage leistungselektronischer Systeme abdecken. Das Themenfeld „Kompetenz Montage“ wurde mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) innerhalb des Rahmenkonzeptes „Forschung für die Produktion von morgen“ gefördert und vom Projektträger Forschungszentrum Karlsruhe (PTKA) betreut.
Klaus Feldmann, Andreas Reinhardt, Michael Pfeffer

2. Methodisches Vorgehen zur integralen Auslegung von Produkt und Montage

Zusammenfassung
Die Produktlebenszyklen werden durch den steigenden Wettbewerbsdruck stetig kürzer. Dies veranlasst Unternehmen, Produktinnovationen in immer geringeren Zeitabständen auf den Markt zu bringen und Produktentwicklungszeiten zu verkürzen. Zusätzlich wirken sich erhöhte Anforderungen bezüglich Produktzuverlässigkeit und -lebensdauer erschwerend aus. Um dieser Herausforderung zu begegnen ist eine enge Zusammenarbeit zwischen Entwicklung, Konstruktion, Fertigungsplanung und Prozessentwicklung unabdingbar, denn nur durch eine optimale Abstimmung von Konstruktion und Fertigungsprozess lassen sich die hohen Qualitätsanforderungen erfüllen.
André Meyer, Matthias Grauer, Martin Rittner, Stefan Zeltner, Martin März, Sven Egelkraut, Klaus Birkner, Steven Braun

3. Auswahlleitfaden für Montagelösungen in der Leistungselektronik

Zusammenfassung
Zur Realisierung einer wettbewerbsfähigen Montage müssen Lösungen gefunden und verglichen werden, mit denen die Herstellung von leistungselektronischen Baugruppen möglich ist. Das Spektrum der Möglichkeiten erstreckt sich hierbei von der reinen manuellen Montage bis hin zur Vollautomatisierung. Durch gezielte Einflussnahme auf das Produkt oder die verwendeten Bauelemente können jedoch auch Resultate erzielt werden, die bereits durch einfache Anpassungen eine Montageerleichterung darstellen.
Michael Pfeffer, Andreas Reinhardt, Bodo Dahl, Nadja Brosius, Hermann Zeuß, Martin März, Sven Egelkraut, Eberhard Schmauch, Rainer Groß

4. Segmentierung von Produkten und Prozessen

Zusammenfassung
Ein Arbeitspaket im Verbundprojekt ProMoLeS beschäftigte sich mit Segmentierung für die Elektronikfertigung. Die teilnehmenden Unternehmen zeichnen sich vor allem durch ihre unterschiedliche Firmengröße und -struktur aus: Ausgehend von den beiden kleineren Firmen NewTal und Phocos, über das klassische mittelständische Unternehmen LTi DRiVES bis hin zum Global Player Bosch. Die Partner hatten sich zur Aufgabe gestellt, Segmentierung in der Elektronikfertigung zu analysieren und Wege aufzuzeigen, die in der globalen heterogenen Wirtschaft sinnvoll und durchführbar sind.
Eberhard Schmauch

5. Entwickeln von produktbegleitenden Dienstleistungen

Zusammenfassung
Leistungselektronische Komponenten werden aufgrund ihrer komplexen Baustrukturen und der häufig geringen Losgrößen hauptsächlich in zeitintensiver Handarbeit gefertigt. Damit solche Prozesse am Standort Deutschland verbleiben können, ist es notwendig, deren Effizienz zu steigern. Neue Formen der Arbeitsteilung zwischen Zulieferern, Herstellern und Kunden können einen wichtigen Beitrag leisten, sind aber ohne produktbegleitende Dienstleistungen nicht realisierbar [Lay u. Jung Erceg 2002]. Volkholz fasst das wie folgt zusammen: „Wer für den Erhalt von industrieller Produktion in Deutschland ist, muss sich für Dienstleistungen interessieren“ [Volkholz 1996]. Die produktbegleitende Dienstleistung als Ergänzung des Fertigungsprozesses und Erweiterung des Angebots muss konsequent, systematisch und zielgerichtet entwickelt werden. Nur dann kann diese Dienstleistungsinnovation über einen marktgerechten Preis beim Abnehmer platziert werden.
Michaela Strube, Steffen Nixdorf, Bodo Dahl

6. Arbeitsgestaltung und Mitarbeiterqualifizierung

Zusammenfassung
„Die Wertkette gliedert ein Unternehmen in strategisch relevante Tätigkeiten, um dadurch Kostenverhalten sowie vorhandene und potenzielle Differenzierungsquellen zu verstehen. Wenn ein Unternehmen diese strategisch wichtigen Aktivitäten billiger oder besser als seine Konkurrenten erledigt, verschafft es sich einen Wettbewerbsvorteil.“ Michael Porter, 1985
Diese Bemerkung des bekannten Harvard-Wirtschaftswissenschaftlers gilt sowohl im nationalen als auch im internationalen Umfeld. Firmen, die solche Analysen entwickeln, vorantreiben und gezielt umsetzen, können sich auch in globalisierten Märkten Produktionsvorteile verschaffen.
Werner Weiss-Oberdorfer, Barbara Hörner, Ruth Holm, Evelin Pirner

7. Schlusswort

Zusammenfassung
Im Rahmen des BMBF-Verbundprojektes ProMoLeS wurde bereits zu Projektbeginn der Industriearbeitskreis „Montagelösungen für die Leistungselektronik“ gegründet, welcher unter der organisatorischen und fachlichen Leitung vom bayerischen Cluster Leistungselektronik im ECPE e.V. eine Plattform für den Austausch zwischen Unternehmen der Leistungselektronik bietet. Ziel des Industriearbeitskreises ist es daher, mit neuen und innovativen Lösungen einen Beitrag zur Sicherung der Montagearbeitsplätze am Standort Deutschland zu leisten. Der Arbeitskreis richtet sich an Fach- und Führungskräfte von Unternehmen, die leistungselektronische Systeme oder deren Komponenten entwickeln und herstellen: Entwicklungsingenieure, Fertigungsplaner, Fertigungstechnologen, Fertigungsleiter, Arbeitsorganisatoren, Qualitätsbeauftragte sowie Wissenschaftler an Hochschulen, die auf den genannten Gebieten arbeiten. Ziel und Zweck des Arbeitskreises ist es, Wissen und Erfahrung auszutauschen, persönliche Kontakte von Fachleuten zwischen Unternehmen und wissenschaftlichen Einrichtungen zu verstärken, Kooperationen in dem Gebieten der Entwicklung, Fertigung, Logistik oder Qualifizierung aufzubauen, strategisch relevante Themen zu erkennen und gemeinsame Forschungs- und Entwicklungsprojekte zu initiieren. Damit soll die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen verbessert und Arbeitsplätze am Standort gesichert werden.
Michael Pfeffer, Andreas Reinhardt

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