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Über dieses Buch

​Unternehmen stehen vor der Herausforderung, moralische Erwartungen der Gesellschaft unter harten Wettbewerbsbedingungen zu erfüllen. Diese Erwartungen verschiedenster Stakeholder, beispielsweise an Vertriebsmethoden, Umweltschutzmaßnahmen oder Vergütungsregeln von Unternehmen, sind dabei häufig gegensätzlich, interessengeleitet und situationsabhängig. Sowohl ihre Erfüllung als auch ihre Nichterfüllung können zu Chancen und Risiken für Unternehmen und Gesellschaft führen. Basierend auf dem international etablierten Risikomanagementstandard COSO stellt Christian Schiel einen alltagstauglichen Managementansatz zum Umgang mit moralökonomischen Spannungsfeldern vor und unterlegt ihn mit konkreten Beispielen für den Einsatz im Unternehmen.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Problemstellung und Zielsetzung

Zusammenfassung
Die moderne Gesellschaft stellt „größere, aber auch schlechter definierte Ansprüche“ (Luhmann 2000, S. 85) an das Verhalten von Unternehmen und sieht diese zunehmend in der moralischen Verantwortung für die Lösung verschiedenster gesellschaftlicher Probleme, etwa im Rahmen des Umweltschutzes oder der Bekämpfung der Armut. Aufgrund ihrer globalen Präsenz sowie ihrer finanziellen und organisatorischen Möglichkeiten werden insbesondere multinationale Konzerne als geeignete Adressaten für normative gesellschaftliche Erwartungen wahrgenommen. Neben ihrer vermeintlichen funktionalen Fähigkeit zur Lösung moralischer Probleme wird ihnen nicht selten eine normative Verpflichtung gegenüber der Gesellschaft unterstellt. Die Erfüllung der an die Unternehmen adressierten normativen Erwartungen wird zudem durch verschiedene gut organisierte gesellschaftliche Gruppen zunehmend aktiv und nachdrücklich eingefordert.
Christian Schiel

2. Kriterien für ein Konzept zum Management moralischer Risiken

Zusammenfassung
Die Beurteilung vorhandener Konzepte zum Umgang mit Spannungsfeldern zwischen Gewinn und Moral sowie zwischen langfristigen und kurzfristigen Unternehmenszielen soll auf objektiven Kriterien beruhen, die letztlich die getroffenen Aussagen nachvollziehbar machen und für die spätere Erarbeitung eines alternativen Ansatzes strukturgebend sein sollen.
Christian Schiel

3. Einführung und Kritik vorhandener Konzepte

Zusammenfassung
Die Problemstellung dieser Arbeit beinhaltet ein Spannungsfeld, welches sich einerseits aus moralischen Erwartungen an Unternehmen und andererseits aus den empirischen Wettbewerbsbedingungen, denen Unternehmen im Geschäftsalltag ausgesetzt sind, ergibt. In Teilen der Stakeholderliteratur existiert ein vergleichbarer Problemaufriss, der große Nähe zur hier behandelten Problematik aufweist. Im Folgenden sollen dessen Ursprünge und grundlegende Argumentationslinien zunächst kurz eingeführt werden, um im Anschluss daran die im Bereich der Stakeholderliteratur vorhanden risikoorientierten Problemlösungsansätze herauszuarbeiten und anhand der zuvor aufgestellten Kriterien kritisch zu betrachten.
Christian Schiel

4. Strukturierung der Problematik

Zusammenfassung
Aus dem Umstand des menschlichen Zusammenlebens in sozialen Gruppen und aus dem Problem der Knappheit von verfügbaren Ressourcen ergeben sich unvermeidlich Wechselwirkungen zwischen den Individuen. Simmel (1894/1992) erhebt diese Wechselwirkungen zum Grundproblem der Sozialwissenschaften und beschreibt sie als Merkmal jedes gesellschaftlichen Zusammenlebens: „Gesellschaft im weitesten Sinne ist offenbar da vorhanden, wo mehrere Individuen in Wechselwirkung treten.“ (Simmel 1894/1992, S. 54). Die Wirtschaftswissenschaft, als Teilgebiet der Sozialwissenschaften, widmet sich ausgehend hiervon der Frage, wie die Koordination gesellschaftlicher Wechselwirkungen zur Lösung des Problems der „Knappheit der Güter und der Unbegrenztheit menschlicher Bedürfnisse“ (Wöhe, 2002, S. 1) beitragen kann.
Christian Schiel

5. Moralisches Risikomanagement

Zusammenfassung
In diesem Abschnitt sollen Möglichkeiten für die Anwendung eines Risikomanagementsystems zum Umgang mit normativen gesellschaftlichen Erwartungen unter Wettbewerbsbedingungen im betrieblichen Alltag erarbeitet werden. Hierfür kommen im Grunde zwei verschiedene Ansätze in Betracht.
Christian Schiel

6. Schlussbemerkungen

Zusammenfassung
Die Problemstellung dieser Arbeit lag darin, dass die Erfüllung normativer Erwartungen für Unternehmen zugleich mit Kooperationschancen und Wettbewerbsrisiken verbunden ist, während ihre Nichterfüllung zu Wettbewerbschancen aber auch zu Kooperationsrisiken führen kann.
Christian Schiel

Backmatter

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