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Über dieses Buch

Julika Baumann Montecinos beschreibt Moralkultur als relevanten Faktor für die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit einer Gesellschaft und behandelt damit ein Themenfeld, das die ökonomische Standardtheorie bisher systematisch ausblendet. Kulturübergreifend identifiziert die Autorin moralkulturelle Aspekte, die ein Zustandekommen vorteilhafter Transaktionen zwischen Wirtschaftsakteuren begünstigen und zieht daraus Konsequenzen für Kooperationsbeziehungen in globalen Ökonomien. Mit der Konzeption von Moralkultur als Kapitalform leistet die Autorin nicht nur einen Beitrag zur Verortung von Kultur in der Ökonomik und damit zu einer metaphysischen vollständigeren Abbildung komplexer wirtschaftlicher Realitäten, sondern eröffnet auch neue Perspektiven für ein transkulturelles Management in globalen Wertschöpfungsketten von Unternehmen.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einleitung

Zusammenfassung
„Sustain per capita economic growth in accordance with national circumstances“ – so lautet ein Unterziel der Sustainable Development Goals (SDGs) der 2030 Agenda für Nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen. Die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit eines Landes wird als einer der Schlüssel für nachhaltige Entwicklung und damit für die Erreichung der gesteckten Ziele wie zum Beispiel der Beendigung von Armut und der Adressierung ökologischer Probleme verstanden. Bemerkenswert dabei ist, dass die SDGs als gemeinsame Ziele formuliert werden, die auf geteilte Werte und auf das Verständnis von einer gemeinsamen – „unserer“ – Welt zurückgeführt werden.
Julika Baumann Montecinos

Kapitel 2. Die Herangehensweise: Zum Umgang mit Transkulturalität und Diversität von Moralkultur

Zusammenfassung
Den in den folgenden Kapiteln zu erarbeitenden Schritten zur Definition von Moralkultur und zur Entwicklung eines Moralkapitalkonzepts sind an dieser Stelle einige grundlegende Erläuterungen voranzustellen. Sie sollen die gewählte Herangehensweise abstecken und so eine Einordnung der Themenstellung ermöglichen. Es geht dabei um einführende Überlegungen zu dem Vorhaben, einen transkulturellen Ansatz zu entwickeln, diesen zu operationalisieren und Möglichkeiten sei-ner Anwendung aufzuzeigen.
Julika Baumann Montecinos

Kapitel 3. Die konzeptionelle Vorarbeit: Moral, Kultur und Ökonomie

Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit behandelt die Frage, ob und wie sich Moralkultur im Hinblick auf ihre ökonomischen Auswirkungen als Moralkapital verstehen und operationalisieren lässt. Hierfür wird zunächst eine Definition von Moral erarbeitet, in dem Themenfeld der Ethik verortet und dabei speziell im Hinblick auf die Frage nach der Existenz universeller Werte diskutiert (2.1). Anschließend werden die Konzepte von Kultur und Moralkultur als informelle Institutionen eingeführt, wobei sich das Konzept der Moralkultur aus einer in zehn Schritten erarbeiteten Definition von Kultur ableiten und präzisieren lässt (2.2).
Julika Baumann Montecinos

Kapitel 4. Das Konzept: Moralkapital

Zusammenfassung
Das erklärte Vorhaben, den Faktor Moralkultur im Rahmen eines Kapitalkonzepts in die ökonomische Analyse zu integrieren, soll nicht ohne konzeptionelle Klärungen und Einordnungen zum Kapitalbegriff und seiner Verwendung auskommen. So werden im Folgenden zunächst einige grundsätzliche Erläuterungen zum Begriff des „Kapitals“ angestellt, aus denen sich ein der weiteren Untersuchung zugrundeliegendes Kapitalverständnis ableiten lässt (Kapitel 3.1). Auf der Grundlage dieser Einsichten kann dann ein wichtiger Zwischenschritt für den weiteren Fortgang der Untersuchung erfolgen (Kapitel 3.2): So wird zum einen unter der Leitfrage „Moralkultur als Moralkapital?“ das vorne in zehn Schritten erarbeitete Moralkulturverständnis mit den Erkenntnissen zum Kapitalbegriff in Verbindung gebracht.
Julika Baumann Montecinos

Kapitel 5. Die Operationalisierung: Moralkapital und wirtschaftliche Performance

Zusammenfassung
Das vorherige Kapitel entwickelte ein Konzept, mit dessen Hilfe sich moralkulturelle Vorstellungen in ihrer potenziellen ökonomischen Relevanz als Kapital beschreiben lassen. In diesem Zusammenhang wurden Erwartungen über die jeweiligen wirtschaftlichen Auswirkungen der einzelnen Erscheinungsformen von Moralkapital abgeleitet und entsprechende Erkenntnisse aus bestehenden Studien herangezogen, die sich mit einzelnen Aspekten des Zusammenhangs von Moralkultur und Wirtschaft auseinandersetzen. An diese Erkenntnisse anschließend werden im Folgenden ausgewählte Faktoren identifiziert, mit denen sich die Moralkapitalausstattungen einzelner Länder quantitativ darstellen lassen.
Julika Baumann Montecinos

Kapitel 6. Ein Ausblick: Moralkapital, Transkulturalität und unternehmerische Praxis

Zusammenfassung
Nachdem der Schwerpunkt der in Kapitel 4 entwickelten Operationalisierung von Moralkapital und der Anwendung des Analyserasters auf einer Betrachtung länderbezogener Daten lag, soll nun im Rahmen eines kurzen Ausblicks der bereits mehrfach angedeutete Ansatz weitergeführt werden, Moralkapital als wirtschaftlich relevante Ressource auf einer globalen Ebene zu verstehen und in diesem Zusammenhang auch seine Bedeutung für unternehmenspraktische Zugänge zu betrachten. Auch und gerade im Kontext transkultureller Interaktion, so lässt sich diese Argumentationslinie beschreiben, bilden die im vorliegenden Konzept entwickelten Aspekte von Moralkapital wichtige Determinanten für wechselseitig vorteilhafte Kooperation ab.
Julika Baumann Montecinos

Backmatter

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