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Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

A. Einleitung und Problemstellung

Zusammenfassung
Die große ökonomische Bedeutung von Wissen ist seit langem bekannt und wurde bereits von v. Hayek herausgearbeitet.1 Zu Beginn der neunziger Jahre wurde die erfolgskritische Bedeutung von Wissen zum Aufbau von Wettbewerbsvorteilen ressourcentheoretisch erforscht.2 Aus ressourcentheoretischer Perspektive stellt die Fähigkeit, individuelles Wissen zur Erreichung der Organisationsziele nutzbar zu machen, den Kern aller organisationalen Fähigkeiten dar.3 Gelingt es, exzellente Problemlösungen zu identifizieren und innerhalb kurzer Zeit in der Organisation zu multiplizieren, kann hierdurch deren Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig gesteigert werden.4 Die große ökonomische Bedeutung des Wissenstransfers resultiert daraus, dass die Ressource Wissen — im Gegensatz zu anderen Ressourcen — durch den Transfer bzw. die Teilung innerhalb der Organisation nicht an Wert verliert, sondern gewinnt.5
Jan Spelsiek

B. Grundlagen des Wissenstransfers

Zusammenfassung
Die Epistemologie als Disziplin der Philosophie1 befasst sich seit der Antike mit dem Begriff des Wissens, ohne dass bis heute ein allgemein akzeptiertes Grundverständnis zur Definition von Wissen vorliegt.2 Diese Begriffsunsicherheit hat in der wirtschaftswissenschaftlichen Literatur, die sich mit der ökonomischen Bedeutung von Wissen beschäftigt, dazu geführt, dass zahlreiche Autoren in ihren Publikationen keine inhaltliche Definition von Wissen vornehmen3, sondern auf dessen Zweck fokussieren4. Auch wenn sich keine einheitliche und vollständige Definition des Wissensbegriffs abzeichnet, so soll doch in dieser Arbeit Wissen zumindest mit einer Arbeitsdefinition erfasst und von anderen im Kontext des Wissenstransfers relevanten Begriffen abgegrenzt werden. Den Ausgangspunkt hierfür stellen die kognitivistische und die konstruktivistische Perspektive auf das Verständnis von Wissen dar, die momentan in der Wissenschaftstheorie vorherrschend sind.5
Jan Spelsiek

C. Entwicklung eines motivationstheoretisch fundierten Modells des Wissenstransferverhaltens

Zusammenfassung
Die Zielsetzung der Modellierung besteht darin, das individuelle Wissenstransferverhalten des Wissenssenders so abzubilden und zu erklären, dass daraus Ansatzpunkte zur motivationsorientierten Steuerung abgeleitet werden können.1 Hierzu soll ein möglichst für alle Wissenstransfersituationen einsetzbares Modell entwickelt werden, das
(1)
den individuellen Motivationsprozess des Senders von der Initiierung bis zur Realisierung des Wissenstransferverhaltens ganzheitlich in der Lage ist abzubilden2
 
(2)
den Motivationsprozess verhaltenstheoretisch erklären kann, um Ansatzpunkte für die motivationsorientierte Steuerung des Wissenstransferverhaltens ableiten zu können3 und
 
(3)
empirisch überprüfbar ist, so dass die theoretisch identifizierten Ansatzpunkte für die die motivationsorientierte Steuerung des Wissenstransferverhaltens hinsichtlich ihrer praktischen Eignung analysiert werden können4.
 
Jan Spelsiek

D. Empirische Überprüfung des Modells der Wissenstransfereinstellung am Beispiel eines Unternehmensnetzwerks der Finanzdienstleistungsbranche

Zusammenfassung
Der primäre Zweck der empirischen Untersuchung besteht in der Überprüfung des in Kapitel C.3 entwickelten Modells der Wissenstransfereinstellung. Bei einer vorläufigen Bestätigung am Fallbeispiel der FDL AG stünde ein empirisch abgesichertes Modell zur Verfügung, das ebenfalls für andere Organisationen zur motivationsorientierten Steuerung des Wissenstransferverhaltens eingesetzt werden könnte.1 Sekundär verfolgt die Untersuchung den Zweck, aus dem Fallbeispiel der FDL AG substanzielle Erkenntnisse über das Wissenstransferverhalten von Organisationsteilnehmem abzuleiten.2
Jan Spelsiek

E. Implikationen für die effektive Gestaltung von Anreizsystemen zur Steuerung des Wissenstransferverhaltens

Zusammenfassung
Im Vordergrund der Anreizsystemgestaltung liegt die effektivitätsorientierte Auswahl von Motivationsinstrumenten.1 Die Zielsetzung der Anreizsystemgestaltung besteht somit darin, Motivationsinstrumente zu selektieren, die die Wissenstransfereinstellung der Netzwerkakteure in der Weise stimulieren, dass sie am Wissenstransfer teilzunehmen bereit sind.
Jan Spelsiek

F. Zusammenfassung der Untersuchungsergebnisse

Zusammenfassung
Die Bedeutung extrinsischer und intrinsischer Motivation zur motivationsorientierten Steuerung des Wissenstransfers herauszuarbeiten, ist eines der Kernprobleme des Wissenstransfers. Vertreter des ökonomischen Ansatzes fokussieren hierbei auf extrinsische Anreize, die eine unmittelbare Motivationswirkung entfalten, jedoch die Gefahr einer Verdrängung intrinsischer Motivation in Kauf nehmen. Vertreter der psychologischen Perspektive setzen hingegen auf intrinsische Anreize, die nur mittelbar gesteuert werden können, dafür jedoch keine negativen Folgewirkungen in Kauf nehmen.
Jan Spelsiek

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