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Über dieses Buch

Christine Loy erarbeitet eine Typologie motivationaler Orientierungen von (männlichen) Bildungsmigranten. Diese erfasst auch die sozialen Hintergründe, welche die Bildungsmigration biografisch begründen. Motivation bleibt so nicht auf zukunftsgerichtete Ziele beschränkt, sondern es zeigt sich vielmehr, welch hohe Bedeutung Auseinandersetzungsprozesse mit der Familie und der Gesellschaft für die Migrationsmotivation haben. Für diese mit der Dokumentarischen Methode entwickelte Typologie wurden Studienbewerber und angehende Fachärzte, die ein Studium bzw. eine Facharztausbildung in Deutschland planten, in den Goethe-Instituten im Libanon und in Jordanien interviewt.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einleitung

Auf dem globalisierten Bildungsmarkt werden internationale Studierende inzwischen sehr umworben. Es geht darum, weltweit die ‚besten‘ Studierenden für die einheimischen Hochschulen zu rekrutieren und so exzellenten wissenschaftlichen Nachwuchs, aber auch zukünftige Führungskräfte für die eigene Gesellschaft zu gewinnen. Internationale Studierende gelten als „Idealzuwanderer“ (SVR 2012: 50), da sie im Gastland einen anerkannten Hochschulabschluss erwerben und sich durch das Studium in Sprache und Kultur desselben einleben.

Christine Loy

Kapitel 2. Hochschulpolitik und Hochschulpraxis

Die Diskussionen zu internationalen Studierenden können nicht losgelöst von den hochschulpolitischen Rahmenbedingungen betrachtet werden, welche die Erwartungen definieren, die an internationale Studierende gerichtet werden.

Christine Loy

Kapitel 3. Bildungsmigration im Spiegel der Forschung

In diesem Kapitel wird dargestellt, welche Forschungsarbeiten zu internationalen Studierenden vorliegen und wie, d. h. mit welchen Ansätzen zu internationalen Studierenden geforscht wird. Der größte Teil der Forschungsarbeiten zu internationalen Studierenden wird unter dem Schlagwort ‚Ausländerstudium‘ zusammengefasst. Damit ist in der Regel das (Vollzeit-) Studium von BildungsausländerInnen in Deutschland gemeint. Teilweise wird dieser Begriff als Gegensatz zum ‚Auslandsstudium‘ verwendet, welcher das Studium von Deutschen im Ausland bezeichnet.

Christine Loy

Kapitel 4. Theoretische Rahmung der empirischen Analyse

In der qualitativen Sozialforschung wird oft die Forderung erhoben, dass die Forschenden möglichst unbelastet von theoretischen Vorüberlegungen an die Untersuchung empirischer Sachverhalte herangehen sollen. Udo Kelle und Susan Kluge weisen im Rahmen ihrer Überlegungen zum „induktivistischen Selbstmissverständnis“ (Kelle & Kluge 2010: 18ff.) darauf hin, dass diese Forderung kaum umsetzbar ist, da die Forschenden ihr Vorwissen „nicht einfach suspendieren“ können (ebd.: 21). Sie betonen daher, „dass qualitativ entwickelte Konzepte und Typologien gleichermaßen empirisch begründet und theoretisch informiert sein müssen“ (ebd.: 23).

Christine Loy

Kapitel 5. Methodisches Vorgehen

Dieses Kapitel stellt dar, wie die Daten der vorliegenden Forschungsarbeit ausgewertet wurden. Es ist in drei Abschnitte gegliedert. Der erste behandelt grundsätzliche methodologische Fragen im Hinblick auf die sozialwissenschaftliche Forschung und den Ansatz der Dokumentarischen Methode (Abschnitt 5.1).

Christine Loy

Kapitel 6. Typ I

Dieser relationale Typ soll anhand der Fallbeispiele Ibrahim und Tahir beschrieben werden.

Christine Loy

Kapitel 7. Typ II

Dieser relationale Typ soll anhand der Interviews mit Yussuf und Wahid dargestellt werden. Yussuf und Wahid sind beide Ende zwanzig und wurden in Beirut interviewt.

Christine Loy

Kapitel 8. Typ III

Dieser relationale Typ soll anhand der Interviews mit Kamal und Malik dargestellt werden. Beide Interviewpartner sind Anfang zwanzig. Ihre Väter haben akademische Abschlüsse und arbeiten in Berufen, die ihrer Qualifikation entsprechen. Die Mütter sind Hausfrauen. Beide haben mehrere Geschwister.

Christine Loy

Kapitel 9. Typ IV

Dieser relationale Typ soll an den Fallbeispielen Samir und Sinan dargestellt werden. Beide wurden in Amman interviewt. Samir ist noch nicht zwanzig und möchte in Deutschland ein Bachelorstudium absolvieren, Sinan ist Ende zwanzig und möchte dort einen Master erwerben.

Christine Loy

Kapitel 10. Typ V

Dieser relationale Typ soll anhand von drei Interviews dargestellt werden. Taufiq ist noch nicht zwanzig, während Hamid und Faris beide Mitte zwanzig sind. Hamid hat ein Medizinstudium absolviert und möchte in Deutschland seine Facharztausbildung anschließen. Taufiq will in Deutschland seinen Bachelor fortsetzen. Faris möchte in Deutschland seinen Master erwerben.

Christine Loy

Kapitel 11. Diskussion

In dieser Arbeit ging es zunächst darum – so die ursprüngliche Ausrichtung –, ergebnisoffen zu analysieren, welchen Gruppen sich internationale Studierende zugehörig fühlen. Das Ziel war, soziale Kategorisierungen, insbesondere aber Selbstidentifizierungen und die damit verbundenen emotionalen Bewertungen zu erheben. Da soziale Identitäten und Zugehörigkeiten im Alltag selten bewusst reflektiert und verbalisiert werden, aber grundsätzlich kommuniziert werden können, stellen sie „atheoretisches“, konjunktives Wissen nach Mannheim (1980: 73) dar, welches Menschen mit gleicher Erfahrung und Handlungspraxis verbindet und in ihren Biografien gegründet ist.

Christine Loy

Backmatter

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