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18.04.2013 | Motorentechnik | Interview | Onlineartikel

"Es sind Verbrauchseinsparungen bis 25 Prozent zu erwarten"

Autor:
Richard Backhaus

Bei der weiteren Reduzierung der CO2-Emissionen bietet die Brennverfahrensentwicklung noch ein großes Optimierungspotenzial. Dass der Weg zum Ziel eher evolutionär statt revolutionär ist, erläutert Professor Dr. techn. Bernhard Geringer, Professor und Vorstand des Instituts für Fahrzeugantriebe und Automobiltechnik an der TU Wien, im Interview mit der MTZ. Neue Katalysatortechniken könnten dabei der Schichtladung beim Ottomotor auch in Nordamerika zum Durchbruch verhelfen.

Was hat einen höheren Stellenwert bei der Weiterentwicklung von Brennverfahren, die Emissionen oder der Verbrauch?

Grundsätzlich existiert hier kein Entweder-oder, die Einhaltung der Emissionsgrenzen ist ja ein Muss. In Summe wurde bei den Emissionen in den vergangenen Jahren schon viel erreicht, aber mit der Euro-6-Norm werden die Anforderungen gerade beim Diesel nochmals schärfer. Dabei bieten die Brennverfahren einen gewissen Spielraum im Trade-off aus Emissionen und Verbrauch. Mit einem effizienten Abgasnachbehandlungssystem kann man höhere Rohemissionen zulassen, und höhere Stickoxidrohemissionen bedeuten größeren Wirkungsgrad und damit günstigeren Verbrauch.

Das führt aber unter Umständen zu einer aufwendigeren und teureren Abgasnachbehandlung?

Ja, effizientere Abgasnachbehandlungssysteme bedeuten auch mehr Aufwand, beispielsweise in Form einer hochwertigeren Edelmetallbeschichtung oder einer genaueren Regelung, etwa um Temperaturgrenzwerte besser einzuhalten. Dabei wirkt sich allerdings die stetige Weiterentwicklung positiv aus, um bei geringeren Kosten und höherer Effizienz mehr Funktionen in einem Katalysatorsystem unterzubringen.

Wie eng ist die Brennverfahrensentwicklung mit den Technikbausteinen des Motors wie Aufladung oder Einspritzung verknüpft?

Zwischen den einzelnen Motorkomponenten herrschen ausgeprägte Wechselwirkungen, die die Verbrennung massiv beeinflussen. Das Brennverfahren ist ja eigentlich nur das, was sich im Brennraum als Energieumsetzung abspielt. Aber in welchem Zustand das Luft-Kraftstoff-Gemisch ist, beispielsweise bezüglich Drall oder Güte der Gemischaufbereitung, ob homogen oder geschichtet beim Ottomotor, ist ma ßgeblich von den Komponenten des Motors abhängig. Dabei haben Aufladung, Ventilsteuerung und Gemischbildner wie Injektoren genauso großen Einfluss wie das entsprechende Motormanagement.

Das vollständige Interview mit Bernhard Geringer lesen Sie hier.

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