Skip to main content
main-content

17.08.2012 | Motorentechnik | Im Fokus | Onlineartikel

Darf's ein bisschen größer sein? - Strategien für Großmotoren

Autor:
Christiane Brünglinghaus

Verschärfte Abgasemissionsgrenzwerte werden die Entwickler von Großmotoren über die kommenden Jahre beschäftigen. Aufgrund der weltweit zunehmenden Verfügbarkeit von Erdgas als Kraftstoff wird die Installation von Neuanlagen mit Gasmotoren zunehmen.

Die Hersteller von Industriemotoren stehen vor großen Herausforderungen. Sie müssen teils konträre Anforderungen, wie relativ geringe Stückzahlen, immer höhere Entwicklungs- und Produktkosten und höhere Emissionsanforderungen unter einen Hut bringen. Im Bereich der großen Industriemotoren wird nach wie vor der Dieselmotor seine dominante Stellung behalten. Jedoch wird aufgrund strengerer Emissionsvorschriften der Einsatz von Gasmotoren zunehmen. Die Verwendung von Erdgas trägt dabei zu einer erheblichen Verringerung der Schadstoffemissionen, insbesondere von NOx, SOx sowie Ruß und Staub bei. Doch die geringere Energiedichte von Erdgas oder Flüssiggas machen größere Kraftstoffbehälter erforderlich, was Auswirkungen auf das Packaging hat. Neben Gas könnten künftig auch Benzin, Ethanol oder auch Wasserstoff als Energieträger für Industriemotoren eingesetzt werden.

Schnelllaufende Industriemotoren sind oftmals Technologievorreiter im Motorenbau. Im Entwicklungsprozess müssen die hohen Anforderungen bezüglich Lebensdauer, Wirtschaftlichkeit und Emissionsverhalten unter einen Hut gebracht werden. Das fördert die Innovationskraft. Um diesen hohen Innovationsgrad bei vergleichsweise geringen Motorstückzahlen schnell und wirtschaftlich umsetzen zu können, nutzt MTU bei der Entwicklung von Großmotoren eine klar strukturierte Entwicklungsmethodik mit enger Verzahnung von Vorserien- und Serienentwicklung. Beim neuen Motor der Baureihe 4000 mit gekühlter AGR hat MTU mithilfe der Methodik das Emissionskonzept von der ersten Idee bis zum Serienprodukt umgesetzt.

MAN setzt bei seinen Industriemotoren auf Synergieeffekte mit der Großserienerfahrung der Lkw- und Bussparte, um die Produktkosten in den Griff zu bekommen, den Entwicklungsaufwand bezahlbar zu halten und die Lebensdauerstabilität zu gewährleisten. Otto Schnitzer, Leiter des Entwicklungsbereichs External Engines bei MAN Bus & Truck, erklärt im Interview mit der MTZ, welche Wege sein Unternehmen bei der Motorenentwicklung künftig einschlagen wird.

Wärtsilä hat eine neue Generation kleiner Zweitakt-Schiffsdieselmotoren zusammen mit Mitsubishi Heavy Industries entwickelt. Die Antriebe werden ausschließlich elektronisch geregelt angeboten, wobei erstmals beim langsamlaufenden Zweitaktmotor ein Common-Rail-Einspritzsystem vom Mittelschnellläufer-Viertaktmotor übernommen wurde.

Die Hintergründe zu diesem Inhalt

01.11.2011 | Titelthema | Ausgabe 11/2011

Entwicklungsmethode für Industrie-Diesel Motoren

01.11.2011 | Titelthema | Ausgabe 11/2011

Neue Zweitakt-Schiffsdieselmotoren von Wärtsilä

01.04.2011 | Titelthema | Ausgabe 4/2011

Einspritztechnik für Schiffsdieselmotoren

2007 | OriginalPaper | Buchkapitel

Industrie- und Schiffsmotoren

Quelle:
Handbuch Dieselmotoren

Premium Partner

BranchenIndex Online

Die B2B-Firmensuche für Industrie und Wirtschaft: Kostenfrei in Firmenprofilen nach Lieferanten, Herstellern, Dienstleistern und Händlern recherchieren.

Zur B2B-Firmensuche

Whitepaper

- ANZEIGE -

Und alles läuft glatt: der variable Federtilger von BorgWarner

Der variable Federtilger von BorgWarner (VSA Variable Spring Absorber) ist in der Lage, Drehschwingungen unterschiedlicher Pegel im laufenden Betrieb effizient zu absorbieren. Dadurch ermöglicht das innovative System extremes „Downspeeding“ und Zylinderabschaltung ebenso wie „Downsizing“ in einem bislang unerreichten Maß. Während es Fahrkomfort und Kraftstoffeffizienz steigert, reduziert es gleichzeitig die Emissionen, indem der VSA unabhängig von der Anzahl der Zylinder und der Motordrehzahl immer exakt den erforderlichen Absorptionsgrad sicherstellt.
Jetzt gratis downloaden!

Sonderveröffentlichung

Bildnachweise