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11.10.2013 | Motorentechnik | Im Fokus | Onlineartikel

Noch viel Potenzial: Motor, Getriebe und die CO2-Reduktion

Autor:
Christiane Brünglinghaus

Kraftstoffverbrauch, Emissionen und Fahrleistung: diese Eigenschaften werden vor allem von Motor und Getriebe beeinflusst. In beiden Komponenten steckt noch viel Optimierungspotenzial. Das gilt auch für deren Zusammenwirken im Gesamtsystem.

Dem klassischen Verbrennungsmotor wird auf absehbare Zeit die Rolle des Schrittmachers für CO2-arme Mobilität bleiben. Bis sich der Elektroantrieb technisch und wirtschaftlich nachhaltig darstellen lässt, behält der Verbrennungsmotor wohl seine dominierende Stellung als Antriebsquelle für Pkw und Nutzfahrzeuge. Um die künftigen strengen CO2-Grenzwerte zu erfüllen, ist jedoch eine umfassende Weiterentwicklung des konventionellen Antriebsstrangs notwendig. Das muss zunächst über die Verbesserung der vorhandenen Komponenten gehen, später über die Elektrifizierung. Dabei müssen auch die komplexen Anforderungen an das Gesamtsystem im Blick behalten werden.

Vier gewinnt: neue Vierzylinder-Ottomotoren von Mercedes-Benz

Das Potenzial auf der Motorseite zeigt beispielsweise Daimler mit seinem Vierzylinder-Ottomotor M270/M274. Mit den Vierzylinder-BlueDirect-Ottomotoren für den Quer- und Längseinbau hat Mercedes-Benz eine komplett neue Motorenfamilie entwickelt. Die Flexibilität bezüglich Einbauorientierung soll den Einsatz der Motorenfamilie in allen Fahrzeugsegmenten ermöglichen - ein Vorteil des Vierzylinders, der durch seine hohe Leistungsspanne potenzieller Antrieb für fast alle Fahrzeugklassen ist. Die Abdeckung eines breiten Leistungsspektrums wird durch die beiden Hubraumvarianten mit 1,6 und 2,0 l erreicht. Viele Technologiebausteine der Vierzylinder-Motorenfamilie wurden von den Sechs- und Achtzylinder-BlueDirect-Motoren übernommen. Besondere Merkmale der Motorenfamilie sind die flexibel einsetzbaren Verbrauchstechnologien Camtronic und Schichtbrennverfahren sowie der optionale Erdgasbetrieb.

IAV entwickelt modulares Siebengang- Doppelkupplungsgetriebe

Auch auf der Getriebeseite tut sich was. Denn möchte man die Kennfeldbereiche der Verbrennungsmotoren mit niedrigem Verbrauch und geringen Emissionen in möglichst vielen Fahrsituationen noch besser erschließen, sind Getriebe mit großer Spreizung und vielen Gängen notwendig, erläutert das Engineering-Unternehmen IAV. Zu diesem Zweck werden Doppelkupplungsgetriebe künftig hauptsächlich sieben Gänge haben. Derzeit weisen sie zu einem hohen Prozentsatz noch sechs Gänge auf. Auch wird die Anzahl der hybridisierten Getriebe zunehmen, jedoch wird ihr Anteil noch vergleichsweise klein sein. Daher hat die IAV ein neues Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe entwickelt, das günstige Voraussetzungen für ein modulares Baukastensystem mit einer konventionellen und einer hybridisierten Variante bietet.

Tipp der Redaktion Automobil- und Motorentechnik:

Sehen Sie sich das Funktionsprinzip der Camtronic in der A-Klasse 180 BlueEfficiency Edition hier im Videobeitrag von Mercedes-Benz an. Mehr zum BlueDirect-Magerbrennverfahren in der E-Klasse 250 erfahren Sie hier im Videobeitrag.

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