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06.06.2013 | Motorentechnik | Nachricht | Onlineartikel

Engine of the Year Awards 2013: Fords 1,0-l-Eco-Boost erneut auf dem ersten Platz

Autor:
Christiane Brünglinghaus
5:30 Min. Lesedauer

Der 1,0-l-Eco-Boost-Ottomotor von Ford hat bei den diesjährigen Engine of the Year Awards zum zweiten Mal in Folge den Titel "International Engine of the Year" erhalten. Der Dreizylinder wurde ebenfalls zum besten Motor bis 1,0 Liter Hubraum gekürt. Zum ersten Mal wurde in diesem Jahr auch der Preis "Engine Technology Development of the Year“ verliehen, den der Hydraulik-Hybrid von Bosch für sich entscheiden konnte. Die diesjährigen "Engine of the Year Awards" wurden gestern, 5. Juni 2013, von der Fachzeitschrift "Engine Technology International" im Rahmen einer Preisverleihung am zweiten Tag der Engine Expo in Stuttgart verliehen.

Der 1,0-l-Eco-Boost-Motor wurde von Ford in den Forschungs- und Entwicklungszentren in Aachen und Köln-Merkenich sowie im britischen Dunton entwickelt. Produziert wird das Triebwerk in den Ford-Motorenwerken in Köln und in Craiova, Rumänien. Der Dreizylinder zeichnet sich durch Benzindirekteinspritzung, Turboaufladung und variabler Nockenwellenverstellung Ti-VCT aus. Ford plant die Produktion des Ottomotors am Standort Köln ab Mitte August zu verdoppeln. In Europa ist der 1,0-l-Eco-Boost-Motor derzeit für vier Baureihen erhältlich: Fiesta, B-Max, Focus, C-Max und Grand C-Max. Künftig wird er auch für die Ford-Baureihen Mondeo, Eco Sport, Transit Courier, Tourneo Courier, Transit Connect sowie Tourneo Connect verfügbar sein. In Indien und China startete er kürzlich im Ford Eco Sport, in Nordamerika wird er im Jahresverlauf für den Ford Fiesta angeboten.

Neben dem Dreizylinder von Ford belegte in der Kategorie "International Engine of the Year" der 1,4-l-TSI Twincharger von Volkswagen den zweiten Platz, Rang 3 ging an den 2,0-l-Vierzylinder-Ottomotor mit Twin-Power-Turbo-Technologie von BMW.

Neu-Kategorie: "Engine Technology Development of the Year"

Mit Bosch erhält erstmals ein Zulieferer eine Auszeichnung. Der Hydraulik-Hybrid von Bosch konnte sich den Titel "Engine Technology Development of the Year" sichern. Dieser Antrieb, den Bosch in Kooperation mit PSA Peugeot Citroën entwickelt hat, ergänzt einen klassischen Verbrennungsmotor um Hydraulik-Elemente und einen dazugehörigen Druckspeicher mit Stickstoff. Dieser lässt sich rasch aufladen und kann damit die überschüssige Bewegungsenergie beim Verzögern nutzen. Dadurch seien mit dem Antrieb im Stadtverkehr bis zu 45 Prozent Kraftstoffeinsparung möglich, erklärt der Zulieferer Bosch.

Bester "Green Engine": Zweizylinder-CNG-Motor von Fiat

Bester "Green Engine“ wurde der Zweizylinder-CNG-Motor mit 875 Kubikzentimeter Hubraum und Turboaufladung von Fiat. Der 1,4-l-Range-Extender von GM belegte den zweiten Platz, der im Vorjahr zum umweltfreundlichsten Motor ausgezeichnet wurde. Rang 3 erreichte der elektrische Antrieb von Tesla, der im Tesla Model S verbaut ist.

Bester "New Engine": 1,4-l-TSI-Motor ACT von Volkswagen

In der Kategorie "New Engine" belegt Volkswagen mit dem 1,4-l-TSI-Motor mit aktivem Zylindermanagement (ACT) den ersten Platz. Den zweiten Platz erreichte der 6,3-l-V12-Motor von Ferrari, den dritten Mazda mit dem 2,5-l-Skyactiv-Ottomotor.

Bester "Performance Engine": 6,3-l-V12-Motor von Ferrari

Zum besten "Performance Engine" wurde in diesem Jahr der 6,3-l-V12-Motor von Ferrari gewählt, der im F12 Berlinetta zum Einsatz kommt. Rang 2 in dieser Kategorie belegte ebenfalls Ferrari mit dem 4,5-l-V8-Motor, verbaut im 458 Italia und im 458 Spider, der im letzten Jahr diese Kategorie gewann. Rang 3 entschied der McLaren 3,8-l-V8-Motor für sich, der dem MP4-12C Antrieb verleiht.

Lesen Sie mehr über die Awards der einzelnen Hubraumklassen auf Seite 2.

Awards der einzelnen Hubraumklassen

In der Kategorie "Sub 1-litre" belegte der 1,0-l-Eco-Boost-Ottomotor von Ford den ersten Platz vor dem Zweizylinder-Motor mit 875 Kubikzentimeter Hubraum und Turboaufladung von Fiat. Der dritte Platz ging an den Dreizylinder-Motor mit 999 Kubikzentimeter Hubraum von Volkswagen.

Der 1,4-l-TSI-Motor Twincharger von Volkswagen gewinnt zum achten Mal in Folge den "Engine of the Year Award" in der Kategorie 1,0 bis 1,4 Liter Hubraum. Platz 2 in dieser Kategorie geht an den 1,4-l-TSI-Motor von Volkswagen. Rang 3 belegt wieder Volkswagen mit dem 1,2-l-TSI.

Im Wettbewerb des Jahres 2013 geht der Sieg in der Hubraumklasse 1,4 bis 1,8 Liter an den 1,6-l-Ottomotor mit Turboaufladung von BMW-PSA, der diese Kategorie damit zum siebten Mal in Folge gewinnt. Der Volkswagen 1,8-l-TFSI belegt den zweiten Platz, den dritten der 1,6-l-Turbomotor von Ford/Volvo/Mazda.

Der 2,0-l-Vierzylinder-Ottomotor mit Twin-Power-Turbo-Technologie von BMW sicherte sich den Sieg in der Hubraumklasse 1,8 bis 2,0 Liter. Merkmale des Vierzylinder-Motors sind der Twin-Scroll-Turbolader, die Direkteinspritzung High Precision Injection und die vollvariable Ventilsteuerung Valvetronic. In der 180 kW starken Ausführung kommt dieser Motor inzwischen im BMW 328i, im BMW 528i, im BMW Z4 sDrive28i sowie in den Modellen BMW X3 xDrive28i und BMW X1 xDrive28i zum Einsatz. Der zweite Platz ging an den 2,0-l-Vierzylinder TFSI-Motor von Volkswagen. Rang 3 belegt wieder BMW mit dem 2,0-l-Vierzylinder-Dieselmotor mit Twin-Power-Turbo-Technologie.

Der Audi 2,5-l-Fünfzylinder-TFSI-Motor ist "International Engine of the Year" 2013 in der 2,0- bis 2,5-l-Kategorie. Der 2,5-l-Motor im Audi TT RS plus Coupé und Roadster ist mit zwei Audi-Kerntechnologien ausgestattet: Turboaufladung und FSI-Direkteinspritzung. Der Audi-Motor konnte sich den Titel in diesem Jahr das vierte Mal in Folge sichern. Das 2,5-l-TFSI-Aggregat wird auch den RS Q3 antreiben, der im Herbst 2013 auf den Markt kommt. Den zweiten Platz konnte der 2,2-l-Skyactiv-Dieselmotor von Mazda für sich entschieden. Rang 3 ging an den 2,1-l-CDI-Motor von Mercedes-Benz.

In der Hubraumklasse 2,5 bis 3,0 Liter, die über die Jahre von BMW dominiert wurde, siegte nun der 2,7-l-Flat-Six-DI-Motor von Porsche. Rang 2 und 3 konnte aber wieder BMW für sich entscheiden: auf den zweiten Platz kam der 3,0-l-Sechszylinder-Biturbo-Ottomotor. Rang 3 errang der 3,0-l-Sechszylinder-Twin-Power-Turbo-Dieselmotor.

Der 3,8-l-V8-Motor von McLaren hat die Nase in der Hubraumklasse zwischen 3,0 und 4,0 Liter vorn. Auf den zweiten Platz wurde der 4,0-l-V8-Motor von BMW gewählt. Der 4,0-l-TFSI-Motor von Audi/Bentley kam auf den dritten Platz.

In Kategorie mit dem größten Hubraum "Above 4-litre" setzt die Jury den Ferrari 6,3-l-V12 an die Spitze. Der 4,5-l-V8 von Ferrari, der im vergangenen Jahr diese Kategorie für sich entscheiden konnte, belegt in diesem Jahr den zweiten Platz. Rang 3 ging an den 5,5-l-V8-Motor von Mercedes-AMG, der 2012 ebenfalls diesen Platz für sich entscheiden konnte.

Der International Engine of the Year Award ist ein jährlich stattfindender Wettbewerb, der dieses Jahr zum 15. Mal vergeben worden ist. Zahlreiche Autojournalisten aus aller Welt prämieren die besten Motoren in verschiedenen Kategorien. Der Jury gehören derzeit 87 Motorjournalisten aus 35 Ländern an. Bei ihrer Wahl berücksichtigen sie neuartige Motoren-Neuentwicklungen und -Technologien ebenso wie die Fahrbarkeit, das Leistungsvermögen, die Wirtschaftlichkeit und die Laufkultur dieser Triebwerke.

Tipp der Redaktion Automobil- und Motorentechnik:

Lesen Sie über die Zukunft des Verbrennungsmotors im Buch Grundlagen Verbrennungsmotoren.

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