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21.11.2016 | Motorentechnik | Nachricht | Onlineartikel

Großmotoren-Forschung der Universität Rostock erhält Fördergelder

Autor:
Benjamin Auerbach

Zwei Lehrstühle der Universität Rostock sollen ihre Forschung an mehrstofffähigen Motoren intensivieren. Dafür hat das Bundeswirtschaftsministerium 2,4 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

Das Bundeswirtschaftsministerium hat das Forschungsverbundprojekt "LEDF-Konzepte 2" bewilligt. Insgesamt 2,4 Millionen Euro gehen damit zu Forschungszwecken an die Lehrstühle für Kolbenmaschinen und Verbrennungsmotoren (LKV) für Technische Thermodynamik (LTT) der Universität Rostock. Schwerpunkt des vier Jahre laufenden Projektes ist es, auch unter dem Einfluss schwankender Gasqualitäten und Brennstoffarten einen effizienten und emissionsarmen Motorbetrieb mit ein und derselben Motorenkonfiguration zu ermöglichen. 

Mehrstofffähige Motoren

Konkret sollen die Forscher Möglichkeiten der variablen Verdichtung in Kombination mit flexiblen Ventilsteuerzeiten an einem Ein-Zylinder Forschungsmotor untersuchen, der bereits an der Universität Rostock steht. Dazu kommt der Schlüsselparameter der variablen Zündung. Die Beherrschung dieser Parameter ermöglicht die umweltschonende Energiewandlung sowohl flüssiger als auch gasförmiger Brennstoffe in einem Motor. Weltweit gibt es nur sehr wenige Universitäten, die nach Lösungen für Dual-Fuel-Betrieb mit Erdgas suchen. Professor Buchholz und Professor Egon Hassel, Chef des Lehrstuhls für Technische Thermodynamik (LTT) von der Universität Rostock zählen dazu. "Wir arbeiten an Konzepten, die Motoren mehrstofffähig machen", sagt Buchholz. Ziel der Forschung sei es auch, dass Motoren auf schwankende Kraftstoffqualitäten umweltfreundlich reagieren. Bei dem Forschungsprojekt LEDF 2 geht es auch um neue Simulationsmethoden für Vielstoffmotoren in der maritimen Anwendung.

Direkte Projektpartner sind das Forschungszentrum für Verbrennungsmotoren und Thermodynamik Rostock GmbH (FVTR) sowie der Großmotorenhersteller Caterpillar. 

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