Skip to main content
main-content

Motorräder

weitere Buchkapitel

3. Drahtspeichenräder

Die Erfindung des Leichtbaurads aus gespannten Drahtspeichen war entscheidend für die Entwicklung des Fahrrads. Es dauerte ein halbes Jahrhundert, bis das neue Denken, welches das Drahtspeichenrad bedeutete, in andere Bereiche, wie etwa die Architektur, vordrang. Der amerikanische Architekt und Designer Richard Buckminster Fuller entwickelte in den 1920er-Jahren daraus eine eigene Entwurfsstrategie, die er „Tensegrität“ nannte. Zugstrukturen benötigen weniger Material als Druckstrukturen und können daher leichter sein.

Hans-Erhard Lessing, Tony Hadland

6. Komfort

In diesem Kapitel untersuchen wir technische Entwicklungen bei Reifen, bei gefederten Sattelstützen, bei gefederten Lenkern und bei der Radfederung.

Hans-Erhard Lessing, Tony Hadland

10. Beleuchtung

Der Bedarf an Beleuchtung als Hilfsmittel für nächtliche Fahrten wurde schon in den frühesten Tagen des Fahrrads erkannt. Dieses Kapitel berichtet, wie neue Beleuchtungsmethoden für Radfahrer in Dienst genommen wurden und wie sich diese Anwendungen in der Folgezeit entwickelten.

Hans-Erhard Lessing, Tony Hadland

Kapitel 2. Ordnung, Gut-Sein und Überlegenheit

Wie bereits in der Einleitung dargelegt, hat sich im Verlauf der Untersuchung eine Gliederung der empirischen Befunde in zwei Großkapitel als plausibel herausgestellt. Diese zeigt eine Zäsur in der visuellen Repräsentation von Migration und bundesdeutscher Gesellschaft an. In den ersten beiden Fallbeispielen wird die Existenz der Gesellschaft der Bundesrepublik und ihrer Institutionen im Bild als abgesichert gezeigt.

Lisa-Katharina Weimar

Kapitel 3. Fallstudien

Bei den in Kapitel 3 zu bearbeitenden Fallstudien handelt es sich um größtenteils operativ orientierte Fallstudien, welche die Anwendung quantitativer Verfahren der Logistik trainieren. Eine wesentliche Absicht ihrer Erstellung und Anwendung ist demzufolge, neben dem besseren Verstehen der Theorie, die Verbesserung der im vorangegangenen Kapitel erwähnten Fähigkeit zur Anwendung theoretischer Kenntnisse auf die Praxis. Außerdem steht die Vermittlung eines Zusammenhangs zwischen den verschiedenen Teilgebieten im Vordergrund, so z. B. die sukzessive Kopplung von Standort-, Transport- und Tourenplanung in der Distributionslogistik.

Rainer Lasch, Gregor Schulte

Kapitel 8. Das Automobil als Treff elektromagnetischer Wellen mit Schallwellen

Auf dem Weg von Sorrent nach Positano, an der Amalfi Küste, kreuzen sich direkt in dem roten Cabrio, obwohl dieses sich bewegt, alle Arten von Wellen, die des Fahrers Sinne spüren können und sein Verstand zu ahnen vermag: Die goldenen Sonnenstrahlen durchfluten seine Augen als elektromagnetische Wellen, die mit 500 Millionen Megahertz hineinschwingen. Das GPS sucht auf 1500 Megahertz, ebenfalls elektromagnetisch, Neapel, wo der Cabriofahrer gestern war. Sein Smartphone meldet sich über 5 G auf 3600 Megahertz, aber das interessiert ihn genauso wenig wie heute der Weg nach Neapel. Faszinierend sind aber auf der rechten Seite andere Wellen: die des blauen Tyrrhenischen Meeres, die von der Insel Capri zu kommen scheinen, aber auf einer ganz anderen, auf einer so sanften und blauen Frequenz.

Cornel Stan

Kapitel 15. Automobile mit Elektroantrieb und Stromgenerator an Bord

Die Vielfalt der Fahrgebiete, der Fahrprofile und der Fahrdistanzen auf der Erde ist so groß wie die Vielfalt der Automobile selbst. Eine Australien-Süd-Nord-Durchquerung, über 3000 Kilometer, von Adelaide über Alice Springs bis Darwin, in einem 490 Kilogramm leichten Renault Twizy, mit seinem 8 Kilowatt Elektromotor und der 6 Kilowattstunden-Batterie, wäre eine Übung für Überlebenskünstler. Der Twizy passt besser ins Zentrum von Rom oder von Paris. Auf der anderen Seite, auf dem Champs Elysées, in Paris, die Fußgänger vom Lenkrad eines 2,7 Tonnen schweren Dodge-Ram-Pickup, mit 8-Zylinder-Benzinermotor, zu grüßen, ist geschmacklos und umweltschädigend zugleich.

Cornel Stan

Kapitel 2. Sechs strategische Leitprinzipien des Marketing Leadership

„Jeder Mensch hat etwas, was ihn antreibt“, so lautete vor einigen Jahren der Claim einer sehr erfolgreichen Werbekampagne der Volks- und Raiffeisenbanken. Menschen sind und bleiben Sinnsucher und wenn man nun davon ausgeht, dass Unternehmen von Menschen für Menschen gemacht sind, muss ein jedes Unternehmen dementsprechend seinen spezifischen Sinn suchen, definieren und vermitteln, wenn es für seine diversen Stakeholder interessant werden oder bleiben will. Der Marketinganspruch, Kunden in den Mittelpunkt aller Unternehmensaktivitäten zu stellen, erfüllt sich denn auch nicht in einem normativen bzw. inhaltlichen Vakuum. Aus Leadership-Perspektive ist für jedes Unternehmen ein normativer Ansatz erforderlich, der die unternehmensphilosophische und -kulturelle Dimension des Marketing Management betont und, mit Blick auf die spezifische Identität eines Unternehmens, einen Entwicklungsprozess initiiert, an dessen Ende ein uneingeschränktes marktorientiertes und kundenzentriertes Selbstverständnis des Unternehmens steht.

Marco A. Gardini

Kapitel 5. Strategie und Taktik des neuen Terrorismus

Der internationale Konflikt zwischen der Al Qaida sowie dem „Islamischen Staat“ als nichtstaatlichen Akteuren und staatlichen Akteuren – darunter sowohl westliche Demokratien als auch Staaten der sog. zweiten und dritten Welt – ist bestimmt vom Prinzip der Asymmetrie des Terrorismus. Diese Asymmetrie wirkt sich hierbei auf verschiedene Ebenen der Interaktion zwischen internationalen jihadistischen Großorganisationen und Staaten aus.

Stefan Goertz

9. In der Zeit der Weimarer Republik 1919 bis 1932

Am 10. November 1918, dem ersten Tag nach dem Waffenstillstand (Abb. 9.1), beschäftigte der Maybach-Motorenbau noch 3.601 Angestellte und Arbeiter, unter ihnen 763 Frauen. Am Tag darauf wurden überall rote Fahnen gehisst, die Arbeit eingestellt. Viele Unterlieferanten konnten wieder ihre alte Friedensfabrikation aufnehmen. Der Maybach-Motorenbau aber war gezwungen, sich ein neues Arbeitsgebiet zu suchen bzw. zu schaffen. Zunächst einmal setzte Colsman rigoros die Belegschaft auf 844 Männer herab, wodurch er sich in weiten Kreisen unbeliebt machte. Insgesamt verließen in den folgenden Monaten etwa 75 % der Belegschaft, darunter viele ausgezeichnete Facharbeiter, nicht nur das Werk, sondern auch den Raum Friedrichshafen. Wer freiwillig kündigte, erhielt eine Entschädigung von mehreren tausend Mark.

Wilhelm Treue

34. Museum für Historische Maybach-Fahrzeuge

Der Anfang der eigentlichen Museen liegt, von den Schatzkammern der Antike und des Spätmittelalters abgesehen, in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Damals legten meist Fürsten Sammlungen von Kuriositäten, Monströsem, seltsamen und ungewöhnlichen Gegenständen an, die sich zu Kunst- und Naturalienkammern entwickelten, in denen kunstgewerbliche, künstlerische, mechanische und technische Objekte aufgehoben wurden. Die Sammlungen waren nicht öffentlich, verliehen dem Besitzer jedoch die Aura von Wissenschaft und Macht.Um die »Ordnung der ganzen Welt« zu erfassen, entwarf Samuel von Quiccheberg, Sammlungsbeauftragter und Leibarzt Herzog Albrechts V. in München, 1565 den Plan für ein Universalmuseum, wie wir es heute in Ansätzen vom Deutschen Museum kennen. Er unterteilte den Inhalt seines Idealmuseums nach Klassen und Gruppen, wobei die Klasse »Artifizialen« neben Waffen auch Werkzeuge für alle möglichen Gewerke enthielt, ferner astronomische Apparaturen, Hebe- und Rammzeuge sowie Geräte für Jagd, Garten- und Ackerbau. Quiccheberg garnierte seinen Idealplan, der damals noch nicht in Materie gegossen wurde, mit Bibliothek und angeschlossenen Werkstätten.

Helmut Hofmann

4. Karl Maybach und der »Motorenbau« von 1918 bis zum Zusammenbruch 1945

Einige Zeit nach Kriegsende konnte Karl Maybach also den verbliebenen Rest der Mitarbeiterschaft noch beschäftigen und – schließlich vom Unternehmensvermögen – bezahlen. Aber dann musste etwas geschehen. Bereits am 1. September 1918, also noch während des Krieges, hatte er Richard Lang (Abb. 4.3), einen jungen Diplom-Ingenieur, eingestellt und damit beauftragt, den derzeitigen Stand der Technik auf dem Gebiet schnelllaufender Dieselmotoren im Leistungsbereich von 120 bis 150 PS zu ermitteln. Karl Maybach hatte sich für den ganzen Komplex interessiert, weil er aufgrund gelegentlicher Beobachtungen und Veröffentlichungen den Eindruck gewonnen hatte, dass sich hier ein neues Entwicklungs- und Anwendungsgebiet für sein Unternehmen auftat. Am 27. November 1918 legte ihm Lang einen »aus den neuesten Zeitschriften und sonstigen Werken« zusammengestellten ausgewerteten Bericht über »raschlaufende Diesel-Motoren (insbesondere Schiffs- und Fahrzeugmotoren)« vor. Der Bericht begann mit dem Satz:

Wilhelm Treue

Kapitel 3. Die Genese der globalen Erdölwirtschaft von den Anfängen bis 1945

Bis weit in das 19. Jahrhundert reichte der Verbrauch von Rohstoffen mit niedrigem kalorischen Wert und die Nutzbarmachung primitiver kinetischer Kraftquellen zur Deckung des gesamten Energiebedarfs in den europäischen Agrargesellschaften der vorindustriellen Zeit. Neben Brennholz war der Mensch selbst der wichtigste Energiespender. Nach Bedarf machte er sich auch die Antriebskraft domestizierter Tiere und mancherorts die Bewegungsenergie von Wind- und Wasserrädern zunutze.

Alexander Smith

Kapitel 4. Aufwärmphase

Es hat geklappt! Sie haben einen Termin vereinbart, diesen schriftlich bestätigt, den Kunden kurz zuvor noch einmal angerufen, um noch etwas Wichtiges bezüglich der Anfahrt oder des Parkens zu klären und nun ist Ihr Termin mit Ihrem zukünftigen Kunden gekommen.

Michael Künzl

3. Testverfahren

Die Begrenzung ausgestoßener Schadstoffe erfordert deren realistische und möglichst vergleichbare Messung. Zur Messung stehen Motorenprüfstände und Rollenprüfstände mit Geräten zur Messung der Abgasbestandteile zur Verfügung. Dank mobiler Abgasmesstechnik wird zunehmend auf der Straße gemessen. Zum besseren Verständnis der Abschalteinrichtungen werden die Testverfahren einschließlich der Zyklen hier diskutiert.

Kai Borgeest

6. Antriebe

In den über 100 Jahren des Gebrauchs von Kraftfahrzeugen hat sich der Hubkolben-Verbrennungsmotor mit einem Drehzahl-/Drehmomentwandler und einer Anfahr-/Schaltkupplung als bevorzugtes Antriebskonzept durchgesetzt und behauptet. Im Spannungsfeld zwischen immer strikteren Emissionsgrenzwerten und steigenden Anforderungen bezüglich des Treibhausgasausstoßes findet aktuell allerdings wieder eine Diversifizierung des Antriebsstranges statt. Moderne Hubkolbenmotor-Technik für Otto- und Dieselmotoren prägen neben der Elektromobilität, den Hybridfahrzeugen und den Brennstoffzellenvarianten die absehbare Zukunft. Verbrennungsmotoren bilden für viele Fahrzeugmodelle noch längerfristig die Basis der Antriebsenergie, beinhalten sie doch noch immer, auch mittels alternativer Kraftstoffe, deutliche Entwicklungspotenziale. Abgasnachbehandlung, Aufladung und Optimierung der Nebenaggregate sind weitere wichtige Themen. Die Getriebevarianten werden immer zahlreicher, wie die Beispiele Doppelkupplungsgetriebe oder Allradantriebskonzepte zeigen. Für den Übergang in die fernere Zukunft zeichnet sich ein Wettkampf zwischen Elektroantrieben mit Energiespeichern und der Brennstoffzellentechnologie ab.

Dr.-Ing. Henning Baumgarten, Dr.-Ing. Marius Böhmer, Dipl.-Ing. Michael Hinz, Dr.-Ing. Martin Nijs, Prof. Dr.-Ing. Stefan Pischinger, Dipl.-Ing. Mike Souren, Dr. Matthias Thewes, Bernd Lindemann, Thomas Flecke, Axel König, Dr. Joschka Schaub, Dr. Markus Schönen, Dr.-Ing. Dominik Lückmann, Dr. Dennis Bönnen, Dipl.-Ing. Emmanuel Jean, Markus Huber, Dr. Klaas Kunze, Prof. Jakob Andert, Dr. Andreas Krings, René Scheer, Konstantin Etzold, Marc Klawitter, Dr. Michael Stapelbroek, Dr. rer.-nat. Jörg Kaiser, M.Sc. Mehdi Hosseininasab, M. Sc. Alexander Sauer, Prof. Rick W. De Doncker, Jochen Henn, Dipl.-Ing. (FH) Peter Antony, Christoph Schildhauer, Dr. Andreas Haag, Dr. Christian H. Mohrdieck, Dr.-Ing. (FH) Uwe Sontheimer, Dr.-Ing. Gerhard Gumpoltsberger, Dr. Jürgen Greiner, Dr. sc. techn. Alexander Bartha, Peter Frey, Dr.-Ing. Robert Plank, Berthold Krautkrämer, Reinhart Malik, Dr. Peter Solfrank, Ing. Hermann Pecnik, Dipl.-Ing. Heribert Lanzer, Georg Eichner, Gerhard Kurz, Dr.-Ing. Bastian Lehrheuer, Benedikt Heuser, Prof. Dr. Helmut Eichlseder

2. Anforderungen, Zielkonflikte, Grundlagen

Um Sicherheit und Umweltverträglichkeit von Straßen- bzw. Kraftfahrzeugen zu gewährleisten, werden an die Gestaltung der Fahrzeuge technische Anforderungen gestellt. Es gibt Anforderungen durch den Gesetzgeber, die erfüllt werden müssen, um ein Fahrzeug in den Verkehr bringen zu dürfen. Darüber hinaus bestehen herstellerinterne Anforderungen an das Produkt, die über das vom Gesetzgeber geforderte Maß hinausgehen, um den Kundenwünschen und der Firmenphilosophie zu genügen. Und als dritter Punkt stellen auch Verbraucherschutzorganisationen Kriterien auf, anhand derer sie die Eigenschaften der auf dem Markt befindlichen Fahrzeuge bewerten und die Fahrzeuge eingruppieren, was dann der Kundeninformation dient. Auch diese Anforderungen gehen über die des Gesetzgebers hinaus.

Andre Seeck, Dr. Jost Christian Gail, Dipl.-Ing. Bernd Lorenz, Dipl.-Ing. Marek Zöller, Prof. Dr.-Ing. Ulrich Seiffert, Egbert Fritzsche, Dr.-Ing. Heinz Mankau, Dr.-Ing. Carsten Repmann, Dr. Andreas Eilemann, Dipl.-Ing. Matthias Jung, Dr. Eberhardt Pantow, Dr. Achim Wiebelt, Josef Honeder

Kapitel 2. „Herrschaft über Raum und Zeit“

Zur Kulturgeschichte des Automobils

2012 gilt als das Jahr mit den höchsten Benzinpreisen in der Geschichte des Autos. Dennoch stieg die Zahl der Sprit fressenden Geländewagen im selben Jahr auf einen Anteil von 16 % am Neuwagenverkauf. Mittlerweile (2019) liegt der Anteil sogar bei 21 %. Modelle wie Porsche Cayenne erfreuen sich international großer Beliebtheit. Dieses Auto verbindet das langfristig aufgebaute Prestige des Sportwagens Porsche mit der bulligen Form einer Limousine, die sich über das Normalniveau anderer Autos erhebt und die Vorzüge des Komforts eines Wagens der Luxusklasse in sich bündelt. Gleichzeitig werben die Umweltverbände seit den 1980er Jahren für den Ankauf von Neuwagen mit niedrigem Benzinverbrauch und für eine Geschwindigkeitsbegrenzung auch in Deutschland.

Wolfgang Ruppert

Kapitel 6. Methodik und Design der Untersuchung

Aufgrund des Forschungsinteresses, das Grundproblem der kindlichen symbolischen Deutungen im besonderen Verhältnis von Sache und Mathematik besser zu verstehen, ist es erforderlich, dieses in qualitativen, interpretativen Untersuchungen explorativ zu erkunden. Im Fokus stehen folglich die Identifizierung und Rekonstruktion kindlicher verbaler Äußerungen und Handlungen sowie der ihnen zugrundeliegenden mathematischen Denkprozesse im interaktiven Geschehen. Für die Untersuchungen wurde deshalb in Abhängigkeit des Forschungsinteresses eine Erhebungs und Auswertungsmethode entwickelt, die die der Arbeit zugrundeliegende Auffassung vom Lernen mathematischer Inhalte entspricht.

Katharina Mros

5. Geschäftsmodelle im Internet der Dinge

Das Internet der Dinge wird in vielen Branchen wettbewerbsentscheidend. „Das ist ein Kampf um Leben und Tod, um relevant für unsere Kunden zu bleiben“ beschreibt Jeffrey Immelt, Ex-CEO seine Wirkung auf General Electrics (GE).Agile neue Geschäftsmodelle treten in den Markt ein. Gleichzeitig können etablierte Unternehmen ihre Produktion schlanker organisieren – und verändern mit verbesserten Kostenstrukturen den Wettbewerb. Für Professor Porter von der Harvard Universität könnte das Internet der Dinge die größte Umwälzung der Produktion seit der Industriellen Revolution bewirken. Digitales Nervensystem Die Wirkung des Internet der Dinge entsteht aus dem Einsatz von „intelligenten, vernetzten Produkten“. Diese sind mit Sensoren ausgestattet, die den eigenen Zustand und ihre Umgebung messen – so entsteht ein digitales Nervensystem. Auf diese Messungen kann automatisiert reagiert werden, damit lassen sich Prozesse genauer steuern und völlig neue Angebote erstellen. Neue Geschäftsmodelle Neuartige Nutzenangebote ermöglichen neuartige Geschäftsmodelle: Produkte bieten neue digitale Dienste wie Diagnose (Überwachung Gesundheit), Steuerung (Senkung Energieverbrauch) oder Datenerhebung (freie Parkplätze). Produkte können als Service angeboten werden, indem ihre Nutzung gemessen und abgerechnet wird. Auswirkungen auf bestehende Geschäftsmodelle Den größten Einfluss hat das Internet der Dinge auf Prozesse in Unternehmen, da es jeden Schritt der Wertschöpfungskette verändern kann: Genauere Steuerung von Abläufen kann die Qualität steigern. Gleichzeitig können Kosten gesenkt werden, indem Prozesse weiter automatisiert und Ausfallzeiten verringert werden. Zusätzlich schaffen kontinuierliche automatisierte Messungen die Datenbasis für tief gehende Analysen und weitere Optimierungen. Die Regeln des Wettbewerbs ändern sich Frühe Markteinsteiger können Wettbewerbsvorteile gewinnen, da sie durch die Vernetzung direktes Markt-Feedback über die Nutzung ihrer Angebote erhalten. Damit schaffen sie eine Datensammlung, die von späteren Einsteigern kaum noch zu kopieren ist. Weitere Markteintrittsbarrieren lassen sich durch stärkere Kundenbindung und Netzwerkeffekte aufbauen. Dies kann in einigen Branchen zu stärkerer Konsolidierung führen.

Thomas Matyssek

Raus aus der Routine – Wie Innovations-Management kreative Kräfte bündelt

Stefanie Burgmaier, Hans Haarmeyer, Thorsten Garber

89. Produktionslogistik mit ERP-Systemen

Im Folgenden werden die Teilprozesse der Produktionslogistik bei Eigenfertigung unter Einsatz des ERP-Systems SAP R/3 beschrieben. Dabei wird die häufigste Fertigungsart, die kundenanonyme Losfertigung, zugrundegelegt.

Jürgen Bauer

Kundenorientierte Absicherung mit Hilfe methodischer Testfallerstellung aus Felddaten

Fahrerassistenzsysteme, sowie autonomes Fahren leisten einen wesentlichen Beitrag, um Nutzfahrzeuge immer sicherer zu machen. Mit derWeiterentwicklung des automatisierten Fahrens steigt hierbei die Systemkomplexität, woraus sich Anforderungen an neue, gesamtheitliche Erprobungskonzepte entstehen. Um die Absicherung hochautomatisierter Fahrfunktionen zu ergeben, sind neuartige Verifikations- und Validierungsmethoden erforderlich. Ziel der kundenorientierten Absicherung ist es, durch die Aggregation von Testergebnissen aus wissens- und datengetriebenen Testplattformen den Übergang von der quantitativen Kilometerzahl zur qualitativen Abdeckung zu ermöglichen. Die adaptive Testabdeckung zielt somit auf einen Kompromiss zwischen Effizienz- und Effektivit ätskriterien für die Absicherung von automatisierten Fahrfunktionen in der Produktentstehung von Nutzfahrzeugen ab. In diesem Prozess wird ein Messtechnik- und Datenanalysekonzept für die weltweite Absicherung von automatisierten Fahrfunktionen vorgestellt, welches eine Skalierbarkeit zur Aufzeichnung von Fahrzeugsensor- und/oder Umfeldsensordaten von spezifischen Fahrereignissen einerseits und Permanentdaten zur statistischen Absicherung und Softwareentwicklung andererseits, erlaubt. Messdaten aus länderspezifischen Feldversuchen werden aufgezeichnet und zentral in einer Datenbank gespeichert. Anschließend wird das Wissen aus dieser Datenbank mittels einer ereignisgesteuerten Zeitreihenanalyse mit hierarchischer Clusterbildung und normalisierter Kreuzkorrelation extrahiert. Die extrahierten Cluster und ihr Parameterraum definieren die Eintrittswahrscheinlichkeit jedes logischen Szenarios und die Wahrscheinlichkeitsverteilungen der zugehörigen Parameter. Dann identifiziert die Sensitivitäts- und Zuverlässigkeitsanalyse den Versagensbereich im Parameterraum, um die Versagenswahrscheinlichkeit für jedes logische Szenario mit Hilfe von Stichprobenmethoden wie Monte-Carlo und Adaptive-Importance-Sampling vorherzusagen. Zusammenfassend zeigen die Ergebnisse die Vorteile und einige der Herausforderungen des industrieorientierten Frameworks für eine messbare Sicherheit durch prospektive Risikobewertung.

Adam Birlet, Mohamed Elgharbawy, Andreas Schwarzhaupt, Urs Wiesel, Christof Weber, Michael Frey

Kapitel 5. Bewertungsverfahren zur Monetarisierung und Allokation verkehrsbedingter externer Effekte

Der städtische Verkehr verursacht neben den direkten finanziellen Wirkungen, die in den Rechnungsunterlagen kommunaler Verwaltungen, Eigenbetriebe und Verkehrsunternehmen erfasst sind, auch eine Reihe von externen ökonomischen Wirkungen, die außerhalb der definierten institutionellen Abgrenzung des sogenannten „Stadtkonzerns“ auftreten. Die Frage der externen Wirkungen des Verkehrs ist im Besonderen in Zusammenhang mit Wettbewerbsverzerrungen, der Preisgestaltung des Verkehrs, dem ökonomischen Vergleich von Verkehrsträgern und Verkehrsmitteln und damit der Schaffung einer Kostentransparenz im Verkehrssektor von besonderer Relevanz. Ein ökonomischer Vergleich wäre daher ohne die Einbeziehung der externen Effekte des städtischen Verkehrs unvollständig.

Carsten Sommer, Assadollah Saighani, Daniel Leonhäuser

Kapitel 3. Allokationsverfahren für einen betriebswirtschaftlichen Vergleich

Carsten Sommer, Assadollah Saighani, Daniel Leonhäuser

Kapitel 18. Industrie 4.0, Produktion 4.0 und Einkauf 4.0

Es gibt momentan über 30 Definitionen des in der Bundesrepublik geprägten Begriffes Industrie 4.0. Der Bitkom (Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien) definiert Industrie 4.0 mit: „Die echtzeitfähige, intelligente, horizontale und vertikale Vernetzung von Menschen, Maschinen, Objekten, IT-Systemen zum dynamischen Management komplexer Systeme“.

Helmut Wannenwetsch

3. Die KI erfüllt die meisten Regeln der Strategiefindung besser als der „HOMO STRATEGENSIS“

Auf allen Gebieten des menschlichen Seins versuchen wir uns an Regeln zu halten. Auch um eine Strategie zu entwickeln, sollten bestimmte Regeln beherzigt werden. Wir definieren ein System von Anforderungen (Regeln), das für die Erarbeitung von Managemententscheidungen grundsätzlich gilt. Wir zeigen auf, welche Regeln die Künstliche Intelligenz übernehmen wird und möglicherweise besser als die Vorstände wird ausfüllen können.

Konrad Wetzker, Peter Strüven

Kapitel 5. Analyse von Umweltwirkungen

Als Folgen des Verkehrs auf die menschliche Umwelt werden diejenigen Beeinträchtigungen bezeichnet, die von der Anlage und dem Betrieb des Verkehrssystems auf den Menschen ausgehen. Diese Beeinträchtigungen ergeben sich im Wesentlichen durch die Gefährdung von Leben und Gesundheit durch Verkehrsunfälle (Verkehrssicherheit), die Beeinträchtigung und Belastung durch Lärm und Schadstoffimmissionen sowie die Folgen durch den Ablauf und Betrieb des Verkehrs. Anhand von Indikatoren können die Wirkungen des Verkehrs in den drei Bereichen mithilfe geeigneter Methoden quantitativ beschrieben werden. Die Gefährdung von Leben und Gesundheit durch Unfälle stellt eine der augenfälligsten Folgen des Verkehrs auf den Menschen dar. Die Beschreibung der Verkehrssicherheit über Anzahl und Schwere von Unfällen erfolgt durch Unfallkosten, die die volkswirtschaftlichen Verluste durch die (polizeilich erfassten) Straßenverkehrsunfälle zusammenfassen. Die Monetarisierung von Personenschäden von Verkehrsunfällen gilt als eines der umstrittensten Kapitel der ökonomischen Bewertung der Verkehrsfolgen. Verkehrslärm stellt unerwünschten, unangenehmen oder schädlichen Schall dar, der auf das Verkehrsgeschehen zurückzuführen ist. Als subjektiv wahrgenommenes Phänomen ist eine Beurteilung von Verkehrslärm nur auf der Basis des mit ihm verbundenen Schalls und dessen Schwankungen über einen definierten Zeitraum möglich. Die in Deutschland zur Anwendung kommenden Verfahren zur Beurteilung des Verkehrslärms werden erläutert und verschiedene Grenzwerte für Verkehrslärm dargestellt. Bewertungsverfahren mit Aussagen über die gesamtgesellschaftliche Vorteilhaftigkeit geplanter Infrastrukturausbauten müssen Auswirkungen der Ausbauvorhaben auf den Verkehrslärm und dessen Folgewirkungen enthalten. Die dafür notwendige Methodik wird in ihren Grundzügen mit Bezug zum innerörtlichen Verkehrslärm erläutert. Ausführungen über einige (nicht auf Kfz selbst bezogene) Maßnahmen zur Reduzierung des Verkehrslärms zeigen in Wirkungsbandbreiten das mögliche Ausmaß zur Verbesserung verkehrsbedingter Lärmimmissionen auf. Trotz signifikanter Reduzierung einiger Luftschadstoffemissionen im Straßenverkehr stellt der Kfz-Verkehr neben Kraftwerken, Industrie und Hausbrand einen der bedeutendsten Verursacher der anthropogenen Umweltbelastungen dar. Der Teil „Luftschadstoffe“ behandelt in diesem Zusammenhang die Wirkungen der Luftschadstoffe auf den Menschen, die geltenden Immissionsgrenzwerte für die unterschiedlichen Luftschadstoffe (bezogen auf alle Quellen), die Abgasgrenzwerte für Pkw und Lkw und weitere Maßnahmen zur Reduzierung der Emissionen. Mit den dargestellten Verfahren zur Berechnung der Emissionen und Immissionen lassen sich quantifizierte Aussagen zur Luftverunreinigung gewinnen und in einer Weise evaluieren, wie sie in gängigen Bewertungsverfahren im Verkehrsbereich eingesetzt werden. Die Qualität und Leistungsfähigkeit eines Verkehrssystems wird vor allem durch den Zeitbedarf charakterisiert, den die Verkehrsteilnehmer zum Erreichen der Ziele ihrer täglichen Wege benötigen. Die im Rahmen von Wirkungsanalysen verwendeten Ansätze zur Ermittlung der Indikatoren Zeit- und Betriebskosten werden vorgestellt. Zu den Folgen von Ablauf und Betrieb des Verkehrs zählt ferner die Trennwirkung für nichtmotorisierte Verkehrsteilnehmer, vor allem Fußgänger, ohne deren Berücksichtigung eine Gesamtbewertung geplanter Verkehrsinfrastrukturvorhaben unvollständig bleibt.

Ulrich Brannolte, Raimo Harder, Christoph Walther, Tanja Schäfer, Alexander Dahl

Kapitel 11. Grundlagen der Bemessung von Verkehrsanlagen

Die Bemessung von Verkehrsanlagen dient dem Nachweis, dass das nachgefragte Verkehrsaufkommen mit einer hinreichenden Verkehrsqualität abgewickelt werden kann. Die im „Handbuch für die Bemessung von Straßenverkehrsanlagen“ (HBS; FGSV 2015) enthaltenen Verfahren basieren auf der Bewertung des Verkehrsablaufs in einer maßgebenden Spitzenstunde. Die Verkehrsqualität in dieser Bemessungsstunde wird anhand einer geeigneten verkehrstechnischen Kenngröße, welche die Qualität des Verkehrsablaufs aus Nutzersicht für die jeweilige Verkehrsanlage beschreibt, bewertet und einer Qualitätsstufe von A bis F zugeordnet. Die beste Qualitätsstufe A repräsentiert den Zustand des freien Verkehrs auf Strecken von Straßen und sehr kurze Wartezeiten an Knotenpunkten. Die Grenze zwischen den Qualitätsstufen E und F entspricht i. Allg. der Kapazität der Verkehrsanlage, soweit diese ermittelbar ist. Die Ermittlung des maßgebenden Qualitätskriteriums erfolgt anhand analytischer Verfahren in Abhängigkeit von der Bemessungsverkehrsstärke und den jeweils maßgebenden geometrischen und verkehrlichen Randbedingungen der Verkehrsanlage.

Justin Geistefeldt

Kapitel 2. Verkehrserhebungen

Das Kapitel behandelt die Frage von Verkehrserhebungen– angefangen von Messungen über Beobachtungen, Zählungen, Befragungen bis hin zu partizipatorischen Verfahren– und deren Ausgestaltung. Hierbei wird, angefangen von den Vorüberlegungen (exakte Zielsetzung, räumliche Abgrenzung, Sekundärquellen) über die Grundlagen (Erhebungsplanung und -ablauf, Stichprobenplanung, Datenschutz, Erhebungsmethoden und -verfahren) bis hin zu Hinweisen zu Dokumentation der Verkehrserhebungen, die gesamte Bandbreite der verschiedenen Arbeitsschritte einer Erhebung angesprochen. Die verschiedenen Erhebungen, wie Querschnittszählungen, Haushaltsbefragungen oder Betriebsbefragungen, werden kurz beschrieben und wesentliche Hinweise zur Planung und Durchführung gegeben.

Imke Steinmeyer

Kapitel 8. Road Pricing in Städten

Road Pricing soll dazu dienen, die Verkehrsnachfrage in Städten auf die verfügbaren Straßenkapazitäten abzustimmen. Dazu sind Preise für die Straßennutzung zu erheben, die mit der Kapazitätsauslastung ansteigen. Während die Verminderung von Stauerscheinungen im Mittelpunkt steht, gibt es weitere Ziele für die Preiserhebung, wie z. B. die Verbesserung der Umweltsituation oder die Erzielung von Einnahmen für die Verbesserung des städtischen Verkehrssystems. Während sich die Preise in der Idealvorstellung der Ökonomen an den Grenzkosten der Straßennutzung orientieren sollen, gibt es in der Praxis eine Vielfalt von Preisdifferenzierungen, die sich an den technischen Möglichkeiten der Gebührenerhebung, der Nutzerakzeptanz und den politischen Zielen ausrichten. Politische Ziele bestimmen ferner die Ausnahmeregelungen wie etwa für Anlieger oder besonders umweltverträgliche Fahrzeuge. Prominente Beispiele aus dem Ausland betreffen die Städte Singapur, London und Stockholm. In Deutschland gibt es einzelne projektbezogene Anwendungen wie in Rostock oder Travemünde. Die deutschen Beispiele und eine Vielzahl fehlgeschlagener Einführungspläne im Ausland zeigen, dass die Einführung einen politischen Kraftakt voraussetzt, der nur bei hohem Problemdruck und Problembewusstsein der Bürger gelingt.

Werner Rothengatter

3. Kommunikative Elemente von Corporate Architecture

In der strategischen wie operativen Marketingkommunikation mit Corporate Architecture bedienen sich Unternehmen und Architekten einem Portfolio von kommunikativen Elementen, die singulär wie kombiniert eingesetzt werden.

Michael Kleinjohann

Kapitel 3. Dimension 1: Customer Value-based Decision Making

Kundenorientierung baut auf dem Kundenwert und nicht mehr nur auf der Kundenzufriedenheit auf. In der Praxis haben noch sehr viele Organisationen kein Kundenwertmodell etabliert oder nur ein sehr einfaches in Form einer ABC-Analyse nach Umsatz. Zur Verbesserung der Kundenorientierung gilt es ein möglichst hochstehendes Kundenwertmodell zu implementieren und die daraus gewonnen Erkenntnisse für die Entscheidungsfindung zu nutzen. Dabei sollen Entscheidungen nicht nur getroffen, sondern auch die Entscheidungsprozesse systematisch hinterfragt werden.

Dr. Jörg Staudacher

Die Kraft der Daten: Datentreuhänder-Modell für mehr digitale Sicherheit in der Mobilität

Die Mobilität der Zukunft wird durch eine immer größere Zahl vernetzter und automatisierter Fahrzeuge bestimmt sein. Doch die für die Verkehrssicherheit grundsätzlich positive Wirksamkeit solcher Systeme kann sich nur entfalten, wenn diese über das ganze Fahrzeugleben hinweg zuverlässig funktionieren. Der Fahrzeugprüfung kommt daher angesichts der Komplexität der Systeme mehr Bedeutung zu als je zuvor. Um in einer zunehmend datenbasierten und vernetzten Welt mit V2X-Technologien (vehicle-to-infrastructure) sowie angesichts der zukünftig verstärkt auch „over the air“ erfolgenden Software-Updates seitens der Hersteller die hoheitlichen Prüfaufgaben wirksam erfüllen zu können, hat DEKRA eine Initiative für ein Datentreuhänder-Modell gestartet. Erklärtes Ziel ist die Einrichtung einer herstellerunabhängigen Fahrzeugdatenplattform, die den umfassenden und unverfälschten Zugang zu den prüfungsrelevanten Daten und Diagnosefunktionen im Fahrzeug gewährleistet. Auch nach Verkehrsunfällen und Verkehrsverstößen wird es in Zukunft immer wichtiger sein, Ursachen und Verantwortlichkeiten klären zu können. Die Sicherheit der Systeme muss aber vor allem deshalb an erster Stelle stehen, damit im Sinne der „Vision Zero“ möglichst keine Menschen mehr im Straßenverkehr ums Leben kommen.

Stefan Kölbl

Kapitel 2. Informationstechnologie als Digitalisierungstreiber

Getrieben durch die extreme Zunahme der Leistungsfähigkeit der Informationstechnologie (IT) rollt die Digitalisierungswelle unaufhaltsam und immer schneller weiter auf uns zu. Als Synonym für die andauernde massive Leistungssteigerung in der IT steht seit Jahren das sogenannte Mooresche Gesetz, das bereits vor über 50 Jahren eine Verdoppelung der Leistungsfähigkeit integrierter Schaltkreise innerhalb eines Zeitraums von 12 Monaten beschrieb. Bei unveränderter Basistechnologie wäre das Gesetz längst nicht mehr gültig. Aufgrund von Technologiesprüngen besteht der Grundsatz des exponentiellen Wachstums der Leistungsfähigkeit jedoch weiterhin. Daher werden in dem Kapitel neue technologische Wege der IT und auch damit einhergehende Herausforderungen aufgezeigt. Ein Ausblick auf die Technologische Singularität runden den Buchabschnitt ab.

Uwe Winkelhake

Kapitel 4. Praxis: KI Tools und ihre Einsatzmöglichkeiten

In diesem Kapitel werden die Möglichkeiten der künstlichen Intelligenz im Vertriebsbereich genauer erläutert und konkretisiert. Dafür werden die unzähligen KI-Tools und ihre Anwendungsmöglichkeiten in 20 Überkategorien zusammengefasst, die detailliert beschrieben werden. Sie erfahren, wie KI-Systeme die jeweiligen Vertriebstätigkeiten und -prozesse verbessern können und welche konkreten Anwendungsmöglichkeiten es für den Vertrieb gibt. Für jede Kategorie werden Beispiele von Tools genannt sowie auch ein konkretes Praxisbeispiel beschrieben. Das Kapitel soll Sie in die Lage versetzen, konkrete Möglichkeiten für den Einsatz von KI-Tools für Ihr Unternehmen zu finden. Zudem ist es das Ziel, dass Sie eine bessere Vorstellung davon bekommen, welche Potenziale die künstliche Intelligenz für den Vertriebsbereich bietet, sodass Sie konkreten Handlungsbedarf für Ihre Vertriebsorganisation ableiten können.

Livia Rainsberger

5. Informatorische Fundierung und Personalstrategie

Die informatorische Fundierung schafft die Grundlage aller Entscheidungen und Maßnahmen von Vorgesetzten und Personalabteilungen. Für Informationen über Handlungsbegründungen werden unterschiedliche Messverfahren skizziert. Ein Einsatz solcher Messverfahren ist jedoch nicht immer hürdenfrei, so kann beispielsweise die Messung von Persönlichkeitsmerkmalen an Rechtsnormen scheitern. Auch die Messung von Werten wird aufgezeigt. Aufgrund der einfacheren Zugänglichkeit ist jedoch die Erfassung von Haltungen wie Arbeitszufriedenheit, Commitment oder Vertrauen leichter realisierbar. Ebenso führen Leistungsbeurteilungen zu Informationen über den Arbeitsprozess sowie individuelle Erfolgsbeiträge. Daran schließen sich Ausführungen zum Personalcontrolling sowie zu „belegschaftsmonetarisierenden“ Ansätzen an. Die so verstandene informatorische Fundierung mündet in Personalstrategien. Aufbauend auf der interaktionellen sowie der strukturellen Führung werden verschiedene Strategietypen demonstriert.

Michael J. Fallgatter

5. Analyse der geplanten Ertragslage

Die geplante Entwicklung der Profitabilität (EBIT/EBITDA) hat wesentlichen Einfluss auf den zukünftigen Cash flow. Die zukünftig erzielbaren Cash flows bestimmen wiederum den Wert des Unternehmens und haben somit einen wesentlichen Einfluss auf den Kaufpreis. Die Financial Due Diligence analysiert die geplante Entwicklung des EBITDA und unterstützt bei der Einschätzung, ob die geplante EBITDA-Entwicklung realisierbar erscheint. Somit dient die Analyse der geplanten Ertragslage dem Kaufinteressenten als wesentliche Basis für die Unternehmensbewertung und damit auch für die Herleitung des Kaufpreises.Auf Basis der detaillierten Analyse der Planungsprämissen wird die Realisierbarkeit der geplanten Entwicklung der Profitabilität beurteilt. Risiken und Chancen des Business Plans werden identifiziert und die Auswirkungen von Veränderungen von wesentlichen Planungsprämissen auf die zukünftige Entwicklung des EBIT(DA) mittels Sensitivitäts- und Szenarioanalysen dargestellt.

Thomas Pomp

3. Analyse der historischen Ertragslage

Bei der Analyse der historischen Ertragslage wird die Entwicklung des nachhaltigen Ergebnisses über den historischen Betrachtungszeitraum ermittelt. Bei der Herleitung des nachhaltigen Ergebnisses wird zwischen Normalisierungen und Pro-forma-Anpassungen unterschieden. Bei den Normalisierungen wird das Ergebnis um einmalige, nicht wiederkehrende, ungewöhnliche, nicht operative Erträge/Aufwendungen bereinigt. Mit den Pro-forma-Anpassungen wird eine vergleichbare Ertrags- und Kostenstruktur zwischen der Historie und dem Business-Plan-Zeitraum hergestellt.Abhängig von dem Branchenfokus des Zielunternehmens wird die historische Umsatz- und Profitabilitätsentwicklung in Preis- und Mengeneffekte aufgeteilt. Bei Zielunternehmen, die im Projektgeschäft tätig sind, wird die Entwicklung der historischen Ergebnisbeiträge der wesentlichen Projekte analysiert.Die historischen Kosten werden nach einzelnen Kostenarten wie Materialaufwand, Personalaufwand und sonstigen betrieblichen Aufwendungen/Erträgen aufgeteilt und analysiert. Zudem wird der Einfluss von Währungskursveränderungen auf die Entwicklung des EBITDA quantifiziert, indem die Translations- und der Transaktions-Effekte berechnet werden.

Thomas Pomp

39. Urformen

Das ist eine Hauptgruppe der Fertigungsverfahren. Wie Tab. 39.1 zeigt, ist es den anderen Fertigungsverfahren vorgeordnet und schafft Voraussetzungen für deren Anwendung. Nach DIN 8580 wird die Hauptgruppe Urformen innerhalb der Fertigungsverfahren wie folgt definiert: Urformen ist das Fertigen eines festen Körpers aus formlosem Stoff durch Schaffen des Zusammenhalts. Hierbei treten die Stoffeigenschaften des Werkstücks bestimmbar in Erscheinung. Als werden Gase, Flüssigkeiten, Pulver, Fasern, Späne, Granulat und ähnliche Stoffe bezeichnet. Bestimmungsgemäß umfasst deshalb das Urformen die Schaffung von Körpern aus dem gas- oder dampfförmigen Zustand (Überführen verdampften Metalls in geometrisch bestimmte feste Form; Beispiel: Herstellen von Urformwerkzeugen aus Ni-Karbonyl Ni(CO)4) aus dem flüssigen, breiigen oder pastenförmigen Zustand (Beispiel: Gießen von Maschinenteilen) durch elektrolytische Abscheidung (Erzeugen eines geometrisch bestimmten festen Körpers auf galvanischem Wege; Beispiel: Herstellung von Elektrolytkupfer, spezifischer Prägewerkzeuge, insbesondere in der Mikroproduktionstechnik oder z. B. im Kunsthandwerk) aus dem festen, körnigen oder pulvrigen Zustand (Beispiel: Herstellung von Teilen aus Metallpulvern unter hohem Druck, meist mit nachfolgendem Sintern). Die meisten urgeformten Werkstücke werden aus dem flüssigen Zustand heraus erzeugt.Das Urformen ist die Ausgangsstufe im Prozess der Herstellung aller metallischen Einzelteile.

Prof. Dr.-Ing. Rüdiger Bähr

12. Anwendungen

In diesem Kapitel werden exemplarisch Anwendungen der Kfz‐Elektronik betrachtet. Eine umfassende Behandlung aller Systeme ist im Rahmen dieses Buchs weder möglich noch sinnvoll, es soll aber zumindest ein Überblick gegeben werden, für die hier nicht betrachteten Systeme werden Literaturhinweise gegeben. Eine Sonderstellung besitzt der Abschn. 12.1. In diesem soll anhand eines relativ einfachen Beispiels einer Klimaregelung das Vorgehen bei einer Funktionsentwicklung erläutert werden.

Prof. Dr.-Ing. Kai Borgeest

10. Sicherheit und Zuverlässigkeit

Der Ausfall von Fahrzeugsystemen kann zu einer Verärgerung des Fahrers führen (das Fahrzeug springt nicht an), die Folgen können aber noch wesentlich weiter reichen. Wenn das Fahrzeug z. B. aufgrund eines Fehlers in der Elektronik ungewollt beschleunigt, hilft oft nur noch eine schnelle Reaktion des Fahrers, um einen schweren Unfall zu verhindern. Beispiele sicherheitskritischer Systeme sind Steer‐by‐Wire, also die elektronisch vermittelte Lenkung und Brake‐by‐Wire, die elektronisch vermittelte Bremse. Teile dieser zusammenfassend X‐by‐wire genannten Techniken sind bereits in heutigen Fahrzeugen integriert, z. B. in Form elektromotorischer Lenkhilfen.Ein geradezu historisches Beispiel bot ein mit Kraftstoff beladener Tanklastzug mit einer damals neuen elektropneumatischen Getriebesteuerung. Am 7. Juli 1987 versagten bei dem Fahrzeug auf einer abschüssigen Straße die Bremsen. Der Fahrer wollte die Motorbremse nutzen, weil das Steuergerät jedoch feststellte, dass der angewählte Gang nicht zur Drehzahl passte, ließ sich der gewünschte Gang nicht einlegen. Das Fahrzeug wurde zunehmend schneller und prallte im Ortskern in ein Gebäude. Der Kraftstoff lief aus, es kam zu Bränden und Explosionen. Nicht nur die historische Altstadt Herborns wurde zerstört, es gab auch Tote und Verletzte. Spätestens mit der Norm ISO 26262 ist funktionale Sicherheit eine Kernanforderung der Elektronikentwicklung für Fahrzeuge.

Prof. Dr.-Ing. Kai Borgeest

Kapitel 2. Einfluss von Führungskonzepten auf die Gestaltung der Supply Chain

Im Rahmen von Kapitel B wird untersucht, inwieweit ausgewählte Führungskonzepte die Ausgestaltung eines Supply Chain Managements beeinflussen. Als Kriterien zur Selektion dienen die Aktualität, die Praxisbezogenheit und die theoretische Relevanz der Ansätze. Die ausgewählten Konzepte sind.

Hartmut Werner

Kapitel 1. Einführung und Motivation

Programmieren hat viel mit Lösen von Problemen zu tun. Das allgemeine Ziel der Programmierung ist es, zu gegebenen Problemen ein oder mehrere Programme zu entwickeln, die auf Computern ausführbar sind und dabei die Probleme korrekt, vollständig und möglichst effizient lösen. Die Komplexität der Probleme, die mit Programmen gelöst werden sollen, kann dabei stark variieren: Von sehr einfachen Problemen wie z. B. der Addition zweier Zahlen, bis hin zu sehr komplexen Problemen, wie z. B. der Steuerung von Passagierflugzeugen.

Kaspar Riesen

Kapitel 3. Produktplanung und Produktgestaltung

Im Zusammenhang mit der Geschäftsfeldstrategie ist langfristig festzulegen, mit welcher Art und welchen Varianten von Produkten das Unternehmen auf welchen Märkten tätig sein wird - womit das Produktprogramm festzulegen ist. Das Produktprogramm kann durch zwei Dimensionen beschrieben werden, nämlich die Programmbreite (Zahl der Produktarten) und die Programmtiefe (Zahl der Produktlinien). Es ergibt sich also ein direkter Zusammenhang von produktpolitischen zu programmpolitischen Entscheidungen.

David Müller

10. Strategisches Beteiligungscontrolling

Die bisher dargestellten Analyseansätze sind die klassischen Methoden, Firmen bzw. Beteiligungen im Detail zu betrachten und werden so auch in gleicher oder ähnlicher Form sicherlich vielfach eingesetzt.Diese Ansätze kommen ausnahmslos aus dem angelsächsischen Raum und vor allem aus den USA. Diese haben ihren Ursprung in der wertorientierten Unternehmensführung und sind damit eng mit dem Thema Bewertung verbunden.In der Literatur gibt es inzwischen sehr viele Controllingansätze aus strategischer Sicht für Geschäftsbereiche und/oder Beteiligungen. Diese will ich hier nur auszugsweise kurz darstellen, dann aber sofort auf die mir wichtigen wertorientierten Ansätze übergeben.

Bernd Heesen

Kapitel 2. Die Umweltgeschichte in Schlüsseldaten

Wie wandelten sich die Kenntnisse zu unserer Umwelt, zu unseren Wirkungen auf die Umwelt und zu den Wirkungen der Umwelt auf uns in den vergangenen zwei Jahrtausenden? Wie gingen Menschen und Institutionen mit dem sich ändernden Wissen um? Welche Umweltveränderungen traten auf? Im zweiten Kapitel werden diese Fragen für 260 Umweltgeschichten gestellt und chronologisch beantwortet. Die Intensität der Umweltveränderungen nimmt vom frühen Mittelalter bis in das frühe 14. Jahrhundert zu. Die kombinierte Wirkung von menschlichen Eingriffen in die Natur und Extremereignissen führt dann zu einer Folge von Katastrophen, die in der großen Pestpandemie Mitte des 14. Jh. kulminieren. Nach einer kurzen Phase, in der sich die Natur teilweise erholt, wachsen die Eingriffe von Menschen wieder. Sie erreichen im 20. und im 21. Jh. geradezu beängstigende Ausmaße. Der massive Klimawandel, die Zerstörung von Lebensräumen und das dramatische Artensterben resultieren.

Hans-Rudolf Bork

Kapitel 1. Der wissenschaftliche Kontext

Die Hotellerie ist im Allgemeinen hoch verschuldet und verfügt über eine relativ geringe Eigenkapitalquote. Der Branchen-Median liegt bei 14 % Eigenkapital. Top-Unternehmen weisen 31 % Eigenkapital auf. Das heißt, die Fremdkapitalquote liegt bei 87 % bzw. bei 69 %. Die hohe Fremdkapitalquote ergibt sich aus Investitionen in das Anlagevermögen, die überwiegend durch Fremdkapital finanziert werden.

Bernd Heesen, Christoph Walter Meusburger

4. Technologische Trends

Was werden die Fahrzeuge der Zukunft können?

Ob selber fahren oder mitfahren, ob besitzen oder sharen: Die Attraktivität eines Mobilitätsangebots hängt immer auch und in besonderem Maße von den Eigenschaften und Funktionen der dabei eingesetzten Fahrzeuge ab. Wer sich also ein Bild von der Mobilität der Zukunft machen möchte, sollte sich ein Bild von den Fahrzeugen machen können, die dann auf den Straßen unterwegs sein werden. Um das tun zu können, sollte man sich wiederum intensiv mit den technologischen Innovationen auseinandersetzen, an denen die Fahrzeughersteller heute arbeiten. Und darüber, welche Technologien hier relevant sind, herrscht in der Branche heute herstellerübergreifend Einigkeit: Elektrifizierte Antriebe, autonomes Fahren, Vernetzung und Mobilität als Dienstleistung sind die Kernelemente so gut wie aller Strategiepapiere.

Julian Weber

5. Mobilität als Dienstleistung

Welche Alternativen zum eigenen Fahrzeug wird es in Zukunft geben?

Wer ohne eigenes Fahrzeug war hatte lange Zeit im Wesentlichen drei Alternativen: Öffentlicher Nah- und Fernverkehr, Taxi oder Mietwagen. Doch dieses überschaubare Angebot hat sich innerhalb der letzten zehn Jahre deutlich verändert. Weil über Smartphones Mobilitätsdienste jederzeit und einfach gebucht werden können, die Unzufriedenheit über die negativen Begleiterscheinungen des Fahrzeugbesitzes steigt, und gleichzeitig speziell bei jüngeren Menschen die Bedeutung von Autos als Statussymbol sinkt, entsteht zwischen dem eigenen Pkw oder Zweirad, dem relativ preisgünstigen, aber unflexiblen öffentlichen Nahverkehr und dem relativ teuren Mietwagen oder Taxi viel Platz für neue Angebote. Hier haben sich heute vor allem Carsharing und Ride Hailing etabliert, in Zukunft werden vielleicht Robocabs und manntragende Drohnen dazukommen.

Julian Weber

Kapitel 3. Maßnahmen in den 1960er Jahren

Am 1. März 1960 wird die Anordnung über die Energiekommission bei der Staatlichen Plankommission erlassen. Damit wird diese zum verantwortlichen Organ für die Sicherung der Planerfüllung und die Kontrolle der Arbeit der am Energieprogramm beteiligten Wirtschaftsorgane und Betriebe benannt.Mit der Verordnung über die Planung und Leitung der Energiewirtschaft vom 17. März 1960 wird die Abteilung Energie bei der Staatlichen Plankommission für die komplexe Planung und Leitung der Energiewirtschaft verantwortlich gemacht. Gleichzeitig wird der Abteilung Energie bei den Bezirkswirtschaftsräten die Kontrolle der Entwicklung der Energiewirtschaft im Territorium übertragen.Im Gesetz über den Volkswirtschaftsplan 1965 vom Januar 1965 werden die Schwerpunkte für die Inbetriebnahme neuer Kapazitäten für Elektroenergie und Gas benannt. Das sind: Inbetriebnahme von 5x100 MW-Blockeinheiten im 1200 MW-Kraftwerk Vetschau Fertigstellung der 2. Ausbaustufe im Untergrundspeicher Ketzin Ausbau kompletter 380 kV-Schaltanlagen in den Umspannwerken Ragow und Lauchstädt Weiterführung der Aufschlussarbeiten in den Tagebauen Welzow-Süd, Peres und Wallendorf Beginn der Kohleförderung im Tagebau Meuro Fortsetzung des Aufbaus des Kombinates Schwarze Pumpe.

Wilhelm Riesner

2. Das Abenteuer nimmt seinen Lauf

Der Gipfel des Kilimanjaro kann auf unterschiedlichen Routen erreicht werden. Die gewählte 6-Tages-Trekkingtour führt über die Marangu-Route zum Uhuru Peak. Genächtigt wird in Schlafsäcken in einfachen Hütten. Der dritte Tag wird zur besseren Anpassung an die Höhe zur Akklimatisierung genutzt. Bewegungen werden mit steigenden Höhenmetern beschwerlicher. Durch ein langsames und angepasstes Gehtempo wird einerseits der Körper vor Überforderung geschützt, und andererseits kann dadurch das Naturerlebnis Kilimanjaro noch intensiver und aufmerksamer wahrgenommen werden. Anzeichen einer Höhenkrankheit sind sehr ernst zu nehmen, um gesundheitliche Folgeschäden zu vermeiden. Trotz ausgezeichneter Vorbereitung können unvorhersehbare Rückschläge zu mentalen Herausforderungen werden oder physische Probleme ein Weitergehen verhindern. Der Gipfeltag ist der härteste Tag des Aufstiegs. Dank und Anerkennung wird jenen, die hinter dem Erfolg stehen, bei der Abschiedszeremonie ausgesprochen.

Reinhard Goisauf

Kapitel 1. Verarbeitung von Kunststoffen zu Bauteilen

Kap. 1 „Verarbeitung von Kunststoffen zu Bauteilen“ wurde von Helmut Schüle federführend überarbeitet und deutlich erweitert. Es beginnt mit den Polymerpulvern, der Aufbereitung und Zusatzstoffen unter dem Gesichtspunkt der Verarbeitung. Standard-Spritzgießen einschließlich Werkzeuge und Konstruktionsregeln folgen. Des Weiteren werden verschiedene Sonder-Spritzgießverfahren einschließlich der Maschinentechnik und deren Trends behandelt. Extrudieren schließt sich in analoger Abfolge an, gefolgt von Kalandrieren, Schäumen und einem Kapitel über Polyurethane. Neu hinzugefügt hat Rüdiger Bräuning das Kapitel zur Verarbeitung von Faserverbundwerkstoffen. Die verstreuten Teilthemen der ersten Auflage sind hier zusammengefasst und um die Reparatur von Faserverbundwerkstoffen (Heike Sommer) erweitert worden. Ähnlich Kap. 3 „Werkstoffe“ folgt die Verarbeitung von thermoplastischen Elastomeren und Elastomeren. Das Beispiel Reifen wird vertieft. Es folgen Verarbeitungseinflüsse auf Bauteileigenschaften. Verarbeitungsfehler, Thermoformen, Rapid Prototyping und Spritzguss-Simulation beenden Kap. 1.

Helmut Schüle, Peter Eyerer

Kapitel 4. Ergebnisse der quantitativen Inhaltsanalyse: Das Lateinamerika-Bild in der Süddeutsche Zeitung, Frankfurter Allgemeine Zeitung, tageszeitung und Der Spiegel von 2000 bis 2014

Im Mittelpunkt der vorliegenden Inhaltsanalyse steht die Darstellung der Konstruktion des Lateinamerika-Bildes in den vier ausgewählten Presseorganen (SZ, FAZ, taz und Der Spiegel) von 2000 bis 2014 mithilfe der zuvor erhobenen quantitativen Daten. Der Zweck ist, eine empirisch belegte Untersuchung des Lateinamerikabildes bzw. eine „Re-Rekonstruktion“ der Medienrealität zu gewährleisten. Für eine auf dem „Rekonstruktion-Dekonstruktion-Ansatz“ basierende Analyse sind drei Qualifikationen notwendig: inhaltsanalytische, gegenstandsanalytische und medientheoretische Fähigkeiten (vgl. Methodenauseinandersetzungen). Für das Verständnis der Entstehungsbedingungen und des Wirkungsprozesses der Berichterstattung sind die Ergebnisse der quantitativen Inhaltsanalyse allerdings begrenzt.

Regina Cazzamatta

Chapter 3. Haus, Straße, Vernetzung – die kleinräumige Organisation und der Urbanismus

Das Kapitel schildert die historisch entstandenen Veränderungen der Stadtorganisation von noch die Menschen verbindenden kleinteiligen Formen hin zu immer mehr auf die Distanz und Geschwindigkeit ausgerichteten Verkehrsnetzen und Eingriffen. Es wird klar, dass nicht allein bauliche Maßnahmen, sondern vor allem auch straßenrechtliche Eingriffe eine große Bedeutung hatten, dass automobile Beweglichkeit durchgesetzt wurde. Der Vorrang der Autos auf den bestehenden Straßen, der 1909 durch die erste Straßenverkehrsordnung geschaffen wurde, war ein Einschnitt und Vorteil für das Kraftfahrzeug der finanziell gar nicht zu beziffern war. Durch viele weitere Investitionen im letzten Jahrhundert wurde dann die Förderung der Automobile durch die Steuerzahler auch direkt noch stark intensiviert.Die Ausbauten von Stadttangenten und die Verbreitung der Hauptstraßen seit dem zweiten Weltkrieg haben eine Form der Stadt geschaffen, die soziale Nachteile und Einschränkungen im Lebensalltag aufweist. Die Werkzeuge, die zum Entstehen dieser Verhältnisse beitrugen muss man kennen, wenn heute eine Mobilitätswende gelingen soll.

Helmut Holzapfel

Zwischen organisatorischen Wandlungen und kulturellen Kontinuitäten. Polizei, Jugendprotest und Demonstrationen in den 1960er bis 1980er Jahren

Analysiert werden Jugendproteste sowie als politisch wahrgenommene Demonstrationen der 1960er bis 1980er Jahre im Licht schutzpolizeilicher Ordnungsvorstellungen. Deutlich wird, wie hier organisatorische Veränderungen auf eine nur schwerfällig wandelbare Kultur der Polizei trafen. Zwar verloren viele eskalationsfördernde, auf Weimarer Verhältnisse bezogene Ordnungselemente (Antikommunismus, autoritäres Staatsverständnis, aktivistisches Männlichkeitsbild, „akute Masse“) ihre Prägekraft. Bis in die 1980er Jahre hinein wollten Polizisten jedoch orientiert an juristischen Kategorien immer noch den Staat als Ganzes schützen sowie das jeweilige städtische Terrain vollständig kontrollieren.

Klaus Weinhauer

4. Marken sprechen lassen

Für Unternehmen sind Marken von besonderer Bedeutung. Marken müssen als Symbole für das Unternehmen stehen und dabei juristische, ökonomische und sozialpsychologische Funktionen übernehmen. Für die Konsumenten haben die Marken eine Differenzierungs-, eine Identifikations- und eine Vertrauensfunktion. Aufgezeigt werden darüber hinaus die unterschiedlichen Markenarchitekturen für Dachmarken, Familienmarken oder Einzelmarken. Die Darstellung der Markenkommunikation beginnt mit der eher unternehmensorientierten Perspektive der identitätsbasierten Markenführung, gefolgt von den eher konsumentenorientierten Perspektiven der Cultural Studies und der aktuellen sozial- und konsumentenpsychologischen Erklärungsmodelle. Für die Prozesse der Markenkommunikation werden die zentralen Wirkungsstufen und Begrifflichkeiten erläutert: von der Wahrnehmung über die emotionale und kognitive Verarbeitung, die Entstehung von Involviertheit und die wesentlichen Bereiche der Interpretation bis zur Bewertung der Marke.

Jan Rommerskirchen, Michael Roslon

Kapitel 6. Praktische Arbeiten

Diese speziellen Arbeiten begannenFahrzeugdesign schon 1955/1956 und umfassten 16 Projekte bis zum Studienjahr 67/68.

Hartmut Seeger

Kapitel 11. Ausgewählte Lehr- und Forschungsprojekte an internationalen Designhochschulen

Von den über 40 Alumni in dieser Dokumentation (ohne HfG-Dozenten) waren 28 Dozenten, d. h. HochschullehrerHochschullehrer und InstitutsleiterInstitutsleiter, Honorar-ProfessorenHonorar-Professor und Professur-VertreterProfessur-Vertreter sowie LehrbeauftragteLehrbeauftragter, an 23 Schulen von AhmedabadAhmedabad, Indien bis UlmUlm (Liste). Mehrere Kollegen waren an zwei Designschulen aktiv.

Hartmut Seeger

Kapitel 5. Aufbau und Programm der HfG Ulm als Pionierschule des Industrial Designs

Die HfG Ulm war die einzige Gestaltungshochschule im internationalen Kontext, die sich unabhängig von der Kunst auf die neuen Gestaltungsaufgaben des Wiederaufbaus und der industriellen Produktion konzentrierte. Die Dozentenschaft der HfG spielte von Anfang an „in der Liga“ zu neuen Lehrinhalten und -methoden für neue Berufsbilder zur Produkt- und Kommunikationsgestaltung. Diese Auseinandersetzung repräsentiert heute noch die wissenschaftliche Fachliteratur aus dem Jahrzehnt 1955–1965.

Hartmut Seeger

Kapitel 2. Der dreimalige Anlauf des Funktionalismus in Deutschland

Bei allen Projekten der Weiterentwicklung oder gar der Neuentwicklung von Fahrzeugen in der Nachkriegszeit für die industrielle Serienproduktion und für den Export ergaben sich automatisch Fragen nach deren Design bzw. nach der richtigen DesignorientierungDesignorientierung. Die oberste Prämisse der Serienproduktion waren ProdukteProdukt bzw. Fahrzeuge, die für das Volk, die breite Masse preiswert gefertigt werden konnten.

Hartmut Seeger

Motorisierte Zweiräder

Eine valide Prognose für diesen Bereich zu machen, fällt mir schwer. Das liegt zu einen daran, dass man sich ein autonom fahrendes Zweirad nur schwer vorstellen kann. Zum anderen werden unter der Bezeichnung Zweirad recht unterschiedliche Konzepte und Transportbedürfnisse zusammengefasst.

Marco Lalli

Fazit

Die Kernaussage dieses Aufsatzes lautet, dass im epochalen Wettkampf zwischen Straße und Schiene die Straße den Sieg davontragen wird. Bis auf wenige Ausnahmen – z. B. im Untergrund unserer Großstädte – wird die Schiene im Verkehr der Zukunft keine Rolle mehr spielen.

Marco Lalli

Kapitel 4. Fahrzeug- und Komponentenprüfstände

Neben Motorenprüfständen gibt es andere Prüfstände für ähnliche Aufgaben, die in einigen Anwendungen mit Motorenprüfständen konkurrieren. Antriebsstrangprüfstände erweitern den Triebstrang über den Motor hinaus und oft sogar ohne diesen. Erweitert man den Antriebsstrang weiter, kann man gleich ein ganzes Fahrzeug untersuchen, derartige Prüfstände heißen Fahrzeugprüfstände und werden meist als Rollenprüfstände ausgeführt. Eine wichtige Rolle in der Motorenerprobung spielen auch Straßenfahrten. Schließlich sind oft Motorkomponenten zu erproben, dies ist auch ohne den Motor auf oft hochspezialisierten Komponentenprüfständen möglich.

Kai Borgeest

Kapitel 7. Messtechnik

Wir werden uns in diesem Kapitel von den Schnittstellen des Motors in das Innere vorarbeiten (Abb. 7.1). Wir beginnen mit den äußeren Eingangsgrößen des Motors, dem Kraftstoffverbrauch und dem Luftverbrauch (Abschn. 7.1). In diesem Zusammenhang werden weitere Anwendungen der Durchflussmessung am Motor vorgestellt, auch wenn diese keine Eingangsgrößen sind. Äußere Ausgangsgrößen sind v. a. die mechanischen Größen Drehzahl, aktueller Drehwinkel (Abschn. 7.2) und Drehmoment (Abschn. 7.4) sowie die daraus abgeleitete Leistung (Abschn. 7.5). Kräfte und abgeleitete Größen wie Spannungen und Dehnungen sind keine typischen Ausgangsgrößen, sondern motorinterne Größen; da die Drehmomentmesstechnik auf der Kraftmesstechnik basiert, bietet es sich aber an, die Kraftmesstechnik zusammen mit der Messtechnik anderer mechanischen Größen zu behandeln (Abschn. 7.3). Neben den gewünschten mechanischen Ausgangsgrößen gibt es unerwünschte Eigenschaften des Motors, die ebenfalls an seinen Schnittstellen zur Außenwelt gemessen werden, nämlich Lärm (Abschn. 7.6), elektromagnetische Abstrahlung und die Empfindlichkeit gegenüber Einstrahlung (Abschn. 7.7) und Abgase (Abschn. 7.8). Wenn wir weiter ins Innere des Motors vorstoßen, so interessieren uns v. a. die thermodynamischen Zustandsgrößen Druck und Temperatur (Abschn. 7.9). Auch das Volumen ist eine wichtige Zustandsgröße der Thermodynamik, das aktuelle Volumen im Zylinder wird aber nicht gemessen, sondern aus dem Kurbelwellenwinkel berechnet. Andere, konstante Volumina im Motor (z. B. eines Einlasskrümmers) lassen sich aus Konstruktionsdaten berechnen. Neben Volumina sind auch Volumenströme und Massenströme wichtig. Diese werden in Abschn. 7.1 behandelt, weil sie v. a. an den Schnittstellen des Motors interessieren. Die letzte Stufe sind schließlich die Vorgänge im Herzen des Motors: die Strömung, Gemischbildung und Verbrennung im Zylinder. Die hierfür verwendete Messtechnik ist Gegenstand von Abschn. 7.10.

Kai Borgeest

Kapitel 13. Abgasmessung

Bei der motorischen Verbrennung von BenzinBenzin oder DieselDiesel entstehen neben den beiden Hauptkomponenten Stickstoff und Kohlenstoffdioxid die vom Gesetzgeber als Schadstoff eingestuften und mit Grenzwerten belegten Abgase Kohlenstoffmonoxid, unverbrannte Kohlenwasserstoffe, Stickstoffoxide und Partikel. Abb. 13.1 zeigt, dass diese Schadstoffe etwa 1,1 % (Massenanteil) des Abgases eines Ottomotors im Teillastbetrieb ausmachen. Die Anteile der Schadstoffe im Rohabgas (vor der Nachbehandlung durch Katalysatoren und Filter) ist sehr stark vom Motorbetriebspunkt und der Applikation abhängig. Weitere Abgasbestandteile sind in geringem Umfang Ammoniak, Sulfate, Aldehyde und bei älteren Motoren bzw. Verbrennung schwefelhaltigen Kraftstoffs Schwefeldioxid.

Dr. Dirk Goßlau

Kapitel 6. Analyse von Mobilitätsanwendungen mit grünem Wasserstoff

Im Energiesektor Mobilität werden heute über 25 % des Primärenergiebedarfs weltweit benötigt (IRENA 2019; Buck 2019; Svilengatyin 2018; BP 2019). Die Tendenz ist durch Länder wie China und Indien stark steigend. 40 % der heutigen CO2-Emissionen werden in diesem Bereich verursacht (WEC 2019; IEA 2019) Zusätzlich werden weitere toxische Gase (wie NOx) und Feinstaub emittiert.

Robert Staiger, Adrian Tanțǎu

Kapitel 4. Analyse archetypischer Geschäftsmodelle für grünen Wasserstoff

Grüner H2 wird zukünftig als Energieträger im Energietransformationsprozess eine entscheidende Rolle spielen (IRENA 2019; Emonts 2017; Bünger 2014; Svilengatyin 2018; Quaschning 2018). Durch die eingeleitete Energiewende ändern sich, wie bereits in Kapitel 2 und 3 besprochen, die heutigen Energieinfrastrukturen. Neue Energiekonzepte und technische Innovationen sind notwendig, um eine mögliche Energietransformation hin zu einer Erneuerbare-Energie-Infrastruktur zu schaffen.

Robert Staiger, Adrian Tanțǎu

2. Aktueller Stand der Elektromobilität

Laut statistischen Erhebungen des BDEW gibt es in Deutschland 20.650 öffentliche Ladepunkte (Stand August 2018, vgl. Abb. 2.1). Dies entspricht einem Zuwachs von über 50 % gegenüber dem vergangenen Jahr mit ca. 13.500 öffentlichen Ladepunkten. Etwa 75 % der öffentlichen Ladesäulen werden hierbei von Energieversorgungsunternehmen betrieben. Der Anteil der Schnellladestationen über 22 kW liegt insgesamt bei ca. 12 %.

Marcel Linnemann, Christoph Nagel

Kapitel 12. Umweltsituation: Gefährdung und Schutz des Mittelmeeres

Wie stark sind das Mittelmeer und die Meere allgemein wirklich gefährdet? Welche zuverlässigen Zahlen können ein Bedrohungsszenario belegen? Was sind die Ursachen dieser Negativentwicklungen, ihre treibenden Kräfte? Sind sie unaufhaltsam oder könnten wir daran noch etwas ändern? Leben wir tatsächlich bereits in der sechsten großen Aussterbewelle der Erdgeschichte (big six) und verlieren Biodiversität in einem besorgniserregenden Ausmaß – diesmal verursacht durch das Walten unserer eigenen Spezies und nicht durch kosmische Katastrophen? Kann der Wassermangel zu einem Krieg ums Wasser führen? Kann eine einfache ökologische Gleichung, wie auf S. 961 dargestellt, eine realistische Zukunftsperspektive liefern? Handelt es sich bei der Plastikflut in den Meeren und der Natur allgemein bloß um ein ästhetisches Problem, oder steckt viel mehr dahinter?

Christian Voll, Gerald Blaich, Robert Hofrichter, Jan Gohla, Matthias-C. Müller, Jacek Engel, Sandra Bračun, Walter Buchinger, Walter Rottensteiner, Wolfgang Pekny, Helmut Wipplinger, Dominic Wipplinger, Stefan Haardt, Roland R. Melzer, Martin Pfannkuchen

Medienakteure. Parallele Fragmente

Im Jahr 2018 erstellt Filmemacher, Medienkünstler und Professor für Crossmedia Publishing Kevin B. Lee ein Video-Essay über den britischen Journalisten John Cantlie, der 2012 in Syrien verschleppt wurde. Zwischen 2014 und 2016 trat Cantlie in Videos des IS auf und verfasste (vorgeblich) Artikel im IS-Magazin Dabiq. In diesem Beitrag gibt Lee Auskunft über seinen Zugang zu Cantlie und dessen medialer Agency als Person und Gegenstand der Recherche und der Konzeption des Video-Essays. Dabei rekonstruiert und reflektiert er das Erleben seiner eigenen Rolle als Betrachter, Adressierter und Verwerter der medialen Spuren Cantlies sowie dessen kolonialer/kolonialisierter Berufs- und Familiengeschichte im Lichte von Konzepten wie dem der Parasozialität und der Spectatorship.

Kevin B. Lee

Kapitel 8. Die Kernenergie angesichts von Klimawandel und Energiekrise

Unsere Energieversorgung und insbesondere unsere Mobilität basieren fast ausschließlich auf fossilen Brenn- und Treibstoffen. Deren Reserven sind bald einmal aufgebraucht und das freigesetzte CO2 führt zum Anstieg der Treibhausgase in der Atmosphäre und ist damit die Hauptquelle des globalen Klimawandels, der früher oder später zu einer existenziellen Bedrohung der Menschheit werden könnte. In diesem Kontext sollte die Rolle der Kernenergie neu beurteilt werden, denn sie könnte bei der Bewältigung des Klimawandels eine wichtige Rolle spielen.

Hansruedi Völkle

Unbekannte Theorie-Objekte der Trendforschung (LXI): Die Unschärfe als strategische Dimension der Markenpersönlichkeit

„Die Unbekannten Theorie-Objekte, sogenannte UTO’s, sind zufällige Verdichtungen des theoretischen Feldes. […] UTO’s sind Kristallkugeln, in denen das vage Licht eines noch nicht existierenden Theorems auftaucht.“ Dies schrieb 1993 die Agentur Bilwet aus Amsterdam, die sich die Verbreitung illegaler Wissenschaften zum Ziel gesetzt hat.

Franz Liebl

Kapitel 5. Erzähl mir eine Geschichte. Wie funktioniert die Geschichte?

Erzählen, um die Welt zu verstehen, ist ein Prinzip, das sich wie ein roter Faden durch die Geschichte der Menschheit zieht. Im Erzählen erkennt man sich selbst und andere. Erzählen ist eine sinnliche Erfahrung, denn es stimuliert unsere Fantasie.

Albert Heiser

Kapitel 2. Thermische Antriebe

Die Umsetzbarkeit und die Grenzen thermodynamischer Prozesse zur Umwandlung von Wärme in Arbeit werden zunächst im Einklang mit den Entwicklungsszenarien innerhalb eines Energiemanagements gemäß Kap. 1.3 betrachtet – wonach Wärmekraftmaschinen als Direktantriebe, als Antriebsmodule oder als Energiewandler zur Elektroenergie einsetzbar sind. In dieser Weise wird die Effizienz einer Wärmekraftmaschine als Baustein in einem Antriebssystem bewertet, unabhängig von Leistungs- oder Drehzahlbereich, der nur für Direktantriebe gelten.

Cornel Stan

Kapitel 6. Produktpolitik

Gegenstand dieses Kapitels sind die wesentlichen Entscheidungsbereiche der Produktpolitik im Rahmen des Marketingmix. Wir erläutern verschiedene Produktmerkmale sowie grundlegende Unterschiede zwischen Konsumgütern und Dienstleistungen. Zudem geht es um die Gestaltung des Absatzprogramms und wichtige produktpolitische Möglichkeiten wie die Produktentwicklung, Produktveränderung oder Produktdiversifikation.

Jean-Paul Thommen, Ann-Kristin Achleitner, Dirk Ulrich Gilbert, Dirk Hachmeister, Svenja Jarchow, Gernot Kaiser

Kapitel 4. Praxisbeispiel: Ideenwerkstatt „Unser Leben in der Zukunft“

Die Projektentwicklung von Quartieren umfasst den gesamten Prozess von der ersten Idee bis zur Fertigstellung des neuen Lebensraums. Quartiere stehen aktuell im Mittelpunkt städtebaulicher Entwicklungen: Sie bieten die Chance, den Genius Loci zu verändern und die Qualität und den Nutzwert zu beeinflussen. Quartiere sind wie eingangs beschrieben komplexe Systeme mehrerer Immobilien und verschiedener Nutzungsarten, die gemeinsam eine langfristig funktionierende wirtschaftliche Einheit bilden.

Ilke Heller, Stefanie von Andrian, David Stahmann, Verena Gehrmann-Linnerth

4. Teil Haftung des Gesellschafters

In der Praxis sind viele Gesellschafter verunsichert, weil sie zwar darüber informiert sind, dass es grundsätzlich Haftungsrisiken gibt, jedoch nicht wissen, ob sich im Einzelfall ein solches Risiko verwirklicht hat und sie mit einer Inanspruchnahme durch die Gläubiger, die Gesellschaft oder gar durch einen Mitgesellschafter rechnen müssen. Die Kenntnis der Grundlagen der Haftung ist daher für jeden Gesellschafter zur Einschätzung seiner Risiken unerläßlich.

Rocco Jula

Markenführung durch Social Design – Warum im digitalen Zeitalter Beziehungen zum Kapital von Marken werden und warum Brand Communities die ersten Marken-Medien sind

Ausgehend von einem kulturtheoretischen Verständnis von Marke plädiert Stefan Baumann im Rahmen seines Beitrags für die stärkere Orientierung an „Brand Communities“. Nach seinem Verständnis der durch die Digitalisierung ausgelösten Wandlungsprozesse stehen Marken in Zukunft zunehmend in netzwerkartigen Beziehungen zu unterschiedlichen Interessengruppen. Die stärkere Orientierung an einem Beziehungsmanagement erfordert seinen Überlegungen zufolge ein „Social Design“, aus dem im Idealfall intensive soziale Bindungsverhältnisse in Form von Communities entstehen.

Stefan Baumann

Kapitel 1. Kapital- und Finanzplanung

Nach der Bearbeitung dieses Kapitels werden Sie wissen, ...… wie mithilfe der Kapitalbedarfsplanung bei Unternehmensgründungen und -erweiterungen der Kapitalbedarf ermittelt werden kann.... wie die Finanzplanung für die kontinuierliche Kapitalbedarfsermittlung eingesetzt werden kann.... wie die Finanzbudgetierung als Orientierungshilfe und Abstimmungsinstrument des Managements genutzt werden kann.... wie über die Kapitalflussrechnung Transparenz über den Zahlungsmittelstrom eines Unternehmens geschaffen werden kann.

Margarita Uskova, Thomas Schuster

FLAIT Mobilitätssystem

FLAIT (Fast Lane Artificial Intelligence Transportation; www.flait.eu ) ist ein Mobilitätssystem bestehend aus: Einem innovativen Fahrzeug mit vielen Alleinstellungsmerkmalen Einem Leitsystem mit dem erstmals der fahrerlose Betrieb im Innenstadtverkehr möglich wird Einer Leitzentrale mit der die Fahrzeugflotten intelligent, sicher und effizient geführt werden

Herwig Fischer

11. Einstufige Distributionssysteme

Ob man Lagerbestände als „Working Capital“ bezeichnet oder als „totes Kapital“ einstuft, ist keine reine Geschmackssache. Nicht selten sind sie beides. Der bei „optimalen“ strukturellen und prozessualen Voraussetzungen vorgehaltene Lagerbestand kann, wie bislang gezeigt, wertschöpfend sein, insbesondere, indem er zur Ausschöpfung von Losgrößeneffekten und zur Glättung der Auslastung von Transportkapazitäten beiträgt, eine Kombination aus kurzen Lieferzeiten und späten „Cut-off-Times“ ermöglicht sowie die Störanfälligkeit von Prozessen reduziert (Auf der Strecke vom Order Penetration Point zum Kunden kann nicht mehr viel passieren.). Wie oben schon herausgearbeitet, hängen sowohl die Gesamtbestände als auch die Lieferbereitschaft eines Netzwerks von der Lage des Entkopplungspunkts ab. Die nachstehende Graphik (Abb. 11.1) veranschaulicht die drei im Folgenden beschriebenen Systemarchitekturen in Abgrenzung zu dem bislang entwickelten Modell eines zweistufigen Warenverteilsystems. Die entscheidenden Unterschiede sind der jeweilige Mix aus Push- und Pull-Prinzip sowie die Lage des Order Penetration Point (OPP).

Wolf-Rüdiger Bretzke

Beschreibende Statistik

Eine Darstellung der Beschreibenden Statistik erfordert Motivationen, Beispiele, Erläuterungen, Interpretationen, Nachweise und graphische Umsetzungen bzw. Illustrationen, für die in diesem Manuskript nicht immer genügend Raum ist. Eine ausführliche Darstellung findet sich im Lehrbuch zur Beschreibenden Statistik Burkschat et al. (2012).

Erhard Cramer, Udo Kamps

3. Kriterien bei der Motorauslegung

Bei der Auslegung eines Motors erfordert bereits der erste Entwurf eine Anzahl wesentlicher Festlegungen, die Einfluss auf die Motorcharakteristik nehmen. Der an einer Auslegung erkennbare technische Fortschritt drückt sich nicht zuletzt auch in der Dimensionierung des Motors bzw. seiner Komponenten aus. Wichtige Motorhauptabmessungen ergeben sich dabei direkt aus der Triebwerksauslegung, der somit elementare Bedeutung zukommt. Hier gilt es, eine Anzahl maßgeblicher Gesichtspunkte zu beachten, deren physikalischer Hintergrund weltweit in Fachbüchern und Veröffentlichungen erörtert wird.Im Mittelpunkt dieses Kapitels steht neben der Festlegung der Hauptabmessungen die Definition wichtiger Motorkenndaten. Gerade auch Letztere kennzeichnen den technischen Fortschritt der Motorenentwicklung unter den jeweils gegebenen und sich mit der Zeit verändernden Rahmenbedingungen. Sie ermöglichen zudem den direkten Vergleich ausgeführter Motoren.

Eduard Köhler, Rudolf Flierl

Kapitel 4: Eine kurze Geschichte erfolgreicher lateraler Organisationen

Laterales Management setzt auf das Prinzip Selbstverantwortung. Dahinter steht die Idee, dass Menschen in Unternehmen motivierter arbeiten, wenn sie Verantwortung übernehmen und selbst Entscheidungen treffen können. Tom Peters und Bob Waterman beschreiben in den Spitzenleistungen acht hervorstechende Eigenschaften von Spitzenunternehmen. Eine heißt: Produktivität durch Menschen. Tom Peters berichtet über einen Mitarbeiter bei General Motors, der nach 16 Jahren entlassen worden war und mit dem nie ernsthaft darüber gesprochen worden sei, wie er seine Arbeit besser machen könne. Es war eine der Grundbotschaften der Spitzenleistungen, dass Menschen über Potenziale verfügen, die sie in Organisationen einbringen möchten. Tom Peters forschte über selbstverantwortliche Strukturen in Europa und in Japan, da er von diesen Ideen begeistert war.

Roland Geschwill, Martina Nieswandt

Kapitel 6. Auswertung und Ergebnisdarstellung

Nachfolgend werden die Ergebnisse der empirischen Untersuchung innerhalb von Fallstudien einzeln ausgewertet (Kap. 6.1 bis 6.5) bevor im Anschluss eine gemeinsame Interpretation der Ergebnisse unter Rückgriff auf den angelegten theoretischen Rahmen vorgenommen wird (Kap. 7). Die Darstellung der Fallstudien wird dabei wie folgt gegliedert: Nach einer kurzen allgemeinen Vorstellung der Unternehmen unter Einordnung der Samplekriterien wird erstens die Unternehmensentwicklung der jeweiligen KMU entlang besonderer Lebensereignisse beschrieben und die Genese der Kommunikation entlang dieser Ereignisse abgebildet. Die zentralen Lebensphasen, die als Einflussfaktoren auf die Genese und Weiterentwicklung der Mittelstandskommunikation wirken können, werden jeweils in einer Chronik zusammenfassend dargestellt.

Luisa Winkler

Kapitel 8. Diskurse

Dieser Abschnitt verbindet zwei bereits behandelte Konzepte: Konventionen und Frames. Frames sind Erwartungsstrukturen, die bei Akteuren bestehen und von gegenwärtiger Wahrnehmung aktiviert und damit handlungsleitend werden können. Konventionen sind Einigungen auf bestimmte Erwartungen, und in der Interaktion mehrerer Akteure ist es hilfreich, wenn bei ihnen ähnliche Frames aktiviert sind. Interaktionen, die auf Konventionen über Frames beruhen, bezeichnen wir als Diskurse. Hier werden diskutiert: (1) Als Beispiel ein Typ von Diskursen, der in der Mediensoziologie besondere Bedeutung besitzt, die sogenannte ‚Moral Panic‘; (2) Leben und Werk von Michel Foucault, den zentralen Theoretiker des Diskursbegriffs, (3) verschiedener seiner Aspekte in der theoretischen Analyse; (4) die hierauf aufbauende Methodologie der Diskursanalyse; und (5) die Bedeutung von Macht in Diskursen und der damit zusammenhängenden Frage, ob der Blick auf Diskurse notwendigerweise zum Relativismus führen muss oder ob Kommunikation über sie nicht doch allgemeingültige Ergebnisse erlaubt oder ob Kommunikation über sie nicht doch zur Findung allgemeingültiger Ergebnisse führen kann.

Hanno Scholtz

Open Access

Kapitel 3. Wirtschaftswissenschaftlicher Zugang

In diesem Kapitel wird der wirtschaftliche und gesellschaftliche Rahmen erläutert, in dem sich SyA nutzbringend einsetzen lässt und einen wirklichen Mehrwert liefern kann. Ein Mehrwert, der besonders in einem geeigneten Umgang mit komplexen Meinungsbildungs- und Entscheidungsprozessen immer wichtiger werden wird. Es wird auch deutlich, dass die momentan im Umgang mit diesen Rahmenbedingungen gehandelten Lösungsansätze diese Herausforderungen und Potentiale noch nicht wirklich erfasst haben.

Thomas Gehlert

Motorradfahren als Thema für realitätsbezogenen Mathematikunterricht

Zwei Arten von Zielen stehen auf dem Programm dieses Unterrichtsvorschlages, Verkehrserziehung und Wissen über Mathematik, genauer über die Möglichkeiten, mithilfe von mathematischer Modellierung einen Aspekt der Realität besser zu verstehen. Thematisiert werden Überholvorgänge und Kurvenfahrten.

Jürgen Maaß

Kapitel 3. Welche Arten von Simulationen gibt es?

Die nächste Frage, die wir uns stellen müssen, ist die nach der Simulation des Verkehrs bzw. noch einen Schritt davor diejenige über die zugrundeliegenden Modelle.

Michael Moltenbrey

Kapitel 9. Diskussion und Ausblick

Im Laufe dieses essentials haben wir schrittweise die theoretischen Grundlagen für einen mikroskopischen Verkehrssimulator erarbeitet. Den Grundstein bildete ein einfaches, dennoch mächtiges und weiterverbreitetes Modell basierend auf zellulären Automaten. Dieses war lediglich in der Lage einzelne lineare und einspurige Straßenabschnitte abzubilden.

Michael Moltenbrey

Kapitel 7. Nicht nur Autos fahren – Heterogener Verkehr

Wie wir aus unserem Alltag wissen, befahren nicht nur Autos unsere Straßen, sondern auch noch eine Vielzahl anderer Objekte: seien es kleinere wie Motorräder und Fahrräder oder größere wie Lastwagen. All diese haben einen Einfluss auf Verkehrsfluss und -dynamik und sollten daher bei Bedarf ebenso mit simuliert werden.

Michael Moltenbrey

Kapitel 2. Was ist Verkehr?

Die wichtigste Frage, die wir uns zunächst stellen müssen ist, die nach dem Verkehr selbst. Was verstehen wir unter dem allgemeinen Begriff „Verkehr“?

Michael Moltenbrey

4. Strategisches Marketing

Die deutschen Bierbrauer halten zwar große Stücke auf ihr traditionsreiches Handwerk. Vielen bereitet die Vermarktung ihrer weltweit angesehenen Produkte dennoch keine Freude. Der Bierabsatz in Deutschland sinkt seit nunmehr drei Jahrzehnten kontinuierlich, der jährliche Pro-Kopf-Konsum fiel von ehedem knapp 150 Liter auf heute nur noch 102 Liter (Deutscher Brauer-Bund 2019). Die Konsequenzen des schrumpfenden Marktes zeigen sich sehr deutlich auf den Preisschildern im Supermarkt. Mit preisaggressiven, häufigen Promotion-Angeboten versuchen auch Premium-Marken wie König Pilsener oder Warsteiner, ihre kapitalintensiven und fixkostenlastigen Abfüllanlagen auszulasten. Sie heizen damit eine Preissenkungsspirale an, unter der letztlich alle Marken leiden. Die höherpreisigen Markenbiere spüren zugleich den Druck der Billigbrauer. Nicht umsonst hat schon vor Jahren die Discountmarke Oettinger – im Angebot gibt es die Kiste schon unter fünf Euro – der Krombacher Brauerei den Rang als ausstoßstärkste deutsche Brauerei abgelaufen.

Gianfranco Walsh, Alexander Deseniss, Thomas Kilian

Der Wille … zum Reichtum – Ein Experiment zur Entdeckung von Reichtümern in Handtaschen

Mit einer Gruppe von 30 Probanden haben wir eine Studie durchgeführt, die darauf abzielte, durch die Anwendung von Kreativitäts- und Problemlösetechniken in systematischer Weise Geschäftsideen zu erzeugen. Diese Untersuchung wird in diesem Kapitel skizziert. Es wird ersichtlich werden, dass es möglich ist, mit sehr geringem Aufwand schnell zu vielversprechenden Geschäftsideen vorzudringen. Wir beschreiben ein Vorgehen, dass von den Lesern voraussetzungsfrei nachgeahmt werden kann.

Martin Sauerland, Johanna Höhs

10. Kurier-, Express- und Paketsendungen

Das Geschäftsmodell der Integratoren unterscheidet sich grundsätzlich von dem der normalen Luftfracht. Integratoren verkaufen vorrangig keine freie Kapazität, sondern ein Qualitätsversprechen (Franke 2017, S. 48), für das Kapazitäten in der Luft, auf der Straße und in den Sortieranlagen bereitgehalten werden.

Joachim G. Schäfer

6. Bremsanlage Braking System

Rennfahrzeuge sollen möglichst stark beschleunigen können, hohe Geschwindigkeiten erreichen und auch rasche Richtungswechsel durchführen können. Man denkt dabei in erster Linie an die Antriebskraft des Motors, an geringe Massen und Widerstände und an die Haftung der Reifen. Aber auch das Bremsen ist eine Beschleunigung, wenn auch eine negative, und mindestens genauso wichtig für geringe (Runden-)Zeiten wie positive Beschleunigung.

Michael Trzesniowski

1. Alles im Wandel

Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber ich habe jeden Tag gefühlt hundert Baustellen, an denen ich gleichzeitig arbeiten könnte. Von spannenden Aufgaben bis hin zur gefühlten Überforderung warten jeden Tag immer neue Überraschungen auf mich. Kennen Sie das auch aus Ihrem Unternehmer-Alltag?

Nadja Forster

4. Die Beurteilung von Werbetext und Gestaltung

Häufig fallen die Entscheidungen über Gestaltung unter falschen Voraussetzungen. Drei Schlagworten gehen wir nach: Kompetenzprobleme, Entscheidungsprobleme und Abstimmungsprobleme. Je besser Ihr Team und Sie Ihre Erwartungen vor der Beurteilung sortieren, desto leichter fällt die Entscheidung für großartige Gestaltung. Dabei folgen wir zunächst den Vorgaben des Kreativ-Briefings. Danach erhalten sie Tipps für die Moderation und das Vorgehen beim Beurteilen. Wie wird die Textwüste fruchtbar gemacht? Wie motiviert man Kollegen und führt sie zu neuen Ufern? Welche grundsätzlichen Voraussetzungen müssen für gute Texte erfüllt sein?

Albert Heiser

Kapitel 22. Funktionale und elektrische Sicherheit

Die Elektrifizierung des Antriebsstrangs führt dazu, dass sowohl bereits bekannte aber auch neuartige Gefährdungen und deren Risiken über die verschiedenen Phasen des Produktlebenszyklus hinweg betrachtet, bewertet und als Sicherheitsaspekte bei der Auslegung eines elektrischen Antriebsstrangs und seinen Komponenten angemessen beachtet werden müssen. Die Funktionale Sicherheit (FuSi) vermeidet Gefährdungen durch funktionales Fehlverhalten, das sich unmittelbar aus fehlerhaften Elektrik-, Elektronik- bzw. Softwarebestandteilen des elektrischen Antriebsstrangs und seinen Komponenten ergeben könnte. Fahrzeuge, Infrastruktur und inzwischen auch der gesamte Kundendienstbereich werden im Hinblick auf die elektrische. Sicherheit stetig weiter verbessert. Jetzt muss sich das Augenmerk zunehmend auch auf andere Bereiche richten; insbesondere Rettungskräfte, Feuerwehren und Bergungsunternehmen stehen hier im Fokus.

Matthias Maihöfer, Volker Blandow

9. Generische Wertestrategien und die notwendigen Schlussfolgerungen

Warum finden so gegensätzliche Automobilhersteller wie KIA und Porsche gleichermaßen Käufer? Genau hier setzen die vorne skizzierten generischen Wettbewerbsstrategien mit ihrer Aufklärung ein. Michael Porters generische Marktpositionierungen, die Kostenführerschaft und Differenzierung kombiniert mit den „scope of areas“, geben die Antwort. Kostenführer wie Differenzierer treten entweder als Nischenanbieter (Dollar Store; Porsche) oder mit breit gestreutem Marktzugang (KIA; Mercedes; Walmart) in dem jeweiligen Regionalmarkt auf (Carpenter und Sanders 2009, S. 174). Dagegen sitzen weniger erfolgreiche Unternehmen meist „zwischen den Stühlen“, weil ihnen ein Wettbewerb überlegenes Kundenangebot fehlt (Porter 1980, S. 41 ff).

Wolfgang Harburger

13. Das 4-Stufen-Modell zur Entwicklung und Überprüfung von Geschäftsstrategien

Um Geschäftsstrategien weiterentwickeln zu können, diesmal unter Berücksichtigung der strategischen Grundsätze und Logiken, ist das 4-Stufen-Modell entworfen worden. Die vier Stufen dieses „Strategy Dashboards“ sollen sicherstellen, dass alle notwendigen Schritte durchlaufen werden. Im Gegensatz zu einem möglichen ersten Eindruck wird dabei die Absicht verfolgt, schnell auf den Punkt zu kommen. Um dies zu erreichen, werden in vier Stufen ausschließlich robuste strategische Instrumente eingesetzt. Tatsächlich werden einige eher abstrakt erscheinende Themen durch die Anwendung strategischer Instrumente anfassbar, begreifbar. So ist die Portfolio-Technik ein bilanzierendes Instrument, indem sie Kennzahlen aufeinander bezieht und so eine größere Klarheit zustande bringt als dies bei Excel-Tabellen möglich ist.

Wolfgang Harburger

Kapitel 4. Best Practices im B2B eCommerce

Die hier vorgestellten Best Practices im B2B eCommerce wurden durch Online-Recherchen identifiziert. Bei den meisten Best Practices handelt es sich entweder um Preisträger verschiedener Wettbewerbe oder um Klienten der mehrfach ausgezeichneten Digitalagentur „Kommerz – The Frontend Company GmbH“ aus Essen, die sich auf B2B Shops spezialisiert hat. Alle dargestellten Shop-Beispiele zeichnen sich durch eine überdurchschnittliche Bedienbarkeit nach den Usability-Kriterien aus. Die Daten, Zahlen und Fakten zu den dargestellten Beispielen wurden größtenteils den aktuellen Geschäftsberichten (2018/2019), Wikipedia oder Informationen auf den Websites und aus der Presse entnommen.

Gerrit Heinemann

Kapitel 3. Ideenformulierung

Die folgenden Ausführungen befassen sich mit dem ersten Erfolgsfaktor eines jeden zu gründenden Unternehmens für die Phase der Ideenformulierung: dem Gründer bzw. dem Gründerteam und dessen bzw. deren Beschreibung im Rahmen der Erstellung eines Businessplans. Durch diesen Businessplan erfährt die Gründungsidee eine schriftliche Formulierung bzw. Darstellung. Entsprechend sind die nachfolgenden Punkte Bestandteile dieses Plans. Dabei stehen folgende Fragen für den Faktor „Management“ im Mittelpunkt der Betrachtungen, deren Antworten zugleich auch die Lernziele darstellen: Welche allgemeinen Informationen müssen zu den Gründern hinsichtlich deren Qualifikation und Vision im Rahmen eines Businessplans gemacht werden? Wie sieht die Aufgaben- bzw. Rollenverteilung zwischen den Gründern aus und welche Beteiligungsverhältnisse liegen vor? Wie gestaltet sich die Organisation innerhalb des Gründerteams und welche Regeln gilt es hierbei zu beachten?

Tobias Kollmann

Kapitel 12. Zustandsänderungen und Kreisprozesse

Wir haben jetzt endlich alle Werkzeuge zusammen, um Zustandsänderungen zu betrachten. Ein Beispiel für eine Zustandsänderung wäredas Komprimieren eines Gases wie in Abbildung 12.1. Es handelt sich also einfach gesagt um Änderungen in den makroskopischen Größen (etwa das Volumen), die ein thermodynamisches System (etwa ein Gas) definieren. Dabei wollen wir sehen, wie sich Gase unter Änderungen dieser Größen verhalten.

Christoph Kommer, Tim Tugendhat, Niklas Wahl

4. Leichtbau

Leichtbaukonstruktionen sind hinsichtlich Entwicklung, Herstellung und Erprobung meist sehr aufwändig. Trotzdem bietet Leichtbau wirtschaftliche Vorteile, wenn die Gewichtsminderung anderweitige Einsparungen oder funktionelle Verbesserungen zur Folge hat. In diesem Kapitel werden die drei Methoden Bedingungs-Leichtbau, Stoff-Leichtbau und Form-Leichtbau erklärt und allgemeine Hinweise zur Konstruktion von Leichtbaustrukturen gegeben.

Gustav Niemann, Hans Winter, Bernd-Robert Höhn, Karsten Stahl

8. Löt-, Kleb- und kombinierte Verbindungen

Löt- und Klebverbindungen sind bedingt lösbare Stoffschlussverbindungen unter Zuhilfenahme eines Zusatzmaterials. Die Lötverbindung wird mithilfe eines unterhalb der Schmelztemperatur der Bauteile erwärmten Lots erzielt. Bei der Klebverbindung wird ein Klebstoff auf dem Bauteil bei Raumtemperatur oder höheren Temperaturen ausgehärtet. Kombinierte Verbindungen sind bspw. Punktschweiß-, Niet- und Schraubklebverbindungen.Das folgende Kapitel zeigt Anwendung, Eigenschaften und Funktionen dieser Verbindungen. Es werden die Herstellung und verwendete Werkstoffe erklärt sowie die Tragfähigkeitsnachweis vorgestellt und anhand eines Berechnungsbeispiels angewendet.

Gustav Niemann, Hans Winter, Bernd-Robert Höhn, Karsten Stahl

9. Mechanisches Verhalten der Faserverbundwerkstoffe

Verbundwerkstoffe sind Kombinationen verschiedener Materialien mit dem Ziel, günstige Eigenschaften der beteiligten Werkstoffe zu vereinen. Dass derartige Kombinationen vorteilhaft sein können, wurde bereits in den Abschnitten 6.4.3 für die Teilchenhärtung von Metallen und 7.5 für Dispersionskeramiken gezeigt.

Joachim Rösler, Harald Harders, Martin Bäker

15. BikeSharing-System der 5. Generation

Szenarien und Herausforderungen für den Einsatz autonom agierender Fahrräder

Die gegenwärtige Diskussion zum autonomen Fahren und die damit verbundenen Möglichkeiten zur Realisierung von Mobilität-als-Dienstleistung-Anwendungen konzentriert sich bisher auf automotive Szenarien. In eine ganzheitliche Lösungsstrategie für urbane Räume sollten aber auch Rufsysteme für Mikro- und Mini-Transportplattformen Eingang finden, da damit eine ökologische und ökonomische Ergänzung zum PkW-gestützen Individualverkehr geschaffen wird. Dieser Beitrag beschreibt die Vorteile eines Fahrradrufsystems auf der Basis von partiell autonom wirkenden Entitäten, diskutiert die technischen Herausforderungen und fasst den Stand der Technik zusammen.

Sebastian Zug, Stephan Schmidt, Tom Assmann, Karen Krause, Sigrid Salzer, Martin Seidel, Michael Schmidt, Karl Fessel

6. Systematik der Fahrzeuggetriebe: Konstruktive Grundkonzepte

Bevor auf die Auslegung und Gestaltung wichtiger Komponenten von Fahrzeuggetrieben eingegangen wird, sollen zunächst konstruktive Grundkonzepte von Getrieben vorgestellt und systematisch behandelt werden. Das Kapitel legt damit die Basis zum Verständnis der ausgeführten Seriengetriebe, die in Kapitel 11 „Beispiele ausgeführter Konstruktionen“ erörtert werden. Es startet mit Erläuterungen zu Anordnungsmöglichkeiten der Getriebe in Pkw- und Nkw-Antriebssträngen sowie dem grundsätzlichen Aufbau von Getrieben. In Abschn. 6.5 werden dann systematisch die Getriebekonzepte für Pkw anhand von Räderschemata entwickelt. Dies geschieht für quer und längs eingebaute Getriebe, eingeteilt in Handschaltgetriebe (MT), Automatisierte Schaltgetriebe (AMT), Doppelkupplungsgetriebe (DCT), Automatgetriebe (AT), Stufenlosgetriebe (CVT) sowie für verschiedene Konzepte von Hybridantrieben und reinen E-Antrieben. Die Darstellung der Getriebekonzepte für Nkw in Abschn. 6.6 erfolgt analog, obgleich Nkw-Getriebe sich bei den Konzepten in vielerlei Hinsicht von Pkw-Getrieben unterscheiden. Auf diese Besonderheiten, wie beispielsweise deren Aufbau als Gruppengetriebe, wird eingegangen. Behandelt werden Konzepte für Nkw-MT, AMT, DCT, AT, CVT sowie Hybrid- und E-Antriebe. Konzepte für Endantriebe (Achsgetriebe, Differentialgetriebe, Verteilergetriebe) von Pkw und Nkw werden in Abschn. 6.7 systematisch dargestellt. Für Nkw von hoher Bedeutung sind ferner Nebenabtriebe (Abschn. 6.8) und Dauerbremsen, sogenannte „Retarder“ (Abschn. 6.9).

Dr.-Ing. Harald Naunheimer, Prof. Dr.-Ing. Bernd Bertsche, Dr.-Ing. Joachim Ryborz, Dr.-Ing. Wolfgang Novak, Dr.-Ing. Peter Fietkau

38. Wälzlager

Herbert Wittel, Dieter Jannasch, Joachim Voßiek, Christian Spura

Zwischen Pokal und Hospital. Versuch über eine von der kognitiven Metapherntheorie inspirierte Bildanalyse

Nach den ersten in der Literatur dokumentierten Ergänzungen der Metaphernanalyse durch die metaphorische Interpretation von Artefakten wird anhand von Forcevilles Analysen von visueller Werbung und Filmen deutlich, dass der Metaphernbegriff von Lakoff und Johnson sich keineswegs auf sprachliche Metaphern beschränkt und sich auf alle Modalitäten menschlicher Erfahrungen bezieht. Forceville schlägt statt einer weiteren und rein visuellen eine multimodale Analyse metaphorischer Gehalte von symbolischen Äußerungen vor. Eine Möglichkeit, die Sinngehalte solcher komplexen Situationen zu rekonstruieren, stellt die szenische Hermeneutik nach Alfred Lorenzer dar.

Rudolf Schmitt

Kapitel 3. Städte am Amazonas

Bei allen Siedlungen und Städten am Amazonas existieren keine Straßenverbindung nach außen in das Hinterland. Trotzdem gibt es heute überall Autos und vor allem Motorräder, die das Leben der Menschen in diesem schwül-heißem Klima erleichtern. Der gesamte Warenverkehr am Amazonas wird hingegen nicht über die Straße, sondern über Schiffe abgewickelt, im geringen Umfang auch per Flugzeug oder über Graspisten. In diesem Kapitel wird das Leben der Menschen in folgenden Städten beschrieben: Iquitos (Peru), Leticia (Kolumbien), Manaus (Brasilien), Parintins (Brasilien), Santarém (Brasilien) und Belém (Brasilien). Vor allem sind es die Märkte, die einen guten Einblick in die dortige Lebenswirklichkeit vermitteln. Darüber hinaus werden interessante Sehenswürdigkeiten und attraktive Ausflugziele vorgestellt.

Lothar Staeck

Kapitel 1. Die Grundlagen des E-Business

Was ist die Basis für das E-Business? Es sind die digitalen Daten, die über elektronische Technologien zwischen ökonomisch Beteiligten ausgetauscht werden! Es sind die Nullen und Einsen als digitale Inhalte, die drei Kernelemente Information, Kommunikation und Transaktion auf einer elektronischen Handelsebene repräsentieren (Kollmann 2019a).

Tobias Kollmann

Kapitel 32. Ziele, Leistungsgrößen und Erfolgsfaktoren identifizieren und steuern

Dieses Kapitel legt zunächst die Relevanz des Markencontrolling für das Corporate Brand Management in wirtschaftlich kompetitiven Märkten dar und zeigt auf, wie dieses mithilfe eines Markenkontroll-Cockpits erfolgreich etabliert werden kann. Des Weiteren werden die hierfür notwendigen Kennzahlen und deren Operationalisierungen vorgestellt. Abschließend wird auf die sogenannte Brand-Scorecard eingegangen, die eine Berücksichtigung der gesamten Markenarchitektur und deren Stakeholder sicherstellt.

Torsten Tomczak, Joachim Kernstock, Tim Oliver Brexendorf

Kapitel 15. Den Funnel als Analyse- und Steuerungsinstrument von Brand Behavior heranziehen

Das im folgenden Kapitel beschriebene Modell dient der Analyse und Steuerung des Brand Behavior. Der sogenannte „Funnel“ postuliert, dass Mitarbeiter ein der Markenidentität konformes Verhalten an den Tag legen, sofern alle folgenden drei Voraussetzungen erfüllt sind: Wissen, wofür die Marke steht, Commitment zur Marke und die notwendigen Fähigkeiten, das Markenversprechen einzulösen. Mithilfe des Funnels ist einerseits ein pragmatischer, handlungsorientierter Ansatz zur Gliederung des Mitarbeiterverhaltens in seine elementaren Bestandteile gegeben. Andererseits liegt mit dem Funnel ein Analyse- und Steuerungsinstrument für das Brand Behavior vor. Zusammenfassend ermöglicht der Funnel einen effektiven Einsatz von Behavioral-Branding Maßnahmen. Da es sich um ein allgemeines Modell handelt, ist vor einer Implementierung zu klären, welche unternehmensspezifischen Charakteristika Einfluss auf die Komponenten des Funnels nehmen. Diese sind dann im Rahmen von Trainings entsprechend zu berücksichtigen.

Daniel Wentzel, Torsten Tomczak, Joachim Kernstock, Tim Oliver Brexendorf, Sven Henkel

Plattencover und Konzertplakate

PlattencoverPlattencover und KonzertplakateKonzertplakate sind nicht nur „Verpackungen“ oder Werbeträger, sondern prägen mit ihrer spezifischen Ästhetik das Selbstverständnis sowohl der Bands als auch das Lebensgefühl der Fans. Neben einer Unzahl von beliebig austauschbar wirkender Cover und Plakate gibt es maßgebliche „Leuchttürme“, bei denen das Artwork als Experimentierfeld für avantgardistische Designer wie auch Projektionsfläche für Sehnsüchte oder politische Statements in die Kulturlandschaft strahlt. Diese Zeitzeugen überdauern die jeweiligen Musik- oder Modeströmungen und beeinflussen nachfolgende Generationen. Im Artwork manifestiert und konserviert sich der Zeitgeschmack auch der jeweiligen Jugendkulturen und wird nicht selten zur Ressource für Retro-Trends. Als dokumentarische Archivalien der Zeitgeschichte und kulturhistorisch relevante Primärquellen lässt die Gestaltung authentische Rückschlüsse auf die Entwicklung der Popkultur zu, die mit der digitalen Revolution in eine neue Phase eingetreten ist. Im folgenden Beitrag werden einige Charakteristika und stilbildende Beispiele aus den ersten 50 Jahren Rock- und Popmusikgeschichte vorgestellt.

Roland Seim

Lizenzierung von Marken

Die Lizenzierung von Marken gewinnt stetig an Bedeutung. Sie ist nicht nur ein Instrument zur Risikoreduzierung bei der Internationalisierung und beim Eintritt in neue Produktmärkte, sondern wird auch zur markenrechtlichen Absicherung benachbarter Warenklassen und zum Merchandising im Sinne einer Sekundärvermarktung von Marken genutzt. Darüber hinaus ist die Lizenzierung von Marken ein unverzichtbares Instrument bei der Restrukturierung von Unternehmen und bei der Verwertung notleidender bzw. der Wiederbelebung insolventer Marken. Die Markenlizenzierung kann als eine Form der strategischen Allianz angesehen werden. Ihr Vorteil liegt darin, dass die Nutzungsbasis einer bestehenden Marke durch partnerschaftliche Nutzung ohne nennenswerte Investitionen und bei geringem Risiko erweitert wird. Allerdings muss der Markeninhaber sehr sorgfältig die Vor- und Nachteile im Einzelfall abwägen. Entscheidet er sich für die Markenlizenzierung, ist ein professionelles Lizenzmanagement unerlässlich.

Christof U. Binder

Kapitel 3. Herausforderungen für multinationale Automobilunternehmen durch globale Umfeldtrends

Multinationale Automobilunternehmen stehen vor vielfältigen neuen Herausforderungen. Dies zeigen Studien und Prognosen und Diskussionen auf dem jährlich stattfindenden Duisburger „Wissenschaftsforum Mobilität“. Sie zeigen sich aber auch in Berichten und Gesprächen in Muttergesellschaften und in 90 Tochtergesellschaften von 15 deutschen Automobilherstellern und -zulieferern in den vier BRIC-Ländern (Brasilien, Russland, Indien und China), in Mexiko und in den USA zwischen 2013 und 2017.

Heike Proff

Kapitel 4. Ansatzpunkte zur Neuausrichtung der Geschäftsmodelle multinationaler Automobilunternehmen in Zeiten des Umbruchs

In den Kapitel 2 und 3 wurde begründet, dass sich für multinationale Automobilunternehmen durch Veränderungen im Unternehmensumfeld die Komplexität stark erhöht hat. Mit der eher inkrementellen und kontinuierlichen Ausdifferenzierung der wachsenden Automobilmärkte und der Wettbewerbslandschaft seit Beginn des Jahrtausends erfolgte eine Ausdifferenzierung der Strategien zu Geschäftsmodellen. Auch durch den Übergang von einer länderübergreifenden zu einer länderspezifischen Steuerung ist die Komplexität stark gestiegen, so dass etablierte Unternehmen Gefahr laufen, aus dem Markt gedrängt zu werden (vgl. Kapitel 2.5).

Heike Proff

Kapitel 1. Einkommensteuer

Bei der Beratung von Medienberufen kommt es häufig zu Abgrenzungsschwierigkeiten. Insbesondere liegen die Probleme in der Feststellung, um welche Einkunftsart es sich handeln könnte. So stellt sich häufig die Frage, ob Einkünfte aus selbstständiger bzw. nichtselbstständiger Arbeit oder aber gewerbliche Einkünfte vorliegen.

Rüdiger Schaar, Reinhard Knauft, Marie Skrotzki

Kapitel 16. Interdisziplinäre Zusammenarbeit im Innovationsprozess

Eisenmann ist ein seit fast 70 Jahren nahezu ausschließlich organisch gewachsener Maschinen- und Anlagenbauer. Über die Zeit haben sich Technologien und Fachwissen immer weiter ausdifferenziert, sodass heute viele Querschnittsthemen existieren, die sich durch mehrere Unternehmensbereiche und Kundensegmente ziehen. Eine wichtige Aufgabe ist es, Synergiepotenziale zwischen den Bereichen zu heben und Austausch zu fördern, um effizient und effektiv innovative Produkte in einer immer komplexeren Welt auf den Markt bringen zu können. Zwei wichtige Aktivitäten von Eisenmann sind dabei das Fachexpertensystem und eine Softwareplattform für Technologieradar und Ideenmanagement. Sie sollen helfen, Informationsverteilung, Austausch und Zusammenarbeit über Bereichs- und Disziplingrenzen zu verbessern.

Philipp Wichert

Der Bürger rebelliert! Der italienische Polizei- und Gangsterfilm 1968–1980

Harald Steinwender widmet sich in „Der Bürger rebelliert! Der italienische Polizei- und Gangsterfilm 1968–1980“ dem Poliziottesco, einem B-Film-Zyklus des italienischen Genrekinos, der mehr als 200 Einzelfilme umfasst. Steinwender identifiziert den Poliziottesco anhand der Terminologie des italienischen Populärkinos als filone, als verhältnismäßig homogenen Korpus von Filmen, der aus der kommerziell motivierten, quasi-seriellen und zeitlich eng begrenzten Imitation, Variation und Weiterentwicklung einiger weniger Erfolgsfilme entsteht und der im Fall des Poliziottesco Variationen von Polizeifilmen, action- und gewaltbetonten Mafia- und Gangsterfilmen sowie Selbstjustiz- und Verschwörungsthrillern hervorbrachte. Steinwender nähert sich dem filone nicht mit einem Auteur-zentrierten Ansatz oder einem Close Reading ausgewählter Schlüsselfilme. Vielmehr versucht der Essay, das Genre in seiner ganzen Breite zu erfassen und seine historische Entwicklung, die kulturellen und zeitgeschichtlichen Bezüge sowie übergeordnete Narrative und Motive herauszuarbeiten. Der Poliziottesco erweist sich als tief verwurzelt in der Kultur seiner Entstehungszeit, einer Ära des Umbruchs und der politischen Gewalt, die als „bleierne Jahre“ bekannt wurden. Das in seiner Haltung zur Gewalt und zur Politik höchst ambivalente filone erscheint als ideologisch inkohärentes Genre, das die fundamentale Verwirrung vieler Menschen angesichts der Unübersichtlichkeit der politischen Lage unmittelbar abbildet und eine paranoide Welt entwirft, die von undurchschaubaren Konglomeraten aus Politik, Justiz, Polizei und Geheimdiensten, rechten und linken Terroristen sowie organisiertem Verbrechen bestimmt wird. Die Darstellung von hysterischer und traumatisierter Männlichkeit, im filone an Schlüsselmomente der anni di piombo gekoppelt, verleiht dem Poliziottesco im Rückblick die Funktion einer kollektiven Traumaerzählung.

Harald Steinwender

Kapitel 8. Starre und flexible Personalplanungsansätze

Die Differenzierung zwischen starren und flexiblen Planungsansätzen bezieht sich nicht auf die Flexibilität des jeweils erzielten Planungsergebnisses, sondern auf die Flexibilität der Entscheidungsprozedur; es handelt sich um Planungsmethoden. Die Methodik der flexiblen Planung wurde für Planungssituationen entwickelt, in denen zu Beginn des Planungszeitraums die Konsequenzen der künftig zu treffenden Entscheidungen zwar nicht mit Sicherheit bekannt sind, aber Auswirkungen auf die Optimalität der Aktionenfolge entfalten. Das Ziel der flexiblen Planung liegt somit in der Bestimmung eines optimalen Gesamtplans für sequentielle Entscheidungsprobleme. Bei starrer Planung wird die gesamte Entscheidungssequenz bereits zu Beginn des Planungszeitraums, bei flexibler Planung hingegen wird nur die in der ersten Periode zu realisierende Aktion eindeutig festgelegt. Für die Folgeperioden werden Eventualpläne generiert.

Thomas Spengler, Olga Metzger, Tobias Volkmer

Kapitel 3. Die Entwicklung der Persönlichkeitsmarke

In diesem Kapitel beantworten wir die Frage, wie der Aufbau einer starken Personal Brand Schritt für Schritt abläuft. Sie werden sehen, wie aus einer Persönlichkeit nach und nach das herausgeschürft und auf den Punkt gebracht wird, was sie stark macht und wertvoll ist für andere. Dabei setzen wir uns mit drei Kernfragen auseinander: Wie gehen Persönlichkeiten bei der Entwicklung der eigenen Identität vor? Wie gelingt es, auf Basis dieser Identität ein klares Profil herauszuarbeiten? Und wie funktioniert eine erfolgreiche Umsetzung in den Alltag?

Christopher Spall, Holger J. Schmidt

Kapitel 1. Die Grundlagen des E-Business

E-Business ist die Nutzung der Informationstechnologien für die Vorbereitung (Informationsphase), Verhandlung (Kommunikationsphase) und Durchführung (Transaktionsphase) von Geschäftsprozessen zwischen ökonomischen Partnern über innovative Kommunikationsnetzwerke. Doch worauf basiert die elektronische Wertschöpfung, um digitale Geschäftsmodelle im E-Business erfolgreich umsetzen zu können? Als Basis dienen zunächst innovative Entwicklungen im Bereich der Informationstechnik und -technologie wie z. B. die zunehmende Vernetzung und immer schneller werdende Datenübertragung. Diese ermöglichen den virtuellen und zeit- sowie ortsunabhängigen Informationsaustausch sowie die zunehmend ökonomische Nutzung digitaler Informationen für betriebswirtschaftliche Zwecke. Somit entsteht die Informationsökonomie rund um den zentralen elektronischen Wertschöpfungsprozess auf Basis des Informationsaustausches als Ausgangspunkt für die Digitale Wirtschaft. Der daraus resultierende Informationswettbewerb eröffnet neue Möglichkeiten für innovative digitale Geschäftsmodelle im Web 1.0, Web 2.0, Web 3.0, Web 4.0 und Web 5.0.

Tobias Kollmann

Kapitel 7. Habitate visueller Kommunikation

Mit welchen Argumenten kann man spezifische soziale Phänomene als besonders relevante, formgebende Habitate visueller Kommunikation beschreiben? In der Entfaltung bestehender soziologischer Begriffe, Theorien und empirischer Befunde werden Phänomene wie Macht, Emotion, Wissen, Materialität oder auch kommunikative Gattungen und Funktionssysteme als omnipräsente soziale Umgebungen dargestellt, deren Strukturen auf visuelle Kommunikation Einfluss nehmen.

York Kautt

FLAIT – Netzwerkgestütztes Mobilitätssystem zum autonomen Betrieb von Fahrzeugflotten

Megatrends bestimmen die mittel- bis langfristige Entwicklung der Technologie und auch der steigernden Unternehmenswerte. Neben den Trends der Kommunikationstechnologien sowie der Globalisierung hält auch die Urbanisierung seit Jahren an. Dieser Trend zu immer größeren Städten (bis hin zu „Megacities“) führt zwangsläufig zu immer größeren Problemen dort (siehe 1.2).

H. Fischer

Kapitel 10. Strategisches Beteiligungscontrolling

Die bisher dargestellten Analyseansätze sind die klassischen Methoden, Firmen bzw. Beteiligungen im Detail zu betrachten und werden so auch in gleicher oder ähnlicher Form sicherlich vielfach eingesetzt.Diese Ansätze kommen ausnahmslos aus dem angelsächsischen Raum und vor allem aus den USA. Diese haben ihren Ursprung in der wertorientierten Unternehmensführung und sind damit eng mit dem Thema Bewertung verbunden.In der Literatur gibt es inzwischen sehr viele Controllingansätze aus strategischer Sicht für Geschäftsbereiche und/oder Beteiligungen. Diese will ich hier nur auszugsweise kurz darstellen, dann aber sofort auf die mir wichtigen wertorientierten Ansätze übergeben.

Bernd Heesen

Kapitel 2. Die Gestaltung des Einkaufserlebnisses

In diesem Kapitel wird auf die Grundlagen der Einkaufserlebnisforschung eingegangen. Zielsetzung hier ist es, ein möglichst umfassendes Verständnis der Treiber des Einkaufserlebnisses zu erlangen und dabei auf aktuelle Entwicklungen in der Gestaltung des Einkaufserlebnisses in der Praxis einzugehen.

Andreas Toth

1. Grundbegriffe und -konzepte des Marketing

In diesem Kapitel machen Sie sich mit dem Marketingbegriff sowie zentralen Sichtweisen des Marketing vertraut und vollziehen die historische Entwicklung des Marketing nach. Sie- gewinnen Einblicke in die Denkweise und Aufgaben des Marketing,- beschäftigen sich mit der Identifizierung und Abgrenzung von Märkten,- setzen sich mit einem systematischen Entscheidungsverhalten auseinander,- erkennen neue Entwicklungen im Marketing und- lernen die institutionellen Besonderheiten des Marketing in verschiedenen Sektoren kennen.Besonderes Anliegen dieses Kapitels ist es, Marketing als marktorientiertes Entscheidungsverhalten von Unternehmen zu verstehen.

Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Manfred Bruhn

Die „kleinen“ Parteien – Ein Überblick zu den Wahlwerbespots bei der Bundestagswahl 2017

Der Beitrag widmet sich der Analye und Interpretation der Wahlwerbespots von den Parteien, die den Einzug in den Deutschen Bundestag nach der Bundestagswahl 2017 nicht geschafft haben, da sie an der Fünf-Prozent-Hürde gescheitert sind. Zunächst werden die Entwicklungen und die Ziele der einzelnen Parteien vorgestellt, bevor die angebotenen Texte und Bilder der Spots reflektiert werden. Eine jeweils abschließene Interpretation rundet die einzelnen Auswertungen ab. Insgesamt zeigt sich, dass die Werbefilme sehr unterschiedlich gestaltet worden sind. So wird mit Ängsten und Feindbildern ebenso gearbeitet wie mit Hoffnungen und Sehnsüchten. Des weiteren werden verschiedene Erzählformen in den Spots verwendet, die von der direkten Ansprache der Kandidaten über erzählte Spielszenen mit Testimonials bis hin zu Verwendung von Illustrationen und Montagen reichen.

Christian Schicha

25. Statistische Modelle

Experimentaldaten werden häufig dazu verwendet, statistische Modelle zu schätzen. Mit einem solchen geschätzten Modell lässt sich beispielsweise zeigen, wie gut eine bestimmte Menge an Variablen eine andere Variable erklären kann oder welche Werte der zu erklärenden Variable zu erwarten wären, wenn man von den im Labor beobachteten Daten abstrahiert. In diesem Kapitel stellen wir die gängigsten statistischen Modelle vor und besprechen ihre wesentlichen Anwendungsvoraussetzungen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf praxisrelevanten Abweichungen vom einfachen linearen Modell wie beispielsweise die Modellierung einer diskreten oder nichtnormalverteilten zu erklärenden Variable oder das Auftreten statistisch abhängiger Beobachtungen.

Prof. Dr. Joachim Weimann, Prof. Dr. Jeannette Brosig-Koch

37. Emissionsmesstechnik

Die Bestimmung der Abgaszusammensetzung sowie der Gesamtmassen an emittierten Schadstoffen und Klimagasen wird ein immer wichtigerer und aufwendigerer Teil der Motoren‑ und Fahrzeugentwicklung. Die Motivation, Abgas zu messen, kann man in drei Hauptbereiche unterteilen: 1. Gesetzliche Vorgaben erfüllen: Da die Gesamtzahl des weltweiten Fahrzeugbestandes und andere Anwendungen von Verbrennungsmotoren seit Jahrzehnten stetig steigen – es ist auch nicht zu erwarten, dass sich das in den nächsten Jahrzehnten ändern wird –, gibt es gesetzliche Vorgaben über die maximal erlaubten Emissionen. Fahrzeuge und Motoren dürfen nur verkauft werden (Typfreigabe), wenn nachgewiesen ist, dass sie diese Vorgaben erfüllen. Dazu werden in definierten Prüfzyklen die gesamt emittierten Massen der einzelnen Schadstoffkomponenten bestimmt und entweder auf die Fahrstrecke (g/km) oder die geleistete Arbeit (g/kWh) bezogen. 2. Motorenentwicklung: Die Zusammensetzung der Abgase gibt einen Einblick in die Betriebszustände des Motors (Gemischbildung, Verbrennung, Luft‐Kraftstoff‐Verhältnis usw.) sowie über die Funktion eines Abgasnachbehandlungssystems. Dafür werden vor allem die emittierten Abgaskonzentrationen gemessen und zusammen mit den gemessenen Einsaugluft‑ und Kraftstoffmassen bewertet (Mengenbilanzen).

Univ. Prof. Dr. Alexander Bergmann, Kurt Engeljehringer, Dr.-Ing. Rüdiger Teichmann

Die Sende-Inhalte 1974-1980

Es war der vorletzte Tag des Jahres 1973, als die erste Folge der neuen Jugendreihe über den Sender ging. Die Debütsendung ist nur in wenig aussagekräftigen Fragmenten dokumentiert. Thematisch vorgesehen waren für diesen Abend: „’Regierungserklärung’ und Inhaltsangabe der Sendereihe […]. Dazwischen entsprechende Spots, vorproduziert“.

Michael Kuhlmann

Kapitel 18. Weniger Ego, mehr Eco

Man muss nicht erst nach Nepal reisen, um zu verstehen, wie unser Ego tickt. Der Blick auf den Straßenverkehr einer deutschen Großstadt reicht vollkommen aus. Dieses Ego sorgt gerne dafür, dass mehr Gegeneinander und weniger Miteinander bei uns Menschen zu beobachten ist. Ein Ausflug ins Improvisationstheater gibt jedoch Anregungen, wie es anders funktionieren kann. Zusätzlich wird in diesem Kapitel betrachtet, welche Unterschiede zwischen Mitleid und Mitgefühl bestehen.

Andreas Steffen

Kapitel 9. Programmierung

Die Programmierung, Zusammenstellen von Anweisungen, erfolgt meist in einer sogenannten Hochsprache, die dann von speziellen Maschinen-Programmen (Compiler, Interpreter) für den Computer übersetzt wird.

Claudio Franzetti

Kapitel 1. Der wissenschaftliche Kontext

Die Hotellerie ist im Allgemeinen hoch verschuldet und verfügt über eine relativ geringe Eigenkapitalquote. Der Branchen-Median liegt bei 14 % Eigenkapital. Top-Unternehmen weisen 31 % Eigenkapital auf. Das heißt, die Fremdkapitalquote liegt bei 87 % bzw. bei 69 %. Die hohe Fremdkapitalquote ergibt sich aus Investitionen in das Anlagevermögen, die überwiegend durch Fremdkapital finanziert werden.

Bernd Heesen, Christoph Walter Meusburger

5. Schuldrecht – Gesetzliche Schuldverhältnisse

Inhalt dieses fünften Kapitels sind die gesetzlichen Schuldverhältnisse, insbesondere die Geschäftsführung ohne Auftrag (§§ 677 ff. BGB), die ungerechtfertigte Bereicherung (§§ 812 ff. BGB) und die unerlaubte Handlung (§§ 823 ff. BGB). Diese Schuldverhältnisse entstehen nicht durch Rechtsgeschäft, sondern durch Verwirklichung bestimmter (gesetzlicher) Tatbestände, also unabhängig vom Vorliegen einer Willenserklärung. Im Rahmen der Darstellung der unerlaubten Handlung werden auch einige hier wichtige Gefährdungshaftungstatbestände, wie zum Beispiel die Halterhaftung eines Fahrzeugführers oder die Produkthaftung, behandelt. Den Abschluss bilden für die Fallbearbeitung wichtige Prüfungsschemata.

Thomas Zerres

Kapitel 13. Rennstrecken Design – Entwicklung, Prozesse und Konzepte

Seitdem im Jahre 1907 die erste permanente Rennstrecke der Welt in Großbritannien „Brooklands“ eröffnet wurde, veränderten sich im Laufe der Jahre die Prämissen des Rennstrecken-Designs aufgrund der permanenten Erhöhung von Sicherheitsstandards sowie der Entwicklung unterschiedlichster Rennstreckenkonzepte. So schreiben die Organisationen der FIA und FIM für internationale Motorsport Veranstaltungen verbindliche Anforderungen für Rennstrecken vor, um einen definierten Sicherheitsstandard angepasst für die jeweilige Veranstaltung zu gewährleisten. Diese Anforderungen müssen bereits bei der Planung einer Rennstrecke berücksichtigt werden. Während in den Anfängen des Rennstreckenbaus noch alleinig der Motorsport im Fokus der Entwicklung lag, spielen heute zusätzliche wirtschaftliche Interessen eine Rolle. Einerseits kann die Rennstrecke durch aufwendige Architektur und entsprechende internationale Veranstaltungen wie Formel 1 oder MotoGP als Prestige-Objekt für ein Land oder eine Region dienen und somit volkswirtschaftlich erfolgreich sein. Andererseits kann die Rennstreckenentwicklung aufgrund kostenoptimierter Planung in Verbindung mit hoher Multi-Funktionalität sowie zusätzlicher Profit-Elemente wie bspw. Motorsport-Clubs, Hotels, Restaurants und Shopping für eine erhöhte Auslastung und den finanziell nachhaltigen Erfolg der Gesamtentwicklung sorgen. Weitere Einflussfaktoren beim Rennstreckendesign sind vorhandene Grundstücksparameter, Genehmigungsaspekte, interne Projektparameter (bspw. Projektbudget) sowie vorhandene und prognostizierte Marktparameter.

Carsten Tilke

Kapitel 1. Strukturen, Disziplinen und Regularien im Motorsport

Seit dem im Jahre 1894 die ersten organisierten Autorennen stattfanden, gibt es im Motorsport Regularien, die einen fairen Wettbewerb ermöglichen sollen. Über die Jahre wurden die Regelwerke immer umfangreicher und detaillierter. Wer heutzutage als Akteur in der Motorsportbranche erfolgreich sein will, muss diese komplexen Regularien beherrschen. Der internationale Motorsport wird von den beiden Weltverbänden FIA (Fédération Internationale de l'Automobile) und FIM (Fédération Internationale de Motocyclisme) gelenkt. Als Sporthoheit für den Automobil- und Motorradsport vertritt der DMSB (Deutscher Motor Sport Bund e.V.) den deutschen Motorsport als Mitglied in den internationalen Verbänden. Der Automobilsport in Deutschland kann in neun Disziplinen unterteilt werden: Rundstrecke, Bergrennen, Rallye, Autocross, Rallycross, Slalom, Dragster, Historischer Sport und Driftsport. Das DMSB-Handbuch ist für alle Motorsportler unentbehrlich. Untergliedert in eine Ausgabe für Automobil- und Kartsport sowie eines für den Motorradsport enthält es alle Reglements der einzelnen Motorsportdisziplinen. Die Teilnahme am vom DMSB organisierten Motorsport setzt den Besitz einer gültigen Lizenz für die entsprechende Sportart voraus. Gleiches gilt für die Funktionäre, die ebenfalls im Besitz einer entsprechenden Sportwartelizenz sein müssen. Der Motorsport ist eine Leistungssportart wie jede andere und unterliegt damit auch den allgemeinen Anti-Doping-Bestimmungen. Die Einnahme verbotener Substanzen und die Anwendung verbotener Methoden sind auch im Motorsport nicht erlaubt.

Martin Rosorius

Kapitel 3. Game-Genres

Die Genreeinteilung ist der am weitesten verbreitete, aber auch der schwierigste und umstrittenste Part bei der Einteilung der Computerspiele. Dies liegt daran, dass viele Hersteller versuchen, ihr Spiel als neuartig darzustellen und es aus markttechnischen Gründen mit einer neuen Genrebezeichnung schmücken.Es wird in diesem Kapitel auf häufig zu findende Genres eingegangen, wie Erzählspiele (adventure games), Sportspiele (sport video games), Denkspiele (thinking video games), Musikspiele (music video games), Rollenspiele (role-playing games, RPGs), Planspiele (god games), Flug- und Fahrsimulationsspiele (flight- and driving simulation games), Flippersimulationsspiele (pinball simulation games), Shooter (shooter), Plattformspiele (plattform games) sowie Parallelweltspiele (open world games).Auch Subgenres, wie Hindernisrennspiele (jump’n runs), die zum Genre der Plattformspiele gehören, werden behandelt. Dabei werden jeweils viele Beispiele aufgeführt.

Tobias C. Breiner

3. Die Umwidmung gebrauchter Traktionsbatterien in der Detailbetrachtung

Nachdem im vorherigen Kapitel der Grundstein für ein konsistentes Begriffsverständnis geschaffen wurde und Begriffe wie Weiter‐ und Wieder‐ sowie Verwendung und Verwertung (Martens und Goldmann 2016) definiert wurden, sind erste EOL‐Strategien der Umwidmung und der Weiterverwendung von Traktionsbatterien beschrieben worden. Das Kapitel war denen empfohlen, die einen Überblick über die Gesamtproblemstellung der Behandlung gebrauchter Traktionsbatterien nach ihrem Ausscheiden aus der automobilen Erstverwendung wünschten.

Dr. Sebastian Menne, Dr. Shamahmood Obeidi, B.Eng. Christoph Hindersmann, Dr. Sebastian Bräuer, Dr. Markus Monhof, Dr. Sascha Nowak

Charakteristische Eigenschaften der Messebranche unter besonderer Beachtung der Spezifika von Messeunternehmen

Der Begriff „Messe“ wird einerseits als Terminus für die Messeveranstaltung als Produkt und andererseits auch für dasjenige Unternehmen verwendet, welches die Messeveranstaltung organisiert. Messen erfüllen als Informations- und Kommunikationsplattform sowie als Ort der Vertragsanbahnung und des Vertragsabschlusses eine wichtige Funktion im Rahmen des Wirtschaftslebens. Ihre Besonderheiten und die Spezifika von Messeveranstaltern bilden den Gegenstand der Gliederungspunkte C.I, C.II und C.III dieses Kapitels. In Gliederungspunkt C.IV werden die aktuellen Entwicklungen des Wettbewerbs in der Messewirtschaft erläutert, bevor das Kapitel in Gliederungspunkt C.V mit einer Zusammenfassung schließt.

Rowena Arzt

Kapitel 4. Aufwärmphase

Es hat geklappt! Sie haben einen Termin vereinbart, diesen schriftlich bestätigt, den Kunden kurz zuvor noch einmal angerufen, um noch etwas Wichtiges bezüglich der Anfahrt oder des Parkens zu klären und nun ist Ihr Termin mit Ihrem zukünftigen Kunden gekommen.

Michael Künzl

Einsatz alternativer Kraftstoffe im Powersportsegment am Beispiel eines MPFI-Motorradmotors

Die kontinuierliche Steigerung des Verkehrsaufkommens, die lokal emissionsbedingte Belastung von Ballungszentren, der weltweit steigende Energiebedarf [1] und die Verknappung von Ressourcen führt, insbesondere im Sektor Mobilität, zum Umdenken von Gesetzgebern, Verbrauchern und Herstellern. Dies führt einerseits zur Verschärfung der Emissionslegislative und zur Steigerung des Umweltbewusstseins von Verbrauchern. Andererseits wird die Ausarbeitung von neuen Mobilitätskonzepten, alternativer Antriebssysteme und nachhaltiger Energiequellen forciert. Dieser Trend bezieht sich nicht nur auf die Forschung und Entwicklung von Personenkraftwagen, sondern ist auch im Zweiradsektor sichtbar.

Stephan Jandl, Stephan Schmidt, Helmut Eichlseder

Kapitel 10. Fallbeispiele für die Einstiegsphase

In den nachstehenden Interviews erzählen Geschäftsführer, Personalmanager und Kommunikationsverantwortliche von Unternehmen aus Deutschland und Österreich, welche Akzente sie in der Phase des Onboardings neuer Mitarbeiter (und an anderen Kontaktpunkten ihrer Arbeitgebermarke) gesetzt haben.

Wolfgang Immerschitt, Marcus Stumpf

Kapitel 6. Praxisbeispiele

Wie sehr sich Live Campaigns bereits im Marketing durchgesetzt haben, zeigt ein Blick auf einige erfolgreiche und mehrfach ausgezeichnete Kampagnen.

Colja M. Dams, Stefan Luppold

Die ersten beiden Selbstverpflichtungen

Eine Exegese

Zunächst eine persönliche Vorbemerkung: Mit der Ethik des Kommunizierens – also der Wissenschaft vom rechten Verhalten – habe ich mich schon seit dem Ende meiner aktiven Zeit befasst. Der erste Artikel erschien im September 1991 auf den gelben Seiten des PR Magazins (vgl. Avenarius 1991). Mein letzter Essay betraf „Die moralischen Prinzipien der PR“. Er erschien in dem Buch von Herrn Bentele und mir über die Selbstkontrolle des Berufsstands PR (vgl. Avenarius 2009). Das ist sozusagen mein aktuelles Lehrgebäude.

Horst Avenarius, Günter Bentele

Die ersten Art Cars: Zeichen gegen die Zeit

Im Herbst 1973 stand alles auf der Kippe. Sollte BMW weiterhin Motorsport betreiben? Passte das noch in die Zeit? Eine Krise war angesagt: Durch die kriegerischen Auseinandersetzungen im Nahen Osten geriet die Versorgung der westlichen Welt mit Rohöl ins Stocken. Rigorose Maßnahmen waren die Folge: Sonntagsfahrverbote für Kraftfahrzeuge jeglicher Art und an den Werktagen ein Tempolimit von 100 km/h auf Autobahnen.

Horst Avenarius

Öffentlichkeitsarbeit und Werbung

Wer die Begriffe Öffentlichkeitsarbeit und Werbung nebeneinanderstellt, fühlt sich zum Jonglieren veranlasst. Was bringt mir das eine Vorgehen, was das andere? Oder auch: Was kostet mich das eine, was das andere? Es gibt darauf eine flapsige Antwort in einem Springer-Kalender: „Ein PR-Spezialist ist, wer Anzeigenkosten durch redaktionelle Berichterstattung erspart.“ Wenn das denn überall so einfach wäre!

Horst Avenarius, Günter Bentele

5. Fährschifffahrt

In Fortsetzung von Straßen‑ oder Eisenbahnverbindungen verkehren vor allem auf den Randmeeren und zu vorgelagerten Inseln Fährschiffe. Ihr Einsatz erfolgt nach festen Fahrplänen und häufig im Pendeldienst zwischen zwei Häfen. Etablierte Fährrouten sind auf Ost‑ und Nordsee, im Mittel‑ und Schwarzen Meer, aber auch vor den Küsten der anderen Kontinente eingerichtet. Mehrheitlich können diese Fähren sowohl kommerziell genutzte Fahrzeuge als auch Passagiere mit ihren Privatautos aufnehmen und werden danach Passagier‑ und Autofähren, auch Kombifähren, genannt (Abb. 5.1). Neben den Kombifähren für die Beförderung von Passagieren und Fracht werden auf vielen Routen „reine“ Frachtfähren beschäftigt. Oft verfügen sie über Unterbringungsmöglichkeiten für Lkw-Fahrer. Eine Reihe klassischer Fährschiffsrouten existiert zwischen Großbritannien und dem europäischen Festland. Dazu zählen die Kurzrouten über den Ärmelkanal. Sinn machen aber auch längere Strecken, geben sie doch den Lastwagenfahrern Gelegenheit zu ausgedehnten Ruhezeiten. Die seit 2000 auf den Bau von Frachtfähren spezialisierte Flensburger Schiffbaugesellschaft akquirierte mehr als 50 derartige Spezialschiffe und konnte sich eine weltweite Marktführerschaft auf diesem Sektor verschaffen.

Ralf Witthohn

Kapitel 3. Werbungskosten bei den Einkünften aus nichtselbstständiger Arbeit

DerWerbungskosten bei Einkünften aus nichtselbstständiger Arbeit Abzug von Werbungskosten spielt bei den Einkünften aus nichtselbstständiger Arbeit (§ 19 EStG) eine besonders wichtige Rolle, da sie in der Regel bei jedem Arbeitsverhältnis dem Grunde nach anfallen.

Ulrich Stache

5. Fahrzeugkonzeption für die Elektromobilität

Auf den ersten Blick scheint der konzeptionelle Aufbau von Elektrofahrzeugen häufig dem eines konventionell betriebenen Kraftfahrzeuges zu ähneln. Dass dem in vielen Bereichen allerdings nicht so ist, wird in diesem Kapitel dargelegt. Hierbei werden die Veränderungen, Herausforderungen und Chancen der Konzeption durch die Elektromobilität betrachtet. Dafür müssen neben den offensichtlicheren Veränderungen auch Prozesse im Hintergrund überprüft werden. Ein Ausblick auf den Recyclingprozess ist daher ebenso Teil des benötigten Entwicklungsprozesses wie das Anlaufmanagement neuer Produktionsreihen in denen Elektrofahrzeuge in einem neu entwickelten Package produzierte werden können.

Dirk Morche, Fabian Schmitt, Klaus Genuit, Olaf Elsen, Achim Kampker, Christoph Deutskens, Heiner Hans Heimes, Mateusz Swist, Andreas Maue, Ansgar vom Hemdt, Christoph Lienemann, Andreas Haunreiter, Saskia Wessel, Ansgar Hollah, Bernd Friedrich, Matthias Vest, Tim Georgi-Maschler, Wang Honggang

Im Licht des Smartphones

(Juni 2014)

Während in den wohlhabenden Industrieländern das Rauchen geächtet wird, sitzen Millionen Menschen in Asien und Afrika über offenem Feuer und inhalieren die Abgase von Holz, Holzkohle und Kerosin. Das tun sie im Unterschied zu Nikotinkonsumenten nicht zum Vergnügen, sondern weil sie keinen anderen Zugang zu Licht und Wärme haben. Die Weltgesundheitsorganisation WHO schätzt, dass durch das Einatmen des Rauchs von primitiven Kochstellen und Kerosinlampen im Jahr 2012 weltweit mehr als vier Millionen Menschen vorzeitig gestorben sind.

Michael Springer

Kapitel 5. Farbwirkungen

In der Farbpsychologie gibt es eine Vielzahl von Studien. Diese werden in diesem Kapitel übersichtlich präsentiert und miteinander verglichen. Einige Studien werden zum ersten Mal der Öffentlichkeit vorgestellt.Sie zeigen, dass Farben einen massiven Einfluss auf das menschliche Verhalten ausüben. So entscheidet beispielsweise die Farbe der Trikots maßgeblich über Sieg oder Niederlage im Sport, die Farbgebung eines virtuellen Helden beeinflusst Gamer in ihren Spielentscheidungen und die Farbgebung von Texten beeinflusst die Wiedererkennung von Marken und Wissensinhalten.

Tobias C. Breiner

9. So rüstet der Handelsagent sein Steuerwissen auf

Bevor es ans Arbeiten und Geldverdienen geht, sind eine Reihe von Behördengängen zu erledigen. Davor müssen Sie sich jedoch grundlegenden Fragen wie beispielsweise zur Rechtsform Ihres geplanten Unternehmens oder Fördermöglichkeiten stellen, aus deren Antworten sich weitreichende Folgen ergeben. Erfahren Sie in diesem Kapitel das Wichtigste über die Steuerarten und Möglichkeiten, den steuerlichen Gewinn zu mindern, den Umgang mit Behörden und insbesondere Ihre Verpflichtungen gegenüber dem Finanzamt.

Andreas Paffhausen, Christian Rebernig

Kapitel 8. Ein kundenzentriertes Geschäftsmodell entwickeln

Nachdem wir bisher vor allem auf die Entwicklung einer Vision sowie der daraus abgeleiteten Strategie eingingen, stelle ich Ihnen nun Methoden vor, wie Sie die Zukunftsfähigkeit Ihres Unternehmens konkret verbessern können. Dabei nimmt die Customer Centricity, also die Fokussierung auf den Kunden und seine Wünsche, eine wichtige Rolle ein. Daher konzentriere ich mich in diesem Kapitel insbesondere darauf.

Sascha Zöller

Kapitel 2. Fan-Phänomen

Zwischen einem Anbieter von Leistungen, seien es Produkte oder Dienstleistungen, sowie dem Nachfrager, der diese konsumiert und dafür i.d.R. Zeit aufwendet und Geld bezahlt, besteht häufig eine besondere Beziehung. In unserer heutigen Überflussgesellschaft müssen die Anbieter aufgrund eines mannigfaltigen Angebots auf den Märkten um ihre Kunden buhlen. Customer Relationship Management, auch Kundenbeziehungsmanagement genannt, gewinnt immer mehr an Bedeutung.

Gerald Fritz

Kapitel 2. Praxistipps für die Führung

In vielen mittelständischen Unternehmen ist die Ressource Management knapp. Oft fühlt sich der Unternehmer für alles verantwortlich und trifft nahezu alle Entscheidungen selbst. Dies gilt gerade dann, wenn der Unternehmer gegen Ende seiner aktiven Tätigkeit befürchtet, die Kontrolle über sein Unternehmen zu verlieren. Er wird selbst zum Nadelöhr in der Entscheidungsfindung, die dann zunehmend schwerfällig abläuft. Dies kann dazu führen, dass wichtige Marktchancen und interne Probleme zu spät erkannt und bearbeitet werden.

Jochen Wolf, Bernd Bergschneider, Herbert Paul, Thomas Zipse

Kapitel 3. Kultmarke – Die charismatische Identitätsmarke

Überblick: In diesem Kapitel wird die Kultmarke aus dem Markenbegriff abgeleitet sowie eine Differenzierung der relevanten Markentypen vorgenommen. Auch Kult und Hype werden in diesem Zusammenhang begrifflich abgegrenzt. Neurowissenschaftliche Erkenntnisse zeigen maßgebliche Voraussetzungen für die Entwicklung einer Kultmarke auf.

Wolfram von Rhein

Kapitel 4. Die differenzierenden Eigenschaften der Kultmarke

Überblick: Aus einem Eigenschaftsportfolio erfolgreicher, beliebter Marken mit großer Ausstrahlung und Kundenbeliebtheit lassen sich neun relevante Merkmale herausarbeiten, die für Kultmarken prägend sind. Da sie auf unterschiedlichste Weise belebt werden können, zeigen konkrete Beispiele die vielfältigen Ausgestaltungsmöglichkeiten und Wirkungsmechanismen auf. Indem man die Aktivitäten erfolgreicher Vorbilder oder Benchmarks auf ihre Eignung z. B. für das eigene Unternehmen einbezieht, lässt sich aus dem Kultmarkenbaukasten ein vielversprechendes Instrumentarium für die jeweilige Markensituation entwickeln.

Wolfram von Rhein

S2. Urformen

Das ist eine Hauptgruppe der Fertigungsverfahren. Wie Tab. 1 zeigt, ist es den anderen Fertigungsverfahren vorgeordnet und schafft Voraussetzungen für deren Anwendung. Nach DIN 8580 wird die Hauptgruppe Urformen innerhalb der Fertigungsverfahren wie folgt definiert: Urformen ist das Fertigen eines festen Körpers aus formlosem Stoff durch Schaffen des Zusammenhalts. Hierbei treten die Stoffeigenschaften des Werkstücks bestimmbar in Erscheinung. Als werden Gase, Flüssigkeiten, Pulver, Fasern, Späne, Granulat und ähnliche Stoffe bezeichnet. Bestimmungsgemäß umfasst deshalb das Urformen die Schaffung von Körpern aus dem gas- oder dampfförmigen Zustand (Überführen verdampften Metalls in geometrisch bestimmte feste Form; Beispiel: Herstellen von Urformwerkzeugen aus Ni-Karbonyl Ni(CO)4) aus dem flüssigen, breiigen oder pastenförmigen Zustand (Beispiel: Gießen von Maschinenteilen) durch elektrolytische Abscheidung (Erzeugen eines geometrisch bestimmten festen Körpers auf galvanischem Wege; Beispiel: Herstellung von Elektrolytkupfer) aus dem festen, körnigen oder pulvrigen Zustand (Beispiel: Herstellung von Teilen aus Metallpulvern unter hohem Druck, meist mit nachfolgendem Sintern). Die meisten urgeformten Werkstücke werden aus dem flüssigen Zustand heraus erzeugt.Das Urformen ist die Ausgangsstufe im Prozess der Herstellung aller metallischen Einzelteile. Einzelteile sind dabei wie folgt definiert:

Prof. Dr.-Ing. Rüdiger Bähr

Wertschöpfungsorientierte Unternehmensführung: „Value Creation“ and „Value Claiming“ als grundlegende strategische Prozesse

Das Wert-Konzept (bzw. Value in der englischsprachigen Literatur) hat in den letzten Jahren große Aufmerksamkeit erfahren. Dieser Beitrag diskutiert, dass Wertschöpfung und Werteinforderung die beiden grundlegenden Prozesse einer wertorientierten Unternehmensführung darstellen. Er zeigt zudem auf, welche Elemente im Rahmen des Managements von Wertschöpfung und Werteinforderung zu berücksichtigen sind. Schließlich verdeutlicht der Beitrag, dass Vertrieb und Marketing zu beiden Wertprozessen wichtige Beiträge leisten müssen und dass die klassische Tendenz im Marketing, sich v.a. auf Aspekte der Wertschöpfung zu konzentrieren, zu kurz gegriffen ist.

Björn S. Ivens

11. Wälzlager

Maschinenelement Wälzlager in der industriellen Wertschöpfung

Dieses Kapitel enthält die grundlegenden Fachinhalte zum Maschinenelement Wälzlager, welche zum Kompetenzerwerb für Wirtschaftsingenieure erforderlich sind. Dazu werden der Hintergrund, die prinzipiellen Ausführungsarten und deren Eigenschaften, die Bezeichnungsnormen und die für den richtigen Einsatz erforderliche Auswahl beschrieben. Ein Einblick in die vielfältigen Einsatzgebiete von Wälzlagern und ein Ausblick auf zukünftige Schwerpunkte runden den fachlichen Beitrag ab.

DI Gerhard Hanzl, BSc DI Clemens Fischer

Kapitel 4. Empirischer Teil

Im Rahmen dieser Arbeit, die sich mit Humorformen in ausgewählten besucherstarken Kinderkinofilmen beschäftigt, ergeben sich nach allem daher folgende Forschungsfragen, deren Beantwortung die bestehenden Lücken für den Kinderfilmbereich schließen helfen sollen.

André F. Nebe

11. Marketingcontrolling

Zunächst werden in diesem Kapitel grundlegend die Ziele und Entscheidungstatbestände des Marketingcontrollings aufgezeigt, um nachfolgend relevante Kennzahlen und Kennzahlensysteme vorzustellen. Da im Zusammenhang von Marketingcontrolling Kunden- und Markenwerte eine besondere Wichtigkeit aufweisen, werden Inhalte zu der entsprechenden Berechnung im Rahmen des strategischen Marketingcontrollings thematisiert. Darüber hinaus werden Modelle zur integrierten Erfolgsmessung im Marketing beleuchtet, die der Messung des Stakeholder Values dienen. Abschluss dieses Kapitels bildet der Abschnitt zur informationstechnischen Infrastruktur des Marketingcontrollings. Dabei geht es vor allem um Informationssysteme und immer weiter zunehmenden Datenmengen, die für das Controlling nutzbar sind (Big Data).

Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Heribert Meffert, Prof. Dr. Christoph Burmann, Prof. Dr. Manfred Kirchgeorg, Prof. Dr. Maik Eisenbeiß

2. Mechanische Dynamik

Im ersten Band dieser Reihe „Strukturbildung und Simulation technischer Systeme“ wurden die Grundlagen der statischen Simulation gelegt.Der zweite Band behandelt die Grundlagen und Anwendungen der Dynamik elektrischer und mechanischer Systeme in zwei Teilen.Im Kapitel 1 im Teil 1 lag der Schwerpunkt auf der Simulation linearer elektrischer Systeme im Zeit- und Frequenzbereich (Bode-Diagramme).In diesem Kapitel 2 liegt der Schwerpunkt auf der Simulation nichtlinearer elektrischer und mechanischer Systeme im Frequenzbereich.Anwendungsbeispiele sind GHz-Filter (Ferritperlen), Trägheitsnavigation, Kurskreisel, Kreiselstabilisierungen und der Kraftstoffverbrauch von Verbrennungsmotoren.

Axel Rossmann

8. Konstruktive Auslegung von Motorradfahrwerken

Das Motorradfahrwerk besteht in seiner ursprünglichen Definition aus dem Rahmen, der Vorderradführung mit der Lenkung, der Hinterradaufhängung, den Rädern mit den Reifen und den Bremsen. Bei näherer Betrachtung ist dieser klassische Fahrwerksbegriff eigentlich zu eng gefasst, denn beim Motorrad wirken mehr als diese fünf Komponenten auf das Fahrverhalten ein. Anders als beim Automobil gibt es zum Beispiel eine sehr enge Koppelung zwischen dem (der) Fahrer(in)/Beifahrer(in) und dem gesamten Fahrzeug mit entsprechend vielfältigen Rückwirkungen. Dehnt man den Fahrwerksbegriff entsprechend aus, dann gehören folgende Baukomponenten des Motorrades zum Fahrwerk:Natürlich beeinflussen auch die Verkleidung und die gesamte Aerodynamik das Fahrverhalten und indirekt auch der Antrieb. Diesen Bauteilen und Funktionen sind aber ebenso wie den Bremsen eigene Kapitel gewidmet.Als wichtigste Bauteile werden wir uns zunächst den ersten fünf Fahrwerkskomponenten zuwenden. Der Leser wird um Einsicht gebeten, dass es im Rahmen eines Grundlagenbuchs für Motorradtechnik nicht möglich ist, alle Teilbereiche des Fahrwerks mit gleicher Ausführlichkeit zu behandeln und ein Setzen von Schwerpunkten unumgänglich ist.

Jürgen Stoffregen

10. Fahrdynamik und Fahrversuch

Die Stabilisierung des Motorrads erfolgt durch Kreiselkräfte und auf dieser Grundlage muss auch die Fahrdynamik betrachtet werden. Die Zusammenhänge sind kompliziert und für eine präzise Beschreibung aller Vorgänge wäre eine Darstellung der Kreiselmechanik vonnöten. Diese setzt jedoch Kenntnisse der Mathematik und Mechanik voraus, die auch beim technisch vorgebildeten Leser nicht erwarten werden kann. Deshalb wird für dieses Buch eine vereinfachte, dafür aber anschauliche Darstellung gewählt, die allgemein verständlich ist. Unschärfen werden dabei in Kauf genommen und sind für die Praxis kaum relevant. Der wissenschaftlich interessierte Leser, der sich eine exakte Darstellung wünscht, wird an dieser Stelle auf die Fachliteratur zur Kreiselmechanik verwiesen.Behandelt werden in diesem Kapitel die Vorgänge der Geradeausstabilisierung, die Grundlagen der Kurvenfahrt und die Instabilitäten, die beim Fahren auftreten können. Ein wichtiger Aspekt bei der Motorrad‐Fahrdynamik ist das enge Zusammenspiel zwischen Fahrwerksreaktionen und Fahrer sowie die ausgeprägte Rückwirkung des Fahrers auf das Fahrverhalten. Es sind u. a. diese menschlichen Einflussfaktoren, die es mit sich bringen, dass bei der Fahrdynamik manche Vorgänge (noch) nicht exakt berechenbar sind, sondern man auf das subjektive Fahrerempfinden bei der Beurteilung weiterhin angewiesen ist.

Jürgen Stoffregen

1. Einführung

Motorräder und Motorradfahren üben auf viele Menschen eine große Faszination aus. Sie beruht im Wesentlichen auf der Unmittelbarkeit des Fahrerlebnisses, der Dynamik und der Intensität der Sinnenbeanspruchung. Motorradfahren bedingt ein sehr enges Zusammenspiel aller Sinne und des Körpers und eine permanente Rückkoppelung und Interaktion zwischen dem Fahrer und der Technik seiner Maschine. Man kann es als sinnliches Technikerleben beschreiben und Bernt Spiegel spricht in seinem sehr interessanten Buch [1.1] von hoch entwickeltem Werkzeuggebrauch. Diese Emotionalität und die Vielfalt des Erlebens sind wesentliche Gründe, dass sich trotz einer Zeitströmung, die den Individualverkehr kritischer als früher betrachtet, Motorräder zunehmender Beliebtheit erfreuen.Obgleich sich dieses Buch mit der Technik befasst, soll zu Beginn das Motorrad kurz in seinem wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Umfeld sowie in seiner Rolle als Verkehrsmittel betrachtet werden. Denn das Umfeld wirkt zusammen mit den emotionalen Faktoren auf die technische Entwicklung unmittelbar ein. Von erheblicher Bedeutung für die Technik des Motorrades sind auch seine ganz speziellen Eigenschaften, die sich z. T. erheblich von denen anderer Straßenfahrzeuge unterscheiden. Auch diese muss man sich bewusst vor Augen führen, wenn man technische Entwicklungen im Motorradbau verstehen will.

Jürgen Stoffregen

12. Elektrische Energieversorgung, elektrische und elektronische Systeme

Die elektrische Anlage eines Motorrads besteht grundsätzlich aus den Systemkomponenten Energieerzeuger (Generator mit Regler), Energiespeicher (Batterie), Leitungssystem (Kabelbaum), Sicherungen und den Verbrauchern (Beleuchtung, Zündung, etc.). Hinzu kommen Steuergeräte (Motorelektronik für Einspritzung und Zündung, ABS) und ggf. weitere Elektronikkomponenten und Regelungssysteme. Die Versorgungsspannung beträgt bei modernen Motorrädern mit Verbrennungsmotor ausnahmslos 12 V, wobei der Minus‐Pol der Batterie an Masse liegt. Das wird zumindest mittelfristig auch so bleiben.

Jürgen Stoffregen

11. Regelungssysteme für Bremsen und Antriebsschlupf

Regelungssysteme für Motorradbremsen (ABS = Anti‐Blockier‐System) wurden erstmals 1988 von BMW für die Serie vorgestellt. Andere Motorradhersteller folgten nur zögerlich und es dauerte bis nach 2010, bevor ABS bei den namhaften Motorradherstellern für die meisten Modelle im Angebot war. Ab Januar 2017 müssen aufgrund einer Gesetzesvorschrift alle in der EU neu zugelassenen Motorräder über 125 cm3 mit einem ABS‐System ausgerüstet sein.Die Regelungssysteme sowohl für Bremsen als auch für den Antrieb von Motorrädern müssen speziell auf die Eigenheiten der Motorrad‐Fahrdynamik ausgelegt und abgestimmt werden. Beim ABS können vom Automobil lediglich einige hydraulische Systemkomponenten, allerdings auch diese nur in abgewandelter Form, übernommen werden. Unter anderem arbeitet die Bremshydraulik aufgrund der höheren Steifigkeit des Gesamtsystems in einem niedrigeren Druckbereich (ca. 12 bar), und aus Stabilitätsgründen ist bei der Regelung eine größere Überdruckruckabsenkung als beim PKW bis auf Werte nahe Null notwendig. Da die grundsätzlichen und physikalischen Zusammenhänge bei der Motorrad‐Bremsung komplex und wichtig für das Verständnis der Bremsenregelung sind, wird zunächst auf diese eingegangen.

Jürgen Stoffregen

4. Motorleistungsabstimmung im Versuch

Durch die konstruktive Ausführung der Motorbauteile werden die grundlegenden Voraussetzungen für eine hohe Leistungsausbeute des Motors geschaffen. Die eigentliche Leistungsabstimmung, d. h. die Festlegung des Drehmomentenverlaufs über der Motordrehzahl, erfolgt in Versuchsreihen mit dem Motor auf dem Prüfstand. Wie einleitend im Kap. 3 dargestellt, ist das Ziel dieser Abstimmung die Erreichung eines möglichst hohen Luftliefergrades über einen weiten Drehzahlbereich des Motors. Die Einflussfaktoren, die im Motorversuch dazu untersucht werden, sind die Steuerzeit zusammen mit der Ventilerhebung, die Sauganlage und die Abgasanlage. Voraussetzung zum Verständnis dieser Abstimmungsarbeiten ist die grundlegende Kenntnis der gasdynamischen Vorgänge beim Ladungswechsel, die nachfolgend in einem knappen Abriss zusammengefasst sind.

Jürgen Stoffregen

2. Fahrwiderstände, Leistungsbedarf und Fahrleistungen

Bei der Geradeausfahrt eines Motorrades treten wie bei jedem Fahrzeug Widerstände auf, die die Fortbewegung hemmen wollen und überwunden werden müssen. Die zusätzlichen Widerstände bei der Kurvenfahrt werden üblicherweise vernachlässigt, weil sie insbesondere beim Motorrad betragsmäßig klein sind und ihre genaue Berücksichtigung unverhältnismäßig kompliziert wäre. Die Höhe der Fahrwiderstände bestimmt die Motorleistung, die zur Erzielung einer bestimmten Fahrgeschwindigkeit erforderlich ist. Man unterscheidet zwischen den Widerständen, die bei stationärer Fahrt (Fahrt mit konstanter Geschwindigkeit) und instationärer Fahrt (Beschleunigung) auftreten, Abb. 2.1.

Jürgen Stoffregen

14. Zubehör, Spezialteile und Fahrzeugumbauten

Motorräder von heute haben einen exzellenten technischen Stand und das Angebot an Serienmotorrädern zeigt eine nie dagewesene Vielfalt, die kaum Wünsche offen lässt. Dennoch gibt es eine hohe Nachfrage für Zubehör. Standen früher technische Verbesserungen bis hin zum Motortuning und kompletten Fahrwerksumbauten im Vordergrund, so sind es heute mehr die optische Aufwertung und Individualisierung des eigenen Fahrzeugs, Abb. 14.1; manchmal führt dabei der Wunsch zur Differenzierung auch zu sehr ungewöhnlichen Fahrzeugen mit gewöhnungsbedürftiger Erscheinung.Es gibt mittlerweile ein nahezu unüberschaubares Angebot an Zubehör und Sonderteilen auch von den Motorradherstellern selber. BMW Motorrad offeriert traditionell sehr umfangreiches funktionales Zubehör, hat aber jüngst auch begonnen, den Markt für optische Aufwertung zu besetzen und bietet seit dem Herbst 2017 die Individualisierungslinie „Spezial“ mit sehr hochwertig ausgeführten Frästeilen und Speziallackierungen an, die auch ab Werk lieferbar sind, Abb. 14.2.Traditionell stark im Customizing war und ist Harley‐Davidson, mittlerweile entdecken aber weitere Hersteller dieses lukrative Geschäftsfeld, besonders die europäischen Unternehmen Triumph, KTM und Ducati haben ein umfangreiches Teilesortiment, Abb. 14.3.

Jürgen Stoffregen

9. Betriebsfestigkeit und Steifigkeit von Motorradfahrwerken

Im Mittelpunkt unserer Betrachtungen zum Motorradfahrwerk stand bisher die Erfüllung der geometrischen und kinematischen Funktionen. Einen gleich hohen Stellenwert haben die Steifigkeit der Komponenten und die Gewährleistung einer ausreichenden Festigkeit aller Fahrwerksbauteile über die Lebensdauer des Motorrads. Darüber hinaus muss sich ein Motorradhersteller im Rahmen seiner Produktverantwortung und Produzentenhaftung auch mit dem Verhalten seiner Produkte bei grenzwertiger, unüblicher und extremer Benutzung bis hin zum Missbrauch auseinandersetzen. Auf dieses spezielle und umfangreiche Thema wird am Ende dieses Kapitels eingegangen, es wird aber auch auf die Literatur [9.2] verwiesen.

Jürgen Stoffregen

3. Arbeitsprozess, Funktion und konstruktive Ausführung von Motorradmotoren

Nachdem im vorigen Kapitel der Leistungsbedarf für das Motorrad betrachtet wurde, soll nun auf den Motor als Leistungserzeuger eingegangen werden.Motorradmotoren zeichnen sich gegenüber allen anderen Fahrzeugmotoren durch höchste Leistungsdichte, kompakteste Bauart und geringes Gewicht aus. Sie zeigen darüber hinaus eine große Vielfalt und Variantenreichtum in der konstruktiven Bauausführung. Zusatzanforderungen, die in der heutigen Zeit an Motorradmotoren gestellt werden müssen, sind Umweltverträglichkeit, d. h. Schadstoff‐ und Geräuscharmut, geringer Kraftstoffverbrauch, Zuverlässigkeit und Wartungsarmut. Dennoch ist beim Motorradmotor nach wie vor die maximale Hubraumleistung ein vorrangiges Entwicklungsziel, weil der Wunsch des Motorradfahrers nach höchsten Fahrleistungen ungebrochen ist.Alle Faktoren, die Einfluss auf die Leistungsentwicklung eines Verbrennungsmotors haben, lassen sich aus einer theoretischen Betrachtung des motorischen Arbeitsprozesses ableiten. Diese wird daher allen weiteren Kapiteln zum Thema Motor vorangestellt und mündet in einer Formel, mit der die Motorleistung grundsätzlich vorausberechnet werden kann. Eine solche Vorgehensweise hat sich als sehr nützlich erwiesen, weil sie zum Grundverständnis der komplexen Zusammenhänge und Wechselwirkungen beim Verbrennungsmotor beiträgt. Es schließt sich eine Betrachtung der Ladungswechselvorgänge an, die für die Leistung des Motors von ausschlaggebender Bedeutung sind. Danach wird auf die grundsätzlichen Vorgänge und Mechanismen bei der Verbrennung im Motor eingegangen.

Jürgen Stoffregen

7. Kraftstoff und Schmieröl

Kraftstoffe und Schmieröle sind heutzutage sehr genau auf die Anforderungen moderner Motoren und Antriebe zugeschnitten. Erst die kontinuierliche Weiterentwicklung der Schmieröle parallel zu den konstruktiven und fertigungstechnischen Fortschritten hat ermöglicht, was uns heute schon fast als selbstverständlich erscheint: den praktisch verschleiß‐ und störungsfreien Dauerbetrieb der Motoren auf höchstem Leistungs‐ und Drehzahlniveau über zigtausend Kilometer. Trotz ihrer hohen spezifischen Leistung und der daraus resultierenden höheren Beanspruchungen der Bauteile benötigten die meisten Motorräder bisher in der Regel keine besonderen Ölqualitäten (Ausnahme: spezielle Herstellerempfehlungen).Seit Einführung der sogenannten Leichtlauföle für Pkw entwickelt sich allerdings eine zunehmende Diskrepanz zwischen den Anforderungen moderner Pkw und moderner Motorräder an Motorenöle, die schon jetzt und mehr noch in Zukunft zu spezifischen Problemen bei Motorrädern führen kann. Als Reaktion darauf hat 1999 die japanische Motorradindustrie erstmals mit der Veröffentlichung eines speziellen Anforderungsprofils für Viertakt‐Motorradmotorenöle reagiert (JASO‐Spezifikationen), der einige Unternehmen der Mineralölindustrie mit einem Angebot spezieller Motoröle für Motorräder schon heute Rechnung tragen.Die chemischen, physikalischen und technischen Eigenschaften von Kraftstoffen und Ölen werden nachstehend in ihren Grundzügen erläutert. Eingegangen wird auch auf die entsprechenden Spezifikationen sowie die Bedeutung gebräuchlicher Bezeichnungen und Abkürzungen.

Jürgen Stoffregen

6. Kupplung, Schaltgetriebe und Radantrieb

Die Leistung von Verbrennungsmotoren kann nicht direkt auf das Hinterrad übertragen werden. Das liegt daran, dass ein verwertbares Drehmoment erst ab einer bestimmten Drehzahl abgegeben wird und darüber hinaus das Drehmoment des Motors (MAngebot) zum Anfahren und für das Befahren von Steigungen (Bedarfsdrehmoment MBed, vgl. auch Kap. 2) nicht ausreicht, Abb. 6.1. Drehmoment und Drehzahl des Motors müssen daher mittels geeigneter Übersetzungen an die Fahrwiderstände und den gewünschten Geschwindigkeitsbereich des Fahrzeugs angepasst werden. Diese Aufgaben übernehmen beim Motorrad das Schaltgetriebe und der Radantrieb. Zusätzlich ist eine Kupplung erforderlich, die eine Drehzahlangleichung zwischen Motor und Getriebe beim Anfahren bewirkt und für die notwendige Unterbrechung des Kraftflusses beim Schalten sorgt.

Jürgen Stoffregen

13. Design, Aerodynamik und Karosserieauslegung

Mittlerweile wird auch bei Motorrädern der aus dem Automobilbereich entlehnte Begriff Karosserie als Sammelbezeichnung für die Baugruppen Verkleidung, Kotflügel, Abdeckungen, Seitenverkleidung Sitzbank, Tank, Fußrastenanlage und Lenker verwendet (vgl. Abschn. 1.3). Die Karosserieauslegung ist sehr eng sowohl mit der Aerodynamik als auch mit dem Design verknüpft. Der Designeinfluss geht allerdings über die Karosserieumfänge weit hinaus. Das Design bestimmt nicht nur wesentlich die Entwurfsphase eines neuen Motorrades, das Design spielt eine zentrale Rolle in weiten Teilen des Entwicklungsprozesses. Wegen der sichtbaren Technik ist die Vernetzung zwischen Technik und Design beim Motorrad sogar teilweise enger als beim Automobil.

Jürgen Stoffregen

Kapitel 7. Praxis der Unternehmensgründung

Deng Xiaoping war ein pragmatischer Politiker, der sich oft bildhafter Formulierungen bediente. Den ersten Schritt zur Wirtschaftsreform, die Aufteilung der riesigen Landwirtschaftskollektive, kommentierte er nicht parteiideologisch, sondern mit dem Satz: „Es ist egal, ob eine Katze schwarz oder weiß ist, Hauptsache, sie fängt Mäuse“. Ebenso sagte er auf einem Parteikongress: „Chinesische Hände melken ausländische Kühe“, eine Metapher die heute mehr stimmt denn je. Die Kontrolle der ausländischen Investoren erfolgt dabei über die lokale Bürokratie, mit der sich auch politische Ziele verwirklichen lassen. Begünstigt werden Investitionen, die hohe technologische Standards in das Land bringen und die Wettbewerbsfähigkeit steigern, die Kriterien können sich aber durch wirtschaftliche oder politische Entwicklungen ändern. Der Weg zur Genehmigung einer Firma, ihrer Produkte, Dienstleistungen und der dazugehörigen Zertifizierungen ist ein Marathonlauf, der immer weiter geht.

Birgit Zinzius

Kapitel 3. Vermessung des Berufsfeldes

Die Ergebnisse der inhaltsanalytischen Auswertungen der Einreichungen zum österreichischen PR-Staatspreis (1984–2014) dienen der Vermessung des Berufsfeldes der Public Relations. Diskutiert werden dabei zentrale Bezugsgrößen wie Aufmerksamkeit, Themenmanagement, Image, Identität, Reputation, Vertrauen, Bedeutung der Massenmedien, Kommunikationswirkungen und -ziele, Legitimität und Handlungsspielraum sowie Stakeholder- und Beziehungsmanagement. Das zentrale Ergebnis ist, dass der dominante Modus der PR nach wie vor stark instrumentell geprägt ist und sich dabei kaum Veränderungen feststellen lassen. Die wenigen signifikanten Entwicklungen führen lediglich zu einer Vertiefung des instrumentellen PR-Verständnisses.

Peter Dietrich

Kapitel 3. Rechtsrahmen der Leistungspolitik

Inhalt dieses Kapitels sind die wesentlichen rechtsrelevanten Entscheidungstatbestände der Leistungspolitik. Diese betreffen vornehmlich für ein Innovationsmanagement die Patentgesetzgebung, für ein Markenmanagement die Markengesetzgebung, für ein Qualitätsmanagement die Produktgewährleistungsvorschriften und für ein Verpackungsmanagement die Verpackungsgesetzgebung. Im Rahmen der Betrachtung der konkreten Aspekte der Erbringung von Dienstleitungen wird es schließlich noch um deren vertraglichen Rechtsrahmen gehen.

Thomas Zerres, Christopher Zerres

Kapitel 5. Dynamic Business Model Prototyping im intelligenten Echtzeitunternehmen

Im digitalen Hyperwettbewerb nimmt die Bedeutung des Wettbewerbs um Chancenanteile deutlich zu. Daraus ergibt sich der Zwang, dass sich Unternehmen zunehmend auf diesen Wettbewerb um Chancenanteile ausrichten und entsprechende Fähigkeiten entwickeln müssen. In diesem Zusammenhang wird dann auch von der Notwendigkeit von Dynamic Capabilities oder auch Entrepreneurial Capabilities gesprochen. Dieser grundlegende Gedanke wird im Kontext des intelligenten Echtzeitunternehmens aufgenommen und in die bestehenden Überlegungen zum Geschäftsmodellkern/Business Model Prototype (Eckert 2014, 2017) eingeordnet. Ausgehend vom strategischen Informationsvorteil beschreibt der Prozess des Dynamic Business Model Prototyping den Prozess der dynamischen Anpassung des Geschäftsmodellkerns (Business Model Prototype) im Unternehmen. Dabei kommt insbesondere der Geschäftslogik als Visualisierung der dynamischen Zusammenhänge im Geschäftsmodellkern und im erweiterten Geschäftsmodellkern eine besondere Bedeutung zu.

Roland Eckert

2. Das Verkehrsmanagementsystem und die Verkehrsinformationsdienste der ASFINAG

Die ASFINAG wurde 1982 gegründet und ist eine Gesellschaft des österreichischen Bundes. Die Aufgaben der ASFINAG ist es ca. 2200 Kilometer Autobahnen und Schnellstraßen zu planen, finanzieren, bauen, erhalten, betreiben und bemauten. Die ASFINAG ist organisiert in eine Holding, mehrere Tochtergesellschaften und strategische Beteiligungen.

Manfred Harrer, Richard Gunitzberger, Norbert Baumgartner

3. Die Entwicklung einer Personalstrategie

Dieses Kapitel zeigt schrittweise, wie eine Personalstrategie entwickelt werden sollte. Ausgangspunkt sind die Unternehmensstrategie, der Unternehmenszweck, der Wettbewerbsvorteil und das angestrebte Führungs- und Organisationsverständnis. Erst danach geht es um HR im Eigentlichen. Was sind die kritischen, personalrelevanten Herausforderungen? Was sind kritische Zielfunktionen im Unternehmen? Welche HR-Spielart ist angemessen? Was sind HR-Schlüsselthemen und wie sollten diese strategisch und vor dem Hintergrund des angestrebten Führungs- und Organisationsverständnis ausgerichtet werden? Ein besonderer Aspekt ist die Frage, wie eine Personalstrategie im internationalen Kontext entwickelt werden kann.

Armin Trost

Freizeitmobilität und -verkehr

Freizeit als entpflichtete Zeit ist meist mit einem Ortswechsel verbunden, der wiederum Verkehr – also Freizeitverkehr – verursacht. Es geht dabei sowohl um Freizeitverkehr im Alltag als auch um Verkehr, der durch Ausflüge, Kurztrips und Urlaub entsteht. Der folgende Beitrag befasst sich mit der Bedeutung des Freizeitverkehrs, den Problemen, die er verursacht, und zeigt Lösungsmöglichkeiten auf.

Konrad Götz, Melina Stein

Kapitel 6. Phase 3: Neoliberalisierung der Nische (2004 bis 2009)

Nach der Entscheidung zu ihrer expliziten Förderung über eine umfassende Steuerbefreiung 2002 erlebten Biokraftstoffe in Deutschland einen regelrechten Boom. So konnte der Biodieselsektor stark zulegen, aber auch der Pflanzenölund Ethanolbereich verzeichnete teilweise exponentielle Absatzsteigerungen. In Abbildung 17 wird ebenfalls deutlich, dass der Reinkraftstoffmarkt für Biodiesel in dieser Boomzeit eine sehr bedeutende Rolle gespielt hat, da mehr Biodiesel als B100 abgesetzt wurde als über die Beimischung zu fossilem Diesel.

Thomas Vogelpohl

Kapitel 3. Markenrecht – Die Hörmarke

Das Markenrecht ist ein Teilgebiet des so genannten Kennzeichenrechts, das neben dem Markenrecht auch den Schutz von Namen und Firmenkennzeichen oder den Schutz von Werktiteln umfasst. In Deutschland beinhaltet das Markengesetz (MarkenG) gemäß §3 Abs1 MarkenG folgende Definition:

Paul Steiner

Kapitel 5. Ausprägungen von Kommunikation und Beteiligung in den untersuchten PES-Gestaltungsprozessen

Kapitel 5 umfasst den ersten Analyseteil der Forschungsarbeit, in dem es darum geht zu beschreiben, wie Entwicklungsprozesse von PES-Projekten ausgestaltet sind und inwieweit sie an das deliberative Ideal anschließen oder von ihm abweichen. Dabei ist es für die Arbeit weniger entscheidend alle Einzelaspekte der Theorie in den Fallbeispielen zu identifizieren. Vielmehr dient die Theorie als Grundlage, den Blick auf die Fälle zu schärfen. Nach der methodischen Erläuterung der Operationalisierung der Theorie für die Empirie folgen die Beschreibungen der einzelnen Fälle, die mittels strukturierender Inhaltsanalyse (vgl. Mayring 2010: 92 ff.) auf Grundlage theoriegeleiteter Kategorien untersucht wurden. Sie reflektieren wertend die diskursive Qualität der einzelnen Gestaltungsverfahren. Die Ergebnisse sind im Anschluss zusammengefasst und verdeutlichen die Variabilität, mit der Zahlungen für Ökosystemdienstleistungen auf den Weg gebracht werden.

Kristin Nicolaus

37. Emissionsmesstechnik

Die Bestimmung der Abgaszusammensetzung sowie der Gesamtmassen an emittierten Schadstoffen und Klimagasen wird ein immer wichtigerer und aufwendigerer Teil der Motoren‑ und Fahrzeugentwicklung. Die Motivation, Abgas zu messen, kann man in drei Hauptbereiche unterteilen: 1.Gesetzliche Vorgaben erfüllen: Da die Gesamtzahl des weltweiten Fahrzeugbestandes und andere Anwendungen von Verbrennungsmotoren seit Jahrzehnten stetig steigen – es ist auch nicht zu erwarten, dass sich das in den nächsten Jahrzehnten ändern wird –, gibt es gesetzliche Vorgaben über die maximal erlaubten Emissionen. Fahrzeuge und Motoren dürfen nur verkauft werden (Typfreigabe), wenn nachgewiesen ist, dass sie diese Vorgaben erfüllen. Dazu werden in definierten Prüfzyklen die gesamt emittierten Massen der einzelnen Schadstoffkomponenten bestimmt und entweder auf die Fahrstrecke (g/km) oder die geleistete Arbeit (g/kWh) bezogen.2.Motorenentwicklung: Die Zusammensetzung der Abgase gibt einen Einblick in die Betriebszustände des Motors (Gemischbildung, Verbrennung, Luft‐Kraftstoff‐Verhältnis usw.) sowie über die Funktion eines Abgasnachbehandlungssystems. Dafür werden vor allem die emittierten Abgaskonzentrationen gemessen und zusammen mit den gemessenen Einsaugluft‑ und Kraftstoffmassen bewertet (Mengenbilanzen).

Dr. Alexander Bergmann, Kurt Engeljehringer, Dr.-Ing. Rüdiger Teichmann

Schallpegelmesstechnik und ihre Anwendung

Der Beitrag „Schallpegelmesstechnik und ihre Anwendung“ enthält neben den allgemeinen Definitionen der Mess-, Bewertungs- und Beurteilungsgrößen und der Beschreibung der Funktion und des Aufbaus von Schallpegelmessern, eine umfangreiche Darstellung der Verfahren zur Erfassung und Beurteilung von Geräuschemissionen und -immissionen auf der Basis aktueller Regelwerke. Bezüglich der Emission geschieht dies für Geräte, Maschinen, Fahrzeuge und Anlagen, auf der Immissionsseite wird der Arbeitsplatz sowie der Umgang mit Gewerbe-, Industrie-, Bau- und Verkehrslärm betrachtet. Das Kapitel schließt mit einer umfangreichen Literaturzusammenstellung hinsichtlich der entsprechenden Regelwerke.

Joachim Feldmann

Schlussbetrachtung und Ausblick

Marken stehen unter dem ständigen Druck ihre Umsatz- und Rentabilitätsziele zu maximieren, um somit ihre Relevanz auf dem Markt bestätigen zu können. Jedoch sind diese Wachstumsstrategien in schon bestehenden Geschäftsfeldern, die bereits bedient werden, oft schwer zu realisieren, da meistens die Potenziale bereits voll ausgeschöpft wurden. Ein weiteres bedrohliches Szenario ergibt sich, wenn durch bspw. technische oder soziologische Entwicklungen bestimmte Bestätigungsfelder an Relevanz verlieren und die Marke in der Folge unterzugehen droht.

Anna-Christina Dietert

10. Kapitalflussrechnung, Anhang und Lagebericht

Die Kapitalflussrechnung ist ein nicht für alle Unternehmen vorgeschriebener Bestandteil des Jahresabschlusses. Entsprechende rechtliche Vorgaben dazu sind im HGB zu finden.So ist diese im Konzernabschluss nach § 297 (1) Satz 1 HGB verpflichtender Bestandteil des Jahresabschlusses. Da wir uns in einer Einführung in die Buchführung noch nicht gleich auf einen Konzernabschluss stürzen wollen, bleibt uns das als Basisinformation für spätere, vertiefende Studien des Jahresabschlusses. Dennoch kommen wir um die Thematik der Kapitalflussrechnung auch in einer Einführung nicht herum, denn:Die gesetzlichen Vertreter einer kapitalmarktorientierten Kapitalgesellschaft, die nicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses verpflichtet ist, haben den Jahresabschluss um eine Kapitalflussrechnung und einen Eigenkapitalspiegel zu erweitern, die mit der Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und dem Anhang eine Einheit bilden; sie können den Jahresabschluss um eine Segmentberichterstattung erweitern (§ 264 (1) Satz 2 HGB).

Prof. Dr. Alexander Burger, Sabine Burger-Stieber

9. Kultur

Warum gibt es so viele Bücher über Investmentbanken und noch viel mehr persönliche Erfahrungsberichte und sogar Spielfilme? Ohne eine fundierte Studie zu machen, dünkt es einen offensichtlich, dass die Banken und die Wall Street in den Medien viel prominenter vertreten sind als andere Industrien, außer Hollywood. Und was interessiert besonders? Es sind die menschlichen Aspekte und Schicksale, das spezielle Ambiente und die Vorstellung von ungeheuren Finanzkräften, die von schrulligen „Normalos“ oder pathologischen Egomanen entfesselt werden. Diese menschliche Dimension wollen wir mit Kultur verbinden.Lapidar ausgedrückt ist Kultur alles, was nicht Natur ist. Eine solche Definition ist offensichtlich grob. Wir könnten sagen, Kultur ist das erworbene Wissen, das Menschen benutzen, um Erfahrungen zu interpretieren und Verhalten zu erzeugen. Uns interessieren eigentlich die Eigenheiten, die das menschliche Zusammenwirken in Gesellschaften, aber auch in bestimmten Institutionen wie Investmentbanken im Verhältnis zu anderen Industrien beschreiben, also Verhalten, Handeln und Fühlen.Es ist ein komplexes Ganzes, das Wissen, Glauben, Künste, Moral, Gesetz, Sitten und andere Fähigkeiten und Gewohnheiten umfasst, die Menschen als Teil einer Gesellschaft erwerben. Der Erwerb ist teilweise stark durch die Traditionen und damit auch die Religiosität bestimmt. Kultur hilft, um die Welt zu definieren, Gefühle auszudrücken und Beurteilungen zu machen.

Claudio Franzetti

Theoretischer Teil

Halter von Tieren sehen ihre Tiere oft als denkende, schlussfolgernde und informationsverarbeitende Kreaturen an (vgl. Kassarjian, 1977, S. XIII). Den eigenen Tieren werden Charaktereigenschaften zugewiesen, wie bspw. eine arrogante Katze, ein schlauer Hund oder auch ein ängstliches und schüchternes Pferd.

Jochen Kühn

Die Vielfalt der Lebensstile – wird das Konsumverhalten unberechenbar?

Die erste Entscheidung ist gefallen: Ein Produkt soll gekauft werden. Doch wo soll es erworben werden – im Ladengeschäft um die Ecke oder über eine große Internetplattform? Immer wichtiger ist dem Kunden, wie andere Kunden das Produkt bewertet haben und was Bekannte dazu sagen – mehr als jeder Expertenbeitrag dazu, ganz zu schweigen von offiziellen Aussagen von Produzentenseite zu dem Thema. Auch Qualitätssiegel gewinnen in dem Zuge an Bedeutung, obwohl man die Fülle und Aussagekraft dieser oftmals nicht mehr überblicken kann. Der Kunde ist auf der Suche nach dem besten Deal, dem schönsten Einkaufserlebnis, der bequemsten Lieferoption. Das Konsumverhalten im digitalen Zeitalter folgt zwar Trends, ist aber gleichzeitig individuell immer schwieriger zu bestimmen. Marketingstrategien setzen eine genaue Analyse des Kunden voraus. Eine Klassifizierung von Lebensstilen bietet Orientierungsmodelle.

Anabel Ternès, Hans-Peter Hagemes

Emma Watson als Vorbild – Nabil Belmezouar, Gründer von We Unikorns

Aufbereitung des Interviews durch Carina Troxler

We Unikorns wurde 2014 von Nabil Belmezouar gegründet. Nach seinem Studienabschluss in Innovationsmanagement und Betriebswirtschaftslehre entschloss sich der gebürtige Marokkaner dazu, ein Unternehmen zu gründen, das nicht einfach nur Kleidung produziert. Vielmehr will der 28‐jährige mit seinen Produkten erreichen, dass sich Kunden wie Stars auf dem roten Teppich fühlen. Nabil Belmezouar arbeitet mit erstklassigen europäischen Fabriken zusammen. Die Kleidung, die sich an aktueller Mode von Schauspielerinnen wie Emma Watson, Jessica Biel und Co. orientiert, soll dabei jedoch nicht überteuert und dennoch hochwertig sein. Obwohl die We‐Unikorns‐Produkte zum Teil über dieselben Fließbänder laufen wie Kleidung namhafter Designer, sind diese vergleichsweise nicht so kostspielig. Das liegt daran, dass Nabil Belmezouar auf hohe Margen verzichtet. Derzeit beschäftigen der Unternehmensgründer und seine beiden Partner vier Angestellte, die Kunden europaweit mit Kleidung beliefern. Nabil Belmezouar lebt und arbeitet in Düsseldorf.

Carina Troxler

Kapitel 9. Die Auswirkungen des Engagements Chinas auf Kamerun hinsichtlich der Unabhängigkeit und der Nachhaltigkeit

Wie bereits aus dem Literaturüberblick hervorgegangen sein soll, werden in der Kontroverse um China in Afrika oft Bedenken über die Unabhängigkeit der Zielstaaten während und nach der Projektdurchführung bekundet. Ferner dreht sich die Kontroverse darum, wie nachhaltig China und seine afrikanischen Partner Ressourcen erwirtschaften können bzw. wollen. Vor diesem Hintergrund erscheint es sinnvoll, die einzelnen Komponenten der Frage der Unabhängigkeit afrikanischer Staaten in Kooperation mit China am Beispiel Kameruns unter die Lupe zu nehmen.

Charlotte Nguébong-Ngatat
Bildnachweise