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2022 | Buch

Motorsport-Management

Grundlagen – Prozesse – Visionen

herausgegeben von: Bettina Reuter

Verlag: Springer Berlin Heidelberg

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Über dieses Buch

Der Motorsport bietet mit seiner Vielzahl an unterschiedlichen Serien, Klassifikationen und Veranstaltungsarten ein breites Spektrum an Betätigungsfeldern. In diesem hochkomplexen und interdisziplinären Arbeitsumfeld werden ganz besondere Anforderungen an das Management gestellt. Aktive in dieser Branche, aber auch Motorsportinteressierte finden in diesem Buch einen fundierten Überblick zu den speziellen Anforderungen des Motorsport-Managements. Die Autoren des Bandes vermitteln grundlegendes Fachwissen über die Organisationsstrukturen und Disziplinen des Motorsports und die für diese Top-Sportart relevanten Prozesse – stets verknüpft mit vielen Beispielen aus der Praxis.
In den einundzwanzig Kapiteln machen sie die Leser mit den Abläufen und Reglements in den nationalen und internationalen Motorsportserien vertraut und zeigen die Strukturen und rechtlichen Fragestellungen dieses populären Sports auf den unterschiedlichen Ebenen: zwischen Teams, Herstellern, Fahrern, Veranstaltern und den Dach- und Weltverbänden des Motorsports. Die Projekt- und Managementtechniken mit Schwerpunkt Teammanagement, Marketing, Finanzierung sowie ein Blick auf die zukünftigen Entwicklungen des Motorsports komplettieren die Themen. Ziel ist es, dem Leser einen umfassenden Einblick in die High Performance Welt des Motorsports zu geben und die Vielfalt der motorsportlichen Bereiche darzustellen.
Der Motorsport von heute ist konfrontiert mit neuen Werten und einem erhöhten Wunsch nach Ressourcenerhaltung und Nachhaltigkeit unseres Planeten. Dabei kann der Motorsport selbst auch Katalysator für diesen Fortschritt sein. Die Beiträge dieses Werkes zeigen auf, wie der Motorsport als Technologievorreiter mit seinen schnellen und dynamischen Prozessen, Innovationskraft und Kreativität aktuelle Herausforderungen meistern kann.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Organisation im Motorsport

Frontmatter
Kapitel 1. Strukturen, Disziplinen und Regularien im Motorsport
Zusammenfassung
Seit dem im Jahre 1894 die ersten organisierten Autorennen stattfanden, gibt es im Motorsport Regularien, die einen fairen Wettbewerb ermöglichen sollen. Über die Jahre wurden die Regelwerke immer umfangreicher und detaillierter. Wer heutzutage als Akteur in der Motorsportbranche erfolgreich sein will, muss diese komplexen Regularien beherrschen. Der internationale Motorsport wird von den beiden Weltverbänden FIA (Fédération Internationale de l’Automobile) und FIM (Fédération Internationale de Motocyclisme) gelenkt. Als Sporthoheit für den Automobil- und Motorradsport vertritt der DMSB (Deutscher Motor Sport Bund e. V.) den deutschen Motorsport als Mitglied in den internationalen Verbänden. Der Automobilsport in Deutschland kann in elf Disziplinen unterteilt werden: Rundstrecke, Bergrennen, Rallye, Autocross, Rallycross, Slalom, Dragster, Historischer Sport Driftsport, Kartsport und Simracing. Das DMSB-Handbuch ist für alle Motorsportler unentbehrlich. Untergliedert in eine Ausgabe für Automobil- und Kartsport sowie eines für den Motorradsport enthält es alle Reglements der einzelnen Motorsportdisziplinen. Die Teilnahme am vom DMSB organisierten Motorsport setzt den Besitz einer gültigen Lizenz für die entsprechende Sportart voraus. Gleiches gilt für die Funktionäre, die ebenfalls im Besitz einer entsprechenden Sportwartelizenz sein müssen. Der Motorsport ist eine Leistungssportart wie jede andere und unterliegt damit auch den allgemeinen Anti-Doping-Bestimmungen. Die Einnahme verbotener Substanzen und die Anwendung verbotener Methoden sind auch im Motorsport nicht erlaubt.
Martin Rosorius
Kapitel 2. Processes, Procedures and Regulations in Motor Racing Series (Motorcycle Sports)
Abstract
The control and development of Motorcycling have been a prerogative, since 1904, of the Fédération Internationale de Motocyclisme (FIM).
There are 116 National Motorcycle Federations (FMNs) affiliated Members of the FIM.
In order to exercise its sports authority over the Continental Championships, FIM has recognized six Continental Unions (CONUs) as its geographical divisions.
At the level of the FIM World Championships and Prizes, motorcycle racing features six different disciplines.
Since 1998, FIM has made the Union Européenne de Motocyclisme (UEM), FIM Europe after 2010, responsible for the organization of the European Championships and Cups.
Now there are 46 National Motorcycle Federations (FMNs) which are affiliated Members of FIM Europe.
FIM Europe has the task of organizing the Championships and the Continental Cups for each discipline. At European Championships and Cups level, motorcycle racing features ten different disciplines.
FIM Europe’s Administration acts in accordance with the guidelines of the Management Council.
Alessandro Sambuco
Kapitel 3. Motorsport in Österreich – Prozesse, Abläufe und Reglement
Zusammenfassung
Der Motorsport in Österreich verfügt über eine lange Tradition, die ihren ersten Höhepunkt in den 1960er und 1970er Jahren mit dem ersten Formel 1 Weltmeister aus Österreich, Jochen Rindt, fand. Zu dieser Zeit entstanden auch die Rennstrecken in der Steiermark, der heutige Red Bull Ring, sowie der Salzburgring, die bis heute erhalten sind und für Motorsportveranstaltungen auf höchstem Niveau stehen. Zudem konnten österreichische Piloten über die Jahrzehnte großartige Erfolge verzeichnen und somit eine große Fanbasis entwickeln. Darüber hinaus sind österreichische Unternehmen wie Red Bull oder BWT als Sponsoren weltweit aktiv. Ebenfalls aktiv im Motorsport tätig sind Unternehmen wie KTM oder Remus, die in ihren Produktsegmenten zu den Weltmarktführern zählen.
Paul Strassl
Kapitel 4. Rechtsmittel im Motorsport
Zusammenfassung
Wie auch in anderen Sportarten gibt es auch im Motorsport Regeln zu beachten. Werden die Regeln von den Teilnehmern nicht beachtet können Strafen ausgesprochen werden bzw. die Nichtbeachtung der Regeln zum Ausschluss aus der Veranstaltung führen. Jedoch hat der Teilnehmer auch hier die Möglichkeit die Strafe von einem unabhängigen Organ überprüfen zulassen. Im Motorsport gibt es zwei Rechtsbehelfmittel – den Protest und die Berufung. Je nachdem gegen was sich der Teilnehmer wehren möchte und abhängig davon um welchen Sachverhalt es sich handelt ist der Protest oder Berufung die richtige Wahl. Wie legt man jedoch erfolgreich einen Rechtsbehelf im Motorsport ein? Genau hierbei soll das folgende Kapitel helfen. Die beiden Rechtsbehelfe und ihre Anwendungsgebiete werden anschaulich und detailliert erklärt. Dabei wird auf die einzelnen Verfahrensschritte eingegangen. Vorlagen für Check-Listen und Beispiele für Vorlagen verhelfen zu einer leichten Übertragung in die Praxis. Zur Vertiefung helfen Beispielfälle mit Lösungen, um sich die Thematik der Rechtsbehelfe schnell zu verinnerlichen.
Catharina Golz
Kapitel 5. Sportgerichtsbarkeit im Motorsport
Zusammenfassung
Insofern unterliegt jede motorsportliche Aktivität, die auf der Basis der Regularien der FIA (Fédération Internationale de l’Automobile) oder des jeweiligen ASN (Autorité Sportive Nationale) in Deutschland des DMSB e. V. ausgetragen wird, auch deren Vorgaben und Bestimmungen. Hierzu zählen neben den allgemeinen Verhaltensregeln, die technischen Bestimmungen und die Regeln der Verbandsgerichtsbarkeit. Im Folgenden will der Autor einen kurzen Überblick über die Gerichtsbarkeit als solche und im Speziellen über die Verbandsgerichtsbarkeit gehen, um dem Leser einen Überblick über die Grundlagen und die Wirkungsweise der Verbandsgerichtsbarkeit im Motorsport zu geben. Insbesondere wenn Managementfunktionen im Motorsport angestrebt werden, ist es unerlässlich, zumindest Grundkenntnisse auf dem Gebiet des Motorsportrechtes zu haben, um erfolgreich ein Motorsportteam zu führen oder in der Motorsportabteilung eines der im Motorsport engagierten Automobilherstellers zu arbeiten. Aber auch für aktive Fahrer sowie Bewerber ist es wichtig, zumindest mit den Grundkenntnissen vertraut zu sein, da von diesen Kenntnissen durchaus persönliche Erfolge und Misserfolge abhängen können mit durchaus sehr weitreichenden, persönlichen und geschäftlichen Folgen.
Harald Schmeyer

Projekt- und Managementtechniken im Motorsport

Frontmatter
Kapitel 6. Prozesse, Rollen und Funktionen in High Performance Motorsportteams
Zusammenfassung
Im Motorsport können Details und Nuancen den Unterschied ausmachen, ob man ein Rennen gewinnt oder verliert. Diese Details, welche den finalen Unterschied ausmachen, sind in der heutigen professionell organisierten und strukturierten Umgebung des Motorsports nicht dem Zufall überlassen, sondern das Resultat aus Prozessen, Strukturen und fest definierten Abläufen in einem Team. Wie sind professionelle Rennteams allgemein aufgebaut und wie sichert man eine kontinuierliche Verbesserung und Weiterentwicklung des Materials, aber auch des Personals und der internen Abläufe? Wer übernimmt in einem Rennteam an einem Rennwochenende welche Funktion und Aufgabe und wie interagieren diese miteinander? Was sind typische Aufgaben einzelner Funktionäre, welche Hierarchien gibt es und welche etablierten und wiederkehrenden Standards in Form von Regelmeetings zum Austausch von Informationen gibt es und warum kann der Boxenstopp als Paradebeispiel für ineinandergreifende Prozesse und Zuständigkeiten betrachtet werden kann?
Tim Puschkeit
Kapitel 7. Motorsport und Logistik
Zusammenfassung
Der Beitrag beschreibt, ausgehend von den Grundlagen der Logistik und des Supply Chain Managements, die Ziele und Inhalte der speziellen Motorsportlogistik. Im Mittelpunkt steht der Automobilsport sowohl auf der Rundstrecke als auch auf nicht-permanenten Strecken (Rallye). Das Hauptziel der Motorsportlogistik ist die Sicherung der Verfügbarkeit des richtigen Equipments (Fahrzeug, Ersatzteile, Benzin, Motorhome etc.), in der für den Einsatz erforderlichen Menge, im einsatzbereiten Zustand, am richtigen Rennort, pünktlich zum Renn-/Testbeginn, für das richtige Rennteam und zu den richtigen Kosten. Neben diesem Hauptziel werden noch einige weitere Ziele angestrebt. So sollen die einzelnen Prozesse nicht nur reibungslos ablaufen, sondern auch fortwährend optimiert werden. Hierzu zählen Schnelligkeit, Kostensenkung, Flexibilität und Nachhaltigkeit der logistischen Aktivitäten. Zusätzlich treten jetzt die bereits bestehenden Anforderungen wie Klimaschutz, gesellschaftlicher Wandel, Nachhaltigkeit und Digitalisierung noch stärker in den Vordergrund. Die Akteure im Motorsport sind vielfältig und je nach Betrachtungsweise des Einzelnen ergeben sich unterschiedliche Sichten auf die erforderlichen logistischen Aufgaben. So weichen die Anforderungen an die Logistik von Seiten eines Teams bzw. von Werksseite sehr von denen eines Zulieferers, eines Veranstalters oder von einem Motorsport-Verband wie DMSB oder FIA ab. Die dargestellte Strukturierung der Motorsportlogistik wird aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet und die spezifischen Anforderungen daraus abgeleitet. Die Beispiele für eine effiziente und nachhaltige Logistik im Motorsport bieten den Leserinnen und Lersern Einblicke und Anknüpfungspunkte, um ihre eigene Logistik erfolgreich zu implemtieren.
Bettina Reuter
Kapitel 8. Entscheidungen in Krisensituationen
Zusammenfassung
Entscheidungen in Krisensituationen zu fällen ist eine der großen Herausforderungen, der sich eine Führungspersönlichkeit stellen muss. Was macht eine Situation eigentlich kritisch? Ein Kern der Sache ist bestimmt das Abweichen vom Routinehandeln (Strohschneider. Entscheiden in kritischen Situationen, 2003). Heißt:alles, was nicht mehr als ein „normaler, täglicher Ablauf“ angesehen wird. All dies ist unabhängig vom Umfeld, in dem wir arbeiten. Was in der einen Branche normal ist, kann für eine andere die absolute Ausnahmesituation darstellen. Was alle Arbeitsbereiche jedoch eint, sind die menschlichen Mechanismen in solchen Situationen. Wo man eine klare Linie ziehen muss, sind sogenannte „Hochrisiko-Bereiche“: Arbeitsbereiche, in denen der Umgang mit hohen Risiken normal ist und Fehler gravierende Folgen haben. Aus diesem Grund sollten wir uns einen Blick über den Tellerrand erlauben und schauen, was wir von anderen Berufszweigen lernen können, denn nicht nur im Motorsport kommt es darauf an, in extrem kurzen Zeiträumen weitreichende Entscheidungen zu fällen. Ein Berufszweig, in dem dies eine besondere Rolle spielt, ist die Fliegerei bzw. alles, was im weitesten Sinne dazu gehört. Ein Pilot muss zeitnah auf eine gangbare Lösung kommen, im Besonderen in der militärischen Fliegerei. Im Motorsport ist es sehr ähnlich wenn man erfolgreich sein will. Also ist man oft gezwungen, weitreichende Entscheidungen in sehr kurzer Zeit treffen zu müssen. Inhalt und Zielsetzung dieses Kapitels ist es, kritische Entscheidungen näher zu definieren und eine Einführung in das Thema „Menschliche Faktoren“ bzw. „Human Factors“ sowie in einen der Themenbereiche, nämlich „Fehler“, zu geben. Es wird aufgezeigt, welchen Einfluss diese gerade im Bereich kritischer Entscheidungen haben können.
Fabian Berger
Kapitel 9. Dynamic Mindset—Purpose-driven motorsport
Abstract
Know yourself: There can be no growth if you don’t know Find out and work with your strengths, weaknesses, likes, dislikes, hobbies, and talents. The first step in developing a healthy mindset is to know what that mind of yours is equipped for. This phase requires introspection and Training and might be the most elusive of all the steps.
Accept yourself: Alongside knowing yourself, you must accept yourself. Be proud of the one you are with whatever weaknesses and limitations You find you have. For example, you should be willing to accept that you may not be the richest, prettiest, or smartest person in the room. On the other hand, Enjoy and accept that you are “The only one of a kind”, uniquely and exceptional in other areas of your life.
Read books Or listen to: Life is too short to keep stumbling in obscurity. Books are lamps and roadmaps given to you by your predecessors. Your Mission here is to read and Listen and expand your awareness and knowledge. Books are perhaps the fastest way to upgrade your mindset.
Choose the people you spend time with: Your mindset is an aggregate of the mindsets of those around you. If you want to cultivate a healthy mindset, then you must have people with healthy mindsets around you or at least, no toxic person.
Control the things you consume: From TV shows, movies, music to social media feeds, your mind is literally fed. Therefore, you need to take responsibility for this content. You need to make sure that the content is not harmful to your mind. Chose the ones that inspire and motivate.
Plan and stick to healthy routines: “We are creatures of habit” -we like routines, and it is activities that we perform consistently that get wired into our minds. Hence, you need to consciously pick your routines.
Exercise: Working out would help clear your mind – giving you clarity and perspective.
Meditation is a powerful tool that enables you to step outside your own thoughts and examine them. Practicing meditation can help you become self-aware and help you identify deep seethed emotions, and then resolve them.
Challenge and rewrite unhealthy thoughts: Most people have been unconsciously programmed by trauma, abuse and other toxic experiences to believe and hold on to unhealthy and limiting beliefs. They should be ready to challenge such thoughts whenever they arise and rewrite them with positive affirmations.
Practice positive affirmations: They entail repeating kind and true words to yourself. It involves reminding yourself who you truly are, and the potentials you hold.
Let go of fear: You can’t grow if you let fear stop you. It is totally okay to be scared, but you must have the courage to let it go – to proceed even when the result is uncertain.
Learn from mistakes and failures: Finally, rather than giving up when you encounter setbacks, it is crucial that you learn, strategize, and attack the challenges again. The keyword here is “learn", and the secret is to separate yourself from your mistakes and failures.
Tina Thörner
Kapitel 10. Veranstaltungsmanagement
Zusammenfassung
Der Beitrag befasst sich mit dem Veranstaltungsmanagement an Motorsportstätten. Er beschreibt das Veranstaltungsmanagement als Organisationsaufgabe der Unternehmensleitung, die aus der Unternehmensstrategie erwächst. Der Beitrag erörtert die Entwicklung eines Motorsportstandorts zu einer multifunktionalen Veranstaltungsstätte als Managementaufgabe, erörtert die unterschiedlichen Arten und Varianten von motorsportlichen Veranstaltungen und die Möglichkeiten einer multifunktionalen Nutzung von Motorsportstätten über den Motorsport hinaus, differenziert bei den Arten von Motorsportveranstaltungen selbst am Maßstab der Nutzungsordnung für den Nürburgring und des Landesgesetzes zur Erhaltung der Zweckbestimmung des Nürburgrings. Des Weiteren behandelt der Beitrag eingehend die von der jeweiligen Interessenlage der beteiligten Parteien bestimmten Varianten von Veranstaltungsverträgen und geht schließlich auf die innerbetriebliche Organisation des Veranstaltungsmanagements ein.
Karl-Josef Schmidt
Kapitel 11. Bausteine für ein Innovationsmanagement
Chancen im Motorsportmanagement systematisch entwickeln, operationalisieren und nutzen
Zusammenfassung
Der Beitrag umreißt wesentliche Grundzüge des Innovationsmanagements. Hierbei werden insbesondere das Verständnis des Innovationsbegriffs und eines umfassenden Innovationsmanagements vor dem Hintergrund des Motorsportmanagements aufgebaut. Innovationsmanagement kann im Motorsportmanagement systematisch Zukunftschancen entwickeln. Um dies zu ermöglichen, existieren verschiedene Herangehensweisen und Paradigmen, sowie eine Vielzahl unterschiedlicher methodischer Ansätze, die überblicksartig dargestellt werden. Die identifizierten Bausteine für ein Innovationsmanagement im Motorsportmanagement bieten den Leserinnen und Lesern Anknüpfungspunkte, um Innovationsmanagement in ihrer Praxis weiter zu erkunden und erfolgreich in der eigenen Organisation zu implementieren.
Christian M. Thurnes
Kapitel 12. Teammanagement im Motorsport – systemisch professionell
Zusammenfassung
Professionelles Teammanagement ist eine grundlegende Voraussetzung für den Erfolg eines Motorsportteams. Das Team stellt dabei einen Wert an sich dar: Eine Leistung zu erbringen, die von einem einzelnen Teammitglied oder von isoliert arbeitenden Personen nicht erbracht werden kann. Es geht um eine ganz bestimmte Qualität, die den Erfolg erst möglich macht. Sie hat etwas mit einem Miteinander zu tun, denn nicht jede Zusammensetzung von Personen bildet schon ein Team. In diesem Miteinander kommt dem Teammanager im Motorsport eine tragende Rolle zu: Sein Team zusammenzustellen, zu managen und zu einer Teamreife zu führen, damit dieses eine optimale, punktgenaue Leistung am Rennwochenende erbringen kann. Sein Handeln vollzieht sich dabei nicht losgelöst von einer Umwelt sondern steht mit dieser in einer Wechselwirkung: Gesellschaftspolitische Veränderungen wie die Transformation der Automobilindustrie, die Globalisierung oder Technologisierung sowie drängende Umweltfragen haben Einfluss auf die Arbeit des Teammanagers. In diesem Geflecht nimmt der Teammanager eine Schnittstelle zwischen dem Team und der Umwelt ein: Einerseits trägt er die Verantwortung für die Leistung des Teams, andererseits vertritt er sein Team nach außen und unterhält vielfältige Kontakte zu Personen im Umfeld des Teams und Unternehmens. Hier gestaltet er aktiv die Kontext- und Umfeldbedingungen seines Teams, damit dieses eine bestmögliche Leistung erbringen und so die Überlebensfähigkeit des gesamten Unternehmens in einer sich verändernden Motorsportwelt sicherstellen kann. Wie der Teammanager im Motorsport sein Team zum Erfolg führen kann, zeigt das Konzept eines professionellen systemischen Teammanagements auf.
Ramona Bauer
Kapitel 13. Der Weg zum Profirennfahrer & zum Teambesitzer – ein Blick unter das Visier
Zusammenfassung
Die wichtigste Qualifikation ist die Leidenschaft für die Sache, den Motorsport. Das ist der Hauptantrieb. Es muss einen bewegen die Fahrzeuge fahren zu sehen und sich sportlich mit den besten messen zu wollen. Auch hilft es in einer größeren Gruppe und in die gleiche Richtung zu arbeiten. Eine solide Berufsausbildung: Z. B. Ein Studium oder eine kaufmännische Ausbildung gibt die Basis. Der Rest kommt mit Engagement und Einsatz. Teamfähigkeit, strukturiertes Arbeiten, Kommunikation sind weitere wichtige Punkte. Seine Arbeit gut machen zu wollen, dieser eigene Anspruch wird unabdingbar sein, um Erfolg zu haben.
Timo Bernhard

Marketing und Finanzierung im Motorsport

Frontmatter
Kapitel 14. Sponsorship Research and Evaluation
Abstract
‘Sponsorship Research and Evaluation’ provides insight into the need for research in all marketing disciplines especially sponsorship.
Bringing together the theory of research -this chapter demonstrates how these outlines are put to practical use in the marketplace.
Every scenario is different but the basics are the same -good research throughout the time scale of the campaign will reap rewards for all parties.
Nigel Geach
Kapitel 15. Sponsoring im Motorsport
Zusammenfassung
Der Artikel „Sponsoring im Motorsport“ befasst sich mit Fragestellungen des Sponsorings in der Motorsportbranche. Nach einer Einleitung, die sich mit der Begriffsabgrenzung und Unterteilung in verschiedene Affinitätskategorien zum Motorsport befasst sowie die Entwicklung und den Status Quo des Sponsorings darstellt, bildet vor allem das darauffolgende Kapitel den Kern dieses Artikels. Hier erfolgt zuerst eine kurze Analyse des Bekanntheitsgrades einzelner Motorsport-Teams, ehe daraufhin detailliert die systematische Planung des Motorsport-Sponsorings – auch anhand des Fallbeispiels BMW – veranschaulicht wird. Darüber hinaus werden die kommunikativen Zielsetzungen im Motorsport-Sponsoring erläutert, am Beispiel BWM weiter vertieft und schließlich im Rahmen eines Fallbeispiels mit den Imagezielen und der Emotionalisierungsstrategie von Marc O’Polo verknüpft. Im Anschluss daran werden Chancen von Hospitality im Motorsport veranschaulicht, da das Ambiente von Motorsport-Veranstaltungen für die Pflege von Geschäftskontakten und des Kundenbeziehungsmanagements besonders förderlich ist. Den Abschluss des Kapitels bildet das Motorsport-Sponsoring durch Sachmittel und Dienstleistungen. In diesem Kontext werden bedeutende Partnerschaften zwischen Rennteams und Sponsoren erläutert; wie etwa Ferrari und Shell, Mercedes AMG Petronas und die Deutsche Bahn Schenker, Aston Martin und Red Bull sowie das spezielle Engagement von Mobil 1. Im nächsten Kapitel wird die Integration des Motorsport-Sponsorings in den kompletten Kommunikations-Mix mit dem Ziel der Generierung von positiven Synergieeffekten erläutert. Hier wird ein tieferer Einblick in die Vernetzung des Sponsorings gegeben, die als wesentlicher Erfolgsfaktor angesehen wird. In diesem Zusammenhang werden verschiedene Motorsportserien (Formel 1, DTM, WRC) betrachtet, das Thema der rückläufigen TV-Einschaltquoten im Motorsport diskutiert und abschließend ein Einblick in die spezifische Kundenausrichtung der NASCAR gegeben. Der Artikel schließt mit einem Ausblick, insbesondere zum Mediennutzungsverhalten im Generellen sowie zum TV-Nutzungsverhalten im Rahmen der Digitalisierung.
Walter Ruda
Kapitel 16. Finanzierung im Motorsport
Zusammenfassung
Der Artikel „Finanzierung im Motorsport“ befasst sich mit ausgewählten Fragestellungen bezüglich der Finanzierung in der Motorsportbranche. In diesem Zusammenhang werden – nach einer kurzen Einführung in das Thema „Finanzierung“ – insbesondere verschiedene Finanzierungsformen detailliert und praxisbezogen erläutert. Die Finanzierung durch private Kapitalgeber, die inzwischen im Motorsport fest etabliert ist, stellt hierbei den Anfang dar. Fortgeführt wird die Thematik mit der Finanzierung durch strategische Partnerschaften und Kooperationen, die für viele Motorsportunternehmen die attraktivsten alternativen Finanzierungsformen darstellen, ehe die Finanzierung durch einen Börsengang die Thematik abschließt. Am Beispiel der Formel 1 und der Speedway Motorsports Inc. wird der, im Fall der Formel 1 nicht realisierte, Zugang zum organisierten Kapitalmarkt erläutert. Im Anschluss darin wird die Entwicklung der Rechteverwertung und der Beteiligungsstrukturen in der Formel 1 näher durchleuchtet. Danach werden ausgewählte Angaben zu den Formel-1-Temas, wie etwa Jahresbudgets, Beteiligungsstrukturen und Mitarbeiteranzahl, verglichen und diskutiert sowie diverse Möglichkeiten zur Finanzierung der Rennstallbudgets gegeneinander abgewogen. In diesem Zusammenhang wird ebenso auf Finanzierungsprobleme in der Formel 1 eingegangen, indem an vergangene Insolvenzfälle und die versuchte Einführung einer Budgetobergrenze erinnert wird. Abgeschlossen wird der Artikel durch Erläuterungen zu ausgewählten Aspekten der Finanzierung am Beispiel von verschiedenen Formel-1-Rennteams und Formel-1-Rennstrecken, indem ein realitätsbezogener Einblick in Rennteambudgets und Rennveranstaltungsbudgets gegeben wird, ehe die Rolle der staatlichen Unterstützung für den Motorsport erläutert wird.
Walter Ruda, Frank Christ

Entwicklungen im Motorsport-Management

Frontmatter
Kapitel 17. Umweltschutz und Nachhaltigkeit im Motorsport
Zusammenfassung
Die gesamtgesellschaftlichen Entwicklungen und der damit einhergehende Wertewandel spiegeln sich natürlich auch im Freizeit- und Sportbereich wider. Die großen Herausforderungen bei der Bewahrung der Natur, im sorgfältigen und verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen und im Bewusstsein der endlichen Belastbarkeit unseres Lebensraumes zeichnen die Leitlinien und Rahmenbedingungen im Motorsport auf. Vom nachsorgenden Umweltschutz über die vorbeugende Umweltvorsorge bis hin zu einer nachhaltigen, zukunftsfähigen Gestaltung hat sich der Umweltgedanke in mehreren Dekaden hin zu einem unverzichtbaren Element im Motorsport-Management und in der Sportentwicklung manifestiert.
Karl-Friedrich Ziegahn
Kapitel 18. Rennstrecken Design – Entwicklung, Prozesse und Konzepte
Zusammenfassung
Seitdem im Jahre 1907 die erste permanente Rennstrecke der Welt in Großbritannien „Brooklands“ eröffnet wurde, veränderten sich im Laufe der Jahre die Prämissen des Rennstrecken-Designs aufgrund der permanenten Erhöhung von Sicherheitsstandards sowie der Entwicklung unterschiedlichster Rennstreckenkonzepte. So schreiben die Organisationen der FIA und FIM für internationale Motorsport Veranstaltungen verbindliche Anforderungen für Rennstrecken vor, um einen definierten Sicherheitsstandard angepasst für die jeweilige Veranstaltung zu gewährleisten. Diese Anforderungen müssen bereits bei der Planung einer Rennstrecke berücksichtigt werden. Während in den Anfängen des Rennstreckenbaus noch alleinig der Motorsport im Fokus der Entwicklung lag, spielen heute zusätzliche wirtschaftliche Interessen eine Rolle. Einerseits kann die Rennstrecke durch aufwendige Architektur und entsprechende internationale Veranstaltungen wie Formel 1 oder MotoGP als Prestige-Objekt für ein Land oder eine Region dienen und somit volkswirtschaftlich erfolgreich sein. Andererseits kann die Rennstreckenentwicklung aufgrund kostenoptimierter Planung in Verbindung mit hoher Multi-Funktionalität sowie zusätzlicher Profit-Elemente wie bspw. Motorsport-Clubs, Hotels, Restaurants und Shopping für eine erhöhte Auslastung und den finanziell nachhaltigen Erfolg der Gesamtentwicklung sorgen. Weitere Einflussfaktoren beim Rennstreckendesign sind vorhandene Grundstücksparameter, Genehmigungsaspekte, interne Projektparameter (bspw. Projektbudget) sowie vorhandene und prognostizierte Marktparameter.
Carsten Tilke
Kapitel 19. Der Motorsportkonsument der Zukunft – eine empirische Analyse und Prognose
Zusammenfassung
In dem vorliegenden Beitrag wird nach einer theoretischen Einleitung der aktuelle und potenzielle Motorsportkonsument der Zukunft erläutert. Anhand der aus einer Online-Befragung gewonnenen Daten wird – zusammen mit den Ergebnissen von leitfadengestützten qualitativen Interviews mit Motorsportexperten – erklärt, wer sich aktuell sowie gegebenenfalls in Zukunft für Motorsport interessieren könnte und wie sich Motorsport positionieren muss, um zukünftig erfolgreich zu sein. Die interpretierende Darlegung der Ergebnisse mündet in ein Fazit.
Inka Engel
Kapitel 20. Die Zukunft des Motorsports
Wie wirken sich die gesellschaftlichen und technologischen Entwicklungen auf den Automobil- und Motorradsport aus?
Zusammenfassung
Der Motorsport befindet sich gerade im wohl größten Wandel seiner fast 130-jährigen Geschichte. Doch was sind die Themen der Zukunft im Motorsport, welche Auswirkungen sind dadurch zu erwarten und welche Handlungen sind für die Beteiligten im Motorsport sinnvoll? Auf diese Fragen werden die Leser:innen dieses Kapitels Antworten finden. Sie basieren auf einer wissenschaftlichen Untersuchung im Rahmen einer Master-Thesis. Darin wurden technische und gesellschaftliche Entwicklungen betrachtet und auf den Motorsport adaptiert. Damit sich an diesem faszinierenden Sport nicht nur bekennende Freund:innen der Motorsportszene erfreuen, sondern auch neue Zielgruppen den Weg zu dieser Gemeinschaft finden, bedarf es eines ganzheitlichen Konzeptes. Für die Modernisierung dieser Sportart ist die gesamte Wertschöpfungskette des Motorsports gefragt. So kann sie zu einer von Politik und Gesellschaft geschätzten Sportart werden, an der auch Sponsoren wieder ein gesteigertes Interesse haben.
Florian Koziol
Kapitel 21. Motorsport im Wandel – welche Managementkompetenzen sind entscheidend für den Erfolg?
Zusammenfassung
Folgt man den Trends und Entwicklungen der heutigen Zeit, ergeben sich immer neue Anforderungen an die Qualifikationen von Führungskräften. Benötigt werden immer mehr Persönlichkeiten, die durch kreatives Denken, ungewöhnliche Ansätze und die Einbeziehung von Erkenntnissen auch außerhalb ihres Fachgebietes den Fortschritt voranbringen. Im Motorsport stellt die Managementkompetenz einen besonderen Anspruch dar. Es gibt wenige Sportarten mit so viel Faszination wie den Motorsport. Das Arbeits-umfeld ist durch starke Komplexität und Interdisziplinarität gekennzeichnet. Erst das Zusammenwirken von technischen und sportlichen Höchstleistungen sowie strategischen Entscheidungen führt ein Team zum Erfolg.
Bettina Reuter
Metadaten
Titel
Motorsport-Management
herausgegeben von
Bettina Reuter
Copyright-Jahr
2022
Verlag
Springer Berlin Heidelberg
Electronic ISBN
978-3-662-65698-3
Print ISBN
978-3-662-65697-6
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-662-65698-3

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