Skip to main content
main-content

27.05.2019 | Multichannel-Vertrieb | Im Fokus | Onlineartikel

One-Stop-Shopping im Automobilvertrieb kommt

Autor:
Eva-Susanne Krah

Gute Nachrichten für Automobilkäufer: Jeder dritte Hersteller und Zulieferer in der Automobilindustrie will ihnen das Leben leichter machen und sie individueller und digitaler ansprechen. Neun von zehn Unternehmen wollen vor allem in den Vertrieb investieren. 

Virtuelle Testfahrten, Pop-up-Stores, Smartphone-Angebote. Die durch Dieselaffären teils rufgeschädigte Automobilindustrie bläst zum Service-Großangriff auf den Kunden. Dabei planen acht Prozent der Unternehmen, die Sopra Steria Consulting im "Branchenkompass Automotive 2019" befragt hat, das One-Stop-Shopping-Prinzip, also alles aus einer Hand für den Kunden anzubieten. 20 Prozent der Automobilunternehmen wollen ihren Präsenzvertrieb mit digitalen Angeboten ergänzen und weitere 20 Prozent der Unternehmen aus der Automobilwirtschaft planen Investitionen für die kommenden drei Jahre. 

Empfehlung der Redaktion

2019 | OriginalPaper | Buchkapitel

Connected Cars

Analyse von Start-up Kooperationen im Geschäftsmodell der vernetzten Automobile

Die Vernetzung der Automobile ermöglicht digitale Dienste, die Mehrwerte für Fahrer und Halter hinsichtlich Sicherheit, Navigation, Information, Komfort sowie Unterhaltung generieren. Im Geschäftsmodell der Connected-Car-Services besitzt die …

Händler und mobile Verkaufsstände, die Pop-up-Stores, sollen als Kontaktpunkte für Beratungs- und Serviceleistungen das After-Sales-Geschäft innerhalb der Vertriebsstrategie stärken. Ein Beispiel liefert der schwedische Hersteller Volvo mit seinem Auto-Abo-Angebot. Kunden buchen etwa online eine Flatrate, Beratung und Service laufen jedoch weiterhin über die Autohäuser. Mit neuen Vertriebsformaten soll der Aufwand für die Neukundengewinnung gleichzeitig sinken und Kunden zielgerichtet angesprochen werden. Dabei haben Automobilhersteller auch die Kaufmotivation und Kauforte ihrer Kunden im Blick, etwa den Online-Kanal.

"Automobilkunden informieren sich in der Regel vor einem Fahrzeugkauf im Internet und tauschen Erfahrungen über Social Media aus", sagt Ziad Blal, Leiter Automotive bei Sopra Steria Consulting. Verkaufschancen ergeben sich, wenn Autokunden durch aktive Kommunikation dazu motiviert werden, ihre Daten zu hinterlassen. Dazu eignen sich aus Sicht Blals besonders Konfiguratoren oder virtuelle Testfahrten. Das dafür notwendige Omnichannel-Management ist jedoch laut der Studie noch nicht bei allen Anbietern und Zulieferern Standard: 71 Prozent der Zulieferer und 51 Prozent der Hersteller arbeiten zumindest bereits mit einem verzahnten Kundenkontaktmanagement. 46 Prozent der Manager sagen, dass in ihrem Unternehmen alle Vertriebsparter digital angebunden sind, sodass Daten von Kundeninteressenten, etwa aus Showrooms, ohne Medienbrüche übertragen werden können. 

Connected-Cars-Lösungen und Plattformgeschäft nehmen zu

Zudem wollen Automobilhersteller und Zulieferer in den kommenden Jahren verstärkt in die Digitalisierung und Vernetzung sowie in die Plattformökonomie und in Connected-Cars-Konzepte zum Endverbraucher hin gemeinsam mit Partnern investieren. Die nachstehende Abbildung verdeutlicht den Umschwung im Automobilsektor. 


Zur ganzheitlichen Vertriebsstrategie gehören in diesem Sinn

  • neue Fertigungsabläufe und -anlagen im Rahmen von Industrie 4.0, 
  • digitale Ökosysteme für neue Geschäftsmodelle, 
  • Connected Cars für innovative Kundenservices,
  • der Vertrieb sowie 
  • das Kundenkontaktmanagement.

"Die Vernetzung der Automobile ermöglicht digitale Dienste, die Mehrwerte für Fahrer und Halter hinsichtlich Sicherheit, Navigation, Information, Komfort sowie Unterhaltung generieren", beschreiben auch Micha Bosler und Professor Dr. Wolfgang Burr diese Entwicklung im Kapitel "Connected Cars" (Seite 52).  Im Geschäftsmodell der Connected-Car-Services besitzt aus ihrer Sicht die Komponente der Partnerschaften eine hohe Bedeutung. Auch die Experten des Branchenkompass Automotive bescheinigen, dass eine schnelle und einfache Anbindung von Partner dazu absolut notwendig ist, um das sich darum rankende digitale Plattformgeschäft der Zukunft zu forcieren.

Weiterführende Themen

Die Hintergründe zu diesem Inhalt

2019 | OriginalPaper | Buchkapitel

Connected Cars

Analyse von Start-up Kooperationen im Geschäftsmodell der vernetzten Automobile
Quelle:
Mobilität in Zeiten der Veränderung

Das könnte Sie auch interessieren

11.02.2014 | Vertriebskanäle | Im Fokus | Onlineartikel

Automobilvertrieb wird digital

14.03.2016 | Mobilitätskonzepte | Im Fokus | Onlineartikel

Connected Mobility verändert den Markt

26.03.2019 | Mobilitätskonzepte | Im Fokus | Onlineartikel

Auto-Abo statt Autokauf