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25.06.2018 | Multikanal-Banking | Nachricht | Onlineartikel

Genossenschaftsbanken starten Digitalisierungsoffensive

Auf seiner Mitgliederversammlung hat der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) am Freitag grünes Licht für die weitere Digitalisierung der genossenschaftlichen Finanzgruppe gegeben. Rund 500 Millionen Euro sollen in das neue Projekt fließen.

Die Genossenschaftsbanken wollen mit diesem Schritt ihr Omnikanalmodell weiterentwickeln und für ihre Mitglieder und Kunden alle Zugangswege – von der Filiale über das Servicecenter bis zum Smartphone – stärker integriert anbieten, heißt es in einer Mitteilung des BVR. Auf der Basis der neuen Vertriebsplattform, die einer modular aufgebauten IT-Architektur folgt, sollen Lösungen entwickelt werden, die es den Mitgliedern und Kunden ermöglichen, den von ihnen präferierten Kanal noch flexibler selbst zu wählen und jederzeit wechseln zu können. Services, genossenschaftliche Beratung und Produktabschluss sollen auf allen Kanälen medienbruchfrei angeboten werden.

Auf allen Kanälen erreichbar

"Die Filiale wird weiterhin eine wichtige Rolle spielen. Das persönliche Banking ist im Omnikanalmodell zukünftig aber gleichberechtigt mit den beiden anderen Vertriebskanälen. Auf der anderen Seite werden wir aber auch keine Direktbank", erklärte Pressesprecherin Melanie Schmergal gegenüber Springer Professional. "Gleichzeitig ist es notwendig, weitaus früher in die Bedarfserkennung und Beratung unserer Kunden einzusteigen. Ein umfassender Ausbau insbesondere des Digitalen Bankings als Ergänzung zur starken Präsenz vor Ort ist somit erforderlich."

Durch die Nutzung von Schnittstellen (APIs) könnten bestehende Lösungen künftig jedoch einfacher angebunden und Innovationen im digitalen Banking schneller realisiert werden. Der Ausbau des digitalen Bankings ergänze dabei die Präsenz der Genossenschaftsbanken vor Ort, so der BVR. Die zusätzlichen Investitionen von rund 500 Millionen Euro bis zum Jahr 2022 fließen zum genossenschaftlichen IT-Dienstleister Fiducia & Gad IT. Begleitet werden sie von entsprechenden Investitionen der DZ Bank Gruppe. ). Hierbei gehe es um den Umbau der IT, um eine neue Vertriebsplattform in "agree 21". "Das ist in der Tat ein Novum und lässt sich insofern nicht mit in der Vergangenheit getätigten Investitionen vergleichen", führt Schmergal weiter aus. 

Zuletzt hatten die Genossenschaftsbanken die Bezahllösung "Kwitt" zusammen mit den Sparkassen auf den Weg gebracht und bietet seit April auch das so genannte Voice Banking über den Alexa Skill Store von Amazon an. 


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