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05.10.2021 | Nachhaltige Geldanlagen | Interview | Onlineartikel

"Man sollte früh mit dem Wertpapiersparen anfangen"

Autoren:
Swantje Francke, Christian Kemper
3:30 Min. Lesedauer

Die Deutschen haben die Börse zwar nicht im Blut, dennoch steigt das Interesse der Menschen an Aktien. Worauf sie dabei Wert legen und was das für den Vertrieb der Sparkassen bedeutet, erläutert Torsten Knapmeyer von der Deka Bank im Interview.

Bankmagazin: Wie können die Deutschen am besten Vermögen aufbauen?

Torsten Knapmeyer: Wertpapiersparen ist das neue Sparen. Wir empfehlen dabei eine mittlere bis lange Laufzeit. Deshalb sollte man möglichst früh mit dem Wertpapiersparen anfangen, etwa bei der Geburt eines Kindes. Das erhöht die Chance auf eine attraktive Wertentwicklung. Neben dem Zeithorizont muss das gewählte Produkt aber auch zur Risikobereitschaft des Kunden passen.

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01.09.2021 | Bankmagazin-Gespräch | Ausgabe 10/2021

"Wertpapiersparen ist das neue Sparen"

Torsten Knapmeyer, Vertriebsvorstand der Dekabank, über die Aktienkultur in Deutschland, eine nachhaltige und glaubwürdige Finanzberatung sowie die Zukunft des mobilen und flexiblen Arbeitens.

Welche Rolle spielt die Nachhaltigkeit bei den Anlagestrategien der Bundesbürger und beim Produktangebot der Deka? 

Das Interesse an nachhaltiger Geldanlage ist groß. Immer mehr Kunden fragen aktiv nach den entsprechenden Anlageprodukten. Aber auch die Berater selbst haben das Thema auf der Agenda. Bei den Sparkassen ist der Beratungsprozess gut durchstrukturiert. Der Kunde wird zunächst immer gefragt, ob Nachhaltigkeit für ihn eine Rolle spielt oder nicht. Daran orientiert sich das folgende Beratungsgespräch. Notwendig ist natürlich eine breite Palette an nachhaltigen Fonds und Zertifikaten, die die Deka den Sparkassen zur Verfügung stellt. Dabei achten wir auf eine glaubwürdige Nachhaltigkeitsstrategie, eine attraktive Rendite und bedarfsgerechte Produkte. Hinzu kommt die Selbstverpflichtung der Sparkassen zu mehr Nachhaltigkeit, die unter anderem im ländlichen Raum wichtig für Wirtschaft und Gesellschaft ist. Denn oftmals ist die lokale Sparkasse einer der größten Arbeitgeber in der Region und der letzte verbliebene Förderer von sozialen und kulturellen Projekten.

Wie kann die Finanzbranche Nachhaltigkeit glaubwürdig vermitteln?

Um glaubwürdig zu sein, müssen wir das Thema Nachhaltigkeit verinnerlichen und vor allem auch nach außen vorantreiben. Als Investor etwa machen wir unseren Einfluss bei den jeweiligen Unternehmen im Sinne der Kategorien Environment, Social und Governance geltend. Dazu führen wir viele Einzelgespräche mit Vorständen und Aufsichtsräten und äußern uns aktiv auf den Hauptversammlungen der großen Aktiengesellschaften. Zum Thema Nachhaltigkeit gehört aber auch viel Detailarbeit, insbesondere wenn es um die Zusammenhänge in einzelnen Branchen und Geschäftsbereichen sowie um die Lieferketten von Betrieben geht. Bei Bauprojekten in Immobilienfonds beispielsweise müssen wir weit in die Zukunft denken, Wetterveränderungen antizipieren und die Gebäudesteuerung entsprechend anpassen. Aus vertrieblicher Sicht sollte es vor allem darum gehen, den Kunden die Vorteile nachhaltiger Geldanlagen zu vermitteln, natürlich alles im Rahmen der regulatorischen Vorgaben. Das werden auch die Anleger honorieren.

Auf welchen analogen und digitalen Kanälen versorgen Sie die Sparkassen mit Vertriebsinformationen? 

Die Vertriebsunterstützung für die Sparkassen ist seit vielen Jahren gewachsen und basiert auf mehreren Säulen: Dazu gehören zum Beispiel Trainings oder die Bereitstellung von Unterlagen für die Beratung über unser Online-Portal für die Sparkassen. Unabhängig vom Kommunikationskanal geht es uns als zentrales Wertpapierhaus der Sparkassen insbesondere um eine zeitnahe und einfache Informationsvermittlung im Sinne der Berater in den Filialen vor Ort. Entsprechend gestalten wir alle Unterlagen und den Beratungsprozess, alles muss verständlich sein und reibungslos funktionieren. Seit Ausbruch der Corona- Krise ist der Informationsfluss noch mal schneller geworden. 

Der Beginn der Pandemie war aber auch ein Musterbeispiel dafür, wie schnell und verlässlich unsere Kanäle funktionieren. Während des Kursverfalls im März haben wir kontinuierlich kommuniziert und die Sparkassen waren bei Erreichen der DAX-Tiefstände mit allen notwendigen Informationen versorgt. In den ersten Telefonkonferenzen zum Thema Corona waren bis zu 7.000 Sparkassenmitarbeiterinnen und -mitarbeiter eingewählt. Abgesehen von einer solchen Kommunikation bieten wir den Sparkassen vor allem persönliche Unterstützung an. Dazu sind Deka-Kollegen bundesweit vor Ort und je nach Größe der Sparkasse auch im Haus selbst präsent. So können wir unser Know-how direkt in die Filialen bringen.

Das vollständige Interview mit Thorsten Knapmeyer lesen Sie in der Oktober-Ausgabe von Bankmagazin. 

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