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07.12.2023 | Nachhaltige Geldanlagen | Nachricht | Nachrichten

Bafin klärt über nachhaltige Geldanlage auf

verfasst von: Angelika Breinich-Schilly

2 Min. Lesedauer

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Ein interaktives Informationsblatt will Verbraucher besser über nachhaltige Geldanlagen aufklären. Das Projekt hat die Bafin gemeinsam mit anderen nationalen wie europäischen Aufsichtsbehörden an den Start gebracht.

Nachhaltigkeit ist ein dehnbarer Begriff. Menschen assoziieren ganz unterschiedliche Aspekte mit ESG (Environment, Social, Governance): So zeigte eine von Pangaea Life im Sommer 2023 initiierte Umfrage, dass 54 Prozent der mehr als 2.000 befragten Teilnehmer im Alter ab 18 Jahren mit nachhaltigem Investieren an erster Stelle Wandel und Veränderung verbinden. Dann folgen fast gleichauf die Begriffe Hoffnung (29 Prozent) und Verzicht (28 Prozent). Damit mehr Menschen Kapital ökologisch, ethisch und sozial anlegen, wünscht sich jeder fünfte Befragte (21 Prozent), dass die Produkte besser erklärt werden. 

Für mehr Wissen im Umgang bei Geldanlagen, Krediten, Versicherungen sowie Altersvorsorgeprodukten soll ein interaktives Informationsblatt der Finanzaufsicht Bafin mit dem Schwerpunkt Nachhaltigkeit sorgen. Es entstand in Kooperation mit anderen nationalen wie den drei europäischen Aufsichtsbehörden EBA, EIOPA und ESMA und wird in allen EU-Sprachen veröffentlicht.

In Popup-Boxen werden Fachbegriffe auf einfache und leicht verständliche Weise erklärt. "Verbraucherinnen und Verbrauchern sollen so verstehen, wie sie mit ihren finanziellen Entscheidungen zu einer nachhaltigeren Zukunft beitragen können", erläutert die Bafin. 

Informationsblatt soll Transparenz verbessern

Mit dieser Unterstützung sollen sich Nutzer darüber klar werden, wie wichtig ihnen ökologische, gesellschaftliche und Governance-Aspekte sind und welche finanziellen Ziele sie erreichen möchten. Unter anderem wird erläutert, welche Vorteile entsprechende Produkte bringen und wie diese helfen können, negative Auswirkungen von Unternehmen auf Umwelt und Gesellschaft im weiteren Sinne zu verringern. 

Das Angebot erklärt außerdem, wo Informationen über die Nachhaltigkeitsmerkmale von Anlage-, Altersversorgungs- und Lebensversicherungsprodukten zu finden sind und warum Verbraucher auf sogenanntes Greenwashing achten sollten. 

Portal "Mit Geld und Verstand" gestartet

Neben der Arbeit am interaktiven Informationsblatt war die Bafin zusammen mit dem Bundesfinanzministerium (BMF) und dem Bundesbildungsministerium (BMBF) an der Entwicklung des neuen Finanzbildungsportals "Mit Geld und Verstand" beteiligt. Die Plattform ist ein zentrales Projekt der im März 2023 von der Bundesregierung gestarteten Initiative "Finanzielle Bildung". Die Plattform soll das öffentliche Informationsangebote "bündeln, sichtbar machen und zielgruppengerecht aufbereiten", heißt es. 

In dem neuen Portal werden zunächst Inhalte von zwölf Einrichtungen des öffentlichen Sektors berücksichtigt, unter anderem der Bafin, der Deutschen Bundesbank und der Deutschen Rentenversicherung. Die Aufsicht steuert als unter anderem Inhalte zu verbraucherrelevanten Finanzthemen bei. Die Plattform soll im kommenden Jahr kontinuierlich erweitert werden. Geplant ist, dass sich auch private Organisationen mit ihren Inhalten beteiligen.

Außer der Einführung des Portal hat die Initiative noch die Erarbeitung einer nationalen Finanzbildungsstrategie und die Förderung von Forschung zu finanzieller Bildung zum Ziel.

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