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Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einleitung

Zusammenfassung
Die Diskrepanz zwischen Umweltbewusstsein und umweltbezogenem Verhalten ist bereits vielfach untersucht worden (vgl. z.B. De Haan/Kuckartz 1996; Diekmann/Preisendörfer 1992). Die Frage, inwieweit Umweltberatung dazu beitragen kann, diese Inkongruenz zu überwinden, ist hingegen weitaus seltener beleuchtet worden. Zwar entstand in den letzten Jahren eine große Zahl von Publikationen zur Umweltberatung (vgl. überblicksweise z.B. Michelsen 1997; Zimmermann 1988); diese beschäftigen sich jedoch zum überwiegenden Teil mit der Beratungspraxis. Arbeiten, die sich wissenschaftlich mit der Umweltberatung auseinandersetzen, stammen vor allem aus der Pädagogik (vgl. z.B. Obladen 1993; Obladen 1987; Graeßner/Obladen/Schmithals 1987). Dementsprechend stehen häufig Fragen der Berufsbildung bzw. der adäquaten Qualifikationen für Umweltberater im Vordergrund. Weiterhin fällt auf, dass sich die meisten Veröffentlichungen mit dem Thema Umweltberatung für private Haushalte beschäftigen. Dies ist nicht überraschend, da in diesem Bereich auch der Begriff „Umweltberatung“ geprägt wurde (vgl. Kap. 2.1). Demgegenüber ist festzustellen, dass sich die Palette an Umweltberatungsangeboten weit über die privaten Haushalte hinaus auch auf andere Zielgruppen, wie z.B. Unternehmen und Kommunen, erstreckt.
Reinhard Stockmann, Wolfgang Meyer, Hansjörg Gaus, Julia Urbahn, Uwe Kohlmann

2. Ausgangspunkte und Grundlagen der Evaluation

Zusammenfassung
Das hier evaluierte Umweltberatungsprogramm der Deutschen Bundesstiftung Umwelt zeichnet sich durch ein hohes Finanzvolumen (rund 50 Mio. DM) und eine große inhaltliche Breite aus. Gemessen an den üblichen Förderstrategien im Umweltbereich ist zudem bemerkenswert, dass das Programm nicht auf die Entwicklung neuer Umwelttechnologien abzielte, sondern einen Beitrag zur Verbesserung der Umweltkommunikation leisten wollte.
Reinhard Stockmann, Wolfgang Meyer, Hansjörg Gaus, Julia Urbahn, Uwe Kohlmann

3. Evaluationsergebnisse zur internen Nachhaltigkeit

Zusammenfassung
Prinzipiell können im Projektverlauf drei zentrale Phasen analytisch unterschieden werden: (1.) die Planung eines Vorhabens, (2.) die Durchführung und (3.) die Phase nach Beendigung der externen Förderung. Der Überleitung zwischen der geförderten Durchführungsphase und der Fortführung der Projekte in Eigenverantwortung des jeweiligen Trägers kommt dabei für die interne Nachhaltigkeit eine besondere Bedeutung zu. Für jede dieser Phasen existieren spezifische Managementinstrumente zur Steuerung des Projektprozesses. Die Art und Weise, wie (und ob!) diese Gestaltungsmöglichkeiten genutzt werden, stellt einen entscheidenden Faktor für den Erfolg eines Projekts dar.
Reinhard Stockmann, Wolfgang Meyer, Hansjörg Gaus, Julia Urbahn, Uwe Kohlmann

4. Evaluationsergebnisse zur externen Nachhaltigkeit

Zusammenfassung
Im vorangegangenen Kapitel wurden Aspekte behandelt, die Wirkungen und deren Nachhaltigkeit innerhalb der geförderten Trägerorganisationen abdekken (interne Nachhaltigkeit). Die folgenden Abschnitte beschäftigen sich nun mit der Frage, inwieweit Veränderungen im Bereich der Zielgruppen der Projekte und darüber hinaus stattgefunden haben. Da es sich dabei um Wirkungsfelder außerhalb der geförderten Trägerorganisationen handelt, wird hier von externen Wirkungen gesprochen. In den meisten Projektkonzeptionen sollen dabei nicht nur kurzfristige Effekte während der Durchführungsphase, sondern dauerhafte Veränderungen mit einer möglichst umfassenden Breitenwirkung erzielt werden (externe Nachhaltigkeit).
Reinhard Stockmann, Wolfgang Meyer, Hansjörg Gaus, Julia Urbahn, Uwe Kohlmann

5. Schlussfolgerungen und Empfehlungen

Zusammenfassung
Die Gesamtbilanz des evaluierten Förderprogramms der Deutschen Bundesstiftung Umwelt fällt zum Erhebungszeitpunkt ausgesprochen positiv aus. Durch die institutionelle Förderung ist es gelungen, eine flächendeckende Umweltberatungsinfrastruktur bei den Handwerkskammern, den Industrie- und Handelskammern sowie der ÖTV in den neuen Bundesländern aufzubauen und in nahezu unveränderter Form nachhaltig bei den Trägerorganisationen zu verankern. Über die Förderung von Umweltberatungsleistungen selbständiger Beratungsfirmen konnten mehrere tausend ostdeutsche Handwerksbetriebe, kleinere und mittlere Unternehmen sowie Kommunen bei einer Bestandsaufnahme ihrer Umweltprobleme unterstützt und in fast allen Fällen zur Implementation sinnvoller Maßnahmen zu deren Beseitigung angeregt werden. Die Mittel haben gleichzeitig zu einer Konsolidierung des noch sehr schwach ausgeprägten Umweltberatungsmarktes beigetragen und den Bestand eines breiten, hochqualifizierten Beratungsangebots zumindest teilweise sichern können. Innerhalb der beteiligten Trägerorganisationen hat sich die Beschäftigung mit Umweltfragen z.T. deutlich erhöht und bei einigen Gewerkschaften und den Handwerkskammern wurden Umweltthemen in das Standardausbildungsprogramm aufgenommen.
Reinhard Stockmann, Wolfgang Meyer, Hansjörg Gaus, Julia Urbahn, Uwe Kohlmann

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