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Über dieses Buch

Dieses Buch zeigt, dass wirtschaftliche Entscheidungen nicht mehr ausschließlich anhand von Preis, Qualität und Service getroffen werden können. Nachhaltiger Konsum betrifft dabei nicht nur private Haushalte, sondern auch die öffentliche Beschaffungspraxis stellt eine wichtige Stellschraube zur nachhaltigen Veränderung der Märkte dar. Aus diesem Grund nimmt das Buch eine ganzheitliche Betrachtung des Themas vor. Zudem findet auch keine Begrenzung auf ökologische Aspekte statt, sondern alle drei Säulen der sogenannten Triple Bottom Line – Ökologie, Soziales und Ökonomie – stehen im Mittelpunkt und bieten anhand zahlreicher Best Practices aus Unternehmen eine konzeptionelle Basis für Praktiker, Wissenschaftler und Studierende.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Ökonomische Grundlagen eines nachhaltigen Konsums

Frontmatter

Kapitel 1. Verbraucherökonomische Grundlagen eines nachhaltigen Konsums

In diesem Beitrag werden die verbraucherökonomischen Grundlagen eines nachhaltigen Konsums herausgearbeitet. Ausgehend von der Begriffsbestimmung und den Dimensionen eines nachhaltigen Konsums werden Konzepte für die Messung von nachhaltigem Konsum vorgestellt.

Daniela Ludin, Wanja Wellbrock

Kapitel 2. Nachhaltigerer privater Konsum: Eine informations- und verhaltensökonomische Perspektive

Im Beitrag werden die Bedeutung der Informations- und der Verhaltensökonomik für eine systematische Erfassung von Handlungsfeldern zur Förderung eines nachhaltigeren privaten Konsums dargestellt. Es wird am Beispiel des Konsums von Lebensmitteln gezeigt, dass die Informations- und Verhaltensökonomik einen angemessenen theoretischen Rahmen bieten, um wichtige Aspekte privater Kaufentscheidungen zu systematisieren und Problemfelder zu identifizieren.

Johannes Simons, Jeanette Klink-Lehmann, Monika Hartmann

Kapitel 3. Die Status quo-Falle – Oder: It can kill you not being „good“ enough

Während die neoklassische Theorie – intuitiv plausibel – davon ausgeht, dass ökologisches oder soziales Engagement zulasten der ökonomischen Performance eines Unternehmens geht, mehren sich Stimmen, die ein solches Engagement als einen möglichen strategischen Wettbewerbsvorteil erachten. So sehen sich Unternehmen heute in zunehmendem Maße kritischen Stakeholdern (z. B. „Fridays for Future“-Bewegung) gegenüber, welche von Unternehmen ein steigendes ökologisches und soziales Engagement einfordern.

Volker Lingnau, Florian Fuchs, Florian Beham

Kapitel 4. Sharing Economy: Nachhaltigkeit versus Profitorientierung

Sharing Economy (SE) bietet eine Form des nachhaltigen Wirtschaftens und Konsumierens. Sie versteht sich als Teilen von Gütern und/oder Dienstleistungen durch Privatpersonen. Gleich wenn die SE seit dem letzten Jahrzehnt als neuer Trend gehyped wird, so findet die Menschheit mit dieser Form des Wirtschaftens doch wieder zurück zu ihren Ursprüngen.

Jana Heimel, Benedikt Krams

Kapitel 5. Nachhaltiger Konsum und seine Verankerung im Controlling

In der jüngeren Vergangenheit konnte gezeigt werden, dass ökologisch und sozial nachhaltiges Handeln von Unternehmen deren wirtschaftlichen Erfolg positiv beeinflussen kann. Damit rückte auch die „Tripple-Bottom-Line“ bestehend aus wirtschaftlicher, sozialer und ökologischer Nachhaltigkeit stärker in das Interesse der Führungskräfte, aber auch deren Reflexion im Controlling.

Gernot Mödritscher, Friederike Wall

Kapitel 6. Sustainable Finance: Nachhaltigkeitscontrolling zur Steuerung des sozialen und ökologischen Wirtschaftens von Unternehmen

Es erweist sich für Unternehmen zunehmend schwierig, rein auf den finanziellen Erfolg abzustellen, um langfristig am Markt erfolgreich zu sein. Die Gesellschaft ebenso wie die Umwelt fordern die unternehmerische Praxis zum Umdenken auf. Nachhaltigkeitscontrolling bzw. Sustainable Finance dient als Instrument zur Sicherstellung des nachhaltigen Ressourceneinsatzes und Wirtschaftens von Unternehmen.

Jana Heimel, Martin Momberg

Kapitel 7. Gewichtung von Umweltbelastungen im Green Productivity Index

Der Green Productivity Index (GPI) ist eine Möglichkeit, die Nachhaltigkeit von Produkten und Produktionsprozessen zu beurteilen. Er kann einerseits als Basis für eine nachhaltigkeitsorientierte Kaufentscheidung und andererseits zur Auswahl bzw. Steuerung von Produktionsprozessen dienen. Bei der ursprünglichen Formulierung des GPI, die das Verhältnis der Produktivität zur Umweltbelastung darstellt, kann jedoch eine Zunahme der Umweltbelastungen durch einen entsprechenden Anstieg der Produktivität kompensiert werden.

Verena L. Aufderheide, Marion Steven

Maßnahmen zur Konsumsteuerung von Individuen, Unternehmen und Institutionen

Frontmatter

Kapitel 8. Zur Steuerung nachhaltigen Konsums: Die Entwicklung einer nachhaltigen Customer Journey

Dieser Beitrag entwickelt ein Managementmodell, das Unternehmen dabei unterstützt, relevante Aktionsfelder zur nachhaltigen Steuerung von Konsumenten entlang der eigenen Customer Journey zu identifizieren. Aufbauend auf dem SHIFT-Modell, als strukturelle Abbildung des nachhaltigen Käuferverhaltens, wird die Customer Journey entlang der owned, paid und earned Touchpoints aufgezogen. Mithilfe des faktisch analytischen Ansatzes, der die Integration neuer Erkenntnisse in die Forschungsstrategie unterstützt, werden Aktionsfelder identifiziert, die als grundlegende Logik Unternehmen dazu anleiten sollen, bei der Ausgestaltung der eigenen nachhaltigen Customer Journey dieses Strukturraster anzunehmen.

Kristina Steinbiß, Elisabeth Fröhlich

Kapitel 9. Vom Change Agent zur kritischen Masse: Erfolgsfaktoren für den Wandel in Richtung Nachhaltigkeit auf kommunaler Ebene

Der Beitrag widmet sich der Frage, wie der Transformationsprozess zu einer auf Nachhaltigkeit bedachten Gesellschaft auf kommunaler Ebene begünstigt werden kann. Ausgehend vom Spannungsverhältnis zwischen dem individuellen Handeln der Bürger und den politisch-rechtlichen Rahmenbedingungen, werden anhand von zwei Fallstudien Erfolgsfaktoren für den nachhaltigen Wandel beschrieben. Am Beispiel des Osnabrücker Projekts „Wirtschaftsförderung 4.0“ und der „Münsteraner Strategie für klimaschonende Entscheidungen“ werden kommunale Maßnahmen untersucht, die klimafreundliches Verhalten im Alltag begünstigen.

Stefanie Wesselmann, Christine Rother

Kapitel 10. Vom Konsumhandeln zum zivilgesellschaftlichen Engagement – Können Veränderungsexperimente für mehr Klimaschutz im Alltag dazu beitragen, den Footprint-Handprint-Gap zu überwinden?

Zur Bewältigung der Herausforderungen durch die Klimakrise ist eine Transformation aller gesellschaftlichen Bereiche erforderlich. Dies schließt auch eine Veränderung der individuellen Lebensstile mit ein. Entscheidungen von Individuen für nachhaltigeren Konsum zur Reduzierung des persönlichen ökologischen und CO2 Footprints gehören hierzu.

Markus Szaguhn, Maike Sippel

Kapitel 11. Unternehmen kommunizieren Suffizienz – Beispiele aus der Praxis für die Förderung eines genügsamen Konsums

Das derzeitige Wirtschafts- und Konsummodell der Industrieländer stößt an die Grenzen des Wachstums, denn es erzeugt diverse globale ökologische und soziale Herausforderungen. Eine Transformation des Konsums in eine nachhaltige Richtung kann nicht durch Maßnahmen der Effizienz allein erreicht werden. Die Strategie der Suffizienz hat eine absolute Senkung des Energie- und Ressourcenverbrauchs zum Ziel und setzt beim Verhalten der Konsumierenden an.

Anneli Heinrich, Georg Müller-Christ

Kapitel 12. „Suffizienz unterstützen“ als Geschäftsmodell

Konsumgesellschaften müssen ihren Ressourcenverbrauch und ihre Emissionen drastisch reduzieren, um dem Ziel einer nachhaltigen Entwicklung näher zu kommen. Maßnahmen der Effizienz- und Konsistenzstrategie werden nicht ausreichen. Ohne die Suffizienzstrategie, also die freiwillige Reduzierung des Konsums von Produkten und Dienstleistungen, wird es schwer, den ökologischen Fußabdruck weit genug zu verkleinern.

Therese Kirsch, Fara Steinmeier

Best Practices – Nachhaltiger öffentlicher Konsum

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Kapitel 13. Fairer Handel als Priorität – Wie die Kampagne „Fairtrade-Towns“ zur Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele beiträgt

Öffentliche Stellen in Deutschland geben jährlich etwa 350 Mrd. Euro für die Beschaffung von Produkten und Dienstleistungen aus, etwa die Hälfte entfällt dabei auf die Kommunen. Diese Marktmacht kann genutzt werden, um faire Lebensbedingungen für Kleinbauern sowie Arbeiter zu fördern. TransFair e. V. ist Träger der Kampagne Fairtrade-Towns und zeichnet Kommunen für ihr Engagement zum fairen Handel mit dem Titel Fairtrade-Town aus.

Edith Gmeiner, Lisa Herrmann, Michaela Reithinger

Kapitel 14. Regionale, resiliente Ernährungssysteme – am Beispiel der Region Freiburg

Um die Ernährungsresilienz auf kommunaler Ebene zu erhöhen, wurden bei einer Untersuchung an der Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg in der Region Freiburg im Breisgau verschiedene Akteure des Ernährungssystems nach Hemmnissen, Forderungen, Möglichkeiten sowie Zielvorstellungen befragt. Die Ergebnisse der Interviews zeigen, dass für ein regional-resilientes Ernährungssystem insbesondere die Diversität in Anbau, Betriebsformen und Vermarktungsstrukturen von Bedeutung sind, da es dadurch auch zu einer erhöhten Redundanz in Krisenfällen kommt. Letztere wird vor allem auch durch die vielfach genannte Integrierung regionaler in nationale oder globale Strukturen erhöht.

Esther Wiese, Michael Rumberg

Kapitel 15. Nachhaltige IT-Beschaffung: Herausforderungen und Lösungsansätze aus der Praxis

Die nachhaltige Beschaffung von IT ist eine anspruchsvolle Aufgabe für Unternehmen und öffentliche Auftraggeber. Auch IT-Dienstleister wie die Bechtle AG, die an der Schnittstelle zwischen Kunde und Hersteller stehen, müssen die Balance ökonomischer, ökologischer und sozialer Aspekte kontinuierlich in ihre Unternehmensprozesse integrieren und diese nach innen und außen berücksichtigen. Unterschiedliche nationale Gesetzgebungen, ein inhomogenes Feld an Nachhaltigkeitsleitlinien und Kodizes sowie diverse Nachhaltigkeitsanforderungen von Kundenseite machen einen dialogbasierten, individuellen Beschaffungsprozess unabdingbar.

Nicole A. Diehlmann

Kapitel 16. Praxisbeispiel Nachhaltiger Konsum: „Pappbecherfreier Campus Schwäbisch Hall“

Coffee to-go und andere Getränke in Einwegbechern erfreuen sich großer Beliebtheit als Convenience-Getränke. Die damit verbundenen Mengen an Müll stellen jedoch eine große Umweltbelastung dar. Aus diesem Grund zielen zahlreiche Initiativen darauf ab, Mehrwegsysteme zu etablieren, um einen nachhaltigeren Konsum zu ermöglichen.

Daniela Ludin, Wanja Wellbrock, Erika Müller, Benjamin Högele

Kapitel 17. Kommunales Controlling – Instrument zur Planung, Steuerung und Kontrolle nachhaltigen Wirtschaftens im kommunalen Sektor

Die kommunale Ebene agiert als Schlüsselakteur bei der Bereitstellung von Leistungen der Daseinsvorsorge. Vor dem Hintergrund angespannter Kommunalhaushalte und vielerorts hoher Schuldenstände sind viele Kommunen auf Konzepte zur Sicherstellung von Kosteneffizienz und Nachhaltigkeit angewiesen. Ein solches Instrument zur Planung, Steuerung und Kontrolle der wirtschaftlichen Aktivitäten stellt das Controlling dar.

Julia Sydow, Alexander Kratzmann

Kapitel 18. Ganzheitliche prozessorientierte Sicht auf Hochschulen in Krisenzeiten

Gerade in Umbruchzeiten, aktuell ausgelöst durch die Corona-Pandemie, erfolgen Änderungen in Lehre und Verwaltung aufgrund von administrativen Vorgaben von Ministerien oftmals adhoc. Diese Vorgaben werden unter Vernachlässigung einer ganzheitlichen Sicht auf die Hochschule vorgegeben. Die Hochschule muss als Ganzes konsequent an Geschäftsprozessen ausgerichtet sein.

Peter Mattheis, Marc Scharsig

Kapitel 19. Der Zusammenhang zwischen Gesundheitsversorgungssystemen und der Aufrechterhaltung einer nachhaltigen Umwelt

Auch das Gesundheitswesen trägt zum Klimawandel bei. 4,6 % der weltweiten Treibhausgasemissionen gehen auf diesen Sektor zurück. Eine Möglichkeit den ökologischen Fußabdruck des Gesundheitssektors zu verringern, wäre ein nachhaltigerer Konsum von Produkten in den Gesundheitseinrichtungen. Forschungen zum Social Tipping lassen vermuten, dass bereits kleine Interventionen, wie die Informationsweitergabe bezüglich der Emissionen eines Produktes, dazu beitragen können, etwas zu bewegen.

Norma M. Huss, Melanie Weinheimer

Best Practices – Nachhaltige Unternehmensführung

Frontmatter

Kapitel 20. Strategische Wettbewerbsvorteile im Kontext nachhaltiger Unternehmensführung

Oberstes Bestreben einer ökonomisch nachhaltigen Unternehmensführung ist die bestmögliche Beachtung des der Wirtschaftswissenschaft zugrunde liegenden Wirtschaftlichkeitsprinzips. Annahmegemäß unbegrenzte Wünsche und Bedürfnisse stehen dabei einer limitierten Anzahl einsetzbarer Ressourcen gegenüber. Eine effiziente Bedürfnisbefriedigung erfordert daher eine verschwendungsfreie Ressourcenverwendung im Rahmen einer nachhaltig geprägten Unternehmensführung.

Daniel Gerbaulet

Kapitel 21. Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz bei unternehmensübergreifenden Kooperationen: Die Theorie der Institutionellen Rollenmodelle als Grundlage für Best Practices

Die Theorie der institutionellen Rollenmodelle (IRM) ist ein dynamisches Organisationsmodell, welches zwei Ziele verfolgt. Einerseits die Reduzierung von Unsicherheiten für alle beteiligten Akteure und andererseits die Entwicklung eines Vertrauensverhältnisses, die Etablierung einer diskriminierungsfreien Kooperationsdynamik und die Verfolgung gemeinsamer Interessen. Das IRM bedient sich aus drei unterschiedlichen Disziplinen: Die Institutionenökonomik, die Systemtheorie sowie die Systemdynamik.

Wolfgang H. Schulz, Oliver Franck, Stanley Smolka, Vincent Geilenberg

Kapitel 22. Nachhaltige Supply Chain Finance

In der Supply Chain Finance Forschung und Praxis besteht ein wachsendes Interesse daran zu zeigen, wie Supply Chain Finance Lösungen zur Förderung der Nachhaltigkeitsleistung von Supply Chains beitragen.

Alexandra Fiedler

Kapitel 23. Green and Lean: Wie Lean Management nachhaltigen Konsum in Unternehmen fördert – am Beispiel der Verpackungsindustrie

Der nachfolgende Artikel klärt die Frage, wie Lean Management nachhaltigen Konsum in Unternehmen fördern kann und untermauert die Ansätze mit Praxisbeispielen aus der Verpackungsindustrie. Lean Management bietet eine strukturierte Vorgehensweise, um nachhaltigen ökologischen Konsum in Unternehmen zu fördern und Einflussfaktoren auf die Umwelt zu verbessern. Das Ziel von Lean Management ist die Etablierung einer Verbesserungskultur mit dem Schwerpunkt auf der Eliminierung von Verschwendungen.

Kristofer Leder

Kapitel 24. Bewusster Konsum als Unternehmensstrategie – VAUDE tritt an mit umweltfreundlichen und fairen Bergsportprodukten

VAUDE hat sich zum Ziel gesetzt, Europas nachhaltigster Outdoorausrüster zu sein. Seit über einem Jahrzehnt hat das Unternehmen Nachhaltigkeit im Kerngeschäft verankert. Auf strategischer Ebene hat VAUDE mit der Produktphilosophie die Leitplanken für nachhaltiges Design geschaffen.

Lisa Fiedler

Kapitel 25. Nachhaltiger Konsum als Mainstream – Rolle und Verantwortung der Einzelhändler am Beispiel der Handelsunternehmen Lidl und Kaufland

Die international agierende Schwarz Gruppe deckt von der Produktion über den Handel bis hin zum Recycling große Teile der Wertschöpfungskette des Lebensmitteleinzelhandels im eigenen Haus ab. Die Schwarz Gruppe gestaltet den Transformationsprozess zu einer nachhaltigen Gesellschaft entlang ihrer Wertschöpfungskette gemeinsam mit ihren Sparten, Kunden und Partnern. Dabei fokussiert sich der Beitrag der Schwarz Gruppe dort, wo sie den größten Hebel hat: in den Bereichen Produktion, Handel, Konsum und Recycling.

Mariella Gomez, Lavinia Kochanski, Elisabeth Koep

Kapitel 26. Coopetition am Beispiel des #ForumRezyklat der dm-drogerie markt GmbH + Co. KG

Wenn aus einer Competition, also einem Wettbewerb, eine Cooperation (Kooperation) entsteht, dann spricht man von Coopetition. Dass mithilfe des Coopetition-Ansatzes herausfordernden Nachhaltigkeitsfragen unserer Zeit begegnet und so eine positive Veränderung für Gesellschaft und Umwelt hervorgerufen werden kann, zeigt dieser Beitrag am Beispiel des #ForumRezyklat auf. Dem #ForumRezyklat liegt die Forderung nach der Verfügbarkeit von qualitativ hochwertigen Rezyklaten zugrunde, um diese in Verpackungen einsetzen zu können.

Sebastian Bayer, Dagmar Glatz, Daiga-Patricia Kang

Kapitel 27. Erarbeitung eines Rücknahmesystems am Beispiel des Cradle to Cradle® zertifizierten Würth Varifix® Schnellmontagesystems

Um nach der Idee des Brundtland Reports, welcher als Grundlage für Nachhaltigkeit gilt, auch für künftige Generationen Chancengleichheit wahren zu können (vgl. United Nations 1987, Chairman’s Foreword), bemüht sich die Adolf Würth GmbH & Co. KG schon seit geraumer Zeit, ihren Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung zu leisten. Hierzu sollen sukzessive immer mehr Artikel der breiten Produktpalette in Stoffkreisläufen gehalten werden, um so einer Ressourcenverknappung entgegenzuwirken und nachhaltiger zu wirtschaften. Im Zuge dessen wurde als weltweit erstes Schnellmontagesystem das Würth Varifix® Montagesystem mit dem Cradle to Cradle® Zertifikat versehen und so ein erster großer Schritt in Richtung Kreislaufwirtschaft getätigt.

Sven Kübler, Elisabeth Kraut, Carina Lebsack, Wanja Wellbrock, Wolfgang Gerstlberger

Kapitel 28. Made in Bangladesh – und stolz darauf!

Die Aufgaben und Herausforderungen des Textilsektors zum Thema Nachhaltigkeit sind vielfältig und altbekannt, doch es brauchte leider erst eine Katastrophe, um sie in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken: Der Einsturz der Textilfabrik Rana Plaza in Bangladesch am 24. April 2013 leitete den Wendepunkt in der Wahrnehmung der Textilindustrie ein – sowohl für Verbraucher als auch für Textilunternehmen. Für viele war es der Ursprung des Umdenkens – und der Frage „wie können Textilunternehmen eigentlich noch in Bangladesch produzieren lassen?“ Die HAKRO GmbH ltut es weiterhin, auch sieben Jahre nach Rana Plaza, und sogar mit Stolz.

Anna F. Rüchardt, Jochen Schmidt

Kapitel 29. Aspekte nachhaltigen Wirtschaftens im Mittelstand am Beispiel MANN & SCHRÖDER COSMETICS

Jedes produzierende Unternehmen verursacht CO2-Emissionen, ganz gleich, welche Größe es hat oder wie nachhaltig und sparsam es wirtschaftet. Als mittelständisches Familienunternehmen im Haar- und Körperpflegebereich befasst sich MANN & SCHRÖDER COSMETICS aus Siegelsbach bereits seit einigen Jahren intensiv mit dem Thema „CO2-Reduktion und Ausgleich“ bei der Herstellung seiner Produkte. Denn umweltfreundliches Verhalten ist auch bei den Konsumenten zu einem immer bedeutenderen Kriterium bei der Entscheidung für ein Unternehmen und der Verwendung dessen Produkte geworden.

Jan Englert, Angelina Straub

Kapitel 30. Best Practices zur nachhaltigen Beschaffung von Rohstoffen entlang der Lieferkette: Erfahrungen aus einer Fallstudie in Deutschland

Im Jahr 2017 trat eine EU-Konfliktmineralienverordnung in Kraft, die verhindern soll, dass Unternehmen durch ihre Rohstoffbeschaffung bewaffnete Konflikte finanzieren. Unternehmen sind demnach angehalten, verschiedene Maßnahmen zu treffen, um Risiken entlang ihrer Wertschöpfungskette zu identifizieren und den Ursprung der enthaltenen Konfliktmineralien zurückzuführen.

Rubén Medina Serrano, Wanja Wellbrock, Pino Valero Cuadra

Kapitel 31. Nachhaltiges Supply Chain Management im Maschinenbau – eine ganzheitliche Betrachtung mit dem Matrjoschka-Modell

Der deutsche Maschinenbau spielt eine herausragende Rolle für die Wirtschaft des Landes und seine Produkte sind ein beliebtes Exportgut. In der heutigen Zeit mit unterschiedlichen wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Anforderungen sowie zahlreichen Herausforderungen, die Globalisierung, Digitalisierung und der weltweite Klimawandel mit sich bringen, ist es unerlässlich, Wege für nachhaltige Produktions- und Organisationsprozesse zu finden.

Julia Krause

Kapitel 32. Entwicklung und technische Umsetzung nachhaltiger thermoformbarer Verpackungen

ILLIG Maschinenbau ist ein führender Systemhersteller von Thermoform-, Verpackungs- und Werkzeugsystemen und bietet Packmittelherstellern weltweit zahlreiche technische Lösungen zur Herstellung innovativer, attraktiver und ökologischer Verpackungen aus thermoformbaren Materialien. Handel und Verbraucher bevorzugen nachhaltige und einfach recycelbare Verpackungslösungen die alle Anforderungen an Hygiene, Produktschutz, Logistik und Convenience erfüllen. Marketingexperten benötigen hervorragende Dekorationsmöglichkeiten der Verpackung, um für den Erfolg am Point of Sale ihre Werbebotschaften zu platzieren.

Georg Sposny

Kapitel 33. Nachhaltiges Bauen mit Holz im Geschosswohnungsbau

Der Baustoff Holz fristet seit der Industrialisierung in Deutschland ein Schattendasein, während er zuvor das meistverwendete Material gewesen ist. Beweise der Nachhaltigkeit beim Holzbau liefern eindrucksvoll viele jahrhundertealte Gebäude in zahlreichen Städten weltweit. Dennoch wurde das Bauen mit Holz in Deutschland im Jahr 2018 lediglich bei ca. zwei Prozent der Mehrfamilienhäuser umgesetzt und beschränkt sich im mehrgeschossigen Wohnungsbau auf einzelne Referenz- und Leuchtturmprojekte.

Wolf Gieseke, Norina Klameth, Jorin Herrmann

Best Practices – Nachhaltige Mobilität und Logistik

Frontmatter

Kapitel 34. Urbane Mobilität: Nachhaltigkeit durch Elektromobilität?

Seit einigen Jahren ist eine grundlegende Veränderung der Rahmenbedingungen von Mobilität und Verkehr zu beobachten. Nicht nur, dass – zumindest bis zum Ausbruch der Corona-Pandemie – das Mobilitäts- und Verkehrsaufkommen allgemein steigt, es ändern sich auch individuelle Mobilitätsbedürfnisse. Mit dem Einbezug des Verkehrssektors in die Energiewende rückt zudem auch die Mobilität in den Fokus neuer Konzepte und Geschäftsfelder.

Thomas Lenk, Oliver Rottmann, André Grüttner, Mario Hesse

Kapitel 35. „NaMoCa – Nachhaltige Mobilität am Campus Schwäbisch Hall“ – Entwicklung eines Mobilitätskonzepts für den Campus Schwäbisch Hall als Projekt im Ideenwettbewerb „Emissionsfreier Campus“

Mobilität stellt ein Grundbedürfnis und wichtiges Handlungsfeld des täglichen Konsums dar. Ob für den Einkauf, die Urlaubsreise oder den Weg zur Arbeit – Mobilität spielt eine Rolle. Die Entscheidung für oder gegen die Nutzung eines Verkehrsmittels oder Mobilitätsangebots ist dabei von vielen Faktoren abhängig: Kosten, Flexibilität, aber auch Erreichbarkeit, Schnelligkeit, persönliche Präferenzen und auch Umweltaspekte können Einfluss nehmen auf das Mobilitätsverhalten und die vorher getroffene Konsumentscheidung. Aus Nachhaltigkeitssicht sind mit dem Thema Mobilität zahlreiche umweltrelevante Fragen verknüpft.

Daniela Ludin, Wanja Wellbrock, Erika Müller, Benjamin Högele

Kapitel 36. Binnenschifffahrt im Nexus der Nachhaltigkeit in der Verkehrslogistik: Status Quo, Ansatzpunkte und ausgewählte Praxisbeispiele

Die ambitionierten Nachhaltigkeitsziele auf nationaler und EU-weiter Ebene lassen sich nur durch einen verstärkten Einsatz der ressourcenschonenden Verkehrsträger Bahn und Binnenschiff erreichen. Aus diesem Grund soll die Binnenschifffahrt im folgenden Beitrag näher beleuchtet werden. Hierzu gehen die Autoren nicht nur auf die wirtschaftliche Relevanz im Modal Mix ein, sondern auch auf die ökologische Bedeutung sowie aktuelle und zukünftige Herausforderungen.

Dirk H. Hartel, Markus Nölke

Kapitel 37. Elektrokleinstfahrzeuge als Hoffnungsträger einer nachhaltig-alltagstauglichen Mikromobilität

Der Beitrag befasst sich mit einem spezifischen Aspekt des nachhaltigen Konsums, und zwar dem Bereich der Mikromobilität. Er illustriert auf empirischer Basis am Beispiel der Einstellung zu E-Scootern in einem Hochschulumfeld sowohl wesentliche Einflussfaktoren, die für die Beurteilung der Alltagstauglichkeit dieser Form der Mikromobilität relevant sind, als auch Zusammenhänge, die bei gegebener Alltagstauglichkeit auf das voraussichtliche Nutzungsprofil und die Wahrscheinlichkeit des Erwerbs eines E-Scooters schließen lassen. Die Ergebnisse zeigen, dass bei der untersuchten Gruppe von Hochschulbeschäftigten und -lehrern in der Region Heilbronn-Franken die wahrgenommene Alltagstauglichkeit von E-Scootern insbesondere von der Benutzerfreundlichkeit und der Zuverlässigkeit der Fahrzeuge in Relation zum Kaufpreis abhängt.

Tobias Bernecker, Jonas Heinzelmann

Kapitel 38. Vergleich von Ladestrategien zur Minderung von CO2 Emissionen für batterieelektrische Fahrzeuge

In den letzten Jahrzehnten sind die ersten Auswirkungen des Klimawandels auch direkt spürbar geworden. Eine globale gesellschaftliche Herausforderung ist der Wandel zu einer decarbonisierten Energiewirtschaft, die alle Energiesektoren überspannt, um den Klimawandel zu bremsen. Weltweit steigen die Anteile an erneuerbaren Energien und viele Länder streben ein vollständig erneuerbares Energiesystem an.

Johannes Üpping, Maria Schaffer, Fynn C. Bollhöfer

Kapitel 39. Flächensparende Logistik als Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung am Beispiel der Waldbach Fulfillment Logistik e. K.

Die Logistikbranche ist der drittgrößte Wirtschaftsbereich Deutschlands und besonders häufig von Landnutzungskonflikten betroffen. Gründe für diese Konflikte sind z. B. die knapper werdenden Flächen in Großstädten, die Bevölkerung, die die Lärm- und Schmutzbelastung zunehmend kritisch sieht oder das zunehmend schlechte Image der Logistikbranche hinsichtlich ihres Flächenbedarfs. Die derzeitige Flächeninanspruchnahme der Logistikbranche lässt sich nicht mit der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie bis 2030 in Einklang bringen, nach der die Neuinanspruchnahme von Flächen für Siedlungen und Verkehr auf unter 30 ha/Tag zu verringern ist.

Arne Dethloff, Lucas Hüer, Kai-Michael Griese, Martin Franz

Kapitel 40. Nachhaltigkeit im E-Commerce: Die letzte Meile aus Konsumentensicht

Nachhaltigkeit ist ein kaufentscheidungsrelevantes Kriterium sowohl im stationären Handel als auch im E-Commerce, wo die Nachhaltigkeit des Warenübergangs für Kunden von besonderer Bedeutung ist. Die sogenannte letzte Meile ist zugleich ein wichtiger Positionierungsfaktor und in Anbetracht der zunehmenden Paketlast eine große Herausforderung. Darüber hinaus eröffnen die unterschiedlichen Ausgestaltungsmöglichkeiten der letzten Meile (z. B. Hauslieferung, Click and Collect, Paketstationen) Händlern im E-Commerce neue Möglichkeiten, den Warenübergang nachhaltiger zu gestalten und die Nachhaltigkeit der Zustellverfahren als Positionierungsmerkmal im Wettbewerb zu verwenden.

Patrick Klein, Bastian Popp

Kapitel 41. Nachhaltige und individualisierte Zustellung von Lebensmitteln

Neben einer zunehmenden Attraktivität des E-Commerce ist gleichzeitig ein steigendes Interesse an Themen der Nachhaltigkeit auf Ebene der Verbraucher zu verzeichnen, welche eine nachhaltigere Lieferung ihrer bestellten Waren wünschen. Unser Beitrag betrachtet den Trade-Off zwischen dem Bedürfnis nach mehr Nachhaltigkeit und einem durch den E-Commerce verursachten zunehmenden Lieferaufkommen. Dabei zeichnet sich insbesondere der Lebensmitteleinzelhandel durch einen wachsenden Bedarf nachhaltiger Produkte und Lieferungen aus.

Sandra Luttermann, Herbert Kotzab, Markus Trapp, Michael Freitag

Best Practices – Nachhaltige Agrarwirtschaft und Lebensmittelindustrie

Frontmatter

Kapitel 42. Agrarwirtschaft als Ausgangspunkt einer nachhaltigen Konsumkette – Konzeption, Potenziale und Best Practice

Wie können agrarwirtschaftliche Aktivitäten gestaltet werden, um eine Bereitstellung von Nahrungsmitteln und anderen Produkten in diesem Sinne zu gewährleisten? Welche Gestaltungsfelder gilt es, bei einem ganzheitlich-agrarwirtschaftlichen Ansatz zu berücksichtigen? Und welche Umsetzungsansätze lassen sich in der Praxis beobachten und empfehlen? Der Beitrag stellt eine Systematik zur nachhaltigen Agrarwirtschaft vor, welche agrarwirtschaftliche Funktionen und deren unmittelbare oder mittelbare Einflusspotenziale auf nachhaltige Zielsetzungen herausarbeitet. Die resultierende Nutzen-Matrix wird überführt in eine Maßnahmen-Matrix, welche mögliche zielführende Aktivitäten entlang der zugrundliegenden Wertschöpfungskette aufzeigt. Abschließend illustrieren Praxisbeispiele das aufgezeigte Aktivitätsspektrum.

Barnim G. Jeschke

Kapitel 43. Alltäglicher nachhaltiger Konsum – Bewusster Umgang mit Lebensmitteln vs. skandalträchtige Verschwendung

Ein Drittel der Lebensmittel wird weltweit und national verschwendet. Die Erzeugung von Lebensmitteln hat eine erhebliche Auswirkung auf den Ressourcenverbrauch, wie Boden, Energie, Wasser, Phosphat sowie die CO2-Bilanz. Auf die Erzeugungskette von Lebensmitteln können der Gesetzgeber im Sinne der EU und nationaler Regierungen sowie insbesondere der Verbraucher Einfluss nehmen.

Stefan Schmidt, Wanja Wellbrock

Kapitel 44. Nachhaltiger Konsum in der Lebensmittelbranche: Nachhaltigkeit in Filialen, Sortiment und Kommunikation der Öko-Bäckerei Hofpfisterei

Globale und regionale Auswirkungen unseres Konsums wie Ressourcenknappheit oder Klimawandel sind in der Foodbranche besonders spürbar. Wie und wo die Produkte erzeugt und verarbeitet werden nimmt daher für Konsumenten einen zunehmend größeren Stellenwert ein. Aus diesem Grund werden die Anforderungen von Kunden und Stakeholdern an Unternehmen der Lebensmittelbranche hinsichtlich Nachhaltigkeit und Transparenz immer größer.

Martina Boehm, Carolyn Hutter

Kapitel 45. Wein aus kontrolliert nachhaltiger Produktion – Verantwortung umsetzen

In dem sich zusehends verschärfenden Klima-Wasser-Energienexus kommt der Weinbranche eine besondere Bedeutung zu: Sie ist vom Klimawandel extrem betroffen, da schon kleine Veränderungen im Wechselspiel von Wasserverfügbarkeit und Temperatur spürbare Auswirkungen auf die Produktionskapazität der Rebflächen und die Qualität der Weine haben. Gleichzeitig trägt die Weinbranche selbst zu diesem Klimawandel und zum Schwinden der Biodiversität und Wasserressourcen bei, da in der gesamten Wertschöpfungskette Energie, Wasser und Rohstoffe verbraucht und durch intensiven Pflanzenschutz Lebensräume von Flora und Fauna zerstört werden. Weine aus der ganzen Welt sind im digitalen oder physischen Warenregal gleichermaßen verfügbar, wobei die damit verbundenen ökologischen und sozialen Konsequenzen gerne ausgeblendet werden.

Helena J. Ponstein, Armin R. Gemmrich

Kapitel 46. Die Initiative Tierwohl der deutschen Ernährungswirtschaft

Die in Umfragen und in der öffentlichen Diskussion geäußerten Anforderungen an die Nutztierhaltung in Deutschland gehen über den gesetzlichen Standard hinaus. Trotz der geäußerten Präferenzen im Hinblick auf die Bedingungen der Nutztierhaltung und trotz der geäußerten Zahlungsbereitschaft sind die Absatzmengen von Fleisch mit höheren Tierwohlstandards gering.

Johannes Simons, Alexander Hinrichs

Kapitel 47. Rolle der Nachhaltigkeit beim Konsum von Süßigkeiten durch Kinder

Der Anteil von Süßigkeiten am Lebensmittelkonsum von Kleinkindern steigt seit mehreren Jahren kontinuierlich an. Während bei anderen Lebensmitteln Nachhaltigkeit einen immer größeren Stellenwert einnimmt, werden entsprechende Faktoren bei Süßigkeiten bisher weitestgehend vernachlässigt. Genau an diesem Punkt setzt der vorliegende Beitrag an. Anhand einer theoretischen und empirischen Analyse wird untersucht, inwieweit Eltern Nachhaltigkeitsaspekte beim Kauf von Süßigkeiten für ihre Kinder berücksichtigen.

Daniela Ludin, Wanja Wellbrock, Erika Müller, Wolfgang Gerstlberger, Caroline Schätzle, Philipp Schwinghammer

Kapitel 48. Möglichkeiten und Grenzen der Nutzung von nachhaltigen Einkaufstragetaschen

Das Thema nachhaltige Einkaufstragetschen gewinnt zunehmend an Relevanz, nicht zuletzt aufgrund der 2015 eingeführten Richtlinie zur Reduzierung und gänzlichen Vermeidung von Kunststofftragetaschen. Dieses Thema wird im vorliegenden Beitrag anhand einer theoretischen Diskussion innerhalb der Wissenschaftsgebiete Nachhaltigkeit, Verpackungslogistik und Verhaltensökonomie und einer empirischen Studie anhand einer Kundenbefragung bei einer Filiale des dm-drogerie markts in Schwäbisch Hall bearbeitet. Die Ergebnisse erlauben vielfältige Rückschlüsse auf das Kundenverhalten der Studienteilnehmer sowie die Wirkungskraft der genannten Richtlinie.

Daniela Ludin, Wanja Wellbrock, Erika Müller, Wolfgang Gerstlberger, Sherin Schellhammer, Kerstin Zimmermann

Best Practices – Nachhaltige Energieversorgung

Frontmatter

Kapitel 49. Handlungsempfehlungen zum Ausbau der nachhaltigen Energieversorgung unter Verminderung von Rebound-Effekten

Als eines der wenigen Länder weltweit hat sich Deutschland das verbindliche Ziel gesetzt, sowohl aus der Kern- als auch aus der Kohleenergiegewinnung auszusteigen. Damit dies gelingen kann, sollen sich die erneuerbaren Energien langfristig als Hauptquelle der deutschen Energieversorgung etablieren. Um den Pfad für eine Transformation des Energiesystems zu ebnen, welches die Versorgung kommender Generationen mit geeigneten Ressourcen sichern kann, ist es jedoch unerlässlich, den Ausbau erneuerbarer Energien im direkten Verbund mit einer nachhaltigen Entwicklung zu betrachten und dementsprechend voranzutreiben.

Sarah Deterling, Bettina Keil

Kapitel 50. Innovative Produkte und Dienstleistungen für einen nachhaltigen Konsum an der Schnittstelle von Energie- und Mobilitätswende

Wirtschaft und Gesellschaft stehen heute vor einer Vielzahl von komplexen Herausforderungen („Grand Challenges“), wie bspw. Klimawandel, demografischer Wandel, verändertes Konsumverhalten oder Digitalisierung, die einen stetigen Bedarf nach neuen Angeboten und Geschäftsmodellen erzeugen. Zwei von diesen Veränderungen besonders stark betroffene Bereiche sind der Mobilitäts- und der Energiesektor, in denen simultan eine „Wende“ hin zu einer ausgeprägteren ökologischen und sozialen Nachhaltigkeit vollzogen wird. Vor diesem Hintergrund wird in diesem Beitrag anhand von weltweiten Best-Practice-Beispielen dargelegt, inwiefern das Forschungsdesign transdisziplinärer Reallabore (Living Labs) als Grundlage für Innovationsökosysteme dienen kann.

Tobias Popović, Ezgi Gökdemir, Elias Schwemin

Best Practices – Nachhaltiger Tourismus und Eventmanagement

Frontmatter

Kapitel 51. Nachhaltigkeit im Tourismus – Anspruch, Wirklichkeit und Umsetzungsmöglichkeiten

Ist nachhaltiger Tourismus eine Modeerscheinung, eine Illusion oder eine Notwendigkeit? Der Beitrag hinterfragt die Nachhaltigkeit der Tourismuswirtschaft, einer bis zur Corona-Pandemie erfolgsverwöhnten Wachstumsbranche. Das touristische Angebot wird hinsichtlich seiner ökonomischen, ökologischen und gesellschaftlichen Wirkungen betrachtet und Möglichkeiten der Umsetzung von Nachhaltigkeit an Praxisbeispielen erörtert. Dem wird, bezogen auf den deutschen Reisemarkt, die touristische Nachfrage nach nachhaltigen Reiseangeboten gegenüber gestellt. Der Beitrag zeigt auf, wie Destinationen und Unternehmen das Thema Nachhaltigkeit in den Fokus ihrer Geschäftstätigkeit rücken können und worauf Konsumenten mit Interesse an nachhaltigem Reisen achten sollten.

Martina Shakya

Kapitel 52. Green Hotels – Nachhaltiges Engagement bei Best Western

Wie relevant das Thema Umweltschutz und damit ein „grüner“ Wandel ist, zeigt sich auch in der Hotellerie: Gäste achten zunehmend auf das nachhaltige Engagement ihrer Gastgeber und berücksichtigen deren schonenden Umgang mit Ressourcen. Die BWH Hotel Group Central Europe GmbH betreut rund 300 unabhängige und individuell geführte Hotels – diese zeigen vielseitig, wie sich Umweltschutz in den Hotelalltag integrieren lässt und sogar für die Gäste erlebbar wird. Vom Hühnerhotel des Best Western Plus Ostseehotels Waldschlösschen auf dem Darß bis hin zu einem der größten Solarhotels Deutschlands mit dem Best Western Hotel Schmöker-Hof setzen die individuellen Hotels auf Umweltkonzepte.

Marcus Smola

Kapitel 53. Nachhaltige Events – Erlebnis statt Konsum

Events sind erlebnisorientierte und sinnliche Veranstaltungen und stehen häufig im Ruf, „nicht notwendig“ zu sein. Nachhaltige Events wollen negative (Umwelt-) Einflüsse minimieren (Green Events), die gesamte Nachhaltigkeit berücksichtigen und darüber hinaus positiv wirken. Gleichzeitig sollen Events den Zweck der Kommunikation und des Erlebnisses erfüllen und bei allen Beteiligten einen positiven und anhaltenden Eindruck hinterlassen.

Ulrich Holzbaur, Annika Beifuss, Evelyn Neifer, Vanessa Vanini

Kapitel 54. Nachhaltigkeit im Veranstaltungsmanagement

Das vorliegende Kapitel verdeutlicht die Einsatzmöglichkeiten des Logic Models im strategischen Eventmanagement. Das LM ist ein grafisches Wirkungsmodell, welches es erlaubt, Vorhaben und deren erwartete Ergebnisse sowie kurz- und langfristige Auswirkungen in einem übersichtlichen, visuellen Format zu veranschaulichen. Dabei erfüllt es Anforderungen an Prozessorientierung, Handhabbarkeit und Stakeholder-Orientierung. Durch eine Verschiebung der für die eventbezogene Wirkungsforschung typischen „Controller-Perspektive“ vom Beobachten zum Gestalten, ausgehend von den erwünschten Zielen, kann es das betreffende Methodenspektrum des Eventmanagements in sinnvoller Weise ergänzen und eignet sich, im Sinne eines „Meta Modells“, für die Erreichung von Nachhaltigkeitszielen von Sport- und Kulturevents.

Sebastian Kaiser-Jovy, Timo Becker

Best Practices – Nachhaltiger Konsum auf Finanz- und Versicherungsmärkten

Frontmatter

Kapitel 55. Sustainable Insurance – Nachhaltiger Konsum am Beispiel von Versicherungsprodukten, -dienstleistungen und -beratung

Während in Deutschland bereits einige nachhaltigkeitsorientierte Banken existieren, gibt es bei Versicherungen nur wenige Unternehmen, welche nachhaltiges Wirtschaften umfassend im Geschäftsmodell integriert und nachhaltige Produkte entwickelt haben. Versicherungen zählen somit im Bereich Nachhaltigkeit eher zu den Nachzüglern. Gleichzeitig – insbesondere im Sachversicherungsbereich – sind Versicherungen stark vom Klimawandel betroffen.

Tobias Popović, Jessica Reichard-Chahine, Marcus Reichenberg, Anna Schirpke, Ann-Cathrin Seeberger, Andrea Wozniak

Kapitel 56. Kriterien zur Bewertung nachhaltiger Investments

Trotz des erheblichen Wachstums im Segment für nachhaltige Anlagen fehlen nach wie vor einheitliche Standards und Definitionen. Das Ziel dieses Kapitels ist es, wichtige Kriterien und Initiativen vorzustellen. Neben Ausschlusskriterien und Key Performance Indikatoren werden auch unabhängige Gütesiegel besprochen.

Christoph Klein, Mathias Moersch

Kapitel 57. Grundpfeiler eines nachhaltigen Investmentansatzes auf der Basis von börsengehandelten Indexfonds

Die derzeitige Niedrigzinsphase stellt viele Anleger vor allergrößte Herausforderungen. Eine auskömmliche Rendite lässt sich im aktuellen Marktumfeld nur unter Inkaufnahme von Risiken und leider allzu oft auch nur unter Akzeptanz von hohen Gebühren bzw. teils komplexen Strukturen realisieren. Hinzu kommt, dass sich immer mehr Marktteilnehmer im Rahmen eines nachhaltigen Investmentansatzes für die Einhaltung der zunehmend in den Fokus rückenden ESG- oder SRI-Kriterien interessieren.

Jens Koch
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