Nachhaltiges Management
Nachhaltigkeit als exzellenten Managementansatz entwickeln
- 2019
- Buch
- Herausgegeben von
- Marco Englert
- Prof. Dr. Anabel Ternès
- Verlag
- Springer Berlin Heidelberg
Über dieses Buch
Nachhaltigkeit stellt neue Rahmenbedingungen für das Wirtschaften von Unternehmen dar, vergleichbar mit der IT-Revolution und Globalisierung. Unternehmen, die diesen Paradigmenwechsel erkennen und in ihre Unternehmens- bzw. Innovationsstrategien, Systeme und Prozesse integrieren, sind auf dem richtigen Weg. Nachhaltige Unternehmensführung bzw. Nachhaltiges Management ist ein ganzheitlich integriertes Konzept zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit von Unternehmen.
Das Buch versammelt grundlegende Texte von Nachhaltigkeitsexperten aus verschiedenen Branchen. Nachhaltigkeit hat in den letzten Jahren durch die disruptiven Veränderungen in Wirtschaft und Gesellschaft, sowie durch Natur- und Umweltkatastrophen stark an Bedeutung gewonnen. Es gilt jetzt, die Entwicklungen von Digitalisierung, Globalisierung und Technisierung mit einem strukturierten Nachhaltigkeitsmanagement zu organisieren und umzusetzen, das verständlich ist und in klare Handlungsanweisungen für den Unternehmensalltag übersetzt werden kann. Nachhaltiges Management in den verschiedenen Bereichen von Wirtschaft und Gesellschaft bedarf klarer Strategien und zielgerichteter Umsetzungen, um den Anforderungen an ein exzellentes, verantwortungsvolles Handeln für die Welt der Zukunft entsprechen zu können.
Inhaltsverzeichnis
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Frontmatter
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Einleitung
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Frontmatter
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Kapitel 1. Road to Excellence: Potenzial des Sustainable Management im 21. Jahrhundert
Marco EnglertZusammenfassungNachhaltigkeit stellt neue Rahmenbedingungen für das Wirtschaften von Unternehmen dar, vergleichbar mit der IT-Revolution und Globalisierung. Unternehmen, die diesen Paradigmenwechsel erkennen und in ihre Unternehmens- bzw. Innovationsstrategien, Systeme und Prozesse integrieren, sind auf dem richtigen Weg. Nachhaltige Unternehmensführung ist ein ganzheitlich integriertes Konzept zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit von Unternehmen. Zur Umsetzung werden Mitarbeiter benötigt, die nachhaltigkeitsrelevante Entwicklungen erkennen, komplexe gesellschaftliche Zusammenhänge erfassen und den Herausforderungen mit angemessenen Methoden und Instrumenten begegnen können. Der Text legt Konzepte, Potenziale und Zukunftsszenarien eines Total Sustainability Management (TSM) und eines Human Sustainability Management (HSM) dar. -
Kapitel 2. Bionische Unternehmensführung – Schwimmstil für einen neuen Blauen Ozean
Rüdiger FoxZusammenfassungWenn wir zeitnah eine Veränderung in unserem Wirtschaftssystem bewirken wollen, müssen wir aufhören, Plädoyers für Nachhaltigkeit mit moralischen Argumenten zu begründen. Denn dadurch treffen nur fundamental unvereinbare mentale Modelle aufeinander, ohne dass es eine gemeinsame Lösung geben kann.Wirtschaft muss in einem Zeitalter der globalen Netzwerke und der Digitalisierung verstehen, dass sie inzwischen den Gesetzen eines offenen Systems gehorcht. Dann wird Nachhaltigkeit zu einem erfolgreichen Strategieansatz und gleichzeitig essenzielle Grundlage für Agilität, Innovationsleistung und Kollaboration – und Wirtschaft zur treibenden Kraft einer ökologisch und sozial verantwortungsbewussten Gesellschaft. -
Kapitel 3. Nachhaltigkeit als Erfolgsfaktor
Michael WühleZusammenfassungNachhaltigkeit als neuer unternehmerischer Ansatz verstanden, führt bei Unternehmen zu mehr Stabilität, Zukunftssicherheit in einer globalisierten Welt und generiert zwangsläufig Alleinstellungsmerkmale. Zur erfolgreichen Transformation eines Unternehmens von einer klassisch betriebswirtschaftlich geprägten Unternehmensführung zu einem nachhaltigen Unternehmen ist eine Reihe von Schritten notwendig, die zudem in der richtigen Reihenfolge abgearbeitet werden müssen. Der Beitrag „Nachhaltigkeit als Erfolgsfaktor“ beschreibt die wichtigsten Stationen in diesem Transformationsprozess. Dem Nachhaltigkeitsmanagement als „Schlüssel zum Erfolg“ mit den notwendigen Tricks zur Überwindung von Bedenken und Ängsten der beteiligten Menschen wird dabei eine besondere Aufmerksamkeit gewidmet. -
Kapitel 4. Nachhaltigkeit und Digitalisierung als Chance für Unternehmen
Anabel TernèsZusammenfassungDigitalisierung erscheint auf den ersten Blick als nichtkompatibel zu Prinzipien der Nachhaltigkeit. Insbesondere die Schnelligkeit der Daten, aber auch die Disruption ganzer Geschäftsmodelle und Branchen erfordern Strategien, die zeitnah und flexibel greifen. Digitale Geschäftsmodelle beinhalten größtenteils die Möglichkeit der Ressourcenschonung. Insofern kann Digitalisierung, muss aber nicht, einen Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten. Der Beitrag setzt sich damit auseinander, wie Nachhaltigkeit und Digitalisierung für langfristige Erfolge intelligent verbunden werden können. -
Kapitel 5. Sustainability 4.0 – Über die Konvergenz von Nachhaltigkeit und Digitalisierung
André ReichelZusammenfassungDie Konvergenz von Nachhaltigkeit und Digitalisierung ist die doppelte „Große Transformation“ der nächsten Jahre und Jahrzehnte. Mit dem Konzept einer Sustainability 4.0 liegt ein Versuch vor, den realen Digitalisierungsprozessen und -diskursen einen normativen Überbau und eine Richtung beizugeben. Gleichzeitig soll damit auch der Blick innerhalb des Nachhaltigkeitsdiskurses auf die sozialen Implikationen und Chancen der Digitalisierung für ökologischen und sozialen Mehrwert geschärft werden. Digitalisierung wird hierbei als soziales Phänomen gedeutet, praxistheoretisch rekonstruiert und in seinen Wechselwirkungen mit sozialökologischen Anforderungen eines Nachhaltigkeitsmanagements in Verbindung gebracht. -
Kapitel 6. Nachhaltig leben: Sinn, Beziehungen und Potentialismus
Martin CordsmeierZusammenfassungEchte grundsätzliche Nachhaltigkeit beginnt nicht bei Ökologie oder Ökonomie, sondern in unseren Köpfen. Wir denken bei „begrenzten Ressourcen“ viel zu selten an uns selbst. Wir alle haben wertvolle Talente und Potenziale, nur ist uns das meistens weder bewusst noch machen wir etwas daraus. Warum nicht? Und wie können wir das ändern? -
Kapitel 7. Happiness Management: Nachhaltig erfolgreich durch Glückskompetenz
Gina SchölerZusammenfassungWas macht glücklich?Eine kleine Frage mit großer Wirkung. Glück taucht überall auf, es ist in aller Munde, jeder sucht es, Philosophen beschäftigen sich seit Jahrhunderten damit, die Werbung hat es schon lange für sich entdeckt, die Ratgeber stapeln sich. Doch was hat es damit auf sich? Glücksministerin Gina Schöler beleuchtet dieses Thema aus einer alltagstauglichen und praxisorientierten Sicht, gibt Beispiele, stellt Fragen und motiviert zu Perspektivwechseln und Experimenten. Sie zeigt auf, dass Glück positive Auswirkungen auf das Privatleben, die Arbeitswelt und auf die ganze Gesellschaft hat! -
Kapitel 8. (Keine) Nachhaltigkeit durch Managementm(eth)oden
Oder warum das Märchen „Des Kaisers neue Kleider“ so aktuell ist wie eh und je Cornelia Felicia KrämerZusammenfassungIn Krisensituationen neigt das Management dazu, von Best Practice profitieren zu wollen. Das geht schief, wenn das Beispiel an sich und nicht die zugrunde liegende Methode adaptiert wird. Leider ein Klassiker in der Praxis, der psychologisch erklärbar ist. Dieser Artikel zeigt Zusammenhänge auf, die zu den ungünstigen Mechanismen führen, und vermittelt Wege aus der Krise, mit denen Nachhaltigkeit erreicht wird. -
Kapitel 9. Agile Inception – ein Gedanke revolutioniert die Wirtschaft
Boris GlogerZusammenfassungUnzufriedene Softwareentwickler verschicken manchmal Computerviren – und manchmal revolutionieren sie einfach die Arbeitswelt. Das 2001 veröffentlichte Agile Manifesto hat in den letzten Jahren nicht nur in der Softwareentwicklung das tayloristische Managementparadigma aufgebrochen, sondern ist gerade dabei, Unternehmen aller Branchen zu durchdringen. Die Erkenntnis setzt sich durch, dass die heute geforderte Innovationsfähigkeit von Unternehmen rund um Menschen entsteht, die sich in ihrer Arbeit wieder als wertschaffend, sinnstiftend und sinnerfahrend erleben. -
Kapitel 10. Denken und Handeln in Ökosystemen – ein strategischer Ansatz für Wirtschaft und Gesellschaft
Klaus-Stephan Otto, Stefan Rösler, Tina TeucherZusammenfassungZukunftsorientierte Unternehmen fokussieren sich nicht allein auf ihren Markt, ihre Produkte und ihre bisherigen Produktionsweisen, sondern verstehen sich als Teil eines umfassenden Ökosystems. Die Welt vernetzt sich rasant und so wird es zur Überlebensfrage, ob man das eigene, sich permanent verändernde Ökosystem in seiner mehrdimensionalen Komplexität erfassen kann und bereit ist, sich schnell an Veränderungen und neue Entwicklungen von außen anzupassen. Die Natur erweist sich als guter Lehrer: Ihre Ökosysteme funktionieren seit knapp vier Milliarden Jahren, mit hochkomplexen Lebensformen und Vernetzung. Der Erfolg natürlicher Ökosysteme basiert im Wesentlichen auf fünf Prinzipien, die hier erläutert und auf die Wirtschaft übertragen werden. Die Beachtung dieser Gesetzmäßigkeiten evolutionär bewährter Systeme zeigt konkrete Wege auf, um wirtschaftliche und gesellschaftliche Prozesse dauerhaft erfolgreicher zu gestalten, Chancen und Risiken schneller zu erkennen und einen aktiven Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung zu leisten. -
Kapitel 11. Systemische Risiken und Transformationsprozesse auf dem Weg zu einer nachhaltigen Wirtschafts- und Gesellschaftsentwicklung
Pia-Johanna Schweizer, Ortwin RennZusammenfassungDie angestrebte Transformation zur nachhaltigen, klimaneutralen Gesellschaft ist ein konfliktgeladener und riskanter Prozess, der technologische Innovationen, den gravierenden Wandel im Umgang des Menschen mit den Ökosystemen und gesellschaftliche Modernisierungsprozesse umfasst. Einer der wesentlichen Gründe für die Entstehung dieser neuen, komplexen gesellschaftlichen Konstellation ist die Überlappung von drei global wirkenden Transformationswellen: der Globalisierung, der Digitalisierung und der „Sustainabilisierung“. Diese Transformationsprozesse bieten große Chancen, zugleich bergen sie viele, zum Teil versteckte Risiken, die konzertierte und integrierte Anstrengungen von Regierungen, Wirtschaftsunternehmen und zivilgesellschaftlichen Gruppen erfordern und dabei stets mit großen Unsicherheiten und Mehrdeutigkeiten verbunden sind. Transformationsprozesse dieser Größenordnung sollten daher aus der Perspektive der Risikoforschung, insbesondere jener, die sich mit systemischen Risiken beschäftigt, betrachtet werden. Systemische Risiken sind durch Komplexität und Interdependenz, systemische Grenzüberschreitung, Nichtlinearität, Bifurkationspunkte und mangelnde gesellschaftliche Aufmerksamkeit gekennzeichnet. Diese Charakteristika unterscheiden systemische Risiken von herkömmlichen Risiken und machen dieses Konzept besonders fruchtbar für die Anwendung auf Transformationsprozesse. Der vorliegende Beitrag umfasst eine Analyse empirischer Transformationsprozesse aus der Perspektive systemischer Risiken am Beispiel des Klimawandels. Dieser Analyse schließt sich ein Ausblick in die Governance der systemischen Risiken von Transformationsprozessen an. Aufgrund ihres dynamischen Ausbreitungsverhaltens können systemische Risiken bislang unzureichend erfasst werden und lassen sich nur schwerlich in herkömmliche Governance-Strukturen einordnen. Sie verlangen nach neuen Institutionen und Verfahren, die sich gezielt der sekundären und tertiären Schadenswirkungen in den Auslagerungsbereichen annehmen. Dabei gilt es vor allem zu beantworten, wie sich eine inklusive nachhaltige Gesellschaftsentwicklung vorantreiben lässt, die die Chancen der Modernisierung, Digitalisierung und Globalisierung ergreift, aber deren Fallstricke vermeidet.
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- Titel
- Nachhaltiges Management
- Herausgegeben von
-
Marco Englert
Prof. Dr. Anabel Ternès
- Copyright-Jahr
- 2019
- Verlag
- Springer Berlin Heidelberg
- Electronic ISBN
- 978-3-662-57693-9
- Print ISBN
- 978-3-662-57692-2
- DOI
- https://doi.org/10.1007/978-3-662-57693-9
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