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Über dieses Buch

Prägnante und praxisorientierte Antworten zu Fragen rund um nachhaltige Unternehmensführung

Dieses Buch liefert 125 kurze und prägnant formulierte Antworten zu allen Themen rund um die operative und strategische Umsetzung einer nachhaltigen Unternehmensführung im Sinne international anerkannter Standards und aktueller Trends sowie der europäischen Anforderungen unter dem EU Climate Action Plan.

Die erweiterten Berichtspflichten zur wirksamen und aussagekräftigen Ausgestaltung von Nachhaltigkeitsberichten treffen insbesondere große Unternehmen und indirekt deren Lieferanten und Partner. Nichtfinanzielle Kennzahlen zu Umwelt-, Arbeitnehmer- und Sozialbelangen, über die Achtung von Menschenrechten sowie die Bekämpfung von Korruption und Informationen die Diversität betreffend müssen in den Lage- und Konzernlageberichten aufgeführt werden. Dabei stellt die Berichterstattung keinen Selbstzweck dar. Vielmehr ist es die Aufforderung sich mit anstehenden Transformationsprozessen auseinanderzusetzen, ein umfassendes Risikomanagement zu etablieren, Chancen zu erkennen, an Robustheit zu gewinnen, Verantwortung zu übernehmen, Initiative zu zeigen und als Vorreiter wahrgenommen zu werden.

Katja Mayers Buch schafft einen schnellen Überblick zu 10 Schwerpunktthemen; u. a. gibt die Autorin Impulse für Nachhaltigkeit als Treiber für Innovation und für einen gewinnbringenden Stakeholderdialog. Außerdem wird die besondere Rolle der Finanzmärkte hervorgehoben.

Aus dem Inhalt Nachhaltigkeit aus UnternehmensperspektiveNachhaltige Unternehmensführung in Kern- und ManagementprozessenNachhaltigkeitskommunikation und Standards der BerichterstattungNachhaltigkeit aus Finanzmarkperspektive und die besondere Rolle von FinanzmarktakteurenNachhaltigkeit als Treiber für Innovationen und Stakeholder-Engagement
Neu in der 2. Auflage Seit der Verabschiedung der Sustainable Development Goals im September und dem Pariser Klimaschutzabkommen im Dezember 2015 hat das Thema Nachhaltigkeit einen weiteren Entwicklungsschub erfahren. Die 2. Auflage des Buches spiegelt das in einer umfassenden Überarbeitung der ursprünglichen Themen und durch die Ergänzung um weitere 14 Fragen und Antworten wider. Es werden insbesondere die Neuheiten aus dem EU Action Plan und weitere internationaler Trends aufgegriffen. Darüber hinaus wird über die Print-Version ein kostenloser Zugang zu einem digitalen Frage- und Antwort-Set (Zugriff durch die Springer Nature Flashcards App) mit Fragen rund um nachhaltige Unternehmensführung bereitgestellt.

Das Buch richtet sich an Praktiker und Experten aus Unternehmensbereichen wie Unternehmensführung, CSR, Finanzen, Investor Relations, Risikomanagement, Corporate Governance, Supply Chain Management, Einkauf, PR & Kommunikation sowie an alle, die sich für Nachhaltigkeit und Unternehmensführung interessieren.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Nachhaltigkeit – Hintergründe und Definition einer globalen Herausforderung

Zusammenfassung
Die heutige Nachhaltigkeitsdebatte fand 1972 ihren Ursprung in der vom Club of Rome veröffentlichten Studie The Limits to Growth, die mittels computersimuliertem Weltmodell in Szenarien die Wechselwirkungen wesentlicher Trends analysierte: Industrialisierung, Bevölkerungsdichte, Nahrungsmittelressourcen, Ausbeutung von Rohstoffreserven und Zerstörung von Lebensraum sowie Energiebedarf. Die grundlegende Annahme war, dass das heutige lokale Handeln jeder einzelnen Volkswirtschaft in Summe langfristig dramatische globale Auswirkungen hat. Die internationale Staatengemeinschaft unter der Federführung der Vereinten Nationen nahm sich der Thematik an, fordert und fördert eine nachhaltige Entwicklung im Sinne eines Dreiklangs zwischen wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und umweltgerechten Belangen für heutige und zukünftige Generationen.
Katja Mayer

2. Nachhaltigkeit aus Unternehmensperspektive

Zusammenfassung
Die von KPMG in seiner Studie Expect the Unexpected beschriebenen, globalen Megakräfte (siehe Frage 4) beeinflussen in dramatischer Weise unsere Welt und somit das Umfeld, in dem Unternehmen agieren.
Kurzfristig sind für Unternehmen insbesondere Preisveränderungen und eine erhöhte Preisvolatilität spürbar. Den Regeln der freien Marktwirtschaft folgend steigen die Preise mit zunehmender Ressourcenknappheit weiter, verschärft durch eine tendenziell zunehmende Nachfrage. So ist die Preisvolatilität von Rohstoffen seit den 1990er-Jahren um etwa 40 % angestiegen. Auch die Kosten für Energie steigen kontinuierlich. Weitere wesentliche Preisveränderungen sind bei den Kosten für die Entsorgung von Abfällen zu erwarten.
Katja Mayer

3. Grundsätze nachhaltiger Unternehmensführung

Zusammenfassung
Ethik spielt eine entscheidende Rolle und kann quasi als Essenz nachhaltiger Unternehmensführung betrachtet werden, denn zentrale Werte der Wirtschaftsethik wie Humanität, Solidarität und Verantwortung sind auch Prinzipien der Nachhaltigkeit – allen voran gesetzt: die Bereitschaft der Unternehmen, Verantwortung für ihr wirtschaftliches Tun und dessen Auswirkungen auf das soziale und natürliche Umfeld zu übernehmen. Sie verstehen sich als fester Bestandteil, parallel existierender Systeme und integrieren in ihre wirtschaftliche Entscheidungsfindung gesellschaftliche und ökologische Kriterien.
Katja Mayer

4. Nachhaltige Unternehmensführung in den Kernprozessen

Zusammenfassung
Die Kernprozesse im Unternehmen umfassen alle Abläufe, die direkt der Erfüllung der Kundenwünsche dienen, also die Wertschöpfung und das zentrale Ziel des Unternehmens darstellen.
Im klassischen Verständnis der Betriebswirtschaftslehre sind Kernprozesse innerhalb der eigenen Unternehmensgrenzen angesiedelt, und die Verantwortung und die Aufmerksamkeit der Unternehmensführung liegen auf der Wertschöpfung: „from Gate to Gate“ (von Werktor zu Werktor) mit dem Kunden im Fokus. Corporate Social Responsibility erweitert den Fokus auf die gesamte Wertschöpfungskette eines Produktlebenszyklus und integriert ESG-Kriterien in das Management der Kernprozesse.
Katja Mayer

5. Nachhaltige Unternehmensführung in den Managementprozessen

Zusammenfassung
Die Management- oder Führungsprozesse im Unternehmen sind in der Regel darauf ausgelegt, die Kernprozesse und die Wertschöpfung zu gestalten und zu steuern sowie notwendige, unterstützende bzw. organisatorische Aufgaben – in einer passenden Organisationsstruktur –wahrzunehmen. Auf dem Weg zu einer nachhaltigen Unternehmensführung gilt es, ESG-Kriterien in die bestehenden Prozesse und die Entscheidungsfindung zu integrieren und als festen Bestandteil in den Zielsetzungen, der Maßnahmenplanung und Umsetzung sowie der Steuerung und Kontrolle zu etablieren. Die Herausforderung liegt in der Vielfalt der Themen selbst sowie in möglichen Interessenkonflikten zwischen Unternehmensbereichen.
Katja Mayer

6. Nachhaltigkeitskommunikation und -berichterstattung

Zusammenfassung
Wie jede Form der Kommunikation sollte auch eine nachhaltige Unternehmenskommunikation adressatenorientiert sein. Als Adressaten gelten alle in der Wesentlichkeitsanalyse des Unternehmens identifizierten Stakeholder sprich Interessens- und Anspruchsgruppen. Entsprechend soll die Berichterstattung sich auf wesentliche Themen fokussieren, Rechenschaft ablegen, fundierte Daten und Fakten zur Verfügung stellen, Ziele setzen und Ergebnisse nachverfolgen sowie Transparenz herstellen.
Katja Mayer

7. Standards der Berichterstattung

Zusammenfassung
Zwei wesentliche Trends prägen die Entwicklung der Berichterstattung. Zum einen werden Unternehmen verpflichtend aufgefordert, die klassische Finanzberichterstattung durch nichtfinanzielle Kennzahlen zu ergänzen und die Betrachtung der Wertschöpfung und die Verantwortung des Unternehmens weiter zu fassen. Zum anderen rückt die Wesentlichkeit oder Materialität der Informationen und Aussagen in den Vordergrund. Dabei soll die doppelte Wesentlichkeit aufgezeigt werden, nämlich Außeneinflüsse auf das Unternehmen (outside-in) sowie Einfluss des Unternehmens auf das Umfeld (inside-out).
Beide Trends sind eng miteinander verbunden und basieren auf belastbarem Zahlenmaterial sowie einem umfassenden Dialog mit den Stakeholdern des Unternehmens.
Katja Mayer

8. Nachhaltigkeit aus Finanzmarktperspektive

Zusammenfassung
Für Geldanlagen mit nachhaltigem Charakter gibt es vielfältige Begrifflichkeiten und Bezeichnungen. Der Markt spricht unter anderem von Green Money, Social Investment, Ethischem oder Sustainable Investment, Social Responsible Investment. Nachhaltige Geldanlagen ergänzen die klassischen Kriterien der Rentabilität, Liquidität und Sicherheit um ökologische, soziale und ethische Bewertungspunkte. Bei sogenannten institutionellen Investoren wird die Berücksichtigung solcher Kriterien in den Investitionsentscheidungen fast schon zum Mainstream.
Katja Mayer

9. Nachhaltigkeit als Treiber für Innovation

Zusammenfassung
Sobald Nachhaltigkeit als strategisches Thema verstanden wird, das systematisch die Gesamtherausforderungen einzelner Industrien und ihrer Lieferketten erkennt und ein umfassendes Chancen- und Risikobewusstsein zur langfristig erfolgreichen Positionierung am Markt aufbaut, verändern sich als Folge Vorgehens- und Geschäftsmodelle. Aus diesem Prozess heraus entsteht eine Vielfalt von Innovationspotenzialen.
Katja Mayer

10. Nachhaltigkeit und Stakeholderengagement

Zusammenfassung
Als Stakeholder werden generell alle Parteien (Einzelpersonen oder Gruppierungen) bezeichnet, die von den Unternehmensaktivitäten betroffen oder an ihnen beteiligt sind, ein Interesse daran haben oder möglicherweise Einfluss darauf nehmen können. Es wird häufig auch von Interessens- oder Anspruchsgruppen gesprochen. In einem erweiterten Selbstverständnis der Unternehmen und ihrer Wertschöpfung gewinnen zusätzliche Stakeholder an Bedeutung, denn es gilt auch ökonomische, soziale, ethische und ökologische Interessen und Erwartungen relevanter Stakeholder im Unternehmensumfeld zu kennen und sie weitestgehend in die Entscheidungsfindung des Managements einzubinden.
Katja Mayer

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