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Über dieses Buch

In diesem Band werden unterschiedliche Handlungsfelder der wissenschaftlichen Weiterbildung dargestellt und auf die Bedingungen einer nachhaltigen organisationalen Implementierung hin betrachtet. Die einzelnen Beiträge bieten eine Fülle an konzeptionellen Überlegungen, empirischen Befunden und organisationsbezogenen Ableitungen und können so Anlass für eigene Klärungsprozesse sein. Pointiert herausgehoben werden die Themenfelder Akzeptanz für die wissenschaftliche Weiterbildung, Etablierung transparenter Kommunikationsstrukturen, Pflege intra- und interorganisationaler Kooperationen sowie die verstärkte Beachtung der Besonderheiten nicht-traditionell Studierender.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Wissenschaftliche Weiterbildung nachhaltig verankern: Eine Einführung

Zusammenfassung
Bei der Entwicklung, Implementierung und Verstetigung von Angeboten der wissenschaftlichen Weiterbildung sehen sich Hochschulen mit vielfältigen Herausforderungen konfrontiert. Nachfrageorientierung, Bildungsmarketing und die Öffnung für neue Zielgruppen sind lediglich einige Faktoren, die darüber entscheiden werden, ob die (öffentliche) wissenschaftliche Weiterbildung am freien Markt konkurrenzfähig sein kann. Hierzu sind intraorganisationale Transformationsprozesse notwendig. Aus dem Bund-Länder-Wettbewerb „Aufstieg durch Bildung: offene Hochschulen“ entstand der Impuls zur Entwicklung dieses Sammelbandes, welcher die vielfältigen Erfahrungen, die bei der Entwicklung von weiterbildenden Studienprogrammen für nicht-traditionell Studierende bundesweit entstanden sind, bündelt. Dabei werden in 14 Beiträgen eine Vielzahl von Themen, die für die wissenschaftliche Weiterbildung zentral sind, aufgegriffen und Aspekte für eine Implementierung und nachhaltige organisationale Verstetigung aufgeführt.
Nico Sturm, Katharina Spenner

Planung wissenschaftlicherWeiterbildung

Frontmatter

Bedarf als eine latente Größe – Bedarfserhebungen für wissenschaftliche Weiterbildung erfolgreich gestalten

Zusammenfassung
Staatlich nicht regulierte Weiterbildungsangebote, welche auf eine kostendeckende Finanzierung über Teilnehmergebühren abstellen, erfordern von den Hochschulen ein stärker am Markt ausgerichtetes Agieren. Das hat zur Folge, dass bei der Konzipierung und Umsetzung dieser Angebote die Bedürfnisse und Anforderungen unterschiedlicher Akteursgruppen und darauf abgestimmte Rahmenbedingungen Berücksichtigung finden müssen. Im Beitrag wird vertiefend auf Aspekte der Bedarfsermittlung für wissenschaftliche Weiterbildung an Hochschulen eingegangen. Am Beispiel der Umsetzung des Vorhabens NOW Nachfrage- und adressatenorientierte akademische Weiterbildung an der Universität Erfurt werden Vorgehensweisen, Erfahrungen mit und Ergebnisse von Bedarfserhebungen vorgestellt und Fragen und Herausforderungen einer nachhaltigen Verankerung in Prozesse der Hochschule aufgeworfen und diskutiert.
Marion Wadewitz, Markus Gomille

Bedarf und Nachfrage: Implementierung einer Kommunikationsstrategie für wissenschaftliche Weiterbildung mittels strategischen Bildungsmarketings

Zusammenfassung
Der Beitrag beschäftigt sich mit der strategischen Bedeutung von Bildungsmarketing angesichts des Wandels in der deutschen Hochschullandschaft von der traditionellen Universität hin zu Bildungsstätten lebenslangen Lernens und der damit verbundenen Herausforderung, neue Zielgruppen für sich zu erschließen. Aus diesem Wandel resultiert eine veränderte Art und Weise, in der Hochschulen in Zukunft ihr Bildungsangebot kommunizieren (müssen). Der Beitrag zeigt auf, dass für eine zielgruppengenaue und bedarfsgerechte Kommunikation ein professionelles Bildungsmarketing als Teil der Hochschulstrategie unumgänglich ist.
Jutta Haubenreich

Evidenzbasierte Angebotsentwicklung als Grundlage nachfrageorientierter Studienangebote in der wissenschaftlichen Weiterbildung

Zusammenfassung
Hochschulen begeben sich mit dem Angebot wissenschaftlicher Weiterbildung in ein Wettbewerbsgeschehen mit anderen Bildungsanbietern. Ausgehend von einer Diskussion des Bedarfsbegriffs sowie der Rolle von Hochschulen im Kontext von Regionalentwicklungsprozessen wird ein Konzept zur datengestützten Entwicklung wissenschaftlicher Weiterbildungsangebote vorgestellt und kritisch reflektiert. Als theoretische Grundlage fungiert dabei der Educational Governance Ansatz, auf dessen Basis unterschiedliche Ebenen der Entscheidungsfindung und Steuerung in Hochschulen in den Blick genommen werden können.
Matthias Rohs, Christian Vogel, David Van de Water

Kompetenzentwicklung für die Region – Verankerung und Umsetzung akademischer Weiterbildung als strategisches Element

Zusammenfassung
Ausgehend von spezifischen Rahmenbedingungen der Region Westpfalz wird die Ausgangslage für die regionale und individuelle Kompetenzentwicklung entlang leitender Handlungsstrategien beschrieben. Anhand der aktuellen organisationalen Verankerung von akademischer Weiterbildung an der Hochschule Kaiserslautern wird verdeutlicht, inwiefern eine Kombination zentraler und dezentraler Verantwortlichkeiten sinnvoll sein kann und wo intra- bzw. extraorganisationale Vernetzungsszenarien Einflussfaktoren darstellen. Abschließend erfolgt ein Ausblick auf künftige Maßnahmen zur erweiterten Nutzung der Potenziale von Weiterbildung als strategisches Element.
Noëmi Donner, Thorsten Requadt

UmsetzungwissenschaftlicherWeiterbildung

Frontmatter

Flexible Strukturen für ein flexibles Studium: Wissenschaftliche Weiterbildung in einem öffentlich-/privatrechtlichen Hybridmodell

Zusammenfassung
Heterogene Zielgruppen erfordern im Vergleich zu herkömmlichen Studierenden flexiblere Organisationsformen. Hochschulintern ist hierfür oft ein Paradigmenwechsel notwendig. Daher sind grundsätzliche strategische und strukturelle Entscheidungen zu treffen. Eine Tandem-Struktur, wie sie an der Universität Ulm realisiert wurde, bietet hierzu einen Lösungsansatz.
Gabriele Gröger, Hermann Schumacher

Organisationsentwicklung und Digitalisierung

Zusammenfassung
Die nachhaltige Implementierung von Digitalisierung der Hochschulstrukturen setzt einen organisationalen Transformationsprozess voraus.
Durch das umfassende Ausloten, Beobachten und Weiterentwickeln von Lernprozessen in möglichst offenen Systemen und mit hoher Skalierung, ist es möglich, besonders viele Lernoptionen für eine sich digitalisierende Gesellschaft zu gestalten. Dabei steht vor allem das digitale Lernen von Berufstätigen im Fokus. Im Rahmen des Beitrages wird herausgearbeitet, dass es durch eine agile und vernetzende Arbeitskultur gelingt, erfolgreiche Bildungsangebote zu realisieren. Dabei spielen Schnelligkeit, ein experimentelles, technologiegeleitetes Vorgehen sowie eine veränderte Führungskultur eine tragende Rolle.
Rolf Granow, Farina Steinert

Öffnung der Hochschule durch die Implementierung von Anrechnungsverfahren

Zusammenfassung
Aus den Erfahrungen des Projektes ‚MainCareer – Offene Hochschule‘ werden Empfehlungen zur nachhaltigen Verankerung von Anrechnungsverfahren in die Hochschulstrukturen abgeleitet. Dabei finden sowohl Faktoren auf operativer Ebene als auch themenspezifische Aspekte, wie die Ausgestaltung von Kooperationen mit Vertreterinnen und Vertretern aus dem sekundären Bildungsbereich Berücksichtigung. Über die Implementierung der Anrechnungsverfahren hinaus besteht eine weitere Notwendigkeit darin, das Thema Anrechnung in der gesamten Hochschule zu positionieren.
Lisa Luft, Nadine Schuler, Angela Braun-Busse, Hans Ambach, Melanie Schmidt, Anja Kohlesch

Intraorganisatorische Entwicklung der Beratung und Unterstützung an Hochschulen unter Bedingungen von Durchlässigkeit

Zusammenfassung
Um der zunehmenden studentischen Heterogenität gerecht zu werden ist es erforderlich adäquate Beratungsangebote für die veränderten Zielgruppen bereit zu halten. Der Beitrag ist vom Verständnis geleitet, wissenschaftliche Weiterbildung als integralen Bestandteil einer erfolgreich entwickelten Hochschule zu konzipieren. Daher sollen Handlungsempfehlungen zur Beratung und Unterstützung der neuen Zielgruppen abgeleitet werden, die die gesamte Organisation Hochschule in den Blick nehmen.
Marc-Oliver Maier

Die nachhaltige Implementierung von Konzepten zur Dozierendengewinnung in der wissenschaftlichen Weiterbildung

Zusammenfassung
Für das Gelingen eines Weiterbildungsangebotes sind dessen Dozierende essentiell, da die Teilnehmenden den Großteil ihrer Lern- und Weiterbildungserfahrung aus der Interaktion mit den Dozierenden schöpfen. Angesichts deren Bedeutung für den nachhaltigen Erfolg wissenschaftlicher Weiterbildung nimmt die Dozierendengewinnung einen wichtigen Platz ein. Im Rahmen des Beitrages wird die Thematik aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet. Ergänzt werden diese Betrachtungen durch Erfahrungen bei der Ausgestaltung von Zertifikats-Fernstudiengängen in den Fächern Mathematik und Sozialwissenschaften.
Hannes Schramm

Gestaltung und Integration propädeutischer Weiterbildung in bestehende Hochschulstrukturen

Zusammenfassung
Wissenschaftliche Weiterbildung an Hochschulen kennt viele Angebotsformen. Kompetenzentwicklung und Qualifizierung sind dabei Kernelemente, die in der Angebotsgestaltung zentrale Faktoren darstellen. Im Kontext des lebenslangen Lernens bieten studienvorbereitende Kurse für beide Bereiche Potential: Durch Kompetenzentwicklung können Wissenslücken zum Studienstart geschlossen und der Studienerfolg langfristig gestützt werden. Angebote zur Qualifizierung für ein Studium erschließen den Hochschulen neue Zielgruppen und tragen zu ihrer Öffnung insgesamt bei. Die Entwicklung neuartiger Angebote in einem früheren Randbereich des Hochschulinteresses erscheint durch veränderte rechtliche Rahmenbedingungen und eine sich zunehmend verändernde Studierendenschaft vielerorts zumindest als interessante Option. Der vorliegende Beitrag soll aufzeigen, welche Möglichkeiten der Angebotsgestaltung, vor allem aber welche Risiken und Untiefen sich bei der Integration propädeutischer Angebote in bestehende Hochschulstrukturen auftun können.
Jan Schiller

Projektorientierte Lernarrangements in der wissenschaftlichen Weiterbildung

Zusammenfassung
Im Kontext der Öffnung von Hochschulen für neue Zielgruppen scheint die Debatte um hochschuldidaktische Fragen wieder an Bedeutung zu gewinnen. Im Zentrum der Diskussion steht dabei, welche Implikationen mit dem Prinzip der Kompetenzorientierung auf die curriculare, didaktische und studienorganisatorische Gestaltung von Studienangeboten einhergehen. Ausgehend von einer grundsätzlichen Auseinandersetzung mit den unterschiedlichen Verständnissen von Kompetenzen und Kompetenzorientierung zeigt der vorliegende Beitrag am Beispiel der Entwicklung eines berufsbegleitenden Masterstudiengangs auf, wie eine stringente Verankerung kompetenzorientierter Lernarrangements in Angeboten der wissenschaftlichen Weiterbildung umgesetzt werden kann.
Christian Vogel

OptimierungwissenschaftlicherWeiterbildung

Frontmatter

Quantitative Begleitforschung zu nicht-traditionellen und traditionellen Studierenden. Ein Beitrag zur nachhaltigen organisationalen Verankerung von Evaluation

Zusammenfassung
Evaluation trägt entscheidend zur Steigerung der Qualität in Studium und Lehre bei. Angesichts der Zunahme von Heterogenität in der Zusammensetzung der Gruppe nicht-traditioneller Studierender werden beispielhaft ausgewählte soziodemographische Daten ausgewertet und die Möglichkeiten eines Transfers der Ergebnisse für die Neu- und Weiterentwicklung berufsbegleitender Studiengänge erörtert. Anhand der erhobenen Daten wird darüber hinaus erläutert, welche Herausforderungen und Chancen die Evaluation von berufsbegleitenden Studiengängen mit sich bringt.
Kristina Burlakow, Alina Elsner, Max Reinhardt, Silke Wiemer

Kooperationen mit Wirtschaftsunternehmen in der Weiterbildung – Unternehmerische Kultur als Chance und Herausforderung

Zusammenfassung
Kooperationen zwischen Universitäten und Unternehmen stehen insbesondere durch die hohen Transaktionskosten, die aufgrund der unterschiedlichen Organisationskulturen und des daraus resultierenden fehlendem Systemvertrauen entstehen, vor besonderen Herausforderungen. Um langfristig und nachhaltig Kooperationen zwischen den Partnern zu ermöglichen und ein kooperationsförderliches sowie transaktionskostensenkendes Umfeld zu schaffen, bedarf es – so die These des Beitrags – einer unternehmerischen Kultur an Hochschulen. Die damit einhergehenden Herausforderungen auf Hochschulebene sowie Möglichkeiten im Kooperationsmanagement werden in dem Beitrag näher betrachtet.
Annika Maschwitz

Vernetzung als Chance für Hochschulen? Essenzen zur Gestaltung eines hochschulischen Netzwerks

Zusammenfassung
Eine Vernetzung von Projekten an Hochschulen und Wissenschaftseinrichtungen kann gelingen, wenn die Spezifika ihrer Strukturen und ihre Kulturen berücksichtigt werden. Durch eine system- und netzwerktheoretische Annäherung werden im Beitrag die entscheidenden Einflussfaktoren und deren Wirkung auf die Vernetzung bestimmt. Aus der Struktur und den Mechanismen des „Netzwerk Offene Hochschulen“, das hier als Fallstudie dient, können Schlüsse für eine erfolgversprechende Netzwerkarbeit im gegebenen Kontext gezogen werden. Diese zu generalisieren, erlaubt es, ein idealtypisches Bild und allgemeine Gelingensbedingungen für ein Netzwerk zu skizzieren.
Sebastian Metag, Kristina Karl, Kristina Novy, Joachim Stöter
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