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Über dieses Buch

Vorwort zur 1. Auflage Das viel diskutierte Thema Nachträge hat in der Praxis – nicht zuletzt auf Grund der aktuell wirtschaftlich schwierigen Lage der Baubranche – nach wie vor eine beson- re ökonomische Bedeutung. Bei nahezu jedem größeren Bauvorhaben treten Na- tragssachverhalte auf, die nicht selten erhebliches Konfliktpotenzial bergen und - tunter in langwierigen gerichtlichen Auseinandersetzungen der Vertragsparteien münden. Nachträge werden häufig nur in ihrer negativen Auswirkung betrachtet. Dabei stellen sie bei entsprechender Handhabung für die Vertragspartner ein adäq- tes Mittel dar, um nach Abschluss des Bauvertrags während der Baumaßnahme auf Leistungsänderungen und -ergänzungen sowie Störungen des Bauablaufs reagieren zu können. Das vorliegende Buch soll daher in kompakter und leicht verständlicher Form einen umfassenden Einblick in das Themengebiet Nachtragsmanagement geben. Wir h- fen, damit einen Beitrag zu einem qualifizierten, objektiven und fairen Umgang mit Nachtragssachverhalten und zur Vermeidung von Konflikten leisten zu können. Dieses Buch ist im Besonderen an Leser gerichtet, die bereits beruflich, unabhängig davon, ob auf Auftraggeber- oder auf Auftragnehmerseite tätig, in das Thema inv- viert sind, eignet sich aber ebenso für Studenten und interessierte Praktiker, die sich mit dem Thema Nachtragsmanagement auseinandersetzen wollen. Es kann zudem zur Auffrischung bereits erlangter Kenntnisse sowie als Lehr- oder Nachschlagewerk Verwendung finden. Ein besonderer Dank gilt allen Fachkollegen, die durch anregende Diskussionen und Hinweise zur Entstehung des Buches beigetragen haben. Frau Kinscherf-Atanasov danken wir für die engagierte Unterstützung bei der Anfertigung des Manuskriptes. Hinweise, Anregungen und Kritik – auch und gerade aus der Praxis – sind ausdrü- lich willkommen.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einleitung

Mengenänderungen, geänderte oder zusätzliche Leistungen und Behinderungen führen bei nahezu jedem Bauvorhaben zu Nachtragsforderungen des Auftragnehmers und nicht selten zu erheblichem Konfliktpotenzial zwischen den Vertragsparteien über die Berechtigung und Höhe der Ansprüche.
Ulrich Elwert, Alexander Flassak

2. Begriffsdefinitionen

In der Praxis ist häufig die unrichtige oder widersprüchliche Verwendung terminologischer Begriffe zu beobachten und selbst in der Fachliteratur werden die Begriffe sehr unterschiedlich definiert, abgegrenzt und kontrovers diskutiert. Es erscheint daher zweckmäßig, die für das Verständnis der weiteren Ausführungen grundlegenden Begriffe vorab zu definieren.
Ulrich Elwert, Alexander Flassak

3. Baubetriebliche und baurechtliche Grundlagen

Grundlegend für die Behandlung und Bewertung von Nachträgen sind sowohl baubetriebliche als auch baurechtliche Kenntnisse. Aus diesem Grund werden in diesem Kapitel zunächst die Bereiche Bauvertrag, Bauvertragstypen, Bausoll, Leistungspflichten der Vertragspartner, Vertragsfristen und Termine sowie Kalkulation behandelt.
Ulrich Elwert, Alexander Flassak

4. Mögliche Nachtragsursachen und Nachtragsfolgen

In diesem Kapitel werden die unterschiedlichen Anspruchsvoraussetzungen und Auswirkungen von Nachträgen dargestellt. Hierbei wird die in Kapitel 2 vorgenommene Definition eines Nachtrags zu Grunde gelegt, die alle Ansprüche auf Vergütungsanpassung und Bauzeitverlängerung durch nach Vertragsschluss eingetretene Änderungen des Bauinhalts oder der Bauumstände erfasst. In der Fachliteratur wird der Begriff des Nachtrags zum Teil deutlich enger gefasst. Es erscheint jedoch auf Grund der unterschiedlichen Abgrenzung sinnvoll, alle möglichen Ursachen für Vergütungsanpassungen und Bauzeitmodifizierungen zu berücksichtigen.
Ulrich Elwert, Alexander Flassak

5. Beispielrechnungen

In diesem Kapitel werden die zuvor erörterten Grundlagen anhand von Beispielen vertieft. Die Fallbeispiele zeigen die grundlegende Vorgehensweise der Vergütungsberechnung und Ermittlung von Bauzeitverlängerungsansprüchen bei Nachtragssachverhalten. Zur Komplexitätsreduzierung wurden zum Teil vereinfachende Annahmen getroffen, die jeweils erläutert werden.
Ulrich Elwert, Alexander Flassak

6. Dokumentation

Eine qualifizierte, zielorientierte, umfassende und baubegleitende Dokumentation, die sämtliche Fakten wiedergibt, die zum Nachweis von Anspruchsvoraussetzungen und der Anspruchshöhe erforderlich sind, ist die Grundvoraussetzung zur erfolgreichen Durchsetzung oder Abwehr von Nachtragsforderungen. Viel zu häufig wird bei Baumaßnahmen sowohl auf Auftragnehmer- als auch auf Auftraggeberseite nicht auf eine ausreichende und exakte Dokumentation geachtet oder zu spät mit der Dokumentation begonnen.
Ulrich Elwert, Alexander Flassak

7. Handhabung von Nachträgen

Häufig besteht in der Praxis durch den unsachgemäßen Umgang mit Nachträgen ein hohes aber vermeidbares Konfliktpotenzial. Grundsätzlich sind Nachtragsforderungen durch den Auftragnehmer unter Bezugnahme auf die entsprechende Anspruchsgrundlage klar und nachvollziehbar darzulegen, um dem Auftraggeber die Prüfung und Freigabe des Nachtrags zu ermöglichen.
Ulrich Elwert, Alexander Flassak

8. Nachtragsprophylaxe – alternative Streitbeilegung

Die Abwicklung von Bauvorhaben ist mittlerweile fast regelmäßig mit erheblichen Meinungsverschiedenheiten und kontroversen Auseinandersetzungen der Bauvertragsparteien verbunden, die oftmals in langwierige und kostenintensive Gerichtsverfahren münden. In kaum einem anderen Rechtsgebiet wird so viel prozessiert wie im privaten Baurecht. Ein Drittel aller Zivilprozesse sind Bauprozesse, in den neuen Bundesländern sogar die Hälfte. Andererseits ist das Prozessieren in keinem anderen Rechtsgebiet so ineffizient und unökonomisch wie im Baurecht. Gerade bei Bauvorhaben, insbesondere bei laufenden Baustellen, ist Zeit und Schnelligkeit ein besonders wichtiger geldwerter Faktor. Allerdings dauern selbst erstinstanzliche Entscheidungen oft Jahre, manchmal Jahrzehnte. Daran schließt sich bei entsprechender wirtschaftlicher Bedeutung vielfach ein langwieriger Instanzenzug an. Die Klärung technisch komplizierter Sachverhalte erfordert zudem häufig die Einschaltung von mehreren Gutachtern und Sachverständigen. Bauprozesse sind dementsprechend kostenintensiv und beanspruchen hohe Transaktionskosten zur Information von Anwälten, Sachverständigen und Gerichten.
Ulrich Elwert, Alexander Flassak

Backmatter

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