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01.09.2014 | Recht + Steuern | Ausgabe 9/2014

Bankmagazin 9/2014

Näheverhältnis schließt Abgeltungsteuer nicht aus

Zeitschrift:
Bankmagazin > Ausgabe 9/2014
Autor:
Hans-Ulrich Dietz
Im Urteilsfall gewährte ein Steuerpflichtiger — der Kläger — seinem Berufskollegen ein Darlehen, mit dem dieser seinen Einstieg in die Steuerberatungsgesellschaft des Klägers finanzierte. Der Kläger vertrat die Auffassung, dass die hieraus erzielten Zinsen mit dem Abgeltungsteuersatz von 25 Prozent zu versteuern sind. Das Finanzamt dagegen unterwarf die Zinserträge dem deutlich höheren persönlichen Steuersatz. Es sah den Kläger und seinen Kollegen als „einander nahe stehende Personen“ im Sinne von § 32d Abs. 2 Nr. 1 Buchst. a Einkommensteuergesetz alte Fassung an. Die hiergegen gerichtete Klage hatte Erfolg. Laut Urteil des Finanzgerichts Münster vom 20. September 2013 (Az. 4 K 718/13) ist der Begriff des „Nahestehens“ eng am Gesetzeszweck auszulegen. Der dort vorgesehene Ausschluss der Abgeltungsteuer für Fälle, in denen Gläubiger und Schuldner der steuerpflichtigen Kapitalerträge „einander nahe stehende Personen“ sind, solle missbräuchliche Gestaltungen vermeiden. Daher führe nicht jedes Näheverhältnis zwischen Darlehensgeber und -nehmer zur Besteuerung mit dem progressiven Steuersatz. Das Finanzgericht führt weiter aus, dass weder ein Beherrschungsverhältnis noch eine Einflussnahmemöglichkeit außerhalb der Geschäftsbeziehung und auch keine Interessenidentität zwischen dem Kläger als Darlehensgeber und seinem Berufskollegen als Darlehensnehmer vorgelegen habe. Es sei deutlich zwischen der gemeinsamen — auf Interessenkonformität beruhenden — Berufsausübung des Klägers und seines Kollegen auf der einen Seite und der Darlehensgewährung auf der anderen Seite zu differenzieren. ...

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