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Erschienen in: Gruppe. Interaktion. Organisation. Zeitschrift für Angewandte Organisationspsychologie (GIO) 1/2024

13.02.2024 | Hauptbeiträge – Thementeil

Netzwerke der psychiatrischen Gesundheitsversorgung

Design und (digitales) Management

verfasst von: M.A. sc. pol. Dr. phil. Ralf-Gero C. Dirksen, MBA, LL.M. oec., DAPR

Erschienen in: Gruppe. Interaktion. Organisation. Zeitschrift für Angewandte Organisationspsychologie (GIO) | Ausgabe 1/2024

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Zusammenfassung

Der für die Zeitschrift „Gruppe. Interaktion. Organisation. (GIO)“ verfasste theoretische Beitrag diskutiert, wie medizinische und therapeutische Leistungserbringung in der heutigen Versorgungslandschaft unter dem Eindruck der aktuellen Gesundheitsreform effizient organisiert werden können. Methodisch kommen als Erfahrungsbasis praktisch durchgeführte Implementierungsprojekte, selektive Literaturrecherchen und eine darauf aufbauende deskriptive Modellbildung zum Einsatz. Es wird ein Standpunkt zur Ausgestaltung von Netzwerken (Kooperationen) auf der Basis systemischer Organisationsentwicklung (OE) dargelegt. Ergebnis: Das Netzwerk als strukturelles Produkt einer interorganisationalen Kooperation kann zu einer Emanzipation und einem Paradigmenwechsel in der Steuerung komplexer Systeme führen. Diese horizontale Koordination vereinigt auch für Expertenorganisationen wie die Psychiatrie Flexibilität der marktförmigen Interaktion mit der (mehrheitlich) hierarchischen Effizienz organisierter Strukturen. Damit Netzwerke wirksam werden und gleichzeitig an Stabilität gewinnen, ist eine bestimmte Designleistung erforderlich. Das Management des Netzwerkes lenkt den Blick auf die Fähigkeiten der Führung und die Kommunikation, mit deren Hilfe Organisationsentwicklung betrieben wird. Im Gegensatz zum Planungsansatz liefert der OE-Ansatz Prozessorientierung und Partizipation als Voraussetzung einer nachhaltigen Netzwerk-Implementierung.

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Die Zeitschrift beleuchtet organisationspsychologische Fragestellungen an den Schnittstellen von Organisation, Team und Individuum.

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Fußnoten
1
Strategien werden vielfach in der soziologischen Struktur als „nachgeordnetes“ Instrument aufgefasst, an dem man auch die Art und Weise ablesen kann, wie Organisationen ihren bisherigen Erfolg begründen. Mintzberg hat schon früh auf den Sachverhalt hingewiesen, dass Strategien nicht notwendigerweise das Ergebnis eines gezielten Planungsprozesses sein müssen, sondern sich häufig ungeplant aus den täglichen Vollzügen und Kommunikationen heraus entwickeln. So werden Strategien häufig erst nachträglich als solche konstruiert (emergente Strategien) (Mintzberg 1978, S. 945). Das scheint aber nicht primärer Zweck zu sein. Strategien sind ein präskriptives Instrument, mit deren Hilfe begründet wird, „wie“ definierte Ziele zu erreichen sind. Dies kann dann der Unsicherheitsabsorption bei der Entscheidungsfindung und organisationalem Lernen dienen.
 
2
Kritisch zu den Möglichkeiten der strategischen Steuerung und der Wirksamkeit von OE-Interventionen in Bezug auf die nachhaltige Veränderung der Organisationskultur Preisendörfer (2016, S. 129f), Pohlmann (2016, S. 153.), Luhmann (2000, S. 246). Wenn man nicht „am Ball bleibt“, kann es auch wieder zu Rückschritten kommen (Kühl 2011, S. 161).
 
3
„Strategische Kommunikation“ ist ein Steuerungskonzept, das aus den theoriebildenden Elementen des strategischen Managements, der Organisationsentwicklung und der Unternehmenskommunikation besteht (Dirksen 2010). Die so genannte Kommunikationslatenz ist ein Phänomen, dessen Akzeptanz und Berücksichtigung Verkrustungen und unhaltbare Zustände manifestieren. Es gibt aber auch tolerante Manager, die Transparenz und Ansprechbarkeit geradezu einfordern.
 
4
Anders als die klassische Kollaboration, die ideell auf ein gemeinsames Ziel gerichtet ist, wird hier ein professionelle Multiperspektive zugunsten des Gesamtsystems eingenommen.
 
Literatur
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Metadaten
Titel
Netzwerke der psychiatrischen Gesundheitsversorgung
Design und (digitales) Management
verfasst von
M.A. sc. pol. Dr. phil. Ralf-Gero C. Dirksen, MBA, LL.M. oec., DAPR
Publikationsdatum
13.02.2024
Verlag
Springer Fachmedien Wiesbaden
DOI
https://doi.org/10.1007/s11612-024-00726-8

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