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Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einführung

Zusammenfassung
Die Zulieferindustrie steht in einem Spannungsfeld, da sie zur Existenzsicherung und zur erfolgreichen Positionierung im Wettbewerb sowohl den allgemeinen Veränderungen im marktlichen Umfeld als auch den Anforderungen der Hersteller und Endabnehmer Rechnung tragen muß. Dabei haben Zulieferer eine Vielzahl neuer Ansprüche innerhalb möglichst kurzer Zeit zu realisieren, um einerseits den Kundenwünschen zu entsprechen und andererseits Pioniervorsprünge gegenüber Konkurrenten zu erzielen. Die besondere Bedeutung der Leistungsfähigkeit von Zulieferunternehmen leitet sich aus dem Trend zur Leistungstiefenreduzierung, dem damit verbundenen Anstieg von Zulieferumfängen und dem Einfluß der Zulieferungen auf die Wettbewerbsfähigkeit der Endprodukte ab. Diese Faktoren verlangen Zulieferern organisatorische Strukturen ab, die Potentiale mit einer hohen Flexibilität und Anpassungsfähigkeit sowie schnelle Lernprozesse eröffnen. Die vorliegende Untersuchung stellt dazu das Konzept strategischer Unternehmensnetzwerke vor, analysiert dessen Relevanz in der Zulieferindustrie, entwickelt und systematisiert Gestaltungsansätze und erhärtet die gewonnenen Erkenntnisse anhand von Fallstudien aus der Zulieferpraxis.
Bettina Männel

2. Konzeptionelle Grundlagen strategischer Unternehmensnetzwerke

Zusammenfassung
Die Zielsetzung dieses Kapitels besteht in der Erläuterung des Konzeptes strategischer Unternehmensnetzwerke. Um die vielfältigen, teils auch kontroversen Auslegungen und Interpretationen strategischer Unternehmensnetzwerke zu präzisieren, werden Definitionsmerkmale verschiedener Autoren herangezogen, gegenübergestellt und zu einer Begriffsfassung für diese Arbeit verdichtet. Abschließend erfolgt eine begriffliche Abgrenzung zu anderen Kooperationsformen, um den Unterschied zu weiteren, in Literatur und Unternehmenspraxis verwendeten Termini zu verdeutlichen.
Bettina Männel

3. Theoretische und empirische Relevanz von Netzwerkstrukturen in der Zulieferindustrie

Zusammenfassung
Basierend auf den konzeptionellen Grundlagen strategischer Unternehmensnetzwerke zeigt der folgende Abschnitt die Entstehungsgründe und die besondere Relevanz dieser Organisationsform für die Zulieferindustrie auf. Dies erfolgt zum einen aus theoretischer Sicht durch die Untersuchung, inwieweit ausgewählte theoretische Ansätze Erklärungen für die Entstehung von Zuliefernetzwerken liefern. Zum anderen werden die Entwicklungsstufen der industriellen Zulieferung geschildert. Vor dem Hintergrund der Analyse der Verände­rungen der marktlichen Rahmenbedingungen und der Abnehmer-Zulieferer-Beziehungen werden dabei aus empirischer Sicht die Konsequenzen für Entwicklungsprozesse in der Zulieferindustrie beschrieben. Die Darstellung führt zu der Ableitung von Anforderungen an Zulieferkonzepte und zu der Fragestellung, inwieweit Zuliefernetzwerke in der geschilderten Ausgangssituation eine erfolgversprechende Organisationsalternative bilden.
Bettina Männel

4. Gestaltungsansätze von Zuliefernetzwerken

Zusammenfassung
Nachdem in den vorangegangenen Abschnitten die konzeptionellen Grundlagen und Entstehungsgründe von Netzwerkstrukturen geschildert wurden, besteht die darauf aufbauende Zielsetzung dieses Kapitels in der Erläuterung der Gestaltungsoptionen, die in Zuliefernetzwerken offenstehen, um die Erfolgsfaktoren Kosten, Entwicklungs- und Marktbelieferungszeit, Qualität, Innovationsfähigkeit, Internationalisierung oder Differenzierung zu verbessern. Die wichtigsten Elemente einer solchen Modellanalyse strategischer Netzwerke heben Miles/Snow (1986) in ihrer Begriffsfassung hervor, indem sie Netzwerke als “a unique combination of strategy, structure, and management process”1 definieren. Zur Beschreibung von Unternehmensnetzwerken erweisen sich die drei Elemente gleichermaßen als notwendig, da die Realisierung der strategischen Zielsetzungen der Einzelunternehmen auf eine Gesamtstrategie abgestimmte Strukturen und Koordinationsinstrumente erfordert. In Anlehnung daran kann die Institutionalisierung strategischer Zuliefernetzwerke anhand von folgenden Gestaltungsmerkmalen beschrieben werden:
  • Wettbewerbsstrategien und Zielsetzungen, die dem Aufbau von Netzwerken zugrunde liegen,
  • Konfiguration der Netzwerkstrukturen, -beziehungen und deren vertragliche Grundlagen sowie
  • die in Unternehmensnetzwerken eingesetzten Koordinations- und Managementkonzepte (vgl. Abb. 9).
Bettina Männel

5. Typologie und Falluntersuchung

Zusammenfassung
An die bisherigen Untersuchungen schließt sich die Frage an, ob bestimmte Typen und Aktionsmuster von Zuliefernetzwerken existieren und wie sie sich in der Praxis konstituieren. Diese, im Rahmen des folgenden Abschnittes vorzunehmende Typologisierung und Falluntersuchung führt damit die geschilderten Definitionsmerkmale von Zuliefernetzwerken, die Entstehungsgründe und Gestaltungsansätze zu verschiedenen Netzwerktypen zusammen. Die Zielsetzung besteht neben der Erarbeitung einer Typologie in deren empirischen Fundierung mit Fallstudien, die die Relevanz von Netzwerken in der Zulieferpraxis nachweisen sollen. Dazu werden die typspezifischen Merkmalsausprägungen anhand von mehreren Fallbeispielen beschrieben und anschließend mittels eines morphologischen Kastens zusammengefaßt und verglichen.
Bettina Männel

6. Unternehmensnetzwerke in der Zulieferin-dustrie: Zusammenfassung und Handlungsempfehlungen

Zusammenfassung
Der Wettbewerb in der Zulieferindustrie ist geprägt von steigendem Konkurrenzdruck sowie infolge der voranschreitenden Abnahme der Leistungstiefe durch vielfältige Forderungen der Hersteller nach Verbesserungen hinsichtlich der Erfolgsfaktoren Kosten, Qualität, Zeit und Innovationsfähigkeit. Zulieferunternehmen können diese Ansprüche mit den vorhandenen Organisationsstrukturen teilweise nicht mehr autonom bewältigen und die steigende Komplexität und Dynamik der wirtschaftlichen Leistungsprozesse nicht mehr beherrschen, da sie durch hohe innerbetriebliche Arbeitsteilung, zentrale Koordination, Hierarchien, umfangreiche Weisungsbefugnisse und funktionsbezogene Optimierungsansätze geprägt sind. Nachdem bislang vor allem intraorganisatorische Verbesserungsmöglichkeiten, insbesondere Personalabbau und Erhöhung des Automatisierungsgrades im Mittelpunkt standen, stellen unternehmensübergreifende Team- und Kooperationsstrukturen vielfach noch Rationalisierungspotentiale dar.1 Damit wird der Erkenntnis Rechnung getragen, daß sich im Sinne einer ganzheitlichen Systemoptimierung nicht nur Verbesserungen der unternehmensinternen Leistungen, sondern gleichermaßen auch der unternehmensübergreifenden externen Leistungsprozesse für den Unternehmenserfolg als notwendig erweisen. Des weiteren müssen insbesondere die Möglichkeiten der verschiedenen organisatorischen Zwischenformen zwischen Markt und Hierarchie mehr Berücksichtigung finden, um zum Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit im dynamischen Wettbewerbsumfeld beizutragen.2
Bettina Männel

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