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01.05.2012 | IV-Schwerpunktthema | Ausgabe 5/2012

Innovative Verwaltung 5/2012

Neue Herausforderungen in der Sozialwirtschaft

Studie

Zeitschrift:
Innovative Verwaltung > Ausgabe 5/2012
Die aktuelle Studie „Sozialwirtschaft — neue Herausforderungen“ der Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft zeigt, dass sich in diesem Sektor die Nachfrage in den letzten drei Jahren kaum verändert hat. Dafür wurden über 900 Führungskräfte von Sozialdienstleistern in Deutschland angeschrieben. Die Ergebnisse zeigen, dass die Branche konjunkturunabhängig ist, obwohl sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auf die Zuschüsse durch Städte, Länder und sonstige Geber ausgewirkt haben: Zuschusskürzungen betrafen 2011 vier von fünf Unternehmen. Ausgeblieben ist hingegen die Kreditklemme, denn Banken vertrauen weiterhin auf die Stabilität der Sozialwirtschaft. Als Herausforderung sehen die befragten Unternehmen jedoch die Anwerbung von Fachkräften. Für die Zukunft planen sie, ihr Angebot weiter zu spezialisieren, um so ihre Marktstellung zu stärken. „Die Bereitschaft der Banken, solide Projekte und Organisationen zu fördern, verhinderte die befürchtete Kreditklemme. Überdies stellten sie auch keine höheren Eigenkapitalanforderungen an die Unternehmen — das Vertrauen in diese Branche ist weiterhin auf hohem Niveau“, erklärt Ralph Höll von Deloitte. In den vergangenen Jahren schwankte das Bruttoinlandsprodukt, seinem Rückgang folgte der Konjunkturaufschwung. Die Nachfrage nach Sozialleistungen hat sich in dieser Zeit kaum verändert: 71 % der Befragten verzeichneten keine signifikanten Nachfragerückgänge. Der Versorgungscharakter vieler Sozialdienstleistungen koppelt zwar die Leistungsnachfrage von der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung ab. Allerdings gingen aufgrund der steigenden Verschuldung und der Verschlechterung der Haushaltslage öffentlicher Kostenträger die Entgelte, Vergütungen und Zuschüsse zurück oder stiegen nur gering. Eine der wesentlichen Herausforderungen für die Sozialwirtschaft in den nächsten Jahren ist, die Diskrepanz zwischen stagnierenden Einnahmen bei gleichzeitig steigenden Kosten zu bewältigen. Für die Zukunft rechnen daher auch in diesem Jahr mehr als Hälfte der befragten Unternehmen (54 %) mit einer Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage. Rund die Hälfte der Unternehmen hat Schwierigkeiten, geeignete Fachkräfte anzuwerben. Attraktive Arbeitsplätze zu schaffen, die zu einem längeren Verbleib von Fachkräften in diesen Berufen führen, ist daher wichtig. Denn über die Hälfte gab an, dass sie ansonsten ihr Angebot nicht mehr aufrechterhalten können — 16 % befürchten sogar, dann ihre Einrichtungen schließen zu müssen. Die Mehrheit der Befragten (76 %) plant, ihr Angebot zu spezialisieren, um sich stärker von den Konkurrenten abzuheben. Außerdem wird erwartet, dass viele Wettbewerber aufgrund schlechter Liquidität und Bonität vom Markt verschwinden. Die verbleibenden Unternehmen sehen so eine Chance auf höhere Umsätze und bessere Ergebnisse, da die Nachfrage nicht sinken wird. ...

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