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Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Teil 1. Private Equity für wachsende Unternehmen

Zusammenfassung
Junge und innovative Unternehmen müssen auf ihrem Weg zu Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit häufig ein besonders komplexes Problembündel meistern. Zum einen ist die Unsicherheit hinsichtlich der Marktfähigkeit ihrer Geschäftsidee noch groß, zum anderen fehlt es dem Unternehmer/Unternehmerteam an Managementerfahrungen und die Eigenkapitalausstattung reicht meist nicht aus, um die Fortführung und Realisierung der Geschäftsidee ohne die Beteiligung Dritter zu finanzieren. Einem Teil der wachstumsstarken Unternehmen, den sogenannten High-Flyern oder “Gazellen”, die bestimmte Mindestvoraussetzungen hinsichtlich ihrer Risiko-/Renditeprofile, Wachstumsaussichten und ihres Kapitalbedarfs erfüllen, stehen organisierte Eigenkapitalmärkte, z.T. unterstützt durch öffentliche Förderprogramme, zur Aufnahme von Beteiligungskapital zur Verfügung. Unternehmen mit weniger beeindruckenden, gleichwohl ausgeprägten Wachstumschancen, die den Mindestanforderungen von Investoren auf organisierten Eigenkapitalmärkten nicht genügen, z.B. in Hinsicht auf eine Mindestgröße des Unternehmens, des Innovationsgrades, des Kapitalbedarfs, der Erlangung der Börsenreife etc. steht kein vergleichbar hoch entwickeltes Finanzierungssegment zur Verfügung. Die Allokationseffizienz für Beteiligungskapital speziell für diese Unternehmensgruppe ist daher gering. Aus gesamtwirtschaftlicher Sicht können aber Ineffizienzen des Finanzierungssektors zu einer niedrigeren Wachstumsrate, Beschäftigungseinbußen und damit einer niedrigeren Dynamik im Strukturwandel führen und sind deshalb gleichbedeutend mit Wohlstandsverlusten.
Ljuba Kokalj, Guido Paffenholz, Petra Moog

Teil 2. Bürgschaften und Haftungsfreistellungen als Instrument der Kreditfinanzierung mittelständischer Unternehmen

Zusammenfassung
Kleinen und mittleren Unternehmen, die über keine ausreichenden Sicherheiten verfügen, ist der Zugang zu Bankkrediten häufig erschwert oder gar verwehrt, sofern sie den Mangel an eigenen dinglichen Sicherheiten nicht durch immaterielle Sicherungsinstrumente heilen können. Zu den immateriellen Sicherheiten zählt die Kreditsicherung seitens Dritter durch Bürgschaften, Garantien und Haftungsfreistellungen. Insbesondere Bürgschaftsbanken und staatliche Förderbanken bieten diese Sicherungsinstrumente zur Erleichterung der Kreditaufnahme kleiner und mittlerer Unternehmen an. Der Mangel an Sicherheiten ist nach neuesten empirischen Untersuchungen nach wie vor über alle Unternehmensgrößenklassen hinweg der zweitwichtigste Grund für eine Kreditablehnung, für kleine Unternehmen ist er sogar der Hauptablehnungsgrund (KfW 2001; 2002). Der Wandel der Finanzmärkte im Zuge der Globalisierung, der Margenverfall im Geschäftsfeld der Firmenkredite und die gestiegenen Ausfallrisiken führen dazu, dass Kreditinstitute die Vergabe von Krediten stärker am individuellen Ausfallrisiko orientieren (PAFFENHOLZ 2001). Bereits hierdurch wird die Reduktion des Risikogehalts der Kredite mittels Sicherheiten an Bedeutung gewinnen. Das geplante neue Regelwerk des Basler Ausschusses für die Bankenaufsicht — kurz Basel II genannt — wird zudem die risikoadjustierte Kreditpolitik der Banken, wie sie bereits jetzt zu beobachten ist, aufsichtsrechtlichen Regularien unterwerfen, die eine verschärfte Kreditprüfung bindend vorschreiben werden (GROSS 2001; STEINER/STARBATTY 2001).
Ljuba Kokalj, Guido Paffenholz, Petra Moog

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