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Über dieses Buch

In diesem essential werden drei zentrale Neuroleadership-Konzepte komprimiert dargestellt und kritisch hinterfragt. Durch einen systematischen Abgleich mit etablierten Führungstheorien zeigen die Autoren, dass neurowissenschaftliche Ansätze durchgängig auf Erkenntnissen aus vorhandenen, führungstheoretischen Überlegungen beruhen. Neuroleadership sieht den Schlüssel erfolgreicher Mitarbeiterführung in der Anwendung neurowissenschaftlicher Erkenntnisse. Dieser Ansatz wird von seinen Vertretern als Revolution der Führungstheorien gefeiert, Kritiker hingegen sehen darin eine Umformulierung gut bekannter Theorien. Inwieweit eine neurowissenschaftliche Perspektive dennoch in Form eines „Neuro-Realismus“ hilfreich ist, um bestehende Führungstheorien zukünftig überzeugender zu formulieren, wird abschließend diskutiert.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Neuroleadership – Revolution der Führungstheorien?

Effektive Konzepte der Mitarbeiterführung zu entwickeln, ist bereits seit dem 19. Jahrhundert ein zentrales Anliegen des wissenschaftlich fundierten Personalmanagements. Eines der aktuellsten Konzepte ist das „Neuroleadership“, welches 2006 von David Rock und Jeffrey Schwartz entwickelt wurde. Der Führungscoach Rock und der Psychologe Schwartz legen dar, dass neurowissenschaftliche Erkenntnisse zum Erfolg einer Führungskraft führen können, da es ihnen über diesen Zugang gelingt, das Verhalten ihrer Mitarbeiter besser zu verstehen und Veränderungsprozesse gezielter umzusetzen.
Gernot Schiefer, Ramona Gattner

Kapitel 2. Konzepte des Neuroleadership und ihre Grundlagen

Im Laufe der Zeit rückte zunehmend die dyadische Beziehung zwischen Mitarbeiter und Führungskraft in das Zentrum führungstheoretischer Überlegungen. Neuere Führungstheorien stellen die situativen Faktoren, die diese Beziehung beeinflussen, sowie die Interaktion zwischen Mitarbeiter und Führungskraft heraus und betonen, dass Führungserfolg nicht nur von oben, also durch die Führungskraft, sondern auch von unten durch den Mitarbeiter zustande kommt. Neuroleadership kann als eine dieser neueren Führungstheorien betrachtet werden, da die Beziehung zwischen Mitarbeiter und Führungskraft sowie der Einfluss durch den Kontext, in dem deren Interaktion stattfindet im Vordergrund steht.
Gernot Schiefer, Ramona Gattner

Kapitel 3. Kritische Reflexion der Neuroleadership Konzepte

Kritiker des Neuroleadership betonen, dass diese Theorie keine neuen Erkenntnisse hervorbringt. Durch eine systematische Analyse der verschiedenen Bestandteile der Neuroleadership Konzepte (theoretische Grundüberlegungen, Handlungsfelder und Handlungsempfehlungen) wird in diesem Kapitel untersucht, inwieweit hier auf andere Theorien im Führungskontext zurückgegriffen wird und wie begründet diese Kritik ist.
Gernot Schiefer, Ramona Gattner

Kapitel 4. Zukunftsfähigkeit durch Neuro-Realismus?

Die Analyse hat gezeigt, dass die Vertreter des Neuroleadership Ansatzes, ihre Konzepte zwar durchaus neurowissenschaftlich und damit aus einer neuen Perspektive begründen, jedoch liefert diese Perspektive zu großen Teilen keine neuen Erkenntnisse. Es bestätigt sich die Aussage vieler Kritiker dieses Ansatzes, die den Neuroleadership Vertretern vorwerfen, alten Wein in neuen Schläuchen zu verkaufen und ihrem eigenen Anspruch, nämlich einer vollkommen neuen Sicht auf Führung und den Menschen, nicht gerecht zu werden. David Rock argumentiert im Hinblick auf diese Kritik, dass selbst wenn es der Wahrheit entspricht, dass Neuroleadership Konzepte keine neuen Erkenntnisse liefern, sondern nur bekannte Konzepte aus einer neurowissenschaftlichen Perspektive untersuchen, diese dennoch zu besseren Führungsergebnissen führen könnten, da sie auf Führungskräfte durch die Gehirnperspektive vertrauenserweckender wirken als andere Theorien.
Gernot Schiefer, Ramona Gattner

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